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Um ein gesünderes und zufriedeneres Leben zu führen, muss man nicht notgedrungen zu einem Therapeuten/Arzt. Es gibt nach Ayurveda ein paar ganz simple Maßnahmen, die einem dabei helfen ein besseres Leben zu führen. Dazu musst du noch nicht mal wissen, welche deine Konstitution ist. Wenn du dich an diese Regeln hälst, wirst du binnen kürzester Zeit eine massive Besserung deiner Lebensumstände bemerken.

Von Daniela Luschin-Wangail

 

10 einfache Tipps für ein besseres Leben nach Ayurveda

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1 Beginne den Tag mit Öl und Wasser

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Das erste, das du nach dem Aufstehen machen solltest: Ölziehen. Was das ist? Nimm etwas Öl in den Mund und zieh es im Mund hin und her für ca. 10-20 Minuten. 20 Minuten wären ideal, ist aber im Alltag manchmal etwas schwierig. Daher einfach so lange, wie es dir möglich ist. Dann ausspucken. Das Öl entzieht dem Körper Giftstoffe. Als Öl kannst du Sesam-, Sonnenblumen- oder Olivenöl verwenden. Ich persönliche bevorzuge Kokosöl.

Während du Öl ziehst, kannst du bereits Wasser abkochen und es etwas abkühlen lassen. Trink jeden Morgen eine große Tasse abgekochtes, warmes Wasser! Das hilft in zweierlei Hinsicht: Erstens reinigt gekochtes Wasser den Körper und zweites hilft es dabei, das Verdauungsfeuer anzuregen. Besonders Menschen, die Schwierigkeiten mit einer guten Verdauung haben, sollten sich diese Praxis zu eigen machen.

 

2 Keine Zwischenmahlzeiten

Viele Leute glauben, es ist besser mehrere kleine Mahlzeiten zu sich zu nehmen, als wenige große. Im Ayurveda hält man davon wenig. Das Agni (Verdauungsfeuer) spielt im Ayurveda eine sehr große Rolle und nimmt für ein gesundes Leben eine zentrale Rolle ein. Das Agni kann aber nur dann gut brennen, wenn es nicht permanent arbeiten muss. Gib ihm nach jeder Mahlzeit die Möglichkeit seine Aufgabe zu erfüllen und leg nicht ständig nach. Dh lass nach jeder Mahlzeit ca. 4 Stunden Zeit vergehen. Dann bist du auch wieder gut hungrig. Vielen Menschen fällt das sehr schwer, aber man kommt in diese Routine rein. Wenn es denn sein muss, iss etwas sehr leichtes, kleines, wie bspw. Nüsse oder trink lieber einen gesüßten Tee bzw. Milchtee.

 

3 Warm, frisch & gekocht

img_0986 Ayurveda ist kein Fan von Rohkost, denn alles, was nicht gekocht und somit roh ist, ist schwer(er) zu verdauen. Viele Rohkostler haben große Schwierigkeiten mit der Verdauung und leiden häufig unter Verstopfung. Gerade Menschen, die Schwierigkeiten beim Stuhlgang haben, sollten darauf achten, so wenig wie möglich Rohes zu essen. Im Ayurveda isst man warm, frisch und gekocht. Am besten sollten alle drei Mahlzeiten des Tages so sein. Zum Frühstück also ein warmer Brei, zu Mittag ein gut sättigendes Essen aus frischen Zutaten und am Abend etwas leichtes Warmes, wie bspw. eine Suppe. Die Frische spielt auch eine große Rolle. Ayurveda hält nichts von Tiefkühlgerichten und Mikrowellenzubereitung. Verwende frische Zutaten – am besten regional und saisonal, denn das verdauen wir auch leichter!

 

4 Nicht zu spät essen

Führ deinem Körper nicht zu spät am Abend Nahrung zu. Du solltest spätestens 3 Stunden vor dem Schlafengehen die letzte Mahlzeit zu dir nehmen. Vergiß den Salat am Abend, der ist zwar leicht von den Kalorien her, aber schwer zu verdauen, weil roh. Auch die Pizza am Abend ist nicht ideal: Denn die liegt schwer im Magen. Am Besten sind Suppen und leichte Eintöpfe! Auf keinen Fall abends die folgenden Nahrungsmittel einnehmen: Käse, Joghurt und säuerliche Speisen!

 

5 Nicht zu spät ins Bett und früh wieder raus!

Ideal wäre es spätestens um 22 Uhr ins Bett zu gehen und je nachdem wie viel Schlaf man braucht, 6-8 Stunden später wieder aufzustehen. Denn: zwischen 22 und 2 Uhr morgens regeneriert sich der Körper entsprechend der ayurvedischen Lehre auf Hochtouren. Je früher wir aufstehen, desto frischer starten wir den Tag! Zu lange zu schlafen, macht träge, sollte man also nicht übertreiben.

 

6 Milch gekonnt genießen

milk-518067_640 Bei uns wird die Milch ja seit Jahren verteufelt, aber im Ayurveda gilt sie als wertvolles Nahrungsmittel. Nur muss man wissen, wie man sie richtig einsetzt, denn die Milch verträgt sich mit vielen Nahrungsmitteln nicht! Das ist übrigens auch in vielen anderen Kulturen so, dass die Milch nicht mit anderen Lebensmitteln gemischt werden sollte. Diese Nahrungsmittel solltest du nicht gemeinsam mit Milch (und Milchprodukten) einnehmen und zwischen deren Einnahme sollte immer mindestens eine Stunde Abstand sein:

Fisch, Fleisch, Salz, grünem Blattgemüse, Hülsenfrüchten/Bohnen, Obst, Eier, Knoblauch, Senf

Denk mal nach, wie viele Mahlzeiten es bei uns gibt, bei der Milch (oder Milchprodukte) mit diesen Lebensmitteln kombiniert werden! Geschnetzeltes, Palatschinken, Früchtemüslis, Früchtejoghurts, Bananenmilch, diverse Saucen … da kommt schon einiges zusammen. Und viele Menschen, die an Laktoseintoleranzen leiden, leiden vielleicht nur an diesen ungünstigen Kombinationen!?

 

7 Das richtige Maß

Die Menge an Essen, die du zu dir nehmen solltest, hängt zwar auch von deiner Konstititution ab, aber grob kann man sagen, dass man ein gutes Mittelmaß finden soll. Zu wenig und zu viel sind nicht gut. Oft spricht man von zwei Händen voll als richtige Menge. Also nicht wirklich sehr viel.

 

8 (Aus)Zeit nehmen

Das gilt nicht nur für das Essen, wobei es hier eine wichtige Rolle einnimmt: Iss in einer ruhigen und angenehmen Atmosphäre. Nicht im Stehen und nicht schnell! Kaue langsam und konzentrier dich auf das Essen. Kein  Handyspielen während dessen und auch kein Zeitungslesen! Auch im Alltag: Gönn dir Ruhephasen in denen du mal gar nichts machst. Hinsetzen und einfach nur schauen. Oder hinaus in die frische Luft und einfach nur gehen und genießen.

 

9 Gönn dir Massagen

Dazu musst du nicht unbedingt jemanden aufsuchen. Die kannst du dir auch selber machen. Nimm viel, gutes, leicht warmes Öl und massiere deinen Körper, deinen Kopf (auch die Haare, das tut ihnen gut). Sei nicht sparsam mit dem Öl und lass dir Zeit für dich! Am Ende duscht du dich oder nimmst ein angenehmes Bad! Du wirst sehen, dass das Wunder für Körper und Seele wirkt.

 

10 Meditation

Idealerweise am Morgen, aber es geht natürlich auch am Abend. Mach täglich Medition – oder zumindest so oft wie möglich. Das ist deine Ich-Zeit, deine Auszeit. Du musst dafür kein Meditationsprofi sein. Einfach dich hinsetzen, die Augen schließen, dich aufs Atmen konzentrieren und auf sonst nichts. 20 Minuten wären ideal. Aber jede Minute zählt.

 

Du wirst es vielleicht nicht (gleich) schaffen, alle 10 Regeln für dein Leben anzuwenden, aber ein paar davon regelmäßig umgesetzt, werden dir viel Lebensqualität bringen. Probier es aus!

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