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Wir stellen euch die sehenswertesten Dokus über Ladakh in diesem Beitrag vor, die man ganz einfach über Youtube schauen kann. Die Reihung ist ohne Wertung. Gönn dir eine Reise via Internet ins Traumland am Himalaya. Dafür musst du auch gar nichts ausgeben.

 

Die 5 besten Filme über Ladakh zum online Schauen

1 Die Hirtin aus Ladakh

Besonders wertvolle Doku, weil von einem Ladakhi (Stanzin Dorjai) gedreht und damit ein besonderer Einblick. Die Heldin der Doku ist die Schwester des Filmemachers, die er ein Jahr lang begleitet hat.

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2 Dolma – Am Ende der Welt

In Zanskar, mitten im Himalaya, dem höchsten Gebirge der Erde, lebt Dolma in einem kleinen Dorf, das im endlos scheinenden Winter von der Außenwelt abgeschnitten ist.

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3 Im Dorf der Frauen

Das Dorf Sking liegt inmitten einer kargen Feldlandschaft im Himalaya in Nordindien. Nach der Ernte werden die Vorräte für den Winter von den Frauen des Dorfes eingelagert.


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4 Der Weg aus Eis

Eine schon etwas ältere Doku über den Weg aus Zanskar entlang des gefrorenen Zanskar-Flusses.


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5 Der zerbrochene Mond

Der zerbrochene Mond erzählt die bewegende Geschichte von den dramatischen Veränderungen im Leben des alten Nomaden Sonam und seines Volkes.

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Radfahren in Ladakh ist etwas, das sich immer größerer Beliebtheit erfreut. Das sieht man auch am jährlich anwachsenden Fahrradverleih-Sektor in Leh. Wo aber fährt man besonders gut mit dem Rad und worauf sollte man achten, wenn man vor hat Ladakh mit dem Drahtesel zu entdecken?

radfahrenLadakh

Ladakh auf dem Rad zu erkunden, ist eine spannende Sache. (Alle Fotos auf dieser Seite von Steffi Langer)

 

Radfahren in Ladakh: Wo fährt man am besten?

Es gibt viele tolle Routen, die einen als Radfahrer fordern. Was momentan viele sehr gerne machen, ist sich mit dem Rad auf den Khardong La (Pass nach Nubra mit 5.360m) hochbringen zu lassen und die gut 40km zurück nach Leh auf 3.500m zu radeln. Ein Service, das heute viele Fahrradverleiher in Leh anbieten. Etwas, das auch wirklich Spaß macht, ABER zwei Dinge gilt es zu beachten.

  1. Man fährt von 3.500m fast 2.000 Höhenmeter bergauf. Da kann es einem schon mal nicht ganz so gut gehen. Beim Bergabfahren auf der Straße sollte man jedoch hoch konzentriert fahren, da die Straßen teils sehr stark ausgesetzt und auch geröllig sind. Ein kleiner Fehler kann fatale Folgen haben. Eine Radfahrt dieser Art sollte man daher nur machen, wenn man schon etwas akklimatisiert ist.
  2. Man ist nicht allein unterwegs – entlang dieser Straße fahren viele Lastwägen und Jeeps. Die Fahrer sind inzwischen zwar die radfahrenden Verkehrsteilnehmer gewohnt, trotzdem aber muss man vorsichtig sein, denn als Radfahrer kann man gegen einen Lastwagen wenig ausrichten. (Als zusätzlichen Tipp: Nimm Dir ein Halstuch mit, das Du gegebenenfalls als Mund/Nasenschutz nehmen kannst, denn ein Lastwagen auf dieser Höhe lässt ziemliche Rauchschwaden ab.)

Viele fahren auch entlang der Highways Richtung/nach Manali oder Srinagar. Die Straßenverhältnisse sind hier meistens recht gut (wenn man mal von den Straßen vor/nach dem Rothang La und Zoji La absieht), ABER es ist auch entsprechend viel Verkehr (während der Sommermonate). Auch zum Pangong-See über den Chang La kann viel Verkehr sein. Das muss man dann in Kauf nehmen.

Abseits dieser Straßen aber, ist verhältnismäßig wenig Verkehr und man kann wirklich toll fahren. Bspw. nach Zanskar über den Pensi La oder nach oder von Nubra über den Wari La. Im Changthang – die Hochebene Ladakhs – gibt es viele kaum genutzte Jeeppisten und wenig befahrene Straßen. Da kann man sich als Radfahrer richtig austoben.

Für die Mountainbiker ist es auch möglich entlang vieler Trekkingrouten zu fahren.

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Soll ich mir ein Rad leihen oder von zu Hause mitnehmen?

 

Rad leihen oder mitnehmen? Was muss ich beachten?

Wie schon erwähnt gibt es inzwischen viele Fahrradverleiher, ABER so gut wie alle Fahrräder sind verhältnismäßig schwer und nicht jeder Verleiher hat eine gleich gute Qualität oder gleich gut gewartete Räder. Es ist hier sehr wichtig, sich gut umzusehen und in jedem Fall Probe zu fahren. Bremsblöcke checken!

Auch die Preise variieren je nach Anbieter – durchschnittlich muss man mit ca. 10-30 EUR / Tag rechnen – abhängig davon wie gut das Rad ist. Immer auch daran denken, dass man sich unterwegs mal einen Platten holen kann, dh hier auch nach Material zum Reparieren fragen.

Es gibt zwar keine Helmpflicht in Ladakh, einen zu tragen, würden wir aber in jedem Fall empfehlen. Den Radhelm kann man auch leichter als sein Fahrrad von zu Hause mitnehmen, denn es ist nicht immer einfach einen passenden zu finden.

Wer jedoch längere Radtouren plant bzw. ein guter Radfahrer ist, sollte in jedem Fall in Erwägung ziehen, sein eigenes Fahrrad mit nach Ladakh zu nehmen. Die Kosten dazu variieren je nach Fluglinie, im Jahr 2015 hat der Transport von Europa nach Delhi mit Lufthansa 100 EUR gekostet. Dazu kommen dann noch ein paar Euro für den Transport von Delhi nach Leh für das Übergepäck, die aber nicht mehr groß ins Gewicht fallen.

Deine Radtour durch Ladakh
Lust auf Radfahren in Ladakh bekommen? Wir helfen Dir gerne bei der Planung und organisieren Dir auch gerne ein Backup-Auto, das Dein Gepäck, Equipment und gegebenenfalls auch Koch und Essen transportiert, damit Du auch dorthin radeln kannst, wo keine festen Unterkünfte zur Verfügung stehen. Kontakt!

Radfahren in Ladakh + Trekking + Bergsteigen?
Für Multiaktive haben wir heuer eine spezielle Tour am Programm – erst gehts mit dem Rad nach Nubra, dann zu Fuß über den Lasermo La (5.400m) wieder raus ins Industal und wer dann noch immer nicht müde ist, kann auch noch einen 6.000er besteigen >> Infos zur Tour

radfahreninladakh




spacerZanskar zählt bis heute zu den wenigen Plätzen dieser Erde, die über viele Monate hinweg fast gänzlich von der Außenwelt abgeschlossen sind. Nur über den gefrorenen Zanskarfluß führt ein Weg hinaus oder hinein. Unser Guide Phunchok Motup – auch einfach nur Kalyan genannt – kommt aus dieser Region. Er hat uns seine 10 Lieblingsplätze verraten.

 

Tsazar

Einer unser besten Guides, Kalyan aus Tsazar, verrät seine Lieblingsplätze

 

Allgemeines über Zanskar

Zanskar gehört zum Bezirk Kargil, das den westlichen Teil Ladakhs ausmacht. Das administrative Zentrum des Subsdistrikts ist die kleine, aber immer größte Stadt von Zanskar, Padum. Geografisch trennt die Zanskar-Gebirgskette Zanskar vom restlichen Ladakh.

Zanskar schreibt sich entsprechend der gängigen Meinung eigentlich Zangskar – was auf das Vorkommen von Kupfer in Zanskar hinweist, da „zangs“ übersetzt „Kupfer“ heißt. Der sprachlich hintere Teil der Region allerdings ist etwas umstrittener – er mag entweder „dkar“ (weiß), „mkhar“ (Palast) oder als „skar“ (Stern) interpretiert werden.

Zurück zur Geografie: Die Region umfasst ca. 7.000 qkm auf einer Höhe von 3.500-7.000m. Der gleichnamige Fluß gilt als großer Landschaftsformer Zanskars, da er sich für die tief eingeschnittenen Täler verantwortlich  zeichnet. Er speist sich aus zwei Flüssen – dem Doda, der seinen Ursprung in der Nähe des Pensi La (4.400m) hat und dem Kargyak-Fluß mit seinem Ursprung in der Nähe des Shingo La (5.100m), der sich wiederum mit dem Tsarap-Fluß vereint und in der Folge Lungnak genannt wird. Im Zentraltal von Zanskar vereinen sich Doda und Lungnak zum großen Zanskar-Fluß.

gletscher zanskar

Am Weg nach Zanskar durchfährt man atemberaubende Landschaften – wie diesen Gletscher

Die Anreise nach Zanskar ist langatmig und erfordert gutes Sitzfleisch, denn sie dauert ab Leh und auch ab Srinagar zumindest zwei lange Fahrttage und führt über den Pensi La. Allerdings wird sowohl im Süden als auch im Norden ab Lamayuru/Wanla und auch Chilling an den Straßen gebaut und sich so langsam weiter ans Zentrum von Zanskar herangetastet. Infos hierzu findest Du auch in unserem Blogbeitrag Warum der Große Zanskartrek nicht mehr so groß ist.

Kalyans Top 10 Plätze in Zanskar

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Übersicht der Lieblingsplätze Kalyans. (Karte von Sonam Tsetan & Henk Thoma)

 

1. Rangdum

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Das Kloster von Rangdum

Rangdum ist von Bergen und Felsen in allen möglichen Farbschattierungen umgeben.  Am herausragendsten sind allerdings die beiden Zwillingsberge Nun & Kun – beide 7000er. Diese Bergsichten machen Rangdum für mich zu einem einzigartigen Flecken auf dieser Erde. Außerdem zieht das Marschland von Rangdum jeden Sommer unzählige Vögel an, die ich nur zu gerne beobachte. Auch verbinde ich mit Rangdum schöne Erinnerungen – von hier aus bin ich den ersten Trek meines Lebens gegangen: Im April, als der Schnee die Straße nach Zanskar noch unpassierbar gemacht hat, bin ich von von hier aus über den Pensi La nach Zanskar getrekkt. Tipp: Unbedingt dem Sonnenuntergang hier beiwohnen! Er ist unglaublich.

2. Tsazar

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Kalyans Dorf im Winter

Das Dorf in dem ich geboren wurde und in dem ich meine frühe Kindheit verbracht habe. Schon alleine aus diesem Grund ist dieses typische zanskarische Dorf mit auf der Liste.

3. Karsha

Karsha (c) Tashi Wangail

Blick vom Kloster Karsha

Karsha ist das Dorf mit dem größten Kloster Zanskars. Ich liebe es morgens der Puja der Mönche beizuwohnen und den kleinen Novizen zu zu sehen, die irgendwann einmal zu den größten spirituellen Lehrern des Landes werden. Atemberaubend auch der Ausblick vom Kloster auf das Tal von Zentralzanskar.

4. Phuktal

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Phuktal ist das abgelegenste Kloster Zanskar. Ich habe es schon oft besucht, besonders, wenn ich auf dem Großen Zanskartrek unterwegs war. Dorthin zu kommen zählt immer zu den größten Highlights einer Reise. Der Anblick und die Architektur sind auch wirklich atemberaubend. Mich erinnert es immer an einen Bienenstock.

5. Stongde

stongde

Stongde ist das meinem Dorf am nächsten gelegene Kloster, deswegen habe ich dort auch viel Zeit verbracht. Ich schätze die Stille an diesem Platz und auch hier die Bergsicht und den Blick auf das Dorf Stongde am Fuße des Klosters.

6. Zangla

Zangla ist eines der größten Dörfer Zanskars. Ich liebe es durch dieses Dorf zu spazieren, die alten Menschen mit ihren Gebetsmühlen, die in der warmen Sonne sitzen, zu beobachten und ihnen beim Murmeln ihrer Gebete zu lauschen. Zangla ist das Dorf meiner Großmutter und viele meiner Verwandten leben hier.

7. Shade

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In Shade leben die Menschen noch immer extrem abgeschirmt vom Rest der Welt

Shade gehört zu den wohl abgelegensten Dörfern in ganz Zanskar und Ladakh, wenn nicht gar der Welt. Selbst schnelle einheimische Füße laufen hier mindestens zwei Tage. Ich war erst kürzlich wieder dort und es war beeindruckend zu sehen, wie gut hier das Zusammenspiel zwischen Mensch, Tier und Natur noch funktioniert.

8. Gonbo Rangjon

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Gonbo Rangjon ist ein für die Zanskari spirituell besonderer Berg

Gonbo Rangjon, ein heiliger Berg, liegt entlang der Trekkingroute nach Darcha vor dem Shingo La. Ich nenne die Region um den Gonbo Rangjon das Sommerparadies von Zanskar.  Es ist ein Traum hier zu wandern und die Blumen entlang der Almenlandschaft zu bewundern.

9. Purne

purne

Dieses kleine schöne Dorf beherbert gerade mal zwei Familien. Purne ist mein Lieblingscampingsplatz, wenn ich auf Trekkingtour unterwegs bin. Hier in Purne befindet sich auch der erste wirklich schöne und erfolgreiche Homestay mit sauberen Zimmern und gutem lokalen Essen.

10. Dzongkhul

dzongkhul

Hier liegt eine Meditationshöhle von Naropa und auch viele andere große Lamas waren hier. Von Dzongkhul aus startet auch die Route ins Paldar-Tal. Ich habe schon immer die Geschichten von den Reisenden gemocht, die durch dieses Tal kamen. Das Paldar-Tal verbindet Zanskar mit Jammu und bis heute sind die Menschen auf beiden Seiten miteinander verwandt oder anderweitig verbunden. Auch Zorawar Singh startete seine Eroberungstour Ladakhs für den Maharaja von Jammu durch dieses Tal, die schlußendlich in den Verlust der Unabhängigkeit des Landes mündete.

Ich zeig dir meine Lieblingsplätze
Auf der Tour Trekking & Kultur in Zanskar zeigt Dir Kalyan fast alle dieser Plätze und erzählt Dir gerne noch viel mehr.




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Du planst eine Reise und möchtest Trekking in Ladakh oder Zanskar übernehmen? Und hast jetzt die Qual der Wahl? Wohin genau soll es gehen? Welcher Trek ist für dich und deine Kondition geeignet? Du willst dich nicht über-, aber auch nicht unterfordern? Wir helfen dir ein bißchen bei der Entscheidungsfindung.

Welcher Trek für dich am Ende wirklich der Passendste ist, hängt von vielen Faktoren ab. Zwei aber sind essentiell und du solltest dir unbedingt zwei Fragen stellen:

 

Frage Nr 1: Wie fit bin ich?

Eigentlich die Frage aller Fragen, denn ohne sich selbst richtig einzuschätzen, wird man sich bei der Wahl schwer tun. Jemand, der zu Hause kaum Sport betreibt, wird auch in Ladakh kaum eine lange – und keine zu fordernde – Trekkingtour schaffen. Da empfehlen wir eher Tageswanderungen oder kürzere Treks (siehe weiter unten).

Wer aber zu Hause schon sehr aktiv ist und gerne jede freie Minute am Berg verbringt, wird auch trotz der Höhe in Ladakh sehr weit kommen.

Wir fragen unsere Kunden im Vorfeld meist wie viele Stunden Gehzeit (ohne Pausen) sie sich pro Tag zutrauen. Entsprechend lässt sich die Trekkingtour leichter planen.

 

Frage Nr. 2: Auf was lege ich beim Trekking wert?

Auch diese Frage ist nicht unwichtig. Welcher Trekkingtyp bist du? Magst du es, wenn du unterwegs vielen Menschen begegnest mit denen du dich austauschen kannst? Oder bist du gerne für dich und mit deiner Gruppe eher isoliert, willst – wenn möglich – nur Einheimischen begegnen? Welche Landschaften ziehen dich an – weite Ebenen mit endlos erscheinendem Horizont oder Täler und Pässe mit Dörfern?

Ladakh

Magst du es, wenn du oft tagelang niemandem begegnest? (c) Barbara Esser

Wenn du dir das mal überlegt hast, fällt es dir leichter, dir aus den folgenden Treks den für dich Passenden rauszupicken. Wir haben hier einfach zehn Treks rausgesucht und sie näher beschrieben.

 

Trekking in Ladakh & Zanskar

#1 Sham Trek: Der sogenannte Babytrek

sham trek
Der Shamtrek ist einer der Treks, der auch von weniger fitten Personen gemacht werden kann. Voraussetzung: man muss trotz allem imstande sein 3-4 Stunden zu gehen. Der Trek heisst aufgrund seiner „geringen“ Höhe – kein Pass ist über 4.000m – Babytrek und tatsächlich sind ihn auch schon sehr viele Kinder gegangen, die den Trek auch deswegen sehr genossen, weil man von Dorf zu Dorf wandert und in den Dörfern bei den Bauernfamilien viel erleben kann. Der Trek wird nur noch selten als Trek mit Zelt und Trekkingteam gegangen, da es inzwischen recht gute Homestays gibt, die auch nicht sehr viel kosten. Ein Guide ist nicht unbedingt notwendig, man trifft unterwegs immer wieder Menschen, die man nach dem Weg fragen kann, sollte man mal nicht sicher sein. Ein Guide bringt hier vor allem etwas als Mittler zu den Einheimischen oder wenn man gerne jemanden um sich hat, den man viel über Land und Leute fragen kann – und wenn vorhat auch unübliche Abstecher zu machen.

Übrigens führt von Likir bis Hemis Shukpachan eine Straße. Trotzdem ist das Gehen auf der Straße nicht notwendig, da es abseits der Straße den Wanderpfad gibt. Außerdem fahren nur wenige Autos entlang der Straße.

Das Anheuern von Reit-/Packtieren ist – aufgrund der Straße – schon etwas schwieriger geworden. Trotzdem empfiehlt es sich insbesondere, wenn man mit Kindern unterwegs ist, ein Pony oder einen Esel mitzuführen.

Route: Likir – Yangthang – Hemis Shukpachan – Tingmosgang – Khaltse (die letzte Etappe nach Khaltse wird gerne ausgelassen) / 4 Tage

Gehzeiten: max. 5 Stunden pro Etappe (die kürzeste ist Yangthang bis Hemis Shukpachan mit nur ca. 2-3 Stunden)

Frequenz: stark frequentiert

Landschaft: schöne Dörfer, nicht allzu steile Pässe

Zeit: ganzjährig möglich

Geeignet für: Anfänger, Kinder, Personen mit weniger Kondition, als Akklimatisierungstour


 

#2 Markha Trek: Der Klassiker

markha trek

Der Markha-Trek im Hemis Nationalpark zählt zu den bekanntesten Trekkingrouten Ladakhs. Zum einen ist er durch seine Nähe zu Leh günstiger in der Durchführung, zum anderen ist er aufgrund seiner vielfältigen Landschaft sehr attraktiv. Auch er ist inzwischen als Homestay-Trek durchführbar – allerdings sind nicht alle Homestays so toll und er ist daher auch eher für Leute geeignet, die keinen allzu großen Wert auf Hygiene legen und auch ok mit simplem Essen sind.

Eigentlich ist eine Straße von Chilling nach Markha geplant, doch aufgrund einer Naturkatastrophe ist die bereits errichtete Brücke über den Zanskar zerstört worden, und der Straßenbau somit wohl für eine lange Zeit wieder in Ferne gerückt.

Die klassische Route beginnt in Spituk, doch aufgrund der Straße beginnt man sie nun üblicherweise in Spituk. Der Trek endete früher in Martsellang oder Hemis, inzwischen – wieder aufgrund der Straße – wird das Ende eher in Shang Sumdo empfohlen. In dieser Version führt der Trek über zwei Pässe – Ganda La (fast 5.000m) – und Kongmaru La (über 5.000m) – die Anstiege auf diese Pässe erfordern natürlich eine entsprechende Kondition. Für völlige Anfänger ist die Tour somit eher nicht geeignet. Eine mittlere Kondition wäre von Vorteil. Die Tour wurde von uns auch schon für (wanderfreudige) Kinder (mit Reitpferd) durchgeführt.

Route: Zhingchen – Yurutse oder Basecamp Ganda La – Skiu – Markha – Thachungtse – Nimaling – Shang Sumdo / 6-7 Tage

(Hier gibt es Abweichungen – man kann die Sache auch langsamer/schneller angehen – auch ist der Einstieg ab Chilling möglich, bzw. der Start in Stok. Alternativ kann der Trek nach Chuskyurmo auch via Matho La bis nach Stok fortgeführt werden.)

Gehzeiten: max. 8 Stunden pro Etappe / mittlere Gehzeit pro Tagesetappe: 5-6 Stunden

Frequenz: stärker frequentiert (in der Hochsaison)

Landschaft: schöne Dörfer, abwechslungsreiche Berglandschaft, Hochplateau Nimaling, Hirten & Almen, viele Bachdurchquerungen im Markha-Tal

Zeit: Mai-Oktober/November (je nach Schneelage evtl. auch schon im April durchführbar)

Geeignet für: Personen mit mittlerer Kondition, als Akklimatisierungstour bspw. für die Besteigung von Bergen in der Nimaling-Region bzw. des Stok Kangri am Ende


 

#3 Nubra Trek: Von Hundar nach Phyang über den Lasermo La

Der Trek von Hundar nach Phyang ist der beliebteste der Trekkingtouren in Nubra, allerdings weniger frequentiert als der Markha-Trek. Die Tour führt über den Lasermo La, der – nicht so wie auf der Karte angeführt – 5.400m hoch ist. In einschlägiger Literatur oder auch von einigen Agenturen wird der Trek ab Phyang empfohlen, wovon wir eher abraten, da sie akklimatisierungstechnisch ab Hundar viel eher Sinn macht, weil hier eher ein langsames Vorantasten auf Passhöhe passiert. Ab Phyang muss man den Pass zu schnell queren und läuft somit Gefahr die Tour höhenbedingt abbrechen zu müssen.

Route: Hundar – Wachan – Tingsta – Sniu Sumdo Pullu – Tanglasgo – Basislager – Phyang Phu – Phyang / 6-7 Tage

Gehzeiten: max. 7 Stunden pro Etappe / mittlere Gehzeit pro Tagesetappe: ca. 5 Stunden

Frequenz: durchschnittlich frequentiert

Landschaft: Hirtenansiedlungen, teilweise geröllig, Almenlandschaften, Pass ganzjährig mit Schnee, schroffe Berge

Zeit: frühestens Mitte Juli, oft erst im August, da der Pass viel Schnee hat und je nach Schneelage erst spät gequert werden kann, bis Anfang Oktober

Geeignet für: Personen mit mittlerer-guter Kondition (Achtung: die Schlafhöhe im Basislager auf knapp 5.000m wird von manchen als anstrengend empfunden)


nubratrek


 

#4 Lamayuru nach Chilling

lamayuru-chilling

Dieser kurze Trek zählt auch zu den beliebteren, ist sehr abwechslungsreich – Täler, Pässe und Dörfer mit kleinen Klöstern am Weg – und kann auch gut mit dem Markha-Valley und weiteren Routen verbunden werden.

Klassisch startet er in Lamayuru und der erste Abschnitt über den Prinkiti La (3.725m) ist ein guter Einstieg für die nächsten Trekkingtage. Doch dann ist die Etappe bis Hinju entlang der Straße leider unumgänglich – es sei denn man beginnt überhaupt erst in Hinju.

Chilling, am Ende der Tour, ist auch als Dorf sehr spannend, da dort die besten Metallhandwerker Ladakhs leben und man von dort am Zanskar-Fluss bis zum Zusammenfluss mit dem Indus raften kann.

Route: Lamayuru – Wanla – Hinju/Basislager Konzki La – Sumdo Phu – Lanak – Chilling / 5 Tage

Gehzeiten: max. 7 Stunden pro Etappe / mittlere Gehzeit pro Tagesetappe: ca. 5-6 Stunden

Frequenz: durchschnittlich-stärker frequentiert

Landschaft: Dörfer, Hirtenansiedlungen, Almenlandschaften, 1 kleiner Pass, 2 Pässe knapp unter 5.000er Marke

Zeit: Mai/Juni-Oktober/November (witterungsabhängig)

Geeignet für: Personen mit mittlerer Kondition


 

#5 Tsokar zum Tsomoriri

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Diese Tour hebt sich von den anderen bisher besprochenen Trekkingtouren nicht nur landschaftlich, sondern auch aufgrund der Höhe ab. Sie befindet sich im Changthang, der Fortsetzung des tibetischen Plateaus, auf ladakhischem Boden und ist die Heimat tibetisch-ladakhischer Nomaden.

Wer hier trekken will, darf zwar in einer unglaublich schönen Landschaft mit sanft anmutenden Bergen (die aber dennoch die 6.000er-Marke überschreiten) wandern, muss aber auch die große Höhe in Kauf nehmen. Eine gute Akklimatisierung im Vorfeld schon notwendig. Schon alleine, weil man da auf mindestens 4.500m Höhe unterwegs ist, muss man auch fit sein, denn Wandern in so großer Höhe ist körperlich fordernder. Auch bleibt einem eine Schlafhöhe auf über 5.000m nicht erspart, da es über eine lange Etappe einfach nicht mehr niedriger geht. Trotzdem ist der Trek in vielerlei Hinsicht sehr bereichernd.

Die Region bietet sich im Übrigen perfekt für Bergbesteigungen an – insbesondere in der Region Gyama.

Der Trek endet am Tsomoriri-See, der zwischen schneebedeckten Gipfeln eingebettet ist und in einem tiefen Blau vor einem liegt.

Dieser Trek kann nur mit Zeltübernachtungen gegangen werden. Auch muss man mit niedrigeren Nachttemperaturen auch im Sommer rechnen. Er kann sehr gut mit anderen Treks verbunden werden.

Route: Tsokar – Nuruchan – Rachung Karu – Gyama Barma – Gyama – Korzok / 5-6 Tage

Gehzeiten: max. 7 Stunden pro Etappe / mittlere Gehzeit pro Tagesetappe: ca. 5 Stunden

Frequenz: weniger-durchschnittlich frequentiert

Landschaft: Seen, Hochplateau, Nomaden mit Yak-, Schaf-, Ziegenherden, „sanfte“ Berge

Zeit: Juni-Oktober (witterungsabhängig)

Geeignet für: Personen mit guter Kondition, Akklimatisierungstrek für Expeditionen


 

#6 Rumtse zum Tsokar

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Wird sehr gerne dem Trek vom Tsokar zum Tsomoriri vorangestellt. Er beginnt im schönen Dorf Rumtse unterhalb des Taglang-Passes, führt allerdings relativ schnell auf eine durchschnittliche Gehhöhe von mehr als 4.500m. Dh auch hier ist eine gute Akklimatisierung im Vorfeld notwendig. Man begegnet auch hier unterwegs Nomaden mit ihren Schaf-, Ziegen und Yakherden, und wandert auf dem tibetischen Hochplateau.

Route: Rumtse – Kyamar – Tisaling – Tsokar / 3 Tage

Gehzeiten: max. 7 Stunden pro Etappe / mittlere Gehzeit pro Tagesetappe: ca. 5-6 Stunden

Frequenz: weniger-durchschnittlich frequentiert

Landschaft: Seen, Hochplateau, Nomaden mit Yak-, Schaf-, Ziegenherden, „sanfte“ Berge

Zeit: Juni-Oktober (witterungsabhängig)

Geeignet für: Personen mit guter Kondition, gut zu verbinden mit Trek #5


 

#7 Tsomoriri nach Pang

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Wenig begangener, sehr reizvoller Trek, der am Tsomoriri beginnt und seinem Westufer folgt. Graduelle Steigung, allerdings beginnt auch hier die Tour auf über 4.500m und unterschreitet diese Marke nie. Es bietet sich hier ebenfalls die Möglichkeit zur Besteigung von Bergen in der Mentok Kette.

Nomandenansiedlungen und Begegnungen mit der Tierwelt des Changthang machen die Tour zu einem schönen Erlebnis.

Klassische Route: Korzok – Kiangdam – Latho Gongma –  Zozogong – Taktsago – Numa / 6 Tage

Gehzeiten: max. 7 Stunden pro Etappe / mittlere Gehzeit pro Tagesetappe: ca. 5-6 Stunden

Frequenz: weniger frequentiert

Landschaft: Seen, Hochplateau, Nomaden mit Yak-, Schaf-, Ziegenherden, „sanfte“ Berge

Zeit: Juni-Oktober (witterungsabhängig)

Geeignet für: Personen mit guter Kondition, gut zu verbinden mit Trek #5


 

#8 Little Zanskar-Trek

Dieser Trek ist inzwischen aufgrund des Straßenbaus extrem verkürzt. Hat er noch vor Jahren in Lamayuru begonnen, kann er inzwischen bis Kiupa La mit dem Auto absolviert werden. Trotzdem machen wir ihn meist ab Photoksar, mit Teiletappen im Auto/Teiletappen zu Fuß. Ab Kiupa La geht es ohnedies nicht anders weiter und man trekkt durch schöne Dörfer mit vielen Aufs und Abs, was das Fordernde dieses Treks ist.

Leider lange An- und Rückfahrten, was den Trek auch etwas teurer macht.

Route: Photoksar (mit Auto und zu Fuß abwechselnd bis nach) Kiupa La – Skiumpatta – Lingshed – Basis Hanumal La – Snertse – Hanamur – Pidmo – Pishu / 7 Tage

Gehzeiten: max. 7-8 Stunden pro Etappe / mittlere Gehzeit pro Tagesetappe: ca. 5-6 Stunden

Frequenz: durchschnittlich frequentiert

Landschaft: Täler, viele Pässe und dadurch viele Aufs und Abs, schöne Dörfer und Weiler, schroffe Bergwelt

Zeit: Juni-Oktober (witterungsabhängig)

Geeignet für: Personen mit guter Kondition


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#9 Lingshed-Dibling-Kanji Trek

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Ein Trek für Taffe und Bergfexe. Diese Tour ist besonders wegen der hohen Pässe und der teils schweren Wasserquerungen nur von Personen mit besserer Kondition zu bewältigen. Darüber hinaus kommt erschwerend hinzu, dass große Teile etwas abgelegener sind und man dadurch auch ein wenig mehr risikobereit sein muß.

Belohnt wird man dafür mit abgeschiedenen Dörfern, wie Dibling, das wirklich zu den Dörfern gehört, in denen die Uhr scheinbar stillgestanden ist. Einsame Routen, auf denen man oft niemandem (außer vielleicht dem zanskarischen Braunbär) begegnet.

Route: Kiupa La – Skiumpatta – Lingshed – Basis des Barmi La – Lingshed Sumdo – Dibling – Basislager des Pikdong La – Basis des Kanji La – Kanji (alternative Route via Skyerse La und Marpo La) / 8 Tage

Gehzeiten: max. 7-8 Stunden pro Etappe / mittlere Gehzeit pro Tagesetappe: ca. 5-6 Stunden

Frequenz: wenig frequentiert

Landschaft: Täler, hohe Pässe, abgelegene Ortschaften, schroffe Bergwelt, einsame Gegenden

Zeit: (Juli ist möglich, aber wegen des Wassers sehr gefährlich) August-Oktober (witterungsabhängig)

Geeignet für: Personen mit sehr guter Kondition


 

#10 Zangla-Shade-Sangtha-Trek: Zanskar & Changthang

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Der taffste in unserer Auswahl – hier kommt viel zusammen: extreme Abgelegenheit, zwischen Shade und Sangtha trifft man nur noch auf Hirten (und etwaige andere abenteuerlustige Trekker), viele Wasserdurchquerungen, viele Pässe. Eine tolle Kombination aus Zanskar und der Hochebene des Changthangs, aber gewiss nichts mehr für Leute, die viel Wert auf Sicherheit legen. Hier gehört schon eine gewisse Portion Abenteuerlust mit dazu.

Route: Zangla – Zangla Sumdo – Konglumtse – Shade Doksa – Shade – Basislager des Nyalokuntse La – Hormoche – Satak – Tsokmetsik – Taktsago – Zhabuk – Sangtha  / 12 Tage

Gehzeiten: max. 8-9 Stunden pro Etappe / mittlere Gehzeit pro Tagesetappe: ca. 6 Stunden

Frequenz: wenig frequentiert

Landschaft: Täler, hohe Pässe, sehr abgelegene Ortschaften, unbewohnte Regionen über weite Strecke, Verbindung mit dem tibetischen Hochplateau

Zeit: aufgrund des hohen Wasserstands im Sommer frühestens erst ab Mitte August möglich

Geeignet für: Personen mit sehr guter Kondition



Daneben gibt es natürlich viele andere Trekkingtouren, die hier den Rahmen aber vollkommen sprengen würden.

Lust auf Trekking?
Wenn du auf eine dieser Touren Lust bekommen hast, melde dich. Wir führen alle diese Touren (und ganz viele andere) durch!

Anmerkungen
1. Die Gehzeiten beziehen sich auf die von durchschnittlichen, wenig akklimatisierten Touristen. Einheimische gehen die Etappen natürlich wesentlich flotter. Auch sehr gut trainierte und sportliche Personen werden die Zeiten unterbieten können. Es sind immer nur ca.-Angaben.
2. Alle Trekkingtouren in Ladakh und Zanskar sind Treks in Höhen über 3.000m. Dh man muss sich auch entsprechend auf die Höhe vorbereiten. Lies dazu unsere Tips zur Höhenanpassung und auch unseren Blog-Beitrag zum Thema.
3. Das Kartenmaterial stammt aus der Karte „Trekking in Ladakh“ von Sonam Tsetan und Henk Thoma.