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Erst vor Kurzem haben wir einen Blog-Beitrag darüber geschrieben, dass wir es nicht gerne an die große Glocke hängen, wenn wir Gutes tun: Wir tun Gutes, reden aber nicht viel darüber. Jetzt tun wir es doch, und zwar aus gutem Grund.

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Gerade Mädchen aus ärmlichen, ländlichen Regionen sind Ziele der Menschenhändler. Foto: Nana Ziesche

Der Menschenhandel zählt zu den größten Problemen Indiens

Nirgendwo auf der Welt werden mehr Menschen gehandelt als Indien. Rund 80% aller gehandelten Menschen sind Frauen und Kinder, die schlussendlich sexuell ausgebeutet werden. Man schätzt, dass sich heute 1,2 Millionen Kinder in indischen Bordellen verkaufen müssen.

Diese Fakten waren uns schon lange bewusst, doch ist dieses Thema so monströs und beängstigend, dass man dazu neigt ohnmächtig zuzusehen. Was will man auch tun? Superheromäßig den Umhang umschnallen und ins nächste Bordell fliegen und die betroffenen Frauen und Kinder retten? Wir sind keine Superhelden und leider auch nicht sehr mutig. Immerhin zählen der Menschenhandel und das Rotlichtmilieu zu den gefährlichsten kriminellen Szenen Indiens. Es ist lukrativ, das Geschäft mit den ausgebeuteten Seelen und um diesen Reichtum zu bewahren, wird man schnell gewaltätig. Es bedarf eines immensen Know-Hows und auch Mutes sich in die dunklen Gassen der Rotlichtbezirke vorzuwagen und den SexsklavInnen wieder Licht in ihre düstere Hölle zu bringen. Also haben wir recherchiert und versucht, rauszufinden, wie wir trotzdem helfen können. Und sind fündig geworden.

 

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Betrogen, gefoltert und vergewaltigt

bed Die Menschenhändler sind sehr kreativ, wenn es darum geht Frauen und Kinder an Bordelle zu verkaufen. Sie werden unter Drogen gesetzt und einfach gekidnappt, es wird ihnen ehrliche Arbeit versprochen, man gaukelt Frauen und Mädchen Liebe vor und heiratet sie gar. Doch die Endstation ist immer die selbe: verkauft an ZuhälterInnen (gerade in Indien sind sehr viele Frauen – sogenannte Madams – in diesem Geschäft) wird sukzessive daran gearbeitet ihren Willen zu brechen. Man sperrt die Opfer in Dunkelkammern oder gar Boxen ohne jegliches Licht, lässt sie hungern, foltert und vergewaltigt sie solange, bis sie gewillt sind „freiwillig“ ihren Körper tagtäglich mehrfach zu verkaufen. Und manche unter ihnen sind noch im Volksschulalter, denn der Preis einer Jungfrau ist hoch, sehr hoch.

Im Zuge unserer Recherchen sind wir auf mehrere Organisationen gestoßen, die es sich zum Ziel gemacht haben, zum einen Prävention im Bezug auf den Menschenhandel zu betreiben, zum anderen auch betroffene Frauen und Kinder zu befreien. Eine aber hat uns besonders inspiriert.

 

 

 Rangu Souriya, der Engel aus Darjeeling

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Zufällig sind wir auf das Engagement der Sozialarbeiterin Rangu Souriya gestoßen, die bislang mehrere Tausend Frauen und Kinder vor dem Menschenhandel bewahrt und solche befreit hat, die bereits in den Fängen des Rotlichtmilieus gefangen waren. Mit der von ihr gegründeten Organisation hat sie das notwendige Know-How und auch den Mut diese Aufgabe auf sich zu nehmen. Bereits mehrfach wurde sie bedroht, doch Rangu Souriya gibt nicht auf.

Man versucht, die so geretteten Frauen und Kinder zurück zu ihren Familien und ihre Dörfer zu bringen, doch häufig scheitert das an den strengen Moralvorstellungen der Dorfgesellschaften. Wenn dann die betroffenen Opfer auch noch mit dem HI-Virus infiziert sind – leider sind das sehr viele – ist eine Re-Integration sehr schwer. Somit steht Rangu Souriya vor dem Problem nicht zu wissen, wo sie die Frauen und Kinder ädequat unterbringen soll.

Und damit war unsere Idee entstanden.

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Weil wir nicht länger einfach nur zusehen wollten, haben wir kurzerhand die White Umbrella Foundation ins Leben gerufen, deren erstes Ziel es ist, Rangu Souriya zu unterstützen.

Wir wollen ihr dabei helfen, die rund 21.500 EUR aufzutreiben, die es kostet, ein Schutzzentrum in Siliguri, Westbengal, für die Opfer zu bauen und auch den ersten Betrieb sichert. Langfristig sollen die Frauen und Kinder auch die Möglichkeit haben, dort zu lernen und arbeiten.

Spontan haben wir selbst knapp 1.500 EUR überwiesen und zeitgleich einen Aufruf über Social Media gestartet.

 

 

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Hilf uns zu helfen, um sexuell ausgebeuteten Frauen und Kindern eine Perspektive zu geben.

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  1. Verbinde dich mit der White Umbrella Foundation über Facebook und Twitter
  2. Hilf uns mehr Leute zu erreichen, indem du Beiträge teilst und darüber redest (gerne kannst du auch diesen Beitrag teilen)
  3. Spende, wenn es dir finanziell möglich ist

Unser Spendenkonto

Spendenkonto: White Umbrella
IBAN: AT382032032504917655
BIC: ASPKAT2LXXX

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Unser Versprechen an dich

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Wir machen das rein ehrenamtlich, jeder Cent, der auf dem oben genannten Konto landet, wird auch ausschließlich für das Projekt verwendet. Auf den Social Media-Seiten der White Umbrella Foundation werden wir auch Kontoauszüge und Zahlungsbelege für größtmögliche Transparenz veröffentlichen. Derzeit arbeiten wir an einer Homepage für die Initiative und werden natürlich auch dort laufend Infos und Belege veröffentlichen.

 

 

Falls dich das Thema interessiert, können wir dir die folgende Kurz-Doku empfehlen: