Am 18. Juli 2018 habe ich meinen ersten 6.000er bestiegen. Er war schon seit längerer Zeit auf meiner To-Do-Liste und trotzdem habe ich mich immer wieder gedrückt, weil mir bewusst war, dass es kein Zuckerschlecken werden würde. Heuer aber bin ich über meinen Schatten gesprungen und habe es geschafft. Hier mein persönlicher Erfahrungsbericht.

 

Den inneren Schweinehund besiegen

oder

Mein erster 6.000er

von Daniela Luschin-Wangail

 

Das erste Lager in Rachung Karu auf 4.900m. Der morgige Pass – Kyamamuri La – im Hintergrund.

 

Warum tu ich mir das eigentlich an? Wieso mich quälen? Wem muss ich was beweisen? Warum den schwierigen Weg nehmen, wenn es auch einfacher geht? Fragen wie diese kreisten am Vorabend der geplanten Besteigung des Dome Peak (6.050m) im Changthang, Ladakh, in meinem Kopf herum. Ich gab mir die Antwort. Du musst nicht! Du musst niemandem etwas beweisen! Du kannst auch den einfachen Weg gehen. Und trotzdem tat ich es.

Wir sind umgeben von Schafen, Ziegen, Yaks und ihren Besitzern, den tibetischen Nomaden.

Ich bin keine Bergsteigerin, keine extreme Sportlerin. Ich laufe regelmäßig, ich gehe gerne, aber viel zu wenig wandern, weil mir die Zeit dazu einfach zu oft fehlt, ein wenig radfahren, ein wenig schwimmen. Mehr mache ich nicht. Meine Kondition ist gut. Das liegt auch an meinem Sturschädel, denn wenn ich mir einbilde etwas zu schaffen, dann krieg ich das meistens auch hin. Der 6.000er steht bereits seit einer Weile auf meinem Plan. Den ersten Roman hab ich erledigt, der zweite ist in Arbeit. Jetzt galt es mir was Neues zu beweisen. Ich bin ruhelos und das Leben ist kurz. Manchmal bin ich mir selbst zu anstrengend. Angmo, unsere Bergführerin, hat sich bereit erklärt mich zu begleiten. In Frauenbegleitung fühle ich mich gleich um einiges wohler, da hab ich das Gefühl mich weniger beweisen zu müssen (wenngleich das sowieso lächerlich ist).

Also machten wir uns auf den Weg. Zuviel Zeit außerhalb von Leh konnte ich arbeitsbedingt nicht verbringen, also mussten wir es knapp anlegen. Über den 5.400m hohen Taglang La ging es von Leh aus mit dem Auto zum Salzsee Tsokar und von dort weiter über Nuruchan über eine kaum befahrene Jeep-Piste nach Rachung Karu auf einer Höhe von 4.900m. Erstes Nachtlager im Zelt. Umgeben von tibetischen Nomaden mit ihren Schaf-, Yak- und Ziegenherden. Ein Traum. Ich liebe die nomadische Lebensweise seit jeher, bewundere die Leichtigkeit mit der sie ihr strapaziöses Dasein in den kargsten Winkeln dieser Erde meistern. Das Blöken, Grunzen, Bellen ihrer Tiere und das Rauschen des Gletscherbaches wiegen mich schnell in den Schlaf. Ohne Kopfschmerzen oder andere höhenbedingte Symptome geht die Nacht vorüber.

Kaffee und Yaks zum Aufstehen. Was will man mehr?

Um sechs Uhr bringt uns Stanzin, unser Koch, Kaffee und Tee zum Zelt. Schöner kann man nicht geweckt werden. Diesen Luxus, hier draußen in luftiger Höhe, genieße ich. Dann frühstücken – der Körper braucht für die heute anstehende Wanderung nach Gyama, in unser Basislager, etwas Energie. Zelt abbauen (das bleibt unseren Gästen erspart, die können gleich nach dem Frühstück losgehen), Rucksack mit Wasser und etwas Wegzehrung befüllen und los geht es. Direkt vom Zeltlager geht es bergauf. Der Kyamamuri La mit 5.410m muss gequert werden. Trotzdem ich schon eine Woche in Ladakh bin, merke ich die Höhe, sie zehrt am Niederungen gewöhnten europäischen Körper. Nach wenigen Schritten bleibt die Puste weg. Einatmen, ausatmen, langsame Schritten, dazwischen Verschnaufpausen, den Puls wieder normalisieren. Für 500 Höhenmeter braucht man hier seine Zeit, wenn man noch nicht akklimatisiert ist. Ich beneide die Hirten, die beschwingt mit ihren Herden die Hügel bergauf huschen als wäre es ein Zuckerschlecken. Aber irgendwann schaffe auch ich es, bin oben, bei den Gebetsfahnen, die das Ziel flatterend und bunt markieren. Das erste Ziel nur. Denn ein zweiter Pass steht heute noch am Plan. Doch erst eine Weile über die Hochebene von Gyama Barma wandern. Das geht flott, voller Energie, ich liebe das Gehen über weite Strecken, das tibetische Hochplateau kommt mir da sehr entgegen. Der Anstieg auf den Kartse La fällt schon leichter, wenngleich es noch immer kein nomadengleiches Hochlaufen ist. Wieder runter und Ankunft am Ziel, am rund 5.100m Schlafplatz für diese Nacht, in Gyama.

Der erste Pass auf unserer Route – der Kyamamuri La – hat mir einiges abverlangt

Ich hab es gut gemeistert, der Pferdemann nickt wohlwollend und meint, ich wäre ja flott unterwegs gewesen und das obwohl er mich gestern  noch „Abi“ (Großmutter) genannt hat. Wir Europäer sehen für die Einheimischen viel älter aus als wir sind. Mit meinen 41 Jahren fühle ich mich noch nicht als Abi, aber auch nicht mehr als Nomo (junges Mädchen). Ein Ache (große Schwester) oder zumindest Ane (Tante) hätte ich angebrachter gefunden. Ich streichle mein verletztes Ego.

Unser morgiges Ziel liegt uns nun zu Füßen. Sieht ja wie ein Hügel aus, denk ich mir, in Österreich wär das ein gemütlicher Sonntagsausflug. Aber ich weiß, dass es gut 1.000 Höhenmeter Aufstieg sind und in Anbetracht der Tatsache, dass die beiden Pässe heute doch recht anstrengend für mich waren, beginne ich zu zweifeln. Auch plagt mich ein penetrantes Klopfen in den Schläfen. Die Höhe macht sich nun deutlich bemerkbar. Wenn ich morgen noch immer Kopfschmerzen habe, lassen wir das mit der Besteigung, meine ich zu Angmo, und bin insgeheim ein klein wenig froh, so einen kleinen Ausweg zu haben mir die Gipfelbezwingung doch zu ersparen.

Abendstimmung in Gyama, 5.100m

Den verbleibenden Nachmittag verbringen wir mit dem Einsammeln von Müll, den andere hinterlassen haben. Noch immer hat es sich nicht rumgesprochen, dass Müll, der nicht kompostierbar ist, wieder mit zurück genommen werden soll. Dann ein paar Runden lokaler Kartenspiele mit Angmo und Stanzin und das letzte Abendmahl – leckere Momo und Chowmein. Der Bauch ist gefüllt, der Kopf weniger pochend, die Sonne verschwunden. Ab ins Zelt, rein in den Schlafsack und auf frische Energien hoffen, die einem während des Schlafs geschenkt werden. Der Wecker hätte um 5 Uhr geläutet, doch ich war schon gegen 4 Uhr wach und lauschte dem eifrigen Werken von Stanzin, der um diese Uhrzeit bereits den Kerosinkocher angeworfen hat, um uns ein Frühstück und ein Lunchpaket zu bereiten. Das Zelt aussen ist leicht angefroren, die Temperaturen damit am Gefrierpunkt, doch die Sonne lacht bereits über die Berge und streitet mit den Wolken um die Vorherrschaft. Das Wetter scheint perfekt. Der blöde Hügel, der über 6.000m hoch sein soll, grinst mich schelmisch an. Ich wage es. Und wenn ich nur 500m schaffe, dann lass ich es eben und wir gehen über die normale Trekkingroute nach Korzok Phu, dem Abholungspunkt für heute.

Nach dem Frühstück geht es los. Bergauf. Ich bin noch müde, meine Füße brauchen immer etwas, um wach zu werden. Wir gehen 20 Schritte und holen Luft, dann 30, dann 40, dann 50. Wir bleiben bei den 50 Schritt-Abständen bis ich etwas in Schwung gekommen bin und machen mit 70 Schritten weiter. Ich blicke während des Gehens nicht bergauf, das demotiviert und frustriert mich. Noch immer soviel vor mir. Nach einer Weile und rund 500 Höhenmetern beschließe ich, dass es kein Zurück mehr gibt. Ich bin eine effiziente Logistikern. Jetzt umzudrehen wäre mehr anstrengend als weiter zu gehen. Kommt nicht in Frage. Ich finde mein Tempo – ein schneckengleiches – und brauche kaum noch Pausen. Meditationsgleiches Gehen und Atmen, stetig und beruhigend. Wenn wir halten schauen wir nach oben. Da oben scheint er zu sein, der Gipfel, der Höhepunkt. Nur noch ein wenig. Und wir gehen wieder, kommen dort an und müssen erkennen, dass es doch noch weitergeht, der Höhepunkt nochmal höher liegt. Das Spiel wiederholt sich. Es frustriert ein wenig, doch ich gebe nicht auf. Er muss da wo sein, allzu weit kann es nicht mehr sein. Die Geröllfelder mehren sich, sie machen den Aufstieg nicht leichter. Schnee bleibt uns wegen des milden Winters auf unserer Route erspart, der versteckt sich auf der anderen Seite des Berges. Und tatsächlich nach etwas mehr als drei Stunden Aufstieg sind wir oben angekommen. Ein unspektakuläres Oben, das nicht spitz und ausgesetzt, nein, vielmehr weit und flach und so gar nicht abenteuerklischeehaft gipfelmäßig ist. Wurscht! Ich bin am höchsten Punkt meines Lebens und der Ausblick hat sich gewaschen, ein 6.000er nach dem anderen, Gletscher, und ein göttergleiches Hinabblicken auf die Welt darunter. Ich fühle mich wie im siebten Himmel! Wir grinsen, schlagen ein und sind dankbar. Foto-Klick-Foto-Klick! Der Triumph muss festgehalten werden. Angmo besteht darauf hier nicht zu lange zu bleiben, sondern etwas hinabzusteigen, um ein wenig zu essen. Der Abstieg wird noch einiges an Zeit in Anspruch nehmen.

Eine kleine Pause auf ca. 5.700m

Gesagt, getan. Wir futtern Nüsse, Rosinen, Eier und trinken unter einem kleinen windgeschützten Felsvorsprung gut 50m unterhalb des Gipfels. Ich fühle mich noch immer engelsgleich und grinse vor mich hin. Angmo und ich einigen sich darauf eine vermeintliche Abkürzung zu nehmen. Sie kennt die Route zwar nicht, aber ich bin risikofreudig und möchte in jedem Fall einen weiteren Aufstieg vermeiden. 1.000 Höhenmeter bergauf reichen. Wir sind uns einig.

Wir beschließen die Berghänge schräg bergab zu queren, um schließlich nach Korzok Phu zu kommen. Doch die Hänge sind extrem geröllig, wir queren über Stunden Steinfelder, die immer wieder ins Rutschen kommen und das Gehen erfordert extreme Konzentration. Dagegen war der Aufstieg richtiggehend leicht, scherze ich mit Angmo. Ich merke erste Blasen an den Füßen, aber wir sehen das Ziel und den tiefblauen Tsomoriri-See vor uns, bleibe also hoffnungsvoll. Die Strecke zieht sich, wir sind beide müde. Am Ende eines Bachbettes machen wir noch einmal Pause und essen etwas, riesige Ziegenherden beobachten uns blökend und scheinen uns auszulachen. Ja, wir wissen es, wir hätten den normalen Weg gehen sollen. Danke vielmals fürs uns ins Lächerliche ziehen.

Der Weg zum Tsomoriri scheint so nah … doch der Abstieg ist mühsam.

Nach rund acht Stunden Gehzeit haben wir es geschafft. Ankunft in Korzok Phu und ziemlich zeitgleich kommt auch unser Taxi an und bringt uns retour nach Leh (nachdem wir in Korzok noch eine glutamathältige Maggie-Suppe mit einer Cola gierig zu uns genommen haben). Abenteuer erledigt. Ich habe Appetit bekommen und weiß jetzt, wie ich meinen inneren Schweinehund besiegen kann und dass ich nicht zuletzt auf einem 6000er war. Ein wenig spinne ich über eine Expeditionsreise für Frauen in den kommenden Jahren, die ich vielleicht, vielleicht gemeinsam mit Angmo führen werden. 😉

 




Der Babytrek in Ladakh ist kein Trek auf dem man kleine Windelhosen tragende Babies mit Miniaturrucksäcken sieht, die an lauschigen Bächen dann ihre Milchflaschen rausholen und sich in Lalllauten über die Schönheit des Himalaya unterhalten. Wie aber in Herrgottsnamen kommt man dann darauf den beliebten Kurztrek im Sham Babytrek zu nennen? Wir verraten es dir.

 

Der Babytrek in Ladakh

Gründe warum man ihn Babytrek nennt

1. Kurze Tagesetappen

Die Tagesetappen sind auch für nicht sehr sportliche Menschen mit mittlerer Kondition ganz gut zu schaffen. Die meisten WanderInnen gehen ihn in 3 Tagen von Likir nach Tingmosgang (oder Ang) oder eben umgekehrt. Die Etappe von Likir nach Yangthang dauert ca. 4 Stunden, je nachdem von wo aus man startet. Am nächsten Tag sind es bis nach Hemis Shukpachan dann überhaupt nur max. 3 Stunden. Die letzte Strecke bis nach Ang dauert nochmal ca. 4 Stunden. Verlängerungsmöglichkeiten gibt es – weiter bis nach Balukhar, nahe Khaltse, oder rauf nach Ulley oder Saspotse, oder Wanderungen nach Ridzong von Hemis Shukpachan oder Yangthang aus. Alles mehr oder weniger babyleicht. Oder?

 

2. „Kleine“ Pässe

Die Pässe auf der Strecke sind niedrig. Für ladakhische Verhältnisse versteht sich. In Wirklichkeit sind sie natürlich höher als die meisten Berge in Europa. Zwischen Likir und Yangthang quert man die beiden Babypässe Phobe La und Chagatse La – beide gerade mal läppische 3.600m (zirka). Am nächsten Tag der Tsermangchen La mit auf dieser Route rekordverdächtigen 3.750 Höhenmetern. Und dann am letzten Tag nochmal zwei – wobei von Hemis Shukpachan ausgehend merkt man den ersten kaum, weil der Anstieg sehr sanft ist, und der zweite mit „nur“ 3.720m ist für die dann bereits routinierten Babytrekker auch noch zu schaffen.

 

3. Logistisch einfach

Den Babytrek kannst du im Prinzip allein machen. Es gibt mehr oder weniger nette Homestays am Weg, dh die schwer zu tragenden Zelte und der Proviant fallen weg. Wer wenig trägt, geht auch leichter. Die Route ist meist leicht zu erkennen. Nur im Winter wenn die Pfade zugeschneit sind, kann man sich verirren. Das ist der Schreiberin schon passiert, die dann völlig irritiert in einem Militärlager mit komisch aus der Wäsche schauenden Soldaten anstatt in Ang angekommen ist. Tipp: Die Homestays im Vorfeld buchen, besonders wenn man in der Hochsaison unterwegs ist.

4. Aufgeben leicht gemacht

Wer sich trotzdem übernommen hat und den Trek abbrechen möchte, dem wird das Aufgeben leicht gemacht. Die nächste Straße liegt immer in Reichweite. Von Likir bis Hemis Shukpachan führt durchgehend eine Straße (wenig befahren und man muss nicht auf ihnen wandern, weil es noch die alten Wanderwege gibt).

 

5. Sanfte Höhenvorbereitung

Wer einen großen Trek plant hat – bei dem auch Erwachsenenpässe über 4.000m inklusive sind – und auf Nummer sicher gehen möchte, dass er/sie diesen dann auch die Höhe betreffend gut verträgt, der kann sich am Babytrek ideal vorbereiten.

Der 2. Pass zwischen Hemis Shukpachan und Ang, der Lago La, ist auf dieser Karte nicht eingezeichnet

 

Trotzdem verdient der Babytrek seinen Namen nicht wirklich. Jede Höhe über 3.000m ist für nicht akklimatisierte Personen anstrengend. Auch der Babytrek. Du wirst ihn spüren. Jeden einzelnen Schritt rauf auf die Babypässe.

Wer aufmerksam war, dem ist nicht entgangen, dass ich entsprechend des Titels die Frage, warum Babies den Babytrek trotzdem nicht gehen werden, nicht beantwortet habe. Per definitonem ist ein Baby ein Kind im 1. Lebensjahr. Da geht man üblicherweise noch nicht sehr viel. Vom Wandern mal ganz abgesehen. Zugegeben, der aufgelegte Witz am Ende hätte besser sein können. 😉

 

(c) Josef Reifenauer

Im Übrigen: Hinten in einer Trage lässt sich ein Baby gut am Babytrek mitnehmen!

 




spacer

Wer in der Hochgebirgswüste Ladakh im Himalaya eine mehrtägige Trekkingtour im Alleingang plant, sollte dabei einiges beachten. Das beginnt bei der Auswahl des Kartenmaterials, den Tücken im Austausch mit Einheimischen und reicht hin bis zu Verhandlungen mit Pferdemännern. Eine logistische Herausforderung eben. Die gut geplant werden will.

spacer

Trekking in Ladakh

Trekking in Ladakh muss gut geplant sein. Foto: Martina Scherer / Simon Kraus

spacer

spacer

Trekking in Ladakh

Darauf musst du achten, wenn du OHNE Support unterwegs sein willst

spacer

1 Gutes Kartenmaterial ist rar

Es gibt zig Karten zu Ladakh (zumindest in Ladakh selbst) – doch nur die wenigsten taugen wirklich als Orientierungshilfe am Trek. Halbwegs gut sind noch die Karten des Verlags Olizane, die jedoch ihre Fehler haben – Ortschaften, Berge, Flussläufe sind falsch eingezeichnet, dh ganz 100% darf man sich da nicht drauf verlassen, aber im Großen und Ganzen kann man ganz gut damit umgehen.

Die Karten sind dreiteilig und recht detailiert, was zur Orientierung von Vorteil ist, allerdings unterwegs etwas umständlich, da man immer wieder zwischen den Karten und vorne und hinten wechseln muss.

 

olizane-nord

Ladakh Nord


olizane-center

Ladakh Center


olizane-sud

Ladakh Süd

spacer

2 Selbst tragen oder Tragtiere?

Alles selbst zu tragen ist für sehr trainierte und gut konditierte Menschen vielleicht kein Problem, aber für die meisten ist das gerade in großen Höhen kein einfaches Unterfangen. Du wirst nur selten unter 3.500m wandern und oft bis auf über 5.000m kommen. Das ist schon ein Unterschied zu mehrtägigen Wanderungen in den Alpen, wo man in nicht ganz so dünner Luft unterwegs ist. Packtiere können da durchaus eine Unterstützung sein.

 

Pferde Ladakh

Pferde zum Transport seines Gepäcks zu bekommen, ist sicher von Vorteil, aber nicht immer ein einfaches Unterfangen.

spacer

 

3 Verhandlungen mit Pferdemännern sind kompliziert

Weil sich Angebot und Nachfrage gegenseitig bedingen, ist es gerade in der Hochsaison – Juli und August – oft sehr schwer Pferde (oder selbst Esel) zu bekommen. Viele Pferdemänner gehen in dieser Zeit nicht unter einem Minimum von 4 Pferden, da sie ja pro Pferd bezahlt werden und nicht für sich selbst ein Fixum pro Tag bekommen. Wenn einer wirklich mit nur einem oder zwei Pferden geht, wird er den Preis pro Pferd entsprechend erhöhen. Der Preis ist pro Pferd pro Trekkingtag und zusätzlich werden sogenannte Rückkehrtagen (für den Ponymann mit den Tieren) eingerechnet, die zu bezahlen sind. Wie hoch der Preis pro Perd und Tag ist, ist schwierig zu sagen, da dies a) vom eigenen Verhandlungsgeschick und dem des Ponymannes und b) der Gesamtanzahl der Pferde abhängt. Esel sind günstiger, allerdings ziemlich störrisch und können auch unterwegs einige Probleme bereiten. Darüber hinaus gibt es immer weniger Pferdemänner, da ihre Arbeit aufgrund des fortschreitenden Straßenbaus auch immer weniger benötigt werden (besonders vom Militär, die sie sonst ganzjährig gebraucht haben) und sie somit kaum noch genügend Geld bringt. Übrigens: Die Ponymänner sind nicht gierig oder Halsabschneider, weil sie in der Hochsaison nur mit einer Mindestanzahl von Tieren gehen wollen. Die Saison ist extrem kurz und die Männer versuchen in dieser knappen Zeit genügend Geld für die Familie zu verdienen! Das bitte immer mitbedenken.

spacer

4 Zeit für die Vorbereitungen einplanen

Wenn du vorhast, einfach so nach Ladakh zu reisen und vor Ort alles zu planen, bitte denk daran dafür auch entsprechend Zeit einzuberechnen. Gerade wenn du auf der Suche nach einem Pferdemann bist, wirst du einige Tage dafür einberechnen müssen. Selbst wenn du hierfür die Hilfe einer lokalen Agentur suchst, denn auch die wird in der Hochsaison dafür etwas Zeit brauchen.

 

Zelt Ladakh

Zelt oder Homestay? Foto: Markus Brixle

spacer

5 Homestays oder Zelt?

Ladakh ist nicht Nepal. Lodges wie dort gibt es in Ladakh nicht. Es gibt allerdings im Markha-Valley, am Sham Trek, zwischen Lamayuru und Chilling, als auch in einigen – aber nicht allen – Ortschaften in Zanskar Homestays. Meist sind das Bauern, die ein paar Zimmer für Trekker zur Verfügung stellen. Informiere dich vorab gut, ob du ein Zelt brauchst oder nicht. Ein Zelt wiegt nicht wenig und gleichzeitig kann man auch in den Homestays essen.

spacer

6 Essen am Trek

Wenn du dein Essen selbst mitnimmst, musst du erheblich mehr planen. Die Vorräte wirst du vor allem in Leh besorgen müssen, da du außerhalb der Hauptstadt einfach nicht so viel Auswahl hast. Die meisten Ortschaften in Ladakh verfügen bereits über kleinere Shops, aber in denen bekommst du oft nur das, was die Leute nicht selbst anbauen können, dh kein Gemüse, Obst, Mehl usw. Dafür Kekse, Salz, Zucker, Chips, Cola usw.

spacer

7 Verlass dich nicht auf die Auskünfte von Einheimischen

Gerne fragt man Einheimische nach dem Weg oder nach der Distanz. Beachte bitte, dass viele Ladakhi am Land kein oder kaum Englisch verstehen. Auch ist es so, dass man in Ladakh gerne irgendetwas sagt, anstatt zuzugeben, dass man es nicht weiß. Und was Gehzeiten angeht: Die 30 Minuten eines „Locals“ können dann schon mal 2 Stunden sein 😉 Frag lieber 2-3 Leute bevor du dich darauf verlässt, dass etwas sicher so ist.

 

Frauen Markha Ladakh

Die großartige Gastfreundschaft der Ladakhi ist Teil ihrer Kultur. Bitte nutze diese nicht zu deinem Vorteil aus!

spacer

8 Bleib fair und denk mit

Immer wieder lesen wir in Trekkingforen, wie Leute damit prahlen mit wie wenig Geld sie es geschafft haben von A nach B zu trekken. Dass sie kostenlos bei Bauern geschlafen und gegessen haben, dass sie sich ohne eine Rupie auszugeben und Essen selbst mitgebracht zu haben, diese oder jene Trekkingtour gemacht haben. Wir bezweifelen hier mal, dass das eine großartige Leistung ist. Denn zum einen wird dadurch die Gastfreundschaft der Menschen ausgenutzt, die aufgrund der Abgelegenheit und Kargheit des Landes eine wichtige kulturelle Rolle spielt, und wenn immer mehr Gäste kommen und diese (0ft unwissend) ausnutzen, wird sich dieses System bald ändern. Zum anderen muss man auch bedenken, dass gerade Ladakh nicht große landwirtschaftliche Erträge erwirtschaftet, dh wenn eine große Zahl unangekündigt und uneingeladen auf die Gastfreundschaft der Einheimischen zählt, haben diese im langen Winter Schwierigkeiten über die Runden zu kommen – ganz besonders, wenn man dafür noch nicht mal bezahlt (damit die Menschen die aufgebrauchten Lebensmittel nachkaufen können). Viele Ladakhi sagen aus einer Tradition der höflichen Ablehnung zuerst Nein bevor sie angebotenes Geld annehmen. Dh da darf man ruhig trotzdem was geben.

Das soll allerdings nicht heißen, dass man angebotene Gastfreundschaft und Einladungen ablehnen soll, auch nicht, dass man sich nicht an Einheimische wenden darf und soll. Aber bitte einfach die Rahmenbedingungen mitbedenken und entsprechend fair handeln!

spacer

Fazit


Eine Trekkingtour auf eigene Faust in Ladakh kann gerade in Verbindung mit Homestays etwas durchaus Reizvolles haben. Wer jedoch mit Campingausrüstung und Vorräten und gar ohne Tragtiere unterwegs ist, wird in den Höhen Ladakhs auch entsprechend viel Kondition und Kraft mitbringen müssen. Wir kennen Menschen, die es gemacht haben und bewundern sie sehr. Aber nicht jeder schafft so etwas und man sollte sich hier gut selbst einschätzen.

Für die, die lieber etwas mehr Komfort haben und/oder nicht so viel Zeit für die Planung einer Trekkingtour auf eigene Faust haben, stehen wir selbstverständlich zur Verfügung. No na 😉

spacer

gruppenreisen

privatreisen

reisewerkstatt

spacer




spacer

 

Bhutan hat so viele Klosterfeste zu bieten, da fällt die Auswahl schwer. Unser Tipp: Wer kann, sollte auch Festivals in der Nebensaison besuchen. Das hat einen besonderen Reiz und ist darüberhinaus auch noch günstiger. In der Hochsaison sind natürlich viele BesucherInnen unterwegs und man muss auch verhältnismäßig früh buchen, damit man auch noch Flugplätze und Hotelzimmer bekommen. Trotzdem: Die Klosterfeste in Bhutan sind ein Highlight für sich und wenn es sich einrichten lässt, würden wir empfehlen zumindest eines mit einzuplanen.

IMG_5066 (002)

 

 

Überblick über die Festivals ab Juli 2016

Hier findest Du nicht nur Klosterfeste, auch andere (religiöse/nicht religiöse) Feierlichkeiten, die in Bhutan ab Juli 2016 bis Ende des Jahres geplant sind.

5.-6. Juli 2016
Haa Summer Festival in Haa


2.-3. August 2016
Merak Tsechu (Klosterfest) in Trashigang


13.-14. August 2016
Matsutake Festival in Bumthang (Infos rund ums „Pilz“-Festival unter diesem Link: http://www.tourism.gov.bt/activities/matsutake-festival)


15.-16. August 2016
Matsutake Festival in Genekha (siehe Hinweis oben)


15.-19. August 2016
Chha Festival in Lhuentse


25.-28. August 2016
Mountain Echoes in Thimphu (Literaturfestival – weitere Infos unter diesem Link: http://mountainechoes.org/)


3. September 2016
Tour of the Dragon (Mountainbike-Rennen über 268km – weitere Infos unter diesem Link: http://www.tourofthedragon.com/)


9.-11. September 2016
Khaling Tshechu in Trashigang


7. Oktober 2016
Thimphu Drubchen in Thimphu


9.-11. Oktober 2016
Wangdue Tshechu in Wangdue Phodrang


9.-11. Oktober 2016
Haa Tshechu in Haa


9.-11. Oktober 2016
Gangtey Tshechu in Wangdue Phodrang


10.-11. Oktober 2016
Geling Tshechu in Chhukha


10.-13. Oktober 2016
Thimphu Tshechu in Thimphu


11.-13. Oktober 2016
Tamshing Phala Chhoepa in Bumthang


14.-17. Oktober 2016
Thangbi Mani in Bumthang


22. Oktober 2016
Dechenphu Tshechu in Thimphu


25.-16. Oktober 2016
Jomolhari Mountain Festival in Paro (mehr darüber: http://www.tourism.gov.bt/activities/jomolhari-mountain-festival)


6.-9. November 2016
Monggar Tshechu in Monggar


6-10. November 2016
Pemagatshel Tshechu in Pemagatshel


6.-9. November 2016
Shingkhar Rabney in Bumthang


7.-9. November 2016
Chhukha Tshechu in Chhukha


7.-10. November 2016
Trashigang Tshechu in Trashigang


7.-10. November 2016
Jakar Tshechu in Bumthang


11. November 2016
Black Necked Crane Festival in Wangduephodrang (weitere Infos unter: http://www.tourism.gov.bt/activities/the-annual-black-necked-crane-festival-11th-november)


13.-15. November 2016
Nalakhar Tshechu in Bumthang


14.-17. November 2016
Jambay Lhakhang Drup in Bumthang


25.-29. November 2016
Sumthrang Kanssoel in Bumthang


6.-8. Dezember 2016
Gelephu Tshechu in Sarpang


7.-9. Dezember 2016
Dungkar Tshechu in Lhuentse


7.-9. Dezember 2016
Samtse Tshechu in Samtse


7.-10. Dezember 2016
Lhuentse Tshechu in Lhuentse


8.-9. Dezember 2016
Tang Namkha Rabney in Bumthang


9.-10. Dezember 2016
Trongsa Tshechu in Trongsa


10.-12. Dezember 2016
Samdrup Jongkhar Tshechu in Samdrup Jongkhar


11.-14. Dezember 2016
Kangso Tshechu in Monggar


11.-13. Dezember 2016
Dremetse Tshechu in Monggar


12.-16. Dezember 2016
Chojam Rabney Festival in Bumthang


12.-14. Dezember 2016
Korphu Tshechu in Trongsa


12.-14. Dezember 2016
Nabji Lhakhang Drup in Trongsa


13. Dezember 2016
Druk Wangyel Tshechu in Thimphu


19.-23. Dezember 2016
Dagana Tsechu in Dagana


24.-29. Dezember 2016
Pangkhar Choepa in Bumthang


 

Achtung: Bitte Termine unbedingt rückbestätigen – es kann sich da und dort schon ein Fehler eingeschlichen haben 😉

 

Diese Reise könnte dich interessieren:

DSC_4939

Bhutan: Kultur und Wandern mit Klosterfesten

Eine eindrucksvolle Reise mit viel Kulturerleben, inklusive dem Paro Klosterfest und vielen eindrucksvollen Tageswanderungen. Trotzdem immer Komfort einer festen Unterkunft; max. 10 TN
Termin: 08.-22. April 2017
Preis: 3.690 EUR

verfuegbar




spacer

Nubra ist der nördlichste Teil Ladakhs mit Grenzen zu Pakistan und China. In vielerlei Hinsicht hat Nubra für Reisende einiges zu bieten – aber wer hin will, muss erst mal über einen der beiden 5.000er-Pässe. 

 

Allgemeine Facts über Nubra

Nubra ist einer der drei Tehsils (einer Verwaltungseinheit in Indien und Pakistan) des Bezirks Leh. Geografisch gesehen wird es von zwei großen Flüssen bestimmt – dem Nubra-Fluß, der gleichzeitig Namensgeber ist, und dem Shyok (gelegentlich auch Shayok geschrieben). Die beiden vereinen sich bei der Distriktshauptstadt Diskit in einer gewaltigen Flusslandschaft. Die beiden Gebirge, die Nubra bestimmen, sind der Karakorum und die Ladakh Range des Himalaya. Nubra liegt auf durchschnittlich 3.000m und ist damit niedriger als die meisten Regionen in Ladakh.

Nubra (c) Josef Reifenauer

Eine tpyische Oasenlandschaft in Nubra (c) Josef Reifenauer

 

Anreise

amon4

Straße von Nubra nach Leh. Foto: Roland Amon

Wer nach Nubra will, egal ob zu Fuß oder im Taxi/Bus, muss über einen 5.000er-Pass. Der bekannteste unter ihnen ist der Khardong La (auch Khardung La geschrieben), der lange Zeit als der höchste befahrbare Pass der Welt galt – mit gewaltigen 5.600m. Doch mittlerweile hat sich längst ausgestellt, dass man hier bei der Höhe etwas gemogelt hat und der Pass eigentlich „nur“ 5.360m hoch ist. Alternativ gibt es eine Einreisemöglichkeit über den ungefähr gleich hohen Wari La, allerdings ist er für das Militär weniger bedeutend, folglich wird nicht versucht ihn ganzjährig offen zu halten und er öffnet auch erst verhältnismäßig spät. Gemeinsam haben sie auch den ziemlich anstrengenden Straßenzustand vor und nach dem Pass – wobei er in Zukunft beim Khardong La besser sein wird, da man laufend an Verbesserungen arbeitet.

Die Fahrtzeit im Taxi über den Khardong La nach Diskit beträgt ca. 5 Stunden. Über den Wari la sitzt man etwas länger im Auto. Länger kann es immer dauern – wenn bspw. es aufgrund von Sprengungen im Rahmen des Straßenbaus zu Sperren kommt.

Es gibt noch eine weitere Straße, von Nubra nach Durbuk, entlang des Shyok-Flusses, allerdings ist diese für Ausländer gesperrt und meistens den Sommer über nicht passierbar, weil streckenweise überschwemmt.

Im Übrigen: Wer nach Nubra will benötigt eine maximal 7 Tage gültige Innerline-Permit, die man in Leh bei lokalen Reiseveranstaltern beantragen kann. (Bei unseren Reisen sind sie selbstverständlich Teil des Pakets 😉 ). Inzwischen ist es Ausländern erlaubt bis Turtuk und Warshi zu reisen.

 

Diskit (c) Josef Reifenauer

Buddha-Maitreya Statue vor dem Kloster Diskit (c) Josef Reifenauer

 

Nächtigungen & Sightseeing

Wer nach Nubra reist, steht vor der Qual der Wahl. Wo nächtigen? Denn Möglichkeiten gibt es mehrere. Gästehäuser, Hotels und Deluxe Camps finden sich in Diskit, Hundar, Tirith, Sumur, Turtuk und Panamik. Die meisten Nächtigungen verzeichnet Hundar. Auf der neu geöffneten Strecke nach Panamik bis Warshi ist die Infrastruktur noch sehr schlecht und man findet kaum Übernachtungsmöglichkeiten. Auch zwischen Hundar und Turtuk sieht es eher schlecht aus, wenn es um Unterkünfte geht.

Sehenswürdigkeiten gibt es viele. Zum einen ist der südlichere Teil buddhistisch und man kann dort natürlich auch Klöster und Tempel besichtigen. Die beiden größten sind die Klöster Diskit und Samstanling, doch in jedem buddhistischem Dorf findet man kleinere Klöster und Tempel. Ein wunderschönes Highlight ist die Einsiedelei Entsa, die man über die Brücke beim Dorf Panamik erreicht. Sehenswert ist auch der heilige See Tirisha, an dem man bei Vollmond Visionen haben soll. In den meisten Unterlagen zu Nubra werden auch die heißen Quellen von Panamik erwähnt, doch leider sind die alles andere als sehenswert, da sie furchtbar verbaut wurden und keinen guten Eindruck hinterlassen.

 

Trekking & Bergsteigen

Die beiden bekanntesten Trekkingmöglichkeiten sind der Trek von Hundar nach Phyang (die umgekehrte Richtung wird von uns nicht empfohlen, da nur für Leute, die schon sehr gut akklimatisiert sind, empfohlen). Meistens geht man ihn in 4-5 Tagen, allerdings gibt es auch Verlängerungsmöglichkeiten. Höchster Punkt ist der Lasermo-Pass mit 5.400m. (Siehe auch: Welcher Trek in Zanskar & Ladakh passt zu mir? Dort wird auch dieser Trek behandelt).

nubratrekking

Am Lasermo La (5.400m)

Ein anderer Trek führt von Sabu (Nachbarortschaft von Leh) nach Diggar über den gleichnamigen Diggar La. Dieser Trek ist kurz und wird meist in 3-4 Tagen absolviert, ist jedoch durch einen relativ raschen Höhengewinn verhältnismäßig anstrengend.

Weniger bekannt ist der kurze Trek von Tangyer über den Nebuk La (5.380m) nach Durbuk im Changthang.

Es gibt dann noch weitere Trekkingmöglichkeiten, die Hundar mit dem Industal in der Region Sham verbinden – insbesondere mit Saspotse und Ang/Tingmosgang – allerdings sind einige der Trekkingrouten dzt. für Tragtiere nicht passierbar.

Einige andere Trekkingrouten sind aufgrund von Sicherheitsbestimmungen derzeit für Ausländer nicht erlaubt.

Berge gibt es etliche interessante – besonders stechen hier die 7.000er der Saser-Kette (Karakorum) heraus: Saser Kangri I mit 7.672m, Saser Kangri II mit 7.513m und Saser Kangri III mit 7.495m und Saser Kangri IV mit etwa 7.400m.

Dann gibt es noch zwei 7.000er in der Mamostong-Gruppe und Chong Kumdan I (7.071m) und II (7.004m). Ein weiterer 7.000er ist der Aqtash mit 7.016m. Daneben gibt es viele unbestiegene und technisch fordernde 6.000er. ABER: Aufgrund von Bestimmungen der Indian Mountaineering Foundation ist es dzt. nur möglich einen dieser Berge des Eastern Karakorum im Rahmen einer „indo-joint-expedition“ zu besteigen, dh einer gemischt nationalen Expedition, bei der ein Part indischer Herkunft sein muss.

Ausserhalb des östlichen Karakorums gibt es aber auch in der Ladakh-Range mehrere 6.000er, die für Besteigungen in Frage kommen. Für weitere Informationen stehen wir gerne zur Verfügung.

 

Falls wir das Interesse nach Nubra in dir geweckt haben, schau dir doch mal die folgenden Reisen an:

 

rad_ladakhUnsere Gruppenreise, die aber auch individuell durchgeführt werden kann

Ladakh: Radfahren und Trekking in Nubra
Multiaktiv-Reise (Radfahren, Trekking und optionale Besteigung des Stok Kangri am Ende);
min. 4 TN/max. 10 TN

Beste Zeit: Ende Juli-September

 

camelTrekking in Nubra
Trekkingtour von Nubra- ins Industal über den 5.400m hohen Lasermo-Pass
In insgesamt 19 Tagen entdeckst du die klassischen Highlights in Ladakh, bevor du nach Nubra aufbrichst, wo nach einigen Tagen das Trekking zurück ins Industal beginnt.
Gegen Terminanfrage auch für Einzelpersonen möglich
Beste Zeit: August-September

 

thikseLadakh: Basics of Ladakh
Kulturreise mit Tageswanderungen und einem Schwerpunkt auf Nubra;
min 4 TN/max 10 TN

Kann auch individuell durchgeführt werden
Beste Zeit: Mai-Oktober

 

Gerne aber bauen wir auch deine ganz individuelle Reise mit Nubra

Name (Pflichtfeld)

E-Mail-Adresse (Pflichtfeld)

Telefonnummer

Betreff

Nachricht

*Ich stimme zu, dass meine eingegebenen Daten für den Zeitraum der Bearbeitung - nämlich zur Beantwortung meiner Anfrage und Information über angefragte Produkte und Services - gespeichert und verarbeitet werden. Meine Daten werden nicht länger als drei Monate gespeichert. Und sollte die Bearbeitung meines Anliegens insgesamt länger dauern, so werden meine Daten spätestens mit Abschluss der Bearbeitung gelöscht.

 

 

 

 




spacer

Ladakh ist generell eine geniale Destination, wenn es ums Trekken und Bergsteigen geht, aber eine Region innerhalb Ladakhs ist geradezu prädestiniert für diese Aktivitäten: Der Changthang – die Heimat der Nomaden. Hier wandelst du immer auf mindestens 4.500m. Einen 6000er zu besteigen, ist folglich ein sehr realistisches Unterfangen.

 

Changthang: Hochplateau der Nomaden

Ladakh_Changthang_Spot

Der Changthang ist die Region im Süd-Osten Ladakhs an der Grenze zu Tibet

 

Eigentlich ist die Region Changthang nicht nur auf ladakhischen Boden beschränkt, sondern zieht sich vom Nordwesten Tibets über die Grenze bis nach Ladakh. In seiner Gesamtausdehnung von Ost nach West erstreckt es sich über 1.500km. In Ladakh wie auch in Tibet ist es eine nur sehr wenig bewohnte Region – zählt es doch auch zu einer der unwirtlichsten Regionen der Welt. Nur die zähesten Menschen können hier überleben, denn immerhin wächst hier oben kaum noch etwas und während der Wintermonate kann es schon auch mal weniger als minus 30 Grad Celsius haben. Und zu denen zählen die Nomaden Ladakhs & Tibets mit ihren Yak-, Schaf- und Ziegenherden.

Dafür zählt die Region zu einer der schönsten mit tiefblauen oder smaragdgrün- und türkisschimmernden Hochgebirgsseen – die drei bedeutendsten sind der Pangong Tso, Tsokar und Tsomororiri. UND Bergen, die zum Bergsteigen einladen. 6000er wirken wie knapp 2.000m hohe Berge in den Alpen, befindet man sich doch bereits an derem Fuß auf mindestens 4.500m Seehöhe!

 

Das schöne Changthang
Schau dir auch unsere Fotogalerien an – wir haben besonders viele schöne Aufnahmen aus dieser Region online. Zu den Fotos

 

Ladakh-Chamser-Lungser

Blick auf den Tsomoriri-See und die beiden Bergriesen Chamser und Lungser. Foto: Harald Schaffer

 

Bergsteigen im Changthang: Chamser, Lungser, Mentok und andere Kangris

Die Anzahl der Sechstausender insbesondere um den Tsomoriri-See lassen das Herz eines Bergsteigers höher schlagen. Die Kangris (Kangri = Schneeberg), die hier am höchsten sind und auch gleich herausstechen sind Chamser und Lungser Kangri.

 

Lungser Kangri 6.666m

Der Berg mit der „teuflischen“ Höhe von 6.666m liegt am Ostufer des Tsomoririr. Er ist der höchste der Berge in dieser Kette. Trotz seiner Höhe zählt er zu den technisch einfacheren Gipfeln Ladakhs. Das übliche Basislager liegt auf etwa 5.000m, das 1. Hochlager wird meist auf 6.100m, ein mögliches zweites Lager auf 6.250m nahe eines kleinen Sees aufgebaut.

Chamser Kangri 6.620m

Chamser Kangri ist der etwas kleinere Bruder des Lungser Kangri. Beide haben sie das gleiche Basislager auf etwa 5.000m. (Das kann übrigens gut in einem Tag vom Dorf Korzok am Tsomoriri erreicht werden). Das erste Hochlager wird auf einem Plateau auf ca. 5.650m aufgebaut und das zweite kann auf etwa 6.100m verlegt werden.

Chamser Lungser

Die beiden Riesen der Region: Chamser (6620m) & Lungser (6666m)

 

Die Blumenberge

Mentok I, II, III und mehr

Mentok heißt übersetzt so viel wie Blume – wie die Berge und auch die gleichnamige Bergkette zu diesem Namen kommen, erscheint uns ob des generellen Blumenmangels der Region etwas fraglich. Die 6000er aber, die schießen hier wir „Unkraut aus dem Boden“ 😉

Die Mentok-Bergkette verläuft vom westlichen Ufer des Tsomoriri in Richtung Nordwesten. Auch hier sind die meisten Berge technisch nicht schwierig. Gute Zugänge zu mehreren Sechstausendern gibt es um Gyama herum (5.200m). Einige können aber auch vom Manechan-Tal aus bestiegen werden.

mentok-berge

Ein paar der vielen 6000er der Mentok-Bergkette

Gya-Berge auf dem Weg nach Spiti

Auf dem Weg nach Spiti und auch zur Grenze nach Tibet verläuft südlich des Tsomoriri eine weitere Gebirgskette mit vielen Gipfeln über 6.500m. Der Prominenteste unter ihnen war lange Zeit unbekannt. Gya Peak mit 6.794m liegt direkt an der Grenze zwischen Ladakh, Spiti und Tibet. Lange Zeit war er unbestiegen. Inzwischen ist er jedoch bestiegen worden.

gya-range

Die Gebirgskette südlich des Tsomoriri mit dem höchsten Gipfel Gya

 

6000eroverview

Überblick über die Region

Liste der Berge, die in dieser Region über 6000m hoch sind

  • Gya Peak (6.794m) – südlich vom Tsomoriri
  • Lungser Kangri (6.666m)
  • Chamser Kangri (6.620m)
  • Chalung Kangri (6.545m) – in der Lungser-Kette
  • Polokongka (6.390m) – Gebirgskette östlich des Tsokar
  • Spangnak Ri (6.390m) – nördlich des Tsomoriri
  • Unnamed (6.347m) – Gebirgskette östlich des Tsokar
  • Namsang Peak (6.280m) – in der Lungser-Kette
  • Mentok Pyramide (6.280m)
  • Mentok I (6.270m)
  • Lanyar Peak (6.254m)
  • Mentok III (6.240m)
  • Kharpa Ri (6.234m)
  • Unnamed in Mentok-Range (6.230m)
  • Mentok II (6.180m)
  • Unnamed in Mentok-Range (6.138m)
  • Unnamed in Mentok-Range (6.110m)
  • Unnamed in Mentok-Range (6.090m)
  • Unnamed in Mentok-Range (6.090m)
  • Yalong Nyau Ri Süd (6.080m)
  • Yalong Nyau Ri Nord (6.060m)
  • … die Liste ist unvollständig und könnte noch lange fortgesetzt werden

 

climbingMentok

Abstieg vom Mentok II. Foto: Barbara Esser

 

Achtung: Für alle Gipfel über 6.000m wird eine Permit der IMF (Indian Mountaineering Foundation) benötigt und sie unterliegen gewissen Restriktionen. Darüber hinaus gibt es nicht für alle Gipfel Permits.

 

Akklimatisierung im Vorfeld

Der Changthang eignet sich im Vorfeld ideal für Trekkingtouren, die der Akklimatisierung im Vorfeld sehr dienlich sind. Je nachdem wie viel Zeit einem zur Verfügung steht, kann man ausgehend von anderen Regionen (Markha, Zanskar …) auch gut und gerne über 14 Tage zu Fuß unterwegs sein.

 

Ein paar unserer Expeditionen

Da ist natürlich mehr möglich. Das ist nur eine kleine Auswahl. Wenn du einen anderen Gipfel im Visier hast, schreib uns einfach: daniela@gesar-travel.com oder tashi@gesar-travel.com

Tsomoriri

Sechstausender-Doppelpack
Expedition: Zwei 6000er
Manche kriegen nie genug – nur ein 6000er? Da wirst du erst richtig warm? Wenn es dir genau so ergeht, dann ist das DIE Expedition für dich. Bei dieser Reise besteigst du gleich zwei 6.000er in der Mentok-Kette.

fordernd


(c) Barbara Esser

Stok Kangri in 2 Wochen
Expedition auf einen 6000er
Diese Tour bereitet in nur kurzer Zeit mit aufbauenden Wanderungen und einer kurzen Trekkingtour im Vorfeld ideal auf die Besteigung des Stok Kangri vor.

fordernd


(c) Markus Brixle

Der Himmel der Nomaden
Trekking & Expedition im Changthang
Diese Tour bringt dich hoch hinaus: Die 9-tägige Trekkingtour führt über das tibetische Hochplateau. Und dann geht es auch noch auf einen 6.000er.

mittel – fordernd


img_2506

Zanskar für Himmelstürmer
Anspruchsvolles Trekking und Expedition
Die Trekkingtour vom Kiupa La via Dibling nach Kanji ist nichts für Trekkinganfänger. Fordernde Wasserdurchquerungen und lange Etappen durch menschenleere Gegenden. Die Besteigung des 6.030m hohen Tsomothang macht die Tour für Bergfreaks ideal.

schwer


 




spacerViele Bergsteiger wollen einmal hoch hinaus. Nachdem die Alpen über eine gewisse Höhe nicht hinauskommen, bieten sich da natürlich die Berge des Himalaya an. Als idealer Einstiegsberg gilt hier der Stok Kangri mit 6.154m, der auch von technisch weniger versierten gut erreicht werden kann. Trotzdem sollte man ihn nicht unterschätzen …

 

IMG_0191

Der Stok Kangri ist technisch zwar einfach, aber die Höhe macht einem zu schaffen.

 

Facts über den Stok Kangri

Schwierigkeit: technisch zählt er eher zu den einfacheren Gipfeln – dennoch ein 6000er ist schon allein aufgrund seiner Höhe eine Herausforderung für den Körper und darf daher nicht unterschätzt werden. Eine gute Höhenanpassung im Vorfeld ist unumgänglich.

Kenntnisse zur Besteigung: Trittsicherheit, Kenntnisse im Umgang mit Steigeisen und Pickel, Schwindelfreiheit. Im durchweg steilen Gelände muss man einen ausgesetzten Grad übersetzen und klettert teilweise über loses Gestein. Für die letzten 100 m unter dem Gipfel ist besondere Vorsicht geboten, da ein steiler Eisaufschwung durchquert werden muss.

Höhe: 6.154m (die offizielle Höhe, wobei es auch viele Quellen gibt, die ihn ab 6.120m auszeichnen; aber anz ehrlich: auf Google Earth kommt man nicht mal auf 6.120m, sondern nur 6.060m 😉 )

Lage: Ladakh, Industal, Teil der Stok-Kette, leicht von Leh aus zu erreichen

Dauer einer Besteigung: Meist in 3-4 Tagen (abhängig von Kondition und Akklimatisierung). Er lässt sich sehr gut mit Trekkingtouren unterschiedlicher Länge im Hemis Nationalpark verbinden, was der Höhenanpassung zuträglich ist.

Beste Besteiungszeit: Juni-Ende September (immer abhänig von Witterung)

Achtung Permit: Für den Stok Kangri hast Du ein gültiges Permit der Indian Mountaineering Foundation vorzuweisen. Das bekommst Du jedoch einfach in Leh oder inzwischen sogar auch im Basislager. Kosten derzeit: ca. 30 EUR/Person.

 

gipfeltag_stok_kangri

Route Besteigung Stok Kangri (6.154m) ab Basislager

 

Ablauf Besteigung in 4 Tagen

spacer

Tag 1: Stok-Smankarmo

tag1-stok-smankarmo

Höhenprofil (anklicken für vergrößerte Ansicht)

Fahrt von Leh ins gut 15km entfernte Stok (Fahrtdauer ca. 30 min). Stok ist gleichzeitig auch Sitz der Königsfamilie von Ladakh (die de facto aber keine Macht mehr hat). Es bietet sich an diesem Palast einen kurzen Besuch abzustatten. Am Ende des Dorfes befindet sich der Ausgangspunkt der Tour. Entlang eines Gletscherbaches wandert man gemächlich bergauf. Nach einer Weile heißt es einen kleinen, jedoch steilen Pass zu überwinden. Es geht vorbei an beeindruckenden Felsformationen durch das Stok-Tal. Es geht wieder bergab zum Bach, dem wir bis zum Nachtlager Smankarmo folgen. Smankarmo dient den Menschen von Stok als Sommerweide.  Die maximale Steiung an diesem Tag beträgt ca. 40 %, durchschittlich sind es aber nur etwas über 10 %. Distanz: ca. 9 km. Gehzeit: ca. 4-5 Stunden. Höhe des Camps: knapp unter 4.400m. Höhendifferenz: +900/-125m.

Stok1

Auf dem Weg zum Stok Kangri. Foto: Josef Reifenauer

Stok4

Der Weg nach Smankarmo führt über einen kleinen Pass. Foto: Josef Reifenauer

Tag 2: Smankarmo-Basislager

tag2-smankarmo-bc

Höhenprofil (anklicken für vergrößerte Ansicht)

Der heutige Tag ist kurz. Wir verlassen den Zeltplatz und sagen „Julley“ zu den Hirten der Alm von Stok. Es geht bergauf zum Hochtal, vorbei an weiteren Steinhütten der Hirten von Stok. Der Weg wird steiler, doch nach gut 3 Stunden haben wir das Basislager knapp unter 5.000m erreicht. Wir sehen auf den Gletscher des Golep Kangri, des kleineren Bruders des Stok Kangri, der sich ebenfalls über Besteigungen freut. Ebenso kann man hinab ins Industal und seinen grünen Oasen sehen. Zur besseren Höhenanpassung für den kommenden Tag empfiehlt sich ein weiterer Höhenanstieg und Abstieg vor der kurzen Nachtruhe. Max. Steigung: 44 %, durchschnittlich jedoch  18%. Gehzeit: ca. 3 Stunden. Höhendifferenz: +623m/-23,3m. Schlafhöhe: 4.970m

 

Tag 3: Besteigung des Stok Kangri

stok-kangri-climb

Höhenprofil (anklicken für vergrößerte Ansicht)

Die Nacht ist kurz, denn wir brechen zur Besteigung bereits in den Nachtstunden – meist um ca. 2 Uhr morgens auf. Bei klarem Himmel und gutem Mond ist auch ohne Kopflampe der Weg gut zu sehen. Es geht auch gleich zu Beginn etwas steil los. Man quert einen Pass und steigt über Geröllfelder stetig an bis man zum Advanced Basecamp (ABC auf 5.300m) kommt. Danach ist ein flacher Gletscher zu queren. Meist wird hier kein Seil benötigt, da es kaum Spalten gibt, allerdings kann es notwendig sein, nun auf Steigeisen zu gehen. Schließlich erreichen wir den langen Gipfelhang. Wir steigen steil auf, bis auf etwa 5.700m und zweigen in Richtung Gipfelgrat ab. Wir folgen dem Grat über mehrere kurze Steilstufen und erreichen nun den Stok Kangri auf 6.154m (oder darunter 😉 ). Der Anstieg wird gegebenenfalls mit Seil und Steigeisen gegangen. Bei guter Sicht eröffnet sich vom Gipfel ein Rundumblick auf die Berge der Stok-, Ladakh- und Zanskarkette und auch Gipfel des Karakorum im Norden. Nach einer Rast geht es über den selben Weg wieder zurück ins Basislager. Gehzeit: 10-12 Stunden. Max. Steigung: 84%, durchschnittlich 23,5%. Höhendifferenz: +1.130m/-55m.

 

stoksunset

Sonnenaufgang auf dem Weg zum Stok Kangri

ontop

Die Rundumsicht auf die umliegenden Berge vom Stok Kangri aus, entschädigt für die Strapazen des Aufstiegs.

 

Tag 4: Retour nach Stok

Über den selben Weg wie bergauf geht es nun wieder bergab und nach der Rückkunft in Leh kann der Erfolg (bei einer Flasche Godfather oder Kingfisher?) gefeiert werden.

stokkangri

Ein letzter Blick auf den Stok Kangri bevor es wieder zurück nach Leh geht.

 

Ein paar unserer Expeditionen

Da ist natürlich mehr möglich. Das ist nur eine kleine Auswahl. Wenn du einen anderen Gipfel im Visier hast, schreib uns einfach: daniela@gesar-travel.com oder tashi@gesar-travel.com

Tsomoriri

Sechstausender-Doppelpack
Expedition: Zwei 6000er
Manche kriegen nie genug – nur ein 6000er? Da wirst du erst richtig warm? Wenn es dir genau so ergeht, dann ist das DIE Expedition für dich. Bei dieser Reise besteigst du gleich zwei 6.000er in der Mentok-Kette.

fordernd


(c) Barbara Esser

Stok Kangri in 2 Wochen
Expedition auf einen 6000er
Diese Tour bereitet in nur kurzer Zeit mit aufbauenden Wanderungen und einer kurzen Trekkingtour im Vorfeld ideal auf die Besteigung des Stok Kangri vor.

fordernd


(c) Markus Brixle

Der Himmel der Nomaden
Trekking & Expedition im Changthang
Diese Tour bringt dich hoch hinaus: Die 9-tägige Trekkingtour führt über das tibetische Hochplateau. Und dann geht es auch noch auf einen 6.000er.

mittel – fordernd


img_2506

Zanskar für Himmelstürmer
Anspruchsvolles Trekking und Expedition
Die Trekkingtour vom Kiupa La via Dibling nach Kanji ist nichts für Trekkinganfänger. Fordernde Wasserdurchquerungen und lange Etappen durch menschenleere Gegenden. Die Besteigung des 6.030m hohen Tsomothang macht die Tour für Bergfreaks ideal.

schwer


 




spacer

Radfahren in Ladakh ist etwas, das sich immer größerer Beliebtheit erfreut. Das sieht man auch am jährlich anwachsenden Fahrradverleih-Sektor in Leh. Wo aber fährt man besonders gut mit dem Rad und worauf sollte man achten, wenn man vor hat Ladakh mit dem Drahtesel zu entdecken?

radfahrenLadakh

Ladakh auf dem Rad zu erkunden, ist eine spannende Sache. (Alle Fotos auf dieser Seite von Steffi Langer)

 

Radfahren in Ladakh: Wo fährt man am besten?

Es gibt viele tolle Routen, die einen als Radfahrer fordern. Was momentan viele sehr gerne machen, ist sich mit dem Rad auf den Khardong La (Pass nach Nubra mit 5.360m) hochbringen zu lassen und die gut 40km zurück nach Leh auf 3.500m zu radeln. Ein Service, das heute viele Fahrradverleiher in Leh anbieten. Etwas, das auch wirklich Spaß macht, ABER zwei Dinge gilt es zu beachten.

  1. Man fährt von 3.500m fast 2.000 Höhenmeter bergauf. Da kann es einem schon mal nicht ganz so gut gehen. Beim Bergabfahren auf der Straße sollte man jedoch hoch konzentriert fahren, da die Straßen teils sehr stark ausgesetzt und auch geröllig sind. Ein kleiner Fehler kann fatale Folgen haben. Eine Radfahrt dieser Art sollte man daher nur machen, wenn man schon etwas akklimatisiert ist.
  2. Man ist nicht allein unterwegs – entlang dieser Straße fahren viele Lastwägen und Jeeps. Die Fahrer sind inzwischen zwar die radfahrenden Verkehrsteilnehmer gewohnt, trotzdem aber muss man vorsichtig sein, denn als Radfahrer kann man gegen einen Lastwagen wenig ausrichten. (Als zusätzlichen Tipp: Nimm Dir ein Halstuch mit, das Du gegebenenfalls als Mund/Nasenschutz nehmen kannst, denn ein Lastwagen auf dieser Höhe lässt ziemliche Rauchschwaden ab.)

Viele fahren auch entlang der Highways Richtung/nach Manali oder Srinagar. Die Straßenverhältnisse sind hier meistens recht gut (wenn man mal von den Straßen vor/nach dem Rothang La und Zoji La absieht), ABER es ist auch entsprechend viel Verkehr (während der Sommermonate). Auch zum Pangong-See über den Chang La kann viel Verkehr sein. Das muss man dann in Kauf nehmen.

Abseits dieser Straßen aber, ist verhältnismäßig wenig Verkehr und man kann wirklich toll fahren. Bspw. nach Zanskar über den Pensi La oder nach oder von Nubra über den Wari La. Im Changthang – die Hochebene Ladakhs – gibt es viele kaum genutzte Jeeppisten und wenig befahrene Straßen. Da kann man sich als Radfahrer richtig austoben.

Für die Mountainbiker ist es auch möglich entlang vieler Trekkingrouten zu fahren.

rad_ladakh

Soll ich mir ein Rad leihen oder von zu Hause mitnehmen?

 

Rad leihen oder mitnehmen? Was muss ich beachten?

Wie schon erwähnt gibt es inzwischen viele Fahrradverleiher, ABER so gut wie alle Fahrräder sind verhältnismäßig schwer und nicht jeder Verleiher hat eine gleich gute Qualität oder gleich gut gewartete Räder. Es ist hier sehr wichtig, sich gut umzusehen und in jedem Fall Probe zu fahren. Bremsblöcke checken!

Auch die Preise variieren je nach Anbieter – durchschnittlich muss man mit ca. 10-30 EUR / Tag rechnen – abhängig davon wie gut das Rad ist. Immer auch daran denken, dass man sich unterwegs mal einen Platten holen kann, dh hier auch nach Material zum Reparieren fragen.

Es gibt zwar keine Helmpflicht in Ladakh, einen zu tragen, würden wir aber in jedem Fall empfehlen. Den Radhelm kann man auch leichter als sein Fahrrad von zu Hause mitnehmen, denn es ist nicht immer einfach einen passenden zu finden.

Wer jedoch längere Radtouren plant bzw. ein guter Radfahrer ist, sollte in jedem Fall in Erwägung ziehen, sein eigenes Fahrrad mit nach Ladakh zu nehmen. Die Kosten dazu variieren je nach Fluglinie, im Jahr 2015 hat der Transport von Europa nach Delhi mit Lufthansa 100 EUR gekostet. Dazu kommen dann noch ein paar Euro für den Transport von Delhi nach Leh für das Übergepäck, die aber nicht mehr groß ins Gewicht fallen.

Deine Radtour durch Ladakh
Lust auf Radfahren in Ladakh bekommen? Wir helfen Dir gerne bei der Planung und organisieren Dir auch gerne ein Backup-Auto, das Dein Gepäck, Equipment und gegebenenfalls auch Koch und Essen transportiert, damit Du auch dorthin radeln kannst, wo keine festen Unterkünfte zur Verfügung stehen. Kontakt!

Radfahren in Ladakh + Trekking + Bergsteigen?
Für Multiaktive haben wir heuer eine spezielle Tour am Programm – erst gehts mit dem Rad nach Nubra, dann zu Fuß über den Lasermo La (5.400m) wieder raus ins Industal und wer dann noch immer nicht müde ist, kann auch noch einen 6.000er besteigen >> Infos zur Tour

radfahreninladakh




spacer

Du planst eine Reise und möchtest Trekking in Ladakh oder Zanskar übernehmen? Und hast jetzt die Qual der Wahl? Wohin genau soll es gehen? Welcher Trek ist für dich und deine Kondition geeignet? Du willst dich nicht über-, aber auch nicht unterfordern? Wir helfen dir ein bißchen bei der Entscheidungsfindung.

Welcher Trek für dich am Ende wirklich der Passendste ist, hängt von vielen Faktoren ab. Zwei aber sind essentiell und du solltest dir unbedingt zwei Fragen stellen:

 

Frage Nr 1: Wie fit bin ich?

Eigentlich die Frage aller Fragen, denn ohne sich selbst richtig einzuschätzen, wird man sich bei der Wahl schwer tun. Jemand, der zu Hause kaum Sport betreibt, wird auch in Ladakh kaum eine lange – und keine zu fordernde – Trekkingtour schaffen. Da empfehlen wir eher Tageswanderungen oder kürzere Treks (siehe weiter unten).

Wer aber zu Hause schon sehr aktiv ist und gerne jede freie Minute am Berg verbringt, wird auch trotz der Höhe in Ladakh sehr weit kommen.

Wir fragen unsere Kunden im Vorfeld meist wie viele Stunden Gehzeit (ohne Pausen) sie sich pro Tag zutrauen. Entsprechend lässt sich die Trekkingtour leichter planen.

 

Frage Nr. 2: Auf was lege ich beim Trekking wert?

Auch diese Frage ist nicht unwichtig. Welcher Trekkingtyp bist du? Magst du es, wenn du unterwegs vielen Menschen begegnest mit denen du dich austauschen kannst? Oder bist du gerne für dich und mit deiner Gruppe eher isoliert, willst – wenn möglich – nur Einheimischen begegnen? Welche Landschaften ziehen dich an – weite Ebenen mit endlos erscheinendem Horizont oder Täler und Pässe mit Dörfern?

Ladakh

Magst du es, wenn du oft tagelang niemandem begegnest? (c) Barbara Esser

Wenn du dir das mal überlegt hast, fällt es dir leichter, dir aus den folgenden Treks den für dich Passenden rauszupicken. Wir haben hier einfach zehn Treks rausgesucht und sie näher beschrieben.

 

Trekking in Ladakh & Zanskar

#1 Sham Trek: Der sogenannte Babytrek

sham trek
Der Shamtrek ist einer der Treks, der auch von weniger fitten Personen gemacht werden kann. Voraussetzung: man muss trotz allem imstande sein 3-4 Stunden zu gehen. Der Trek heisst aufgrund seiner „geringen“ Höhe – kein Pass ist über 4.000m – Babytrek und tatsächlich sind ihn auch schon sehr viele Kinder gegangen, die den Trek auch deswegen sehr genossen, weil man von Dorf zu Dorf wandert und in den Dörfern bei den Bauernfamilien viel erleben kann. Der Trek wird nur noch selten als Trek mit Zelt und Trekkingteam gegangen, da es inzwischen recht gute Homestays gibt, die auch nicht sehr viel kosten. Ein Guide ist nicht unbedingt notwendig, man trifft unterwegs immer wieder Menschen, die man nach dem Weg fragen kann, sollte man mal nicht sicher sein. Ein Guide bringt hier vor allem etwas als Mittler zu den Einheimischen oder wenn man gerne jemanden um sich hat, den man viel über Land und Leute fragen kann – und wenn vorhat auch unübliche Abstecher zu machen.

Übrigens führt von Likir bis Hemis Shukpachan eine Straße. Trotzdem ist das Gehen auf der Straße nicht notwendig, da es abseits der Straße den Wanderpfad gibt. Außerdem fahren nur wenige Autos entlang der Straße.

Das Anheuern von Reit-/Packtieren ist – aufgrund der Straße – schon etwas schwieriger geworden. Trotzdem empfiehlt es sich insbesondere, wenn man mit Kindern unterwegs ist, ein Pony oder einen Esel mitzuführen.

Route: Likir – Yangthang – Hemis Shukpachan – Tingmosgang – Khaltse (die letzte Etappe nach Khaltse wird gerne ausgelassen) / 4 Tage

Gehzeiten: max. 5 Stunden pro Etappe (die kürzeste ist Yangthang bis Hemis Shukpachan mit nur ca. 2-3 Stunden)

Frequenz: stark frequentiert

Landschaft: schöne Dörfer, nicht allzu steile Pässe

Zeit: ganzjährig möglich

Geeignet für: Anfänger, Kinder, Personen mit weniger Kondition, als Akklimatisierungstour


 

#2 Markha Trek: Der Klassiker

markha trek

Der Markha-Trek im Hemis Nationalpark zählt zu den bekanntesten Trekkingrouten Ladakhs. Zum einen ist er durch seine Nähe zu Leh günstiger in der Durchführung, zum anderen ist er aufgrund seiner vielfältigen Landschaft sehr attraktiv. Auch er ist inzwischen als Homestay-Trek durchführbar – allerdings sind nicht alle Homestays so toll und er ist daher auch eher für Leute geeignet, die keinen allzu großen Wert auf Hygiene legen und auch ok mit simplem Essen sind.

Eigentlich ist eine Straße von Chilling nach Markha geplant, doch aufgrund einer Naturkatastrophe ist die bereits errichtete Brücke über den Zanskar zerstört worden, und der Straßenbau somit wohl für eine lange Zeit wieder in Ferne gerückt.

Die klassische Route beginnt in Spituk, doch aufgrund der Straße beginnt man sie nun üblicherweise in Spituk. Der Trek endete früher in Martsellang oder Hemis, inzwischen – wieder aufgrund der Straße – wird das Ende eher in Shang Sumdo empfohlen. In dieser Version führt der Trek über zwei Pässe – Ganda La (fast 5.000m) – und Kongmaru La (über 5.000m) – die Anstiege auf diese Pässe erfordern natürlich eine entsprechende Kondition. Für völlige Anfänger ist die Tour somit eher nicht geeignet. Eine mittlere Kondition wäre von Vorteil. Die Tour wurde von uns auch schon für (wanderfreudige) Kinder (mit Reitpferd) durchgeführt.

Route: Zhingchen – Yurutse oder Basecamp Ganda La – Skiu – Markha – Thachungtse – Nimaling – Shang Sumdo / 6-7 Tage

(Hier gibt es Abweichungen – man kann die Sache auch langsamer/schneller angehen – auch ist der Einstieg ab Chilling möglich, bzw. der Start in Stok. Alternativ kann der Trek nach Chuskyurmo auch via Matho La bis nach Stok fortgeführt werden.)

Gehzeiten: max. 8 Stunden pro Etappe / mittlere Gehzeit pro Tagesetappe: 5-6 Stunden

Frequenz: stärker frequentiert (in der Hochsaison)

Landschaft: schöne Dörfer, abwechslungsreiche Berglandschaft, Hochplateau Nimaling, Hirten & Almen, viele Bachdurchquerungen im Markha-Tal

Zeit: Mai-Oktober/November (je nach Schneelage evtl. auch schon im April durchführbar)

Geeignet für: Personen mit mittlerer Kondition, als Akklimatisierungstour bspw. für die Besteigung von Bergen in der Nimaling-Region bzw. des Stok Kangri am Ende


 

#3 Nubra Trek: Von Hundar nach Phyang über den Lasermo La

Der Trek von Hundar nach Phyang ist der beliebteste der Trekkingtouren in Nubra, allerdings weniger frequentiert als der Markha-Trek. Die Tour führt über den Lasermo La, der – nicht so wie auf der Karte angeführt – 5.400m hoch ist. In einschlägiger Literatur oder auch von einigen Agenturen wird der Trek ab Phyang empfohlen, wovon wir eher abraten, da sie akklimatisierungstechnisch ab Hundar viel eher Sinn macht, weil hier eher ein langsames Vorantasten auf Passhöhe passiert. Ab Phyang muss man den Pass zu schnell queren und läuft somit Gefahr die Tour höhenbedingt abbrechen zu müssen.

Route: Hundar – Wachan – Tingsta – Sniu Sumdo Pullu – Tanglasgo – Basislager – Phyang Phu – Phyang / 6-7 Tage

Gehzeiten: max. 7 Stunden pro Etappe / mittlere Gehzeit pro Tagesetappe: ca. 5 Stunden

Frequenz: durchschnittlich frequentiert

Landschaft: Hirtenansiedlungen, teilweise geröllig, Almenlandschaften, Pass ganzjährig mit Schnee, schroffe Berge

Zeit: frühestens Mitte Juli, oft erst im August, da der Pass viel Schnee hat und je nach Schneelage erst spät gequert werden kann, bis Anfang Oktober

Geeignet für: Personen mit mittlerer-guter Kondition (Achtung: die Schlafhöhe im Basislager auf knapp 5.000m wird von manchen als anstrengend empfunden)


nubratrek


 

#4 Lamayuru nach Chilling

lamayuru-chilling

Dieser kurze Trek zählt auch zu den beliebteren, ist sehr abwechslungsreich – Täler, Pässe und Dörfer mit kleinen Klöstern am Weg – und kann auch gut mit dem Markha-Valley und weiteren Routen verbunden werden.

Klassisch startet er in Lamayuru und der erste Abschnitt über den Prinkiti La (3.725m) ist ein guter Einstieg für die nächsten Trekkingtage. Doch dann ist die Etappe bis Hinju entlang der Straße leider unumgänglich – es sei denn man beginnt überhaupt erst in Hinju.

Chilling, am Ende der Tour, ist auch als Dorf sehr spannend, da dort die besten Metallhandwerker Ladakhs leben und man von dort am Zanskar-Fluss bis zum Zusammenfluss mit dem Indus raften kann.

Route: Lamayuru – Wanla – Hinju/Basislager Konzki La – Sumdo Phu – Lanak – Chilling / 5 Tage

Gehzeiten: max. 7 Stunden pro Etappe / mittlere Gehzeit pro Tagesetappe: ca. 5-6 Stunden

Frequenz: durchschnittlich-stärker frequentiert

Landschaft: Dörfer, Hirtenansiedlungen, Almenlandschaften, 1 kleiner Pass, 2 Pässe knapp unter 5.000er Marke

Zeit: Mai/Juni-Oktober/November (witterungsabhängig)

Geeignet für: Personen mit mittlerer Kondition


 

#5 Tsokar zum Tsomoriri

tsokar-tsomoriri

Diese Tour hebt sich von den anderen bisher besprochenen Trekkingtouren nicht nur landschaftlich, sondern auch aufgrund der Höhe ab. Sie befindet sich im Changthang, der Fortsetzung des tibetischen Plateaus, auf ladakhischem Boden und ist die Heimat tibetisch-ladakhischer Nomaden.

Wer hier trekken will, darf zwar in einer unglaublich schönen Landschaft mit sanft anmutenden Bergen (die aber dennoch die 6.000er-Marke überschreiten) wandern, muss aber auch die große Höhe in Kauf nehmen. Eine gute Akklimatisierung im Vorfeld schon notwendig. Schon alleine, weil man da auf mindestens 4.500m Höhe unterwegs ist, muss man auch fit sein, denn Wandern in so großer Höhe ist körperlich fordernder. Auch bleibt einem eine Schlafhöhe auf über 5.000m nicht erspart, da es über eine lange Etappe einfach nicht mehr niedriger geht. Trotzdem ist der Trek in vielerlei Hinsicht sehr bereichernd.

Die Region bietet sich im Übrigen perfekt für Bergbesteigungen an – insbesondere in der Region Gyama.

Der Trek endet am Tsomoriri-See, der zwischen schneebedeckten Gipfeln eingebettet ist und in einem tiefen Blau vor einem liegt.

Dieser Trek kann nur mit Zeltübernachtungen gegangen werden. Auch muss man mit niedrigeren Nachttemperaturen auch im Sommer rechnen. Er kann sehr gut mit anderen Treks verbunden werden.

Route: Tsokar – Nuruchan – Rachung Karu – Gyama Barma – Gyama – Korzok / 5-6 Tage

Gehzeiten: max. 7 Stunden pro Etappe / mittlere Gehzeit pro Tagesetappe: ca. 5 Stunden

Frequenz: weniger-durchschnittlich frequentiert

Landschaft: Seen, Hochplateau, Nomaden mit Yak-, Schaf-, Ziegenherden, „sanfte“ Berge

Zeit: Juni-Oktober (witterungsabhängig)

Geeignet für: Personen mit guter Kondition, Akklimatisierungstrek für Expeditionen


 

#6 Rumtse zum Tsokar

rumtse-tsokar

Wird sehr gerne dem Trek vom Tsokar zum Tsomoriri vorangestellt. Er beginnt im schönen Dorf Rumtse unterhalb des Taglang-Passes, führt allerdings relativ schnell auf eine durchschnittliche Gehhöhe von mehr als 4.500m. Dh auch hier ist eine gute Akklimatisierung im Vorfeld notwendig. Man begegnet auch hier unterwegs Nomaden mit ihren Schaf-, Ziegen und Yakherden, und wandert auf dem tibetischen Hochplateau.

Route: Rumtse – Kyamar – Tisaling – Tsokar / 3 Tage

Gehzeiten: max. 7 Stunden pro Etappe / mittlere Gehzeit pro Tagesetappe: ca. 5-6 Stunden

Frequenz: weniger-durchschnittlich frequentiert

Landschaft: Seen, Hochplateau, Nomaden mit Yak-, Schaf-, Ziegenherden, „sanfte“ Berge

Zeit: Juni-Oktober (witterungsabhängig)

Geeignet für: Personen mit guter Kondition, gut zu verbinden mit Trek #5


 

#7 Tsomoriri nach Pang

korzok-pang

Wenig begangener, sehr reizvoller Trek, der am Tsomoriri beginnt und seinem Westufer folgt. Graduelle Steigung, allerdings beginnt auch hier die Tour auf über 4.500m und unterschreitet diese Marke nie. Es bietet sich hier ebenfalls die Möglichkeit zur Besteigung von Bergen in der Mentok Kette.

Nomandenansiedlungen und Begegnungen mit der Tierwelt des Changthang machen die Tour zu einem schönen Erlebnis.

Klassische Route: Korzok – Kiangdam – Latho Gongma –  Zozogong – Taktsago – Numa / 6 Tage

Gehzeiten: max. 7 Stunden pro Etappe / mittlere Gehzeit pro Tagesetappe: ca. 5-6 Stunden

Frequenz: weniger frequentiert

Landschaft: Seen, Hochplateau, Nomaden mit Yak-, Schaf-, Ziegenherden, „sanfte“ Berge

Zeit: Juni-Oktober (witterungsabhängig)

Geeignet für: Personen mit guter Kondition, gut zu verbinden mit Trek #5


 

#8 Little Zanskar-Trek

Dieser Trek ist inzwischen aufgrund des Straßenbaus extrem verkürzt. Hat er noch vor Jahren in Lamayuru begonnen, kann er inzwischen bis Kiupa La mit dem Auto absolviert werden. Trotzdem machen wir ihn meist ab Photoksar, mit Teiletappen im Auto/Teiletappen zu Fuß. Ab Kiupa La geht es ohnedies nicht anders weiter und man trekkt durch schöne Dörfer mit vielen Aufs und Abs, was das Fordernde dieses Treks ist.

Leider lange An- und Rückfahrten, was den Trek auch etwas teurer macht.

Route: Photoksar (mit Auto und zu Fuß abwechselnd bis nach) Kiupa La – Skiumpatta – Lingshed – Basis Hanumal La – Snertse – Hanamur – Pidmo – Pishu / 7 Tage

Gehzeiten: max. 7-8 Stunden pro Etappe / mittlere Gehzeit pro Tagesetappe: ca. 5-6 Stunden

Frequenz: durchschnittlich frequentiert

Landschaft: Täler, viele Pässe und dadurch viele Aufs und Abs, schöne Dörfer und Weiler, schroffe Bergwelt

Zeit: Juni-Oktober (witterungsabhängig)

Geeignet für: Personen mit guter Kondition


little_zanskar


 

#9 Lingshed-Dibling-Kanji Trek

kanji-dibling-lingshed

Ein Trek für Taffe und Bergfexe. Diese Tour ist besonders wegen der hohen Pässe und der teils schweren Wasserquerungen nur von Personen mit besserer Kondition zu bewältigen. Darüber hinaus kommt erschwerend hinzu, dass große Teile etwas abgelegener sind und man dadurch auch ein wenig mehr risikobereit sein muß.

Belohnt wird man dafür mit abgeschiedenen Dörfern, wie Dibling, das wirklich zu den Dörfern gehört, in denen die Uhr scheinbar stillgestanden ist. Einsame Routen, auf denen man oft niemandem (außer vielleicht dem zanskarischen Braunbär) begegnet.

Route: Kiupa La – Skiumpatta – Lingshed – Basis des Barmi La – Lingshed Sumdo – Dibling – Basislager des Pikdong La – Basis des Kanji La – Kanji (alternative Route via Skyerse La und Marpo La) / 8 Tage

Gehzeiten: max. 7-8 Stunden pro Etappe / mittlere Gehzeit pro Tagesetappe: ca. 5-6 Stunden

Frequenz: wenig frequentiert

Landschaft: Täler, hohe Pässe, abgelegene Ortschaften, schroffe Bergwelt, einsame Gegenden

Zeit: (Juli ist möglich, aber wegen des Wassers sehr gefährlich) August-Oktober (witterungsabhängig)

Geeignet für: Personen mit sehr guter Kondition


 

#10 Zangla-Shade-Sangtha-Trek: Zanskar & Changthang

Zangla-shade-sangtha

Der taffste in unserer Auswahl – hier kommt viel zusammen: extreme Abgelegenheit, zwischen Shade und Sangtha trifft man nur noch auf Hirten (und etwaige andere abenteuerlustige Trekker), viele Wasserdurchquerungen, viele Pässe. Eine tolle Kombination aus Zanskar und der Hochebene des Changthangs, aber gewiss nichts mehr für Leute, die viel Wert auf Sicherheit legen. Hier gehört schon eine gewisse Portion Abenteuerlust mit dazu.

Route: Zangla – Zangla Sumdo – Konglumtse – Shade Doksa – Shade – Basislager des Nyalokuntse La – Hormoche – Satak – Tsokmetsik – Taktsago – Zhabuk – Sangtha  / 12 Tage

Gehzeiten: max. 8-9 Stunden pro Etappe / mittlere Gehzeit pro Tagesetappe: ca. 6 Stunden

Frequenz: wenig frequentiert

Landschaft: Täler, hohe Pässe, sehr abgelegene Ortschaften, unbewohnte Regionen über weite Strecke, Verbindung mit dem tibetischen Hochplateau

Zeit: aufgrund des hohen Wasserstands im Sommer frühestens erst ab Mitte August möglich

Geeignet für: Personen mit sehr guter Kondition



Daneben gibt es natürlich viele andere Trekkingtouren, die hier den Rahmen aber vollkommen sprengen würden.

Lust auf Trekking?
Wenn du auf eine dieser Touren Lust bekommen hast, melde dich. Wir führen alle diese Touren (und ganz viele andere) durch!

Anmerkungen
1. Die Gehzeiten beziehen sich auf die von durchschnittlichen, wenig akklimatisierten Touristen. Einheimische gehen die Etappen natürlich wesentlich flotter. Auch sehr gut trainierte und sportliche Personen werden die Zeiten unterbieten können. Es sind immer nur ca.-Angaben.
2. Alle Trekkingtouren in Ladakh und Zanskar sind Treks in Höhen über 3.000m. Dh man muss sich auch entsprechend auf die Höhe vorbereiten. Lies dazu unsere Tips zur Höhenanpassung und auch unseren Blog-Beitrag zum Thema.
3. Das Kartenmaterial stammt aus der Karte „Trekking in Ladakh“ von Sonam Tsetan und Henk Thoma.




spacer

Viele Menschen scheuen Reisen nach Ladakh (und in andere Regionen des Himalaya), weil sie Angst vor der großen Höhe haben. Und ja, Ladakh liegt nur an ganz wenigen Plätzen unter 3.000 Höhenmetern. Da kann einem schon mal die Luft wegbleiben. Doch mit ein paar Tipps reisen Große und Kleine in den allermeisten Fällen auch in großen Höhen recht sicher und die Höhenanpassung klappt.

Höhenanpassung (c) Barbara Esser

Wer in Ladakh gut akklimatisiert ist, schafft es auch auf über 6.000m (c) Barbara Esser

Eines mal vorweg: Von den mehreren Tausend Gästen, die wir bislang in Ladakh begrüßen durften, mussten höhenbedingt gerade mal um die 10 Personen Ladakh verlassen. Dh, da bewegen wir uns im Promillebereich. Höhenanpassungsschwierigkeiten dahingegen haben schon mehrere Menschen, doch die lassen sich auch mit etwas Geduld und Rücksicht auf sich selbst ausräumen.

Die Höhenanpassung beginnt im Kopf

Wir wollen die Höhenkrankheit nicht negieren, doch durften wir in den über zehn Jahren Felderfahrung miterleben, dass meistens die Personen Schwierigkeiten mit der Höhenanpassung haben, die sich schon im Vorfeld sehr gesorgt haben. Folglich gehen wir davon aus, dass eine positive Herangehensweise und die vielleicht naive Meinung „Wird schon alles gut gehen“ erfolgreicher sind als das sich Kopfzerbrechen und Sorgen. Damit meinen wir aber nicht eine völlige Gleichgültigkeit. Denn die hat meistens auch ihre Folgen. Eine ausgewogene Mitte zwischen positivem Denken und Respekt vor der Höhe finden, das sollte das Ziel sein.

Höhenanpassung

Wer die ersten Tage ruhig angeht, kann schon bald lostrekken.

Sich an einfache Regeln halten

Es gibt einige simple Regeln, an die man sich halten sollte, wenn man auf großer Höhe (wie bspw. in Leh auf 3.500m) ankommt. Das fängt schon mal mit Ruhe & Entspannung besonders für den ersten Tag an. Und man glaubt kaum, wie viele Menschen inzwischen Schwierigkeiten haben, einfach mal einen Tag nichts zu tun. Da juckt es viele in den Beinen, sie wollen laufen und erkunden. Immerhin sind sie ja nicht zum Nichtstun gekommen. Wenn es einem gut geht, muss man ja auch nicht permanent im Bett liegen, man darf ja auch spazieren gehen, sollte nur nicht gleich Berge besteigen. Auf sich und seinen Körper hören und schon erkennt man, was einem gut tut.

Was noch wichtig ist, sind viel Flüssigkeit und Sauerstoff. Dh viel trinken (Alkohol ist ausgenommen – davon sollte am Anfang etwas Abstand gehalten werden) und raus in die frische Luft, im Hotel-/Gästehausgarten sitzen und atmen. Beim Schlafen etwas erhöht liegen und das Fenster aufmachen (wenn es die Lautstärke erlaubt).

Du kannst Dir unsere Tipps zur Höhenanpassung auch hier als PDF runterladen: PDF

Wehleidig sein

„Wie geht es Dir?“ Auf diese Frage antworten die meisten automatisch mit „Danke, gut!“, auch wenn es einem nicht so gut geht. Man will nicht wehleidig sein und auch nicht zur Last fallen. Aber genau das sollte man in Ladakh sein. Wehwehchen mitteilen bevor sie wirklich zu Schmerzen werden. Gerade wenn du in einer organisierten Tour unterwegs bist, fragt dein Guide dich nicht nur der Höflichkeit halber nach deiner Befindlichkeit, sondern weil er wissen will, wie es dir in der Höhe geht. Er ist es auch, der dir dann wertvolle Tipps geben und nötigfalls einen Arzt bringen kann.

Im Übrigen sind die Ärzte in Ladakh gerade was die Höhe angeht recht erfahren, dh da kann schon ganz gut geholfen werden, wenn es einem mal nicht so gut geht.

Höhenanpassung

Auch Kinder können nach Ladakh. Unser 8jähriger Sohn auf 4.500m.

Mit Kindern nach Ladakh?

Auch wenn sich Fernreisen mit Kindern zunehmender Beliebtheit freuen, ist man bei Reisen in größere Höhen noch etwas zurückhaltend. Das ist auch verständlich, möchte man seinen Kindern möglichst wenig Probleme bereiten. Unserer Erfahrung nach aber ist die Sorge wenig berechtigt, denn Kinder vertragen die Höhe meist besser als Erwachsene. Wir glauben, dass sich der kindliche Körper leichter als der erwachsene an die Höhe anpasst.

Ausnahme sind Pubertierende: Es ist uns aufgefallen, dass Teenager häufiger eine etwas rumpeligere Anpassung als Erwachsene oder Kinder haben. Warum können wir wissenschaftlich allerdings nicht erklären. Das heißt aber nicht, dass alle Jugendliche Schwierigkeiten haben und es heißt auch nicht, dass sie sich bei entsprechenden Maßnahmen nicht anpassen könnten. Wir haben jedes Jahr junge Menschen, die erfolgreich in großen Höhen (auf über 5.500m) trekken waren oder gar einen oder mehrere 6.000er bestiegen haben.

Die richtige Vorbereitung

Immer wieder fragen uns Ladakh-Reisende, wie sie sich denn auf die Höhe schon vor der Abreise vorbereiten können. Hier ein paar Tipps:

  1. Fit & gesund sein. Wichtig ist immer, dass man schaut, dass man körperlich gesund und fit ist. Das gilt besonders für Menschen, die in Ladakh trekken oder gar bergsteigen wollen. Wer mit Herz- oder Lungenleiden eine Reise in große Höhen unternehmen will, sollte vorab in jedem Fall mit einem Arzt sprechen!
    Wer mit einem kleinen Schnupfen oder anderen nicht auskurierten Leiden nach Ladakh kommt, tut sich meist sehr schwer mit der Höhenanpassung. Wir mussten schon oft erleben, dass Leute, die vor der Abreise eigentlich nur etwas verkühlt waren, dann eine schlimme Grippe in Ladakh hatten.
  2. Rauf in die Berge. Wer es zeitlich schafft, sollte unbedingt zu Hause möglichst viel an Höhe gewinnen. Das ist in Österreich natürlich leichter, als wenn man in Norddeutschland lebt. Ganz leicht tun sich Menschen, die im Vorfeld immer wieder auf über 2.500m unterwegs waren oder gar in sehr hochgelegenen Hütten geschlafen haben. Das bringt allerdings nur etwas, wenn man das wirklich knapp vor der Abreise macht!
  3. In die Druckkammer. Einige wenige unserer Gäste waren vor der Abreise sogar in einer Druckkammer. Die gibt es inzwischen in vielen größeren Städten. Früher wurden die vor allem von Spitzensportlern genutzt. Inzwischen machen das auch einige Himalaya-Reisende zur Vorbereitung. Allerdings ist das Hypoxie-Training relativ kostspielig. Auch hier gilt: je knapper vor der Abreise, desto besser. (Einfach „Hypoxie-Training“ mit bspw. „Wien“ googeln, da findet man Institute, die das anbieten)

Über Land oder im Flugzeug nach Leh?
Immer wieder lesen oder hören wir, dass die Landanreise über Manali zur besseren Höhenakklimatisierung angeraten wird. Aber das halten wir für eine brutale Rosskur. Immerhin überwindet man auf dieser Reise mehrere 5.000er-Pässe und in vielen Fällen wird auch auf über 4.000m genächtigt. Viele, die so anreisen, sind während der Anreise und dann auch noch in Leh für einige Zeit krank. Danach geht es ihnen zwar gut, aber war es das wirklich wert? Wir empfehlen die Anreise per Flugzeug, einige ruhige Tage in/um Leh und – wer will – über den Landweg retour. So kann man die Fahrt & die Landschaft auch wirklich genießen.




spacer

Das Hemis Festival findet jedes Jahr statt, doch alle 12 Jahre ist es ganz besonders. Im 5. Mondmonat des Affenjahres kommen mehrere Hundertausend Personen aus allen tibetisch-buddhistischen Regionen und der Welt zusammen, um das Leben von Naropa zu feiern.

 

Hemis Festival: Alle 12 Jahre 1 Monat feiern

Das Hemis Festival 2016 wird zu den bedeutendsten Festen des Jahrzehnts in Indien zählen. Rund 1 Monat lang finden diverse seltene Kulturevents statt, von denen gläubige tibetische Buddhisten glauben, dass sie schon durch das Ansehen zur spirituellen Befreiung führen. Gleichzeitig wird auch der riesige Seidenthangka (=Rollbild) von Padmasambhava ausgerollt, der sich vom Dach des Klosters über mehrere Etagen bis fast zum Grund erstreckt. Dieser Thangka wird nur zu dieser Gelegenheit, dh nur zum Hemis Festival der Öffentlichkeit präsentiert.

naropa_1024x1024

Naropa

 

Wer ist Naropa?

Als Höhepunkt gilt jedoch die Zurschaustellung der berühmten, heiligen 6-Knochen-Ornamente von Naropa durch Gyalwang Drukpa, den Kopf der Drukpa Schule. Dieses 6-Knochen-Ornament zählt zu den heiligsten Schätzen des Himalaya. Naropa lebte im 11. Jahrhundert und zählt zu den bedeutendsten buddhistischen Heiligen, die anno dazumal in Indien gelebt haben. Er wird den 84 Mahasiddhas zugerechnet. Als Siddha (Sanskrit für: großer Beherrscher vollkommener Fähigkeiten) bezeichnet man Personen, die Siddhi – besondere übernatürliche Kräfte und Fähigkeiten, die man aufgrund einer spirituellen Praxis erlangt – erreicht haben. Im tibetischen Buddhismus aber, ist ein Siddha auch jemand, der darüber hinaus eine höhere Verwirklichungsstufe bis hin zum Erwachen erreicht hat.

IMG_2404

Die Drukpa werden im Westen gerne der Einfachheit halber als Rotmützensekte bezeichnet

 

Drukpa: Was ist das?

Das Hemis Festival 2016 wird gleichzeitig auch die größte Versammlung von Drukpa-Lehrern sein. Drukpa ist eine Richtung oder Schule im tibetischen Buddhismus, die gerne auch Rotmützensekte genannt wird. Sie gehört wiederum zur Kagyu- (Kargyüd-)Linie des tibetischen Buddhismus und zählt zu den Schulen der „Neuen Übersetzungen“ im tibetischen Buddhismus. Um die Sache noch etwas zu verkomplizieren: Zur Drukpa-Linie gehören wieder mehrere Sub-Schulen. Die Drukpa sind besonders in Kham, Ladakh und Bhutan von Bedeutung. In Bhutan ist es die dominante Schule und gleichzeitig auch Staatsreligion.

 

Hemis Festival 2016: Du bist dabei?

Wenn du bei dieser besonderen Gelegenheit 2016 dabei sein willst, kannst du dich gerne an uns wenden. Eine unserer fixen Touren verbringt den wichtigsten Tag am Hemis Festival (an den anderen Tagen aber, werden wir Ladakh erkunden): Basics of Ladakh mit Hemisfestival

Wenn du lieber alleine oder mit deinen Freunden/deiner Familie etc. unterwegs bist und/oder einfach mehr Zeit in Hemis verbringen willst, basteln wir dir gerne deine ganz individuelle Tour zum Hemis Festival: Kontakt

Hemis Festival für Buddhisten
Wenn du Buddhist bist und gerne mit deiner buddhistischen Gruppe am Hemis Festival teilnehmen willst, sind wir gerne bei der Buchung von Unterkünften, Flügen und den Arrangements der Transporte behilflich. Wir können auch Sitzplätze am Hemis-Festival organisieren, damit du auch möglichst viel von diesem speziellen Klosterfest mitbekommst.

 

Bilder vom Hemis Festival 2015

 

Kurzes Video vom Hemis Festival 2015




spacer

8586 Meter ragt er in die Höhe: Der Khanchendzonga. Der dritthöchste Berg der Welt. Der höchste Berg von Sikkim und auch Indien. Der zweithöchste Berg Nepals (weil er zum Teil schon auf der nepalesischen Seite liegt). Und mit vielen verschiedenen Schreibweisen: Khanchendzonga mit oder ohne „h“, Khangchendzonga mit oder ohne „h“, Kanchenjunga, in deutsch auch mit „ö“ und unter Bergsteigern als Kantsch bekannt. Doch der Berg ist mehr als nur hoch und unterschiedlich geschrieben. 

khanchendzonga

Der mächtige Khanchendzonga

Schätzeberg

Khanchendzonga heisst übersetzt soviel wie „die 5 Schätze Gottes“ – denn mit seinen 5 Gipfeln repräsentiert der gewaltige Riese des Himalayas mehr als nur einen bloßen Berg. Die Einwohner Sikkims sehen in ihm mehr und glauben, dass in den fünf Gipfeln fünf Schätze versteckt sind: Gold, Silber, Juwelen, Getreide und die heiligen Bücher. Die Sikkimesen glauben wie die meisten Himalayavölker an Schutzgottheiten, die unter anderem auch auf den Bergen wohnen. dZonga ist die bedeutendste Schutzgottheit Sikkims und eben diese hat seinen Thron auf dem Khanchendzonga, von wo aus er über Sikkim und seine Menschen schaut und diese zu schützen versucht. Andere schwören wiederum, dass der dZonga in Wirklichkeit ein Yeti sei und gerade in der Region um den Khanchendzonga habe man mehrere Hinweise auf die Existenz dieser Schneemenschen gefunden.

Expeditionen auf den heiligen Berg und Trekking

Der Khanchendzonga wurde zum ersten Mal am 25. Mai 1955 von Joe Brown und George Band – beiden Teil einer britischen Expedition – bestiegen. Sie hielten kurz vor dem tatsächlichen Gipfel, gemäß dem Wunsch des damaligen Chogyal (König von Sikkim), weil dieser die Ehre des Berges und des Schutzgottes dZonga nicht verletzt sehen wollte. Seitdem folgt man dieser Weisung und der Stop kurz vor dem Gipfel gehört inzwischen zur Tradition. Der Berg kann derzeit auch nur von nepalesischer Seite aus bestiegen werden,die Inder lassen bislang keine Expeditionen zu.

Sikkim (c) Roland Amon

(c) Roland Amon

Trotzdem aber kann man zumindest bis an den Fuß und ins Basislager des mächtigen Bergriesen trekken. Da gibt es verschiedene Zugangsmöglichkeiten:

  • Bakhim – Dzongri – Thangshing – Samuteng – Goechala
  • Thangsing – Lam Pokhari – Kasturi Orar – Lapdong – Tashiding
  • Yuksom – Tshoka – Dzongri
  • Dzongri Basislager – Rathong – Khangerteng
  • Lucanes Jakchen – Yabuk – Rest camp – Green lake
  • Lachen – Thangsu – Muguthang – Thay La – Khyoksa La – Rest Camp – Green Lake

Doch auch wer den mächtigen Berg ohne Trekking bewundern will, kommt auf seine Kosten, denn der Khanchendzonga ist von von mehreren Plätzen aus wunderschön zu sehen: Darjeeling, Pelling, Sandakhphu, Rinchenpong … Also auch nicht so gehfreudige FotografInnen kommen hier auf ihre Kosten.

Unser Tipp
Wer eine gute Bergsicht genießen will, sollte unbedingt im Herbst/Winter anreisen. Im Frühling ist die Sicht nicht so gut.

Schau Dir auch unsere Tour Sikkim in Wanderschuhen an – der Khanchendzonga steht hier im Mittelpunkt des Interesses.

 

Diese Reise könnte dich interessieren

Sikkim & Dzongri-Trek: Im Schatten des Bergriesen
Dzongri-Trek zum Goeche La; eindrucksvolles Trekking im Schatten des Khanchendzonga; max. 10 TN

Termin: 11.-27. November 2016
Preis: 1.930 EUR




spacer

Ladakh ist zwar eine Hochgebirgswüste und damit auch sehr, sehr trocken. Dennoch kann es mit ein paar wirklich schönen Seen aufwarten. Die bekanntesten sind der Pangong Tso, Tsomoriri & der Tsokar.

Eines haben die drei Seen Ladakhs schon gemeinsam: Ihr Name enthält das Wörtchen Tso. Tso ist Ladakhi und heißt einfach „See“. Doch auch darüberhinaus verbindet sie so einiges.

  • Sie sind alle drei wunderschön
  • Sie liegen hoch – auf über 4.000m
  • Sie liegen im Changthang – den Hochlandsteppen des tibetischen Plateaus, die sich bis nach Ladakh reinziehen

 

Pangong Tso: Der Superstar der ladakhischen Seen Ladakhs

Pangong-See

Pangong-See

Der Pangong-See ist der am meisten besuchte See Ladakhs. Er liegt jedoch nur zu einem Drittel auf indischem Staatsgebiet, der restliche Teil des extrem langgezogenen Sees liegt auf der tibetischen Seite und gehört damit zu China. Weil sich die zwei Nationen auch nicht gerade lieb haben, sind auf beiden Seiten viele Soldaten stationiert, die sich misstrauisch begutachten. Man munkelt, dass die Chinesen immer wieder mit U-Booten auf indisches Staatsgebiet vordringen. Aufgrund der Grenznähe ist es Ausländern auch nicht erlaubt sich völlig frei zu bewegen. Derzeit ist es nur möglich bis zur Ortschaft Merak zu fahren.

Der Pangong Tso ist erst seit wenigen Jahren so beliebt. Grund dafür ist der Film „3 Idiots“ aus der Filmfabrik Bollywood, der teilweise in Ladakh und auch am Pangong-See spielt. Seitdem pilgern jedes Jahr Tausende indische Touristen zum Hochgebirgssee und schießen Selfies und Fotos in Posen ihres Filmheroes Amir Khan.

Der See ist an seiner breitesten Stelle nur 8 km breit, jedoch 134 km lang. Eine kleine Reise entlang des Ufers lohnt sich über Google Earth (in der Praxis ist das leider noch nicht erlaubt).

 

 

Tsokar: Weißer See für Wildlife-Fans

Am Tsokar (c) Roland Amon

Am Tsokar (c) Roland Amon

Der Tsokar – übersetzt der „weiße See“ – liegt weiter südlich und noch ein gutes Stück von der chinesischen Grenze entfernt. Er liegt auf über 4.500m und ist stark salzhaltig. Salzkrusten bilden sich an den Ufern des meist türkis schimmernden Sees und geben dem See wohl seinen Namen. Trotz der Schwankungen in der Wassertiefe und des Salzgehalts ist der See ein Paradies für Tiere. Insbesondere für Vögel – hier prominent voran Schwarzhalskraniche, von denen einige den See als ideales Sommerlager und Brutplatz entdeckt haben. Desweiteren finden sich hier Haubentaucher, Braunkopfmöwen, Streifen- und Rostgänse, Fluss-Seeschwalben, verschiedene Regenpfeiferarten und tibetische Steppenhühner. Doch auch Säugetieren bietet der Tsokar und die angrenzenden More Plains idealen Lebensraum. Man findet: Kiang (Wildesel), den Tibetischen Wolf, Tibetgazellen und Füchse, Murmeltiere und Pikas (Pfeifhasen).

Fahrt ab Leh: ca.4 Stunden (eine Nächtigung wird daher nahegelegt) über den 5.400m hohen Taglang La (La = Pass)
Nächtigungsmöglichkeiten: Es gibt die Möglichkeit im „Deluxe“ Camp am Nord-Ufer in Pangunagu zu nächtigen. Alternativ bietet sich auch Thukje mit Homestays an. Ansonsten gibt es nur noch die Möglichkeit selbst zu campieren – aber Achtung: Trinkwasser ist um den See rar und somit bieten sich nicht viele Möglichkeiten an. Das Campieren am benachbarten Startsabuk Tso ist nicht erlaubt.

 

Tsomoriri: Blaue Perle im Südosten

Am Tsomoriri (c) Markus Brixle

Am Tsomoriri (c) Markus Brixle

Der Tsomoriri liegt im Südosten Ladakhs – ebenfalls im Changthang – und kann auch sehr gut vom Flugzeug aus gesehen werden. Er liegt auf über 4.500m und umfasst ca. 120 qkm, ist 27km lang und 8km breit. Nicht nur durch seine meist tiefblaue Farbe, sondern auch durch die weiß-behuteten 6.000er, die den See im Osten und Westen flankieren, ist der See eine wahre Schönheit.

Wie für den Pangong-See braucht man auch für den Tsomoriri eine Innerline Permit.

Fahrt ab Leh: ca. 6-7 Stunden (eine Nächtigung wird daher nahegelegt) über das Indus-Tal
Nächtigungsmöglichkeiten: Es gibt die Möglichkeit in „Deluxe“ Camps, im eigenem Zelt oder Homestays in Korzok zu nächtigen. Allerdings ist Korzok keine sehr schöne Ansiedlung. Aufgrund des Wassermangels ist es jedoch nicht so leicht möglich anderweitig zu nächtigen (außer man trekkt – da ist besonders das Südufer in Kiangdam eine wunderschöne Möglichkeit).

Tipp: Der Tsomoriri lässt sich sehr gut mit dem Tsokar verbinden. Gleichzeitig fällt die An- und Rückreise nicht auf die selbe Strecke.

Weitere Seen

Es gibt viele weitere, jedoch wesentlich kleinere Seen in Ladakh. Gerne informieren wir Sie über kleinere und unbekanntere Alternativen: daniela@gesar-travel.com oder tashi@gesar-travel.com




spacer

Weil wir über die letzten 10 Jahre einfach so viel an Bildmaterial gesammelt haben, und diese im Internet nie zur vollen Geltung kommen, haben wir uns heuer kurzerhand dazu entschlossen einen Bildkalender für das kommende Jahr zu kreieren. Entstanden ist eine eindrucksvolle Sammlung der Facetten Ladakhs, die Tashi Wangail und unsere Guides Vajira und Kalyan geschossen haben.

Unser Ladakh-Kalender

Abgerundet haben wir die Sache mit Gedanken anregenden Sprüchen zu den Themen Wandern & Reisen.

Nachdem die Auflage bei nur 100 Stück liegt, heißt es schnell zugreifen, damit das kleine Kunstwerk dann auch wirklich zu Jahresbeginn Dein Wohnzimmer verschönern kann.

Format: DIN A3, quer
Preis: 10,90 exkl. Versandkosten
Seiten: 12 Monatsblätter  – Fotos mit Gedanken anregenden Sprüchen
Bestellung: daniela@gesar-travel.com




spacer

Bergsteigen im Himalaya?

Da denken viele gleich automatisch an Nepal. Und ja, dort ist man auch schon viel länger mit der Materie vertraut, der Bergsteigertourismus hat dort eine wesentlich längere Tradition.
Und noch etwas spricht macht die Unternehmung Expedition im indischen Teil des Himalaya ein wenig kompliziert: die Inder sind ziemliche Bürokraten, auch was das Bergsteigen angeht. Trotzdem – es ist ein Erlebnis für sich, auch wenn Indien nur einen 8.000er hat (Khanchendzonga – siehe Beitragsbild oben) und man somit „nur“ mit 6.000ern und 7.000ern vorlieb nehmen muss. Und wenn man es richtig angeht, kann man auch offiziell und legal einige davon besteigen.

spacer

1. Regionale Unterschiede beachten

Es kommt immer darauf an, wo man Berge besteigen will. Die Regelungen sind für Ladakh andere als für Himachal, Uttarakhand und Sikkim. In Ladakh ist es einfacher als in Sikkim und die Prozedere für eine Permit sehr unterschiedlich. Bspw. kann man für viele Gipfel in Ladakh die Permit direkt in Ladakh bekommen (über eine registrierte Agentur),  für Sikkim und Uttarakhand muss dies allerdings über das IMF (Indian Mountaineering Foundation) Headquarter in Delhi passieren.

Dann muss man sich auch noch überlegen, wo genau der angestrebte Berg liegt. Liegt er in einer Grenzregion, so können die Auflagen dafür etwas kompliziert sein. Bspw. sind Gipfel im Karakorum in Nubra (Norden Ladakhs) nur unter erschwerten Bedingungen möglich (es muss sich um eine internationale Expedition handeln und eine teilnehmende Nation muss Indien sein!).

Bergsteigen Ladakh

Auf dem Weg zum Stok Kangri (c) Josef Reifenauer

 

2. Höhe beachten

Gipfel bis 6.000er Meter stellen meist kein Problem dar und dürfen ohne Erlaubnis der IMF (Indian Mountaineering Foundation) bestiegen werden. Dann gibt es die sogenannten Trekking Peaks, die technisch relativ einfach sind, für die man trotzdem eine Permit benötigt, diese aber relativ günstig und einfach zu bekommen ist. Leider fallen in Ladakh kaum noch Gipfel in die Kategorie Trekking Peak – auf der Homepage des IMF ist nur noch der Stok Kangri angeführt. Trotzdem sind bspw. Permits für die Region Nimaling (Kangyatse Nordschulter, Regoni Mallai Ri, Dzo Jongo etc.) noch relativ leicht zu bekommen.

Weiters gibt es Open Peaks und solche, die generell gesperrt sind. Und da wird es dann etwas komplexer. Erstens sind die Regelungen komplizierter, sobald die 6.400er-Marke überschritten wird und die Permits bekommt man nur noch relativ teuer und nicht mehr regional vor Ort in Ladakh, sondern muss über Delhi beantragt werden. Zweitens muss bei Gipfel, die nicht in die Kategorie Trekking Peak fallen, offiziell ein Liasion Officer des IMF als Begleitperson mitgehen. Und für den müssen die Kosten natürlich auch getragen werden. Diese Regelung ist relativ neu und ruft ziemlichen Unmut bei lokalen Agenturen in Leh hervor, was durchaus verständlich und nachvollziehbar ist, ist dies ja durchaus geschäftsschädigend und dem Bergtourismus nicht gerade zuträglich. Daher kann es hier auch bald Änderungen geben.

Berge Ladakh

Berge im Changthang (c) Josef Reienauer

 

3. Ohne Permit ganz hoch rauf?

Klar, gibt es viele, die sich einfach auf den Weg machen und ohne Permit diverse Berge besteigen … In den meisten Fällen wird auch nicht viel passieren, denn die Bergwelt ist groß und nicht überall kann kontrolliert werden. Nur wird das nicht gerade für Regionen angeraten, wo permanente Check-Posts sind bzw. Offiziere zur Kontrolle unterwegs. Auch kann man bei weniger begangenen Bergen das Pech haben, dass gerade eine Expedition mit Liasion Officer unterwegs ist und man deswegen kontrolliert wird. Die Konsequenzen können unterschiedlich sein, das hängt auch viel davon ab, an wen man gerät und wie man selbst reagiert.spacer

4. Am Laufenden bleiben

Änderungen gibt es beim IMF laufend. Dh da sollte man sich immer aufs Neue informieren, wie sich die Dinge gerade entwickeln. Ein Beispiel: Lange Zeit waren die Gipfel Chamser und Lungser am Tsomoriri-See mit Permit offene Gipfel. Doch seit das Batallion, das unterhalb der Gipfel stationiert ist, gewechselt hat, und die Führung desselben spionierende Bergstürmer befürchtet, wurden diese kurzerhand gesperrt. Wir warten noch immer auf eine Öffnung und irgendwann wird diese auch wieder kommen. Bis dahin heißt es, die Entwicklung einfach abzuwarten.

Wirf einen Blick auf die Homepage des IMF – dort findest Du eine Liste der Open Peaks. Allerdings ist sie teilweise verwirrend und gerade die Bestimmungen betreffend der Permit-Beantragung etwas unverständlich, denn „amtsdeutsch“ gibt es auch in Indien 😉

Kangyatse

Der Kangyatse in der Nimaling-Region

 

Ein paar unserer Expeditionen

Da ist natürlich mehr möglich. Das ist nur eine kleine Auswahl. Wenn du einen anderen Gipfel im Visier hast, schreib uns einfach: daniela@gesar-travel.com oder tashi@gesar-travel.com

Tsomoriri

Sechstausender-Doppelpack
Expedition: Zwei 6000er
Manche kriegen nie genug – nur ein 6000er? Da wirst du erst richtig warm? Wenn es dir genau so ergeht, dann ist das DIE Expedition für dich. Bei dieser Reise besteigst du gleich zwei 6.000er in der Mentok-Kette.

fordernd


(c) Barbara Esser

Stok Kangri in 2 Wochen
Expedition auf einen 6000er
Diese Tour bereitet in nur kurzer Zeit mit aufbauenden Wanderungen und einer kurzen Trekkingtour im Vorfeld ideal auf die Besteigung des Stok Kangri vor.

fordernd


(c) Markus Brixle

Der Himmel der Nomaden
Trekking & Expedition im Changthang
Diese Tour bringt dich hoch hinaus: Die 9-tägige Trekkingtour führt über das tibetische Hochplateau. Und dann geht es auch noch auf einen 6.000er.

mittel – fordernd


img_2506

Zanskar für Himmelstürmer
Anspruchsvolles Trekking und Expedition
Die Trekkingtour vom Kiupa La via Dibling nach Kanji ist nichts für Trekkinganfänger. Fordernde Wasserdurchquerungen und lange Etappen durch menschenleere Gegenden. Die Besteigung des 6.030m hohen Tsomothang macht die Tour für Bergfreaks ideal.

schwer