Nubra Trek, August 2018

Ein Erfahrungsbericht von Elisabeth Hiertz

 

2017 buchte ich über Gesar Travel eine Reise nach Bhutan, es funktionierte alles absolut perfekt. Meine ersten Kontakte mit Daniela hatte ich bereits 2015, als ich in Ladakh den Stok Kangri besteigen wollte.

Die freundliche, professionelle Herangehensweise veranlasste mich auch jetzt wieder über Gesar den Nubra Trek zu buchen. Mails werden rasch beantwortet, auf Wünsche wird natürlich eingegangen, die Crew ist hervorragend geschult und vermittelt den Eindruck sich nur um unser Wohlergehen zu kümmern. Zelte werden, wie im Himalaya Raum üblich, auf- und abgebaut, Morning Tea und warmes Wasser werden zu den Zelten gebracht, nachmittags gibt es sofort nach Ankunft Bohnenkaffee, Tee, Kekse, Saft und immer etwas von Tashi gebackenes. Nur gehen müssen wir noch selbst 😊 aber dafür kamen wir ja hierher!

Erstes Zeltlager in Wachan

Schon die Vorbesprechung verlief sehr angenehm: kein entsetztes Stöhnen, als ich sagte: kein Gemüse für mich bitte. Einfaches Akzeptieren und Tashi, unser Koch verwöhnte mich immer mit sehr gutem und schmackhaftem Essen ohne Gemüse. Dazu gab es nachmittags richtigen Kaffee, für mich als Wienerin eine sehr angenehme Begleiterscheinung.

Tashi, unser Koch im Basislager des Lasermo La

Wangmo, unsere weibliche Führerin, holte uns vom Hotel ab und los ging es, zuerst über den atemberaubenden Khardong La, dann Besichtigung des Klosters Diskit (kannte ich noch nicht, daher wollte ich unbedingt die wenigen Kilometer Umweg fahren). In diesem  Kloster gibt es eine absolute Besonderheit, einen Weißen Mahakala!

Selbst die Problem mit den Pferden wurden schnell gelöst.

Abends erstes Camp, alles bestens. Bis hierher fuhr unser Auto. Am nächsten Tag Wanderung taleinwärts. Wangmo wurde sehr bald unruhig, da von unseren Pferden nichts zu hören war. Schließlich ließ sie uns in der Obhut des Helfers Tsetan und rannte zurück ins Dorf, wo es ein Telefon gab,  Handy Empfang gibt es nicht. Nach einigen Stunden gingen wir zurück und endlich sahen wir an einer Brücke und Wegteilung Wangmo. Sie rannte zu uns und erklärte, dass drei Pferde an einer Pflanzenvergiftung gestorben seien, es kommen morgen neue Pferde. Außerdem ist es ihr gelungen, von einer anderen Trekkinggruppe den Pferdemann zu bewegen, unser Gepäck zu einem etwas höher gelegenen Lagerplatz zu bringen, sie ist mehrmals hin und hergerannt, zum Telefon ins Dorf (um mit der Agentur in Leh Kontakt auszunehmen), zum unteren Camp, wo unser Lager war und zum höher gelegenen Camp um einen Pferdemann um Hilfe bitten zu können. Ein Tourist erzählte uns beim Tee, dass er sie immer nur laufen sah und sich lustig darüber machte. Dieser Einsatz ist absolut einzigartig, wir hätten auch eine weitere Nacht im ersten Camp bleiben können, allerdings wäre die nächste Etappe lange und anstrengender geworden. Tatsächlich kamen am nächsten Tag Pferde und von nun an ging es ohne Probleme unter der umsichtigen Führung Wangmos durch das Tal und über den Lasermo La nach Phying. Nach sieben Tag kamen wir wieder nach Leh, herzliche Verabschiedung von Wangmo bei einem Abendessen. Davor erwartete uns Tsering Dolma im Hotel, froh, dass alles ein gutes Ende genommen hatte und erkundigte sich ausführlich nach unser Befinden. Mehrmals entschuldigte sie sich für die Unannehmlichkeiten, ich konnte sie beruhigen: niemand von uns dreien nahm die Sache krumm, wir fühlten uns auch nicht „ausgesetzt“, sondern vertrauten ganz und gar Wangmo und unserer Crew und im Hintergrund Tashi und Tsering Dolma von Gesar.

Bei meinem nächsten Ladakh Aufenthalt in 2-3 Jahren werde ich wieder eine Trekking Tour unter Wangmos Leitung über Gesar Travel buchen.

Die letzten Meter bis zum Pass