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Nubra ist der nördlichste Teil Ladakhs mit Grenzen zu Pakistan und China. In vielerlei Hinsicht hat Nubra für Reisende einiges zu bieten – aber wer hin will, muss erst mal über einen der beiden 5.000er-Pässe. 

 

Allgemeine Facts über Nubra

Nubra ist einer der drei Tehsils (einer Verwaltungseinheit in Indien und Pakistan) des Bezirks Leh. Geografisch gesehen wird es von zwei großen Flüssen bestimmt – dem Nubra-Fluß, der gleichzeitig Namensgeber ist, und dem Shyok (gelegentlich auch Shayok geschrieben). Die beiden vereinen sich bei der Distriktshauptstadt Diskit in einer gewaltigen Flusslandschaft. Die beiden Gebirge, die Nubra bestimmen, sind der Karakorum und die Ladakh Range des Himalaya. Nubra liegt auf durchschnittlich 3.000m und ist damit niedriger als die meisten Regionen in Ladakh.

Nubra (c) Josef Reifenauer

Eine tpyische Oasenlandschaft in Nubra (c) Josef Reifenauer

 

Anreise

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Straße von Nubra nach Leh. Foto: Roland Amon

Wer nach Nubra will, egal ob zu Fuß oder im Taxi/Bus, muss über einen 5.000er-Pass. Der bekannteste unter ihnen ist der Khardong La (auch Khardung La geschrieben), der lange Zeit als der höchste befahrbare Pass der Welt galt – mit gewaltigen 5.600m. Doch mittlerweile hat sich längst ausgestellt, dass man hier bei der Höhe etwas gemogelt hat und der Pass eigentlich „nur“ 5.360m hoch ist. Alternativ gibt es eine Einreisemöglichkeit über den ungefähr gleich hohen Wari La, allerdings ist er für das Militär weniger bedeutend, folglich wird nicht versucht ihn ganzjährig offen zu halten und er öffnet auch erst verhältnismäßig spät. Gemeinsam haben sie auch den ziemlich anstrengenden Straßenzustand vor und nach dem Pass – wobei er in Zukunft beim Khardong La besser sein wird, da man laufend an Verbesserungen arbeitet.

Die Fahrtzeit im Taxi über den Khardong La nach Diskit beträgt ca. 5 Stunden. Über den Wari la sitzt man etwas länger im Auto. Länger kann es immer dauern – wenn bspw. es aufgrund von Sprengungen im Rahmen des Straßenbaus zu Sperren kommt.

Es gibt noch eine weitere Straße, von Nubra nach Durbuk, entlang des Shyok-Flusses, allerdings ist diese für Ausländer gesperrt und meistens den Sommer über nicht passierbar, weil streckenweise überschwemmt.

Im Übrigen: Wer nach Nubra will benötigt eine maximal 7 Tage gültige Innerline-Permit, die man in Leh bei lokalen Reiseveranstaltern beantragen kann. (Bei unseren Reisen sind sie selbstverständlich Teil des Pakets 😉 ). Inzwischen ist es Ausländern erlaubt bis Turtuk und Warshi zu reisen.

 

Diskit (c) Josef Reifenauer

Buddha-Maitreya Statue vor dem Kloster Diskit (c) Josef Reifenauer

 

Nächtigungen & Sightseeing

Wer nach Nubra reist, steht vor der Qual der Wahl. Wo nächtigen? Denn Möglichkeiten gibt es mehrere. Gästehäuser, Hotels und Deluxe Camps finden sich in Diskit, Hundar, Tirith, Sumur, Turtuk und Panamik. Die meisten Nächtigungen verzeichnet Hundar. Auf der neu geöffneten Strecke nach Panamik bis Warshi ist die Infrastruktur noch sehr schlecht und man findet kaum Übernachtungsmöglichkeiten. Auch zwischen Hundar und Turtuk sieht es eher schlecht aus, wenn es um Unterkünfte geht.

Sehenswürdigkeiten gibt es viele. Zum einen ist der südlichere Teil buddhistisch und man kann dort natürlich auch Klöster und Tempel besichtigen. Die beiden größten sind die Klöster Diskit und Samstanling, doch in jedem buddhistischem Dorf findet man kleinere Klöster und Tempel. Ein wunderschönes Highlight ist die Einsiedelei Entsa, die man über die Brücke beim Dorf Panamik erreicht. Sehenswert ist auch der heilige See Tirisha, an dem man bei Vollmond Visionen haben soll. In den meisten Unterlagen zu Nubra werden auch die heißen Quellen von Panamik erwähnt, doch leider sind die alles andere als sehenswert, da sie furchtbar verbaut wurden und keinen guten Eindruck hinterlassen.

 

Trekking & Bergsteigen

Die beiden bekanntesten Trekkingmöglichkeiten sind der Trek von Hundar nach Phyang (die umgekehrte Richtung wird von uns nicht empfohlen, da nur für Leute, die schon sehr gut akklimatisiert sind, empfohlen). Meistens geht man ihn in 4-5 Tagen, allerdings gibt es auch Verlängerungsmöglichkeiten. Höchster Punkt ist der Lasermo-Pass mit 5.400m. (Siehe auch: Welcher Trek in Zanskar & Ladakh passt zu mir? Dort wird auch dieser Trek behandelt).

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Am Lasermo La (5.400m)

Ein anderer Trek führt von Sabu (Nachbarortschaft von Leh) nach Diggar über den gleichnamigen Diggar La. Dieser Trek ist kurz und wird meist in 3-4 Tagen absolviert, ist jedoch durch einen relativ raschen Höhengewinn verhältnismäßig anstrengend.

Weniger bekannt ist der kurze Trek von Tangyer über den Nebuk La (5.380m) nach Durbuk im Changthang.

Es gibt dann noch weitere Trekkingmöglichkeiten, die Hundar mit dem Industal in der Region Sham verbinden – insbesondere mit Saspotse und Ang/Tingmosgang – allerdings sind einige der Trekkingrouten dzt. für Tragtiere nicht passierbar.

Einige andere Trekkingrouten sind aufgrund von Sicherheitsbestimmungen derzeit für Ausländer nicht erlaubt.

Berge gibt es etliche interessante – besonders stechen hier die 7.000er der Saser-Kette (Karakorum) heraus: Saser Kangri I mit 7.672m, Saser Kangri II mit 7.513m und Saser Kangri III mit 7.495m und Saser Kangri IV mit etwa 7.400m.

Dann gibt es noch zwei 7.000er in der Mamostong-Gruppe und Chong Kumdan I (7.071m) und II (7.004m). Ein weiterer 7.000er ist der Aqtash mit 7.016m. Daneben gibt es viele unbestiegene und technisch fordernde 6.000er. ABER: Aufgrund von Bestimmungen der Indian Mountaineering Foundation ist es dzt. nur möglich einen dieser Berge des Eastern Karakorum im Rahmen einer „indo-joint-expedition“ zu besteigen, dh einer gemischt nationalen Expedition, bei der ein Part indischer Herkunft sein muss.

Ausserhalb des östlichen Karakorums gibt es aber auch in der Ladakh-Range mehrere 6.000er, die für Besteigungen in Frage kommen. Für weitere Informationen stehen wir gerne zur Verfügung.

 

Falls wir das Interesse nach Nubra in dir geweckt haben, schau dir doch mal die folgenden Reisen an:

 

rad_ladakh Unsere Gruppenreise, die aber auch individuell durchgeführt werden kann

Ladakh: Radfahren und Trekking in Nubra
Multiaktiv-Reise (Radfahren, Trekking und optionale Besteigung des Stok Kangri am Ende);
min. 4 TN/max. 10 TN

Beste Zeit: Ende Juli-September

 

camel Trekking in Nubra
Trekkingtour von Nubra- ins Industal über den 5.400m hohen Lasermo-Pass
In insgesamt 19 Tagen entdeckst du die klassischen Highlights in Ladakh, bevor du nach Nubra aufbrichst, wo nach einigen Tagen das Trekking zurück ins Industal beginnt.
Gegen Terminanfrage auch für Einzelpersonen möglich
Beste Zeit: August-September

 

thikse Ladakh: Basics of Ladakh
Kulturreise mit Tageswanderungen und einem Schwerpunkt auf Nubra;
min 4 TN/max 10 TN

Kann auch individuell durchgeführt werden
Beste Zeit: Mai-Oktober

 

Gerne aber bauen wir auch deine ganz individuelle Reise mit Nubra

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