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Radfahren in Ladakh ist etwas, das sich immer größerer Beliebtheit erfreut. Das sieht man auch am jährlich anwachsenden Fahrradverleih-Sektor in Leh. Wo aber fährt man besonders gut mit dem Rad und worauf sollte man achten, wenn man vor hat Ladakh mit dem Drahtesel zu entdecken?

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Ladakh auf dem Rad zu erkunden, ist eine spannende Sache. (Alle Fotos auf dieser Seite von Steffi Langer)

 

Radfahren in Ladakh: Wo fährt man am besten?

Es gibt viele tolle Routen, die einen als Radfahrer fordern. Was momentan viele sehr gerne machen, ist sich mit dem Rad auf den Khardong La (Pass nach Nubra mit 5.360m) hochbringen zu lassen und die gut 40km zurück nach Leh auf 3.500m zu radeln. Ein Service, das heute viele Fahrradverleiher in Leh anbieten. Etwas, das auch wirklich Spaß macht, ABER zwei Dinge gilt es zu beachten.

  1. Man fährt von 3.500m fast 2.000 Höhenmeter bergauf. Da kann es einem schon mal nicht ganz so gut gehen. Beim Bergabfahren auf der Straße sollte man jedoch hoch konzentriert fahren, da die Straßen teils sehr stark ausgesetzt und auch geröllig sind. Ein kleiner Fehler kann fatale Folgen haben. Eine Radfahrt dieser Art sollte man daher nur machen, wenn man schon etwas akklimatisiert ist.
  2. Man ist nicht allein unterwegs – entlang dieser Straße fahren viele Lastwägen und Jeeps. Die Fahrer sind inzwischen zwar die radfahrenden Verkehrsteilnehmer gewohnt, trotzdem aber muss man vorsichtig sein, denn als Radfahrer kann man gegen einen Lastwagen wenig ausrichten. (Als zusätzlichen Tipp: Nimm Dir ein Halstuch mit, das Du gegebenenfalls als Mund/Nasenschutz nehmen kannst, denn ein Lastwagen auf dieser Höhe lässt ziemliche Rauchschwaden ab.)

Viele fahren auch entlang der Highways Richtung/nach Manali oder Srinagar. Die Straßenverhältnisse sind hier meistens recht gut (wenn man mal von den Straßen vor/nach dem Rothang La und Zoji La absieht), ABER es ist auch entsprechend viel Verkehr (während der Sommermonate). Auch zum Pangong-See über den Chang La kann viel Verkehr sein. Das muss man dann in Kauf nehmen.

Abseits dieser Straßen aber, ist verhältnismäßig wenig Verkehr und man kann wirklich toll fahren. Bspw. nach Zanskar über den Pensi La oder nach oder von Nubra über den Wari La. Im Changthang – die Hochebene Ladakhs – gibt es viele kaum genutzte Jeeppisten und wenig befahrene Straßen. Da kann man sich als Radfahrer richtig austoben.

Für die Mountainbiker ist es auch möglich entlang vieler Trekkingrouten zu fahren.

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Soll ich mir ein Rad leihen oder von zu Hause mitnehmen?

 

Rad leihen oder mitnehmen? Was muss ich beachten?

Wie schon erwähnt gibt es inzwischen viele Fahrradverleiher, ABER so gut wie alle Fahrräder sind verhältnismäßig schwer und nicht jeder Verleiher hat eine gleich gute Qualität oder gleich gut gewartete Räder. Es ist hier sehr wichtig, sich gut umzusehen und in jedem Fall Probe zu fahren. Bremsblöcke checken!

Auch die Preise variieren je nach Anbieter – durchschnittlich muss man mit ca. 10-30 EUR / Tag rechnen – abhängig davon wie gut das Rad ist. Immer auch daran denken, dass man sich unterwegs mal einen Platten holen kann, dh hier auch nach Material zum Reparieren fragen.

Es gibt zwar keine Helmpflicht in Ladakh, einen zu tragen, würden wir aber in jedem Fall empfehlen. Den Radhelm kann man auch leichter als sein Fahrrad von zu Hause mitnehmen, denn es ist nicht immer einfach einen passenden zu finden.

Wer jedoch längere Radtouren plant bzw. ein guter Radfahrer ist, sollte in jedem Fall in Erwägung ziehen, sein eigenes Fahrrad mit nach Ladakh zu nehmen. Die Kosten dazu variieren je nach Fluglinie, im Jahr 2015 hat der Transport von Europa nach Delhi mit Lufthansa 100 EUR gekostet. Dazu kommen dann noch ein paar Euro für den Transport von Delhi nach Leh für das Übergepäck, die aber nicht mehr groß ins Gewicht fallen.

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