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Ladakh kann – obwohl es im Himalaya liegt – nicht mit 8.000ern aufwarten. Dafür aber hat es unzählige 6.000er unterschiedlichen Schwierigkeitsgrads, die zum Besteigen einladen. Wir haben unsere 10 beliebtesten Berge aufgelistet. Welcher würde dich am meisten reizen?

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Die 10 besten Sechstausender in Ladakh

1 Stok Kangri 6123m

stokkangri

Hierzu muss nicht viel gesagt werden. Der Hausberg von Leh wird gerne bestiegen, weil er ohne recht viel Aufwand und verhältnismäßig günstig angegangen werden kann.

Schwierigkeit: technisch zählt er eher zu den einfacheren Gipfeln – dennoch ein 6000er ist schon allein aufgrund seiner Höhe eine Herausforderung für den Körper und darf daher nicht unterschätzt werden. Eine gute Höhenanpassung im Vorfeld ist unumgänglich.

Kenntnisse zur Besteigung: Trittsicherheit, Kenntnisse im Umgang mit Steigeisen und Pickel, Schwindelfreiheit. Im durchweg steilen Gelände muss man einen ausgesetzten Grad übersetzen und klettert teilweise über loses Gestein. Für die letzten 100 m unter dem Gipfel ist besondere Vorsicht geboten, da ein steiler Eisaufschwung durchquert werden muss.

Besteigungsdauer: 3-4 Tage ab Stok/bis Stok

Viele Infos rund um den beliebtesten 6.000er Ladakhs, findest du im Blogbeitrag: Alles über den Stok Kangri.

2 Dzo Jongo (Ost) 6214m

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Aufstieg zum Dzo Jongo. Foto: Hartmut Bielefeldt

Der Dzo Jongo erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Er ist von Nimaling aus, dem Hochplateau oberhalb des Markha-Valleys, aus zu besteigen. Er kann vom Ost- und vom Westgrat gut bestiegen werden. Je nach Witterung kann der Dzo Jongo sogar ohne Steigeisen gemeistert werden. Der Dzo Jongo Westgipfel ist etwas schwieriger und höher. Infos zur Besteigung auf der Homepage von Harmut Bielefeldt, der in der Region Nimaling mehrere Gipfel mit uns bestiegen hat: Link

Schwierigkeit: technisch einfacher Gipfel

Kenntnisse zur Besteigung: Trittsicherheit, Kenntnisse im Umgang mit Steigeisen, Schwindelfreiheit. Loses Gestein und Schutt erschweren den Aufstieg. Oft werden auch keine Steigeisen benötigt.

Besteigungsdauer: 4 Tage ab Shang Sumdo – empfehlenswerter jedoch in Verbindung mit einem Trek durch das Markha-Valley (Akklimatisierung!)

3 Regoni Mallai Ri 6116

regoni_mallai_ri

Morgens um fünf ist der Himmel klar, wir (Claudia und Hartmut) starten im Mondschein. Zum Regoni Mallai Ri steigen wir den Moränenhang gleich westlich des Basislagers hoch. Wir kommen schnell voran und sind nach anderthalb Stunden schon auf 5550 m. Auf der fast ebenen Gletscherquerung gewinnen wir dafür nur langsam an Höhe, zudem ist die Oberfläche mini-büßereisartig und dadurch mühsam.

Endlich stehen wir vor dem Gipfelaufbau. Zwar soll es in der rechten Felsflanke so was wie eine Wegspur geben, uns sagt aber der linke Grat mehr zu. Der Gletscher, der den Zugang vermittelt, beschert uns durch Spalten ein paar Umwege. Endlich am Felsgrat, sind wir schon auf 5975 m. Bis zum Gipfel dauert es durch steilen Schutt mit Wegspuren nochmals 40 Minuten – er ist laut GPS dann aber auch 6116 m hoch anstatt der in der Karte angegebenen 6050.

Das Panorama ist großartig, besonders der Kang Yatze und die wilden Berge des bislang nicht sichtbaren Teils unserer Berggruppe. Die gute Aussicht hat auch einen praktischen Nutzen für Rigzin: Hier oben hat er Handynetz und kann diverse Freunde anrufen. Im Markha Valley hatte es keinen Empfang gegeben. Für den Rückweg finden wir eine bessere Variante ohne Spalten. Zurück im Basislager um 13 Uhr (5 1/2 Stunden Aufstieg, 2 Stunden Abstieg).

4 Pyramide Mentok 6293m

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Unser letzter Tag für Bergbesteigungen fängt nicht sehr vielversprechend an: Es ist teils bewölkt und sehr windig. Nina, Marion und Henning werden sich im ABC auch fast ausschließlich im Zelt aufhalten. Claudia und ich gehen mit Rigzin auf den schönen pyramidenförmigen Berg, den man vom ABC aus rechts von P.6100 sieht. Er sendet einen hübschen Firngrat auf uns zu, der vom Sattel 5870 m endlich komplett einzusehen ist. Um an den Fuß zu gelangen, ist leider erst mal ein Abstieg von 80 Metern geboten. Der Gletscher ist spaltenfrei, der Grat meist recht breit und 30-35° steil, stellenweise etwas mehr. Die Schneeverhältnisse sind perfekt, so kommen wir unter Berücksichtigung der Höhe und des eisigen Windes gut voran. Um 12:30 sind wir am Gipfel; gemäß GPS ist er 6293 m hoch.

Freundlicherweise gibt die bisher dominierende Wolke gerade jetzt die Sonne frei. So können wir in Ruhe fotografieren, essen und die Gebetsfähnchen, die Nina in Leh für den Gipfel gekauft hatte, aufhängen. Die Rundsicht ist noch ein bisschen großartiger als vom P.6100. Obwohl man auch von hier keine Siebentausender sehen kann, ist die schiere Menge an Gipfeln um uns herum überwältigend. Das sind sicher ein paar hundert Sechstausender, von denen etliche kaum je bestiegen sind.

Doch bald wird es uns wieder kalt. Der Abstieg den Grat hinunter dauert nur eine halbe Stunde, die Gegensteigung erfordert aber nochmal so viel. Dann nur noch die langen, flachen Schutt- und Sandfelder, und wir sind zurück im ABC und werden vom Küchenpersonal gleich mit Saft und Suppe empfangen. Zum Nachtisch beim Abendessen gibt es heute einen Kuchen, gebacken auf dem Kerosinkocher auf 5548 Metern Höhe.

5 Yalung Nya Ri Nord 6063m und Süd 6080m

Der einfachste Sechstausender der Welt

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Auf dem Yalaung Nya Ri Nord

viel Schotter, auf 5900 m Höhe flacht das Gelände ab, und wir sehen einen Hügel rechts vorn und und einen Hügel links etwas weiter weg. Das sind die beiden „Gipfel“ des Yalung Nong. Da ich in der Literatur keine eindeutige Aussage finden konnte, welcher der höhere ist, besuchen wir beide. Es stellt sich heraus: Der hintere, linke ist 6063 m hoch, der vordere (südliche) 6080 m. Dazwischen liegt ein 5960 m hoher flacher Sattel. Beide Gipfel gleichen quadratkilometergroßen, felsübersäten Fußballfeldern. Wahrscheinlich ist das der überhaupt einfachste Sechstausender der Welt. Wahrscheinlich auch der eintönigste, aber die Aussicht lohnt sich. Der Abstieg geht schnell, um 14 Uhr sind wir zurück im Basislager. Übrigens findet man hier auf knapp 5800 m noch die höchsten Blumen.

6 Gyama Peak 6100m

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Gyama Peaks

Nach 2 1/4 Stunden ist der neue Platz des vorgeschobenen Basislagers (ABC) auf 5548 m erreicht. Nach dem Mittagessen gehen Claudia und ich weiter aufwärts, um den interessant aussehenden Berg direkt oberhalb zu erkunden. „Direkt“ ist dabei relativ – erst marschiert man eine Stunde lang durch leicht ansteigende, monotone Schuttebenen bis an den Bergfuß. Die linke Flanke stellt sich als Schotterhalde mit drei steileren Aufschwüngen heraus. Das Geröll ist durchwegs lose, die Route ist nicht schwer, aber sie kostet etwas Konzentration. Der auffrischende Wind macht es auch nicht gerade leichter. Nach 2 1/2 Stunden sind wir auf dem Gipfel und werden mit einer großartigen Rundsicht überrascht. Direkt gegenüber stehen die etwas höheren Berge der Nachbarkette, darunter wohl die höchsten drei der Gyama-Kette. Weiter weg sehen wir den Tsomoriri, dahinter Chamser und Lungser Kangri (die leider seit letztem Jahr für Besteigungen gesperrt sind). Der Yalung Nong erscheint aus dieser großen Distanz endlich vollständig, Im Westen am Horizont sehen wir die Kang-Yatze-Gruppe, in der wir letztes Jahr unterwegs waren. Gemäß GPS ist unser Berg ziemlich genau 6100 m hoch. In den Felsen bei den Gebetsfähnchen finden sich zwei Visitenkarten von Gesar Travel. Wir benutzen eine, um auf der Rückseite unsere Namen zu notieren.

7 Tsomothang 6064m

tsomothang

8 Chamser Kangri 6622m

9 Lungser Kangri 6666m

10 Kangyatse

kangyatse

Ein paar unserer Expeditionen

Natürlich aber, können wir auch alle anderen Besteigungen zu oben erwähnten Gipfeln durchführen. Wenn du einen anderen Gipfel im Visier hast, schreib uns einfach: daniela@gesar-travel.com oder tashi@gesar-travel.com

Tsomoriri[tg_program title=“Sechstausender-Doppelpack“ place=“Expedition: Zwei 6000er„]Manche kriegen nie genug – nur ein 6000er? Da wirst du erst richtig warm? Wenn es dir genau so ergeht, dann ist das DIE Expedition für dich. Bei dieser Reise besteigst du gleich zwei 6.000er in der Mentok-Kette.[/tg_program]

[tg_button href=““ color=“red“ bg_color=““ text_color=““]fordernd[/tg_button]


(c) Barbara Esser

[tg_program title=“Stok Kangri in 2 Wochen“ place=“Expedition auf einen 6000er„]Diese Tour bereitet in nur kurzer Zeit mit aufbauenden Wanderungen und einer kurzen Trekkingtour im Vorfeld ideal auf die Besteigung des Stok Kangri vor.[/tg_program]

[tg_button href=““ color=“red“ bg_color=““ text_color=““]fordernd[/tg_button]


(c) Markus Brixle

[tg_program title=“Der Himmel der Nomaden“ place=“Trekking & Expedition im Changthang„]Diese Tour bringt dich hoch hinaus: Die 9-tägige Trekkingtour führt über das tibetische Hochplateau. Und dann geht es auch noch auf einen 6.000er.
[/tg_program]

[tg_button href=““ color=“dark blue“ bg_color=““ text_color=““]mittel – fordernd[/tg_button]


img_2506[tg_program title=“Zanskar für Himmelstürmer“ place=“Anspruchsvolles Trekking und Expedition„]Die Trekkingtour vom Kiupa La via Dibling nach Kanji ist nichts für Trekkinganfänger. Fordernde Wasserdurchquerungen und lange Etappen durch menschenleere Gegenden. Die Besteigung des 6.030m hohen Tsomothang macht die Tour für Bergfreaks ideal.[/tg_program]

[tg_button href=““ color=“black“ bg_color=““ text_color=““]schwer[/tg_button]


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