Lange hat es gedauert, aber jetzt ist er da: Der 2. Teil zum Beitrag über das tibetisch-buddhistische Lebensrad. Im ersten Teil haben wir uns den 6 Lebenswelten und dem inneren Kreis gewidmet. Weil es den Rahmen gesprengt hätte, haben wir den Außenring des Lebensrades ausgespart. In ihm sind die verschiedenen Daseinsfaktoren dargestellt, die das Leben jedes Menschen bestimmen. Ihre 12 Glieder, auch „nidana“ genannt, stellen die 12 gegenseitigen Abhängigkeiten dar, die für die wiederkehrende Geburt im Samsara (Kreislauf der Wiedergeburten) verantwortlich sind. Die einzelnen Glieder gelten nicht als alleinige Ursache, sie stehen miteinander in Verbindung und stellen eine Kette an gegenseitigen Abhängigkeiten dar, aus der das nächste Glied jeweils entsteht.

 

Die 12 gegenseitigen Abhängigkeiten
oder
der äußere Kreis des buddhistischen Lebensrades

 

Die Beschreibung der zwölf Stationen beginnt meist unten in der Mitte und geht im Uhrzeigersinn weiter. Es gibt jedoch auch Lebensräder, wo es oben beginnt – die Reihenfolge bleibt jedoch die Gleiche.

1. Eine blinde Greisin mit Stock (manchmal auch mit Topf), die aus der Sicherheit des Hauses dem Abgrund zutappt. Sie symbolisiert die Unwissenheit, die daran schuld ist, dass die meisten Menschen dem Wiedergeburtenkreislauf verhaftet bleiben. Die Blindheit steht für die Unwissenheit – wenn du blind bist, siehst du die wahren Farben und Formen um dich nicht und du schaffst dir in deiner Blindheit eigene Farben und Formen, die aber nicht der Realität entsprechen. Dadurch schaffst du Karma, das dich im Lebenskreislauf hält. Es gibt auch Lebensräder mit einem Greis anstatt einer Greisin.


2. Der Töpfer produziert kleine und große Töpfe – sie stehen für vergangene Taten, für die großen und kleinen. Sie sind wie Samen, die das Potenzial haben zu Früchten zu werden. Diese vergangenen Taten sind die Bedingung dafür, dass jemand wieder geboren wird.


3. Der Affe, der von einem Ast zum anderen schwingt steht für den Geisteszustand, der immer aktiv ist und nie zur Ruhe kommt, sich meistens mit der Vergangenheit und der Zukunft beschäftigt, aber selten nur mit der Gegenwart.


4. Ein Fährmann oder auch zwei (oder mehr) Männer in einem Boot steht für das Geburtsbewusstsein, das mit der Entstehung von Geist und Körper – den geistigen und physischen Komponenten der Person – beginnt. Das Boot steht für den Körper und der Mann oder die Menschen darauf für den Geist/die Gedanken.


  5. Die Sechs Sinne des Menschen (Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Tasten und Denken) sind vergleichbar mit einem Haus mit sechs Fenstern.


6. Durch seine sechs Sinne kommt der Mensch in Berührung mit den wahrgenommenen Objekten. Das wird im Lebensrad durch das sich berührende Liebespaar symbolisiert.



7. Aus der Berührung erwächst Empfindung, die nicht immer so schmerzhaft sein muss, wie im nächsten Bild – der Pfeil im Auge – meist sind diese Empfindungen Verlockungen.



8. Aus diesen Empfindungen entsteht die Gier/Durst, die im nächsten Bild durch einen Trinker, der Alkohol zu sich nimmt, symbolisiert wird. Die Gier veranlasst die Wesen, nach dem Tode wiederum eine neue Existenzform zu ergreifen.



9. Dieses Ergreifen der neuen Daseinsform symbolisiert der Mensch oder auch Affe, der einen Ast gepackt hat, um Früchte zu pflücken.



10. Das Werden dieser neuen Wiedergeburtswesen wird durch eine schwangere Frau versinnbildlicht.



11. Die Geburt in eine neue Daseinsform ist die nächste Station und wird durch eine Gebärende veranschaulicht.



12. Alter und Tod schließen das Werdensrad. Eingeschnürt in ein Tuch, wird die Leiche von einem Träger auf dem Rücken zur Leichenstätte getragen.


 

Wenn du Lust auf mehr (tibetischen) Buddhismus hast, kannst du dich auch mit uns auch auf eine hautnahe Begegnung begeben. Entweder in einer unserer Gruppenreisen, Individualreisen oder ganz intensiv in einer speziell für dich zurechtgeschnittenen Tour. Wir planen auch gerne Pilgerreisen für dich und deine Familie/Freunde usw.

 




Tibetischer Buddhismus einfach erklärt – eigentlich kaum möglich, denn der tibetische Buddhismus ist in vielerlei Hinsicht sehr komplex. Trotzdem wagen wir den Versuch einer einfachen Erklärung. So wie es in den anderen Hauptreligionen unterschiedliche Schulen/Richtungen gibt, gibt es diese auch im Buddhismus – wir kennen den Zen-Buddhismus, der sich vom Buddhismus wie er in Thailand oder Sri Lanka praktiziert wird unterscheidet, und der tibetische Buddhismus ist uns gerade im Westen durch prominente Anhänger wie Richard Gere und natürlich der wichtigsten Leitfigur im tibetischen Buddhismus, SH dem 14. Dalai Lama, bekannt.

Der tibetische Buddhismus: Geschichte, Hintergründe, Schulen

Die Anfänge

Padmasambhava

Padmasambhava

Die Geschichte des tibetischen Buddhismus geht zurück ins 7. Jhdt. in die Zeit des tibetischen Königs Songtsen Gampo, der Tibet vereint und zwei buddhistische Frauen geheiratet hatte – Prinzessin Bhrikuti aus Nepal und die Prinzessin Wen Cheng aus China. Unter ihm begann der Buddhismus in Tibet Fuß zu fassen, auch wenn es zu dieser Zeit nur wenige Buddhisten gab und ihre Tempel schlichten Kapellen ähnelten. Zu dieser Zeit waren die meisten Tibeter Anhänger einer animitisch-schamanistischen Religion bzw. der Bon-Tradition.

Nach Songtsen Gampo hat der König Trisong Detsen den buddhistischen Mönch Shantarakshita und den Yogi Padmasambhava eingeladen, um den Buddhismus zu stärken. Doch es war schwer die Menschen in Tibet davon zu überzeugen der Bon-Religion den Rücken zuzukehren. Auch konnte er aufgrund von spirituellen Hindernissen keine Klöster bauen. Hier kam Padmasambhava ins Spiel, der diese Hindernisse ausgeräumt hat, indem er lokale Dämonen zerstört bzw. sie zum Buddhismus bekehrt hat (so die Legende). Damit legte er auch den Grundstein für die tantrische Tradition im tibetischen Buddhismus: Auch Faktoren unseres Lebens, die scheinbar negativ sind, können uns auf unserer spirituellen Reise vorwärts bringen – sie müssen nicht unterjocht oder zerstört, sondern können in unseren Weg integriert werden.

Praktiken und Glaubensansätze

Obwohl der Buddhismus gemeinhin als Religion bezeichnet wird, wird Buddha weder als Gott noch als übernatürliches Wesen angesehen. Er ist vielmehr eine Person, die es geschafft hat die Wahrheit zu erkennen und damit die Erleuchtung zu erlangen. Unter Erleuchtung versteht man auch kein transzendentes Konzept außerhalb unserer Welt, sondern die Erkenntnis, dass unterhalb unserer Unwissenheit Glückseligkeit zu finden ist.

Die 4 Hauptschulen des tibetischen Buddhismus (mehr dazu weiter unten) betonen die Bedeutung der drei Drehungen des Rades der Lehre. Das Dharma (=die Lehre) bezieht sich auf die Lehre des Buddha, die er nach seiner Erleuchtung weitergegeben hat, während die drei Drehungen sich auf die Phasen der buddhistischen Traditionen im Lauf der Geschichte beziehen. Die erste Drehung bezeichnet man meist als „Hinayana“ oder „kleines Fahrzeug“: In dieser Tradition legt man das Hauptaugenmerk auf die Zähmung des eingenen Geistes. Gerne wird diese Schule auch Theravada genannt und wird vor allem in Burma und Thailand praktiziert. Später hat sich die „Mahayana“-Tradition bzw. das „große Fahrzeug“ entwickelt, die sich mehr auf die Praxis des Mitgefühls, um allen Wesen Nutzen zu bringen, konzentriert. Zen und der tibetische Buddhismus stehen in dieser Tradition.

Das besondere aber am tibetischen Buddhismus ist die dritte Drehung des Rads der Lehre: das “Vajrayana” oder „unzerstörbare Fahrzeug“. Die Lehren des Vajrayana werden nur von einem speziellen Lehrer gelehrt, denn diese Praktiken sind geheim und werden nur jenen Menschen weitergegeben, die entsprechend darauf vorbereitet wurden. Die Vajrayana-Praktiken sind tantrische Lehren und beginnen mit sogenannten „ngondro“-Praktiken, die Niederwerfungen, Mantra-Rezitationen, Mandala-Formationen und Visualisierungen umfassen. Danach folgt „Sadhana“, eine längere Praxis, die noch tiefer in die tantrische Lehre geht. Der tantrische Pfad wird oft als zweckmäßig bezeichnet, weil man in seinen Meditationen auf den herausfordernden Aspekten des Lebens meditiert und sie damit zu einem wichtigen Bestandteil seines spirituellen Wegs zur Erleuchtung macht.

Die 4 Schulen des tibetischen Buddhismus

Nyingma
Natürlich führen alle tibetischen Schulen ihre Wurzeln auf Buddha selbst zurück, trotzdem aber haben alle ihre spezielle Geschichte. Die Schule der Nyingma ist die erste Schule des tibetischen Buddhismus, die von Anhängern von Padmasambhava gegründet wurde. „Nyingma“ kann mit „alt“ übersetzt werden.
Die Nyingma-Schule ist eine Yogi-ähnliche Tradition, die aus losen Strukturen von Lehrern und Anhängern besteht – ganz im Gegensatz zu den monastischen Systemen, die erst später aufgekommen sind. Eine Besonderheit der Nyingma sind die „verborgenen Schätze“ oder „Terma“. Padmasambhava und seine engsten Schüler und Schülerinnen versteckten hunderte von Texten, Ritualgegenständen und Reliquien an geheimen Orten, um die Lehren des Buddhismus vor der Zerstörung durch dem Buddhismus feindlich Gesinnte zu bewahren.

Kagyu
Die Kagyu Schule führt ihren Ursprung zurück auf den indischen Yogi Tilopa (988-1069). Wie viele andere bedeutende Figuren der Kagyu hatte er ein schwieriges Leben, tagsüber stampfte er Sesam zu Öl und abends führte er Freier zur Prositutierten Dharima, die als wichtige Wegbereiterin in seinem Leben gilt. Er war ein glühender Praktizierender, der den Weg zur Erleuchtung fand. Tilopa entwickelte ein Meditationssystem, das als „Mahamudra“ oder „großes Siegel“ bekannt wurde und an seinen Schüler Naropa weitergegeben hat. Marpa, ein schwerer Trinker aus Tibet, kam, um mit Naropa zu studieren und hat die Lehren mit nach Tibet gebracht. Marpa wurde als Großer Übersetzer bekannt, weil er diese Lehren ins Tibetische übersetzt hat. Milarepa, einer der größten Weisen Tibets, war Marpas Schüler.

Sakya
Oft wird der indische Lehrer Virupa als Gründer der Sakya-Schule angeführt, dessen Lehren an den Tibeter Drokmi Lotsawa Shakya Yeshe (992-1072) weitergegeben wurde, als dieser nach Indien reiste. Drokmi Lotsawa gab seine Aufgaben an Khon Konchok Gyalpo weiter, der ein Kloster aus grauer Erde baute. Daher auch der Name der Schule „Sakya“ = „graue Erde“.

Tsongkhapa

Tsongkhapa

Gelug
Die heute bedeutendste Schule ist die neueste Tradition: Die Gelugpas, dessen bedeutendste Persönlichkeit SH der Dalai Lama. Als Gründer der Schule gilt Tsongkhapa, der im 14. Jhdt. das Kloster Ganden in Tibet gegründet hat. Einer der Schüler von Tsongkhapa wurde später der 1. Dalai Lama. Die Gelug-Schule wird auch als „Schule der Tugendhaften“ bezeichnet, weil sie sehr strenge Regeln haben und die Mönchsdisziplin und das Zölibat hervorheben. Tsongkhapa fasste die Mahayana-Lehren der Philosophen Nagarjuna, Asanga und Dignaga in seinem Werk Lam-rin chen-mo („Große Darlegung des Stufenwegs“) zusammen. Der „Lamrim-Stufenweg zur Erleuchtung“ ist bis auf den heutigen Tag die Grundlage des von den Gelugpa gelehrten Erleuchtungsweges.

 

Verbreitung

Der tibetische Buddhismus wird heute in Indien in Ladakh, Sikkim, Himachal Pradesh, Arunachal Pradesh und in Regionen der Exilgemeinschaften in Indien (bspw. Karnataka, Bihar, Orissa, Asssam), Bhutan, Nepal und Tibet praktiziert. Bis auf Nepal und Tibet führen wir überallhin auch Reisen durch, gerne auch mit Fokus auf tibetischen Buddhismus.




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Jeder kennt SH Dalai Lama. Sogar in den abgelegensten Ecken dieser Erde unter den ältesten und am wenigsten buddhistischen Menschen spricht man von dem alten Tibeter in seiner rot-gelben Robe. Sein Lächeln verzaubert, sein Lachen steckt an. Man mag meinen er sei ein Kind im Körper eines Alten, so viel kindlichen Charme hat er sich bewahrt und doch spricht er von so profunder und tiefer Weisheit, dass er damit gar hochrangige Wissenschafter und die größten Denker unser Zeit zum Grübeln anregt.

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SH Dalai während der Teachings in Ladakh im Sommer 2016. Foto: Wolfgang Angermeier

 

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Wer ist der Dalai Lama?

Dalai Lama ist der höchste Tulku-Titel der Gelugpa-Schule des tibetischen Buddhismus. Tulkus sind reinkarnierte buddhistische Persönlichkeiten. Die Gelugpa-Schule wird vereinfacht im Westen gerne als Gelbmützenorden bezeichnet, tatsächlich aber ist es der jüngste und reformierte Zweig des tibetischen Buddhismus, der im frühen 15. Jahrhundert vom großen Gelehrten Tsongkhapa gegründet wurde. Weil SH (= Seine Heiligkeit) Dalai Lama auch als Emanation des Boddhisattva Avalokiteshvara gilt, ist er jedoch für alle tibetischen Buddhisten und darüber hinaus auch für nicht tibetische Buddhisten von überragender Bedeutung. Siehe dazu auch unseren Blogbeitrag: Die 10 wichtigsten Buddhas und Gottheiten

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Der junge 14. Dalai Lama

Der Titel Dalai Lama ist nicht tibetisch, sondern stammt von den Mongolen und bedeutet soviel wie „Lehrer mit dem Wissen, so groß wie ein Ozean“. Die Tibeter, Ladakhi und andere tibetisch sprechende Gruppen verwenden diesen Titel eher selten. Vielmehr adressieren sie ihn als Yidshin Norbu, Kundun (von den Tibetern) oder Gyalwa Rinpoche (von den Ladakh).

Der jetzige Dalai Lama ist die 14. Reinkarnation und wurde am 6. Juli 1935 in Amdo, Tibet als Lhamo Döndrub geboren. Er ist der zweite Sohn einer einfachen Bauernfamilie. Insgesamt hatte seine Mutter 16 Kinder zur Welt gebracht, aber nur sieben haben die Kindheit überlegt. Tenzin Gyatso, so sein Mönchsname, hat vier Brüder und zwei Schwestern.

Im Alter von zwei Jahren wurde er von vier Mönchen anhand einer Vision, von Orakelweissagungen und anderen Vorzeichen als Wiedergeburt des 1933 verstorbenen 13. Dalai Lama gefunden. Mit vier Jahren kam er nach Lhasa und wurde als Dalai Lama inthronisiert. Sein neuer Name lautete nun: Jetsun Jampel Ngawang Lobsang Yeshi Tenzin Gyatso. 1950 wurde ihm die weltliche Herrschaft über Tibet übertragen. Doch durfte er nicht mehr lange in Lhasa bleiben. Angesichts der Bedrohung Tibets durch Mao Tse Tungs VR China musste er 1959 mitsamt seinem Regierungsstab Tibet verlassen und flüchtete nach Indien. Bis heute residiert er in Dharamsala in Himachal Pradesh. Seine politischen Ämter hat er bereits vor einigen Jahren niedergelegt und sagt von sich selbst, dass er nur noch ein einfacher Mönch ist.

 

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Friedensnobelpreisträger und großer Vermittler der Kulturen und Religionen

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SH der 14. Dalai Lama ist besonders als Vermittler der Kulturen und Religionen bekannt, der sich intensiv für einen friedfertigen, konstruktiven und mitfühlenden Dialog der Menschen einsetzt. Er trifft hohe PolitikerInnen (immer wieder auch gegen den Widerstand der Chinesen), religiöse Würdenträger aller Konfessionen und auch Wissenschafter. Seiner Meinung nach sind die Wissenschaft und die buddhistische Lehre absolut miteinander vereinbar.

1989 hat er den Friedensnobelpreis für seine Tätigkeit als Botschafters des Friedens und seinen gewaltlosen Weg in Bezug auf den Kampf um die Freiheit Tibets erhalten.

Bis heute ist der nunmehr über 80Jährige überall auf dieser Welt unterwegs, um interessierte Menschen in Lehren des tibetischen Buddhismus zu unterweisen. Fast jeden Sommer kommt er hierzu auch nach Ladakh, das ihm besonders am Herzen liegt, weil es ihn so sehr an seine Heimat Tibet erinnert, das er seit seiner Flucht nicht mehr hat betreten dürfen.

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Die 10 schönsten Weisheiten des Dalai Lama

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Die folgende Auswahl ist natürlich subjektiv. Es sind die 10, die uns im Team von Gesar Travel, einfach am besten gefallen.

1 Gib denen, die du liebst Flügel, um zu fliegen, Wurzeln, um zurückzukehren und Gründe, um zu bleiben.

 

2 Wir werden da draußen nie Frieden finden, wenn wir nicht mit und in uns Frieden machen.

 

3 Es ist nicht das Ziel besser als andere zu sein, sondern besser als dein früheres Selbst.

 

4 Ein wahrer Held ist der, der seinen Zorn und Hass besiegt.

 

5 Wenn wir uns in Toleranz üben ist unser Feind der beste Lehrer.

 

6 Wenn du glaubst zu klein zu sein, um etwas zu bewegen, versuch in einem Zimmer mit einer Mücke zu schlafen.

 

7 Liebe ist das Fehlen von Urteilen.

 

8 Wenn du sprichst, wiederholst du nur etwas, das du schon weißt. Wenn du aber zuhörst, lernst du unter Umständen etwas Neues.

 

9 Wenn du glaubst, dass alles jemand anderes Schuld ist, wirst du viel leiden. Wenn du aber erkennst, dass alles seinen Ursprung bei dir hat, wirst du sowohl Frieden als auch Glück finden.

 

10 Jeder Mensch geht einen anderen Weg, um Glück und Erfüllung zu finden. Nur weil sich jemand nicht auf deinem Weg befindet, heißt das nicht, dass er sich verirrt hat.

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Bücher von SH Dalai Lama

Einige Bücher vom/über den Dalai Lama, die wir euch empfehlen können.

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Die Regeln des Glücks: Ein Handbuch zum Leben (HERDER spektrum)
Etwas schwerer zu lesen, also eher nicht für Einstieger, aber für jene, die schon etwas buddhistisches Vorwissen haben, eine wunderschöne Lektüre.

Das Buch der Freude. Vom Dalai Lama, Desmond Tutu und Douglas Abrams.
In diesem Buch werden die Lebenserfahrungen und Weisheiten der beiden Religionsfiguren Dalai Lama und Desmond Tutu vermittelt. Beiden gemeinsam ist die Freude, die sie ausstrahlen.

Der Appell des Dalai Lama an die Welt: Ethik ist wichtiger als Religion. Von Franz Alt.
Eine wundervolle Vision über eine Weltsicht, die die Menschen näher zueinander bringt. Klare, eindringliche Botschaft an die Menschheit, unabhängig von ihrer Konfession.

 

 

 

Und jetzt versuch bei diesem Video nicht mal zu schmunzeln … wird schwer werden!

 

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Jedes buddhistische Dorf in Ladakh hat ein Kloster oder einen Tempel. So viele, dass man als Laie gar nicht weiß, wo man anfangen und aufhören soll. Welche Klöster du aber in keinem Fall missen solltest, wenn du in Ladakh bist, verraten wir dir in diesem Beitrag.

 

Die Klöster Ladakhs

Es gibt viele eindrucksvolle Klöster – die meisten von ihnen überragen alles andere im Dorf und bieten auch wunderschöne Ausblicke. Sie sind meist architektonische Meisterwerke und auch innen wie aussen eindrucksvoll mit Wandmalereien und Schnitzereien versehen. Es ist schwer zu sagen, dieses oder jenes ist es mehr wert gesehen zu werden. Alle haben ihre ganz speziellen Vorzüge und jedes hat eine Schar von AnhängerInnen. Damit kann diese Liste auch nie objektiv sein.

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Thikse

Thikse (c) Roland Amon

Thikse. Foto: Roland Amon

Das Kloster aus dem 15. Jahrhundert gehört zur Gelugpa-Schule und liegt nur 18km von Leh entfernt. Es gehört zu den meistbesuchten Klöstern Ladakhs und zu den meistfotografiertesten religiösen Stätten des Landes.

Wir haben es aufgrund seiner besonders eindrucksvollen Lage und der architektonischen Ähnlichkeit zum Potola  gewählt.

Jeden Morgen findet eine öffentliche Puja statt, die allerdings sehr stark besucht ist.

Das Klosterfest fällt meist in den November und wird von AusländerInnen wenig besucht. (Link: Die Klosterfeste 2016 und 2017)


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Hemis

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Das Kloster Hemis während des Hemis-Festivals.

Hemis liegt ca. 40km südwestlich von Leh in einem Seitental des Indus. Die wenig exponierte Lage ist auch der Grund warum das Drukpa-Kloster von Plünderungen in den letzten Jahrhunderten meist verschont geblieben ist.

Die reichen Kunstschätze des Klosters, die in eigenen Räumlichkeiten ausgestellt werden, sind auch der Grund warum wir Hemis mit in unsere Liste genommen haben.

Auch ist das jährlich im Juni oder Juli stattfindende Hemis-Klosterfest Anziehungspunkt für viele TouristInnen. (Infos dazu: Um was geht es beim Hemis-Festival und das Programm zum Hemis-Festival 2016)


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Alchi

Alchi

Eingang zum Manjushri-Tempel des Alchi-Komplex

Alchi liegt 70km von Leh entfernt. Der Tempelkomplex von Alchi aus dem 11. Jhdt gehört neben Mangyu und Sumda Chun zu den drei Klöstern der „Alchi-Gruppe“, die sich durch einen ganz spezielle Baustil und Kunstrichtung auszeichnen. Im Gegensatz zu den den anderen tibetisch inspierten Klöstern, kommt in Alchi der alte kashmirische Einfluss zu tragen.

Beeindruckend sind die aufwändigen Holzschnitzereien und überlebensgroßen Buddha-Statuen, als auch die Wandmalereien.

Im Kloster ist das Fotografieren allerdings strengstens untersagt.

Ausserdem ist Alchi kein „lebendiges Kloster“ mehr, sondern hat rein musealen Charakter.


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Lamayuru

lamayuru

Lamayuru

Das Kloster das ca. 100km westlich von Leh liegt haben wir mit in die Liste genommen, weil die umliegende Szenerie (die Mondlandschaft von Lamayuru) es so speziell macht. Es thront hoch über dem Dorf, das sich zu Füßen des Drikung Klosters hinab bewegt. Der älteste noch erhaltene Teil des Klosters stammt aus dem 11. Jhdt. (Singe Lhakhang). Allerdings gibt es auch Historiker (bpsw. Francke), die meinen, dass Lamayuru bereits vor dem Einzug des Buddhismus schon ein Bon-Kloster war.

Das Klosterfest von Lamayuru findet meist im Juni statt.


 

Wer diese vier Klöster gesehen hat, hat bereits einen guten Überblick über die Klöster Ladakhs. Man hat mit ihnen auch drei Klöster der wichtigsten buddhistischen Schulen Ladakhs (Gelugpa, Drukpa und Drikung) gesehen. Aber natürlich gibt es darüber hinaus noch viel mehr zu entdecken.

Wer beispielsweise eines der wenigen Sakya-Klöster sehen will, sollte das in Matho besichtigen, wer eines der ältesten Schule – der Nyingmapa – besuchen will, kommt nicht umhin nach Sakti ins Kloster Thaktok zu fahren. Dort befindet sich auch eine Höhle in der Guru Padmasambhava meditiert haben soll.

 

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Tsemo – oberhalb des Leh-Palasts – thront hoch über der Hauptstadt Ladakhs

In Leh sind besonders der Tempelkomplex von Tsemo oberhalb des Palasts und das versteckt gelegene Kloster Samkhar im nördlichen Stadtteil, das man allerdings nur nachmittags besichtigen kann, zu erwähnen. Nahe Leh sind auch Phyang, Spithuk, Chemde und Stagna sehr zu empfehlen. Im oberen Industal: Likir, Basgo, Ridzong.

In Nubra sollte man in jedem Fall die Klöster Samstanling und Diskit gesehen haben.

Auch Zanskar hat einiges zu bieten: Architektonisch besonders herausragend natürlich das Felsenkloster Phuktal, das einem Adlerhorst gleicht. Einige besonders sehenswerte Klöster findest du in diesem Blogbeitrag: Die 10 schönsten Plätze in Zanskar.

Im Changthang sind besonders die Klöster Shachukul und Nyoma zu erwähnen.

 

Du siehst schon – wer gerne Klöster besichtigt, könnte gut und gerne mehrere Wochen in Ladakh verbringen.

Einen kleinen Tipp wollen wir dir aber noch verraten. Wer sich für den Buddhismus und Klöster interessiert, sollte auch mal eines der Nonnenklöster Ladakhs besuchen. Beispielsweise das in Nyerma, bei Thikse, oder Chulichan vor Ridzong. Die sind nur sehr einfach und können nicht mit kunsthistorischen und architektonischen Highlights brillieren, trotzdem aber – finden wir – darf man ihnen ruhig auch etwas Beachtung schenken, weil es auch interessant ist, wie der Kontrast zu den männlich dominierten Klöstern aussieht. Und wer will kann ja vielleicht sogar eine kleine Spende hinterlassen 😉

 

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Lust auf Ladakhs Klosterkultur bekommen?


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Wenn du lieber individuell reist und vielleicht auch schon ganz eigene Vorstellungen hast, kannst du uns gerne schreiben. Wir freuen uns über ein Mail von dir:

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Wer ein tibetisch-buddhistisches Kloster, egal ob nun in Ladakh, Tibet oder Bhutan, besucht, wird fast immer im Eingangsbereich auch das buddhistische Lebensrad – auch Samsara genannt – treffen. Diese Darstellung ist wie kaum eine andere eine Zusammenfassung dessen, wofür der Buddhismus steht, und eine Erinnerung daran, dass jede unserer Handlungen auch Folgen hat. Nicht von ungefähr also, dass schon Kindern das Lebensrad sehr früh erklärt wird. 

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Das buddhistische Lebensrad: Teil 1

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Das Lebensrad wird von einem furchterregendem Wesen getragen, das meist als der Totengott Yama, gelegentlich aber auch als Mara, der Gott der Verführung oder als Srinpo, ein Riese, interpretiert wird.

 

 

Der innere Kreis

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Im Zentrum des Lebensrades befindet sich ein innerer Kreis. Das Rad wird dort von drei Tieren angetrieben: vom Hahn, der Schlange und einem Schwein. Sie beissen sich gegenseitig in den Schwanz und stehen symbolisch für die drei Gifte unseren Lebens: der Hahn steht für die Gier, die Schlange für den Hass und das Schwein für die Ignoranz oder Verblendung. Diese drei Gifte sind es, die uns vorrangig im Rad des Lebens gefangen halten. Denn das Ziel ist es, sich aus diesem Kreis der Wiedergeburten zu befreien.

Der innere Kreis wird von einem weiteren Kreis umschlossen, der sich in einen hellen und einen dunklen Bereich Teil: der dunkle zeigt aneinander gefesselte Wesen, die von Dämonen getrieben werden. Der hellere Bereich zeigt Menschen, die ein besseres und weniger grauenvolles Dasein zu fristen haben.

 

Die sechs Bereiche des Lebensrades

Rund um den inneren Kreis finden wir die sechs Bereiche, in die wir wiedergeboren werden können. Wir beginnen mit den nicht gerade idealen Bereichen:

1. Die Welt der Hungergeister

hungergeister

Die Hungergeister können wegen ihres engen Halses nichts essen und müssen daher zeit ihres Lebens Hunger und Durst leiden. Es ist vor allem die Gier, die sie in diesen Bereich gebracht hat. Der Buddha, der in der Darstellung des Reiches der unbefriedigenden Begierden gezeigt wird, setzt der Gier und dem Geiz symbolisch mit dem Nektargefäß in seinen Händen die Tugend der Freigiebigkeit entgegen. Ganz simpel also, will uns diese Darstellung sagen: Bist du gierig, sieht so dein Karma aus. Willst du das nicht, sei großzügig und bringe Opfer.

 

2. Die Hölle

hell

Wer hier landet, muss die schlimmsten Qualen, furchtbare Hitze und Kälte erleiden. Die Darstellungen variieren und erinnern in vielerlei Hinsicht christlichen Höllenvorstellungen. Da brennt man im Feuer, es werden einem Glieder und Genitalien abgehackt, man wird gekocht und verspeist. Auch hier findet sich ein Buddha, der mit Wasser den Weg zur Reinigung den Pfad aus der Hölle weist. Die simple Erklärung: Rein kommst du durch Zorn und Hass, raus durch Geduld.

 

3. Die Welt der Tiere

animals

Hier landest du, wenn sich dein voriges Leben insbesondere durch Unwissenheit und Willensschwäche ausgezeichnet hat. Auch als Tier hat man es nicht leicht, werden sie doch von den Menschen gejagd und verspeist (oder sie verspeisen sich gegenseitig). Ebenso in diesem Bereich findet sich ein Buddha, der meist mit dem Schwert – dem Symbol zur Zerstörung der Unwissenheit – den Weg aus diesem Lebensbereich weist.

 

4. Die Welt der Menschen

humans

Im Bereich der Menschen leiden die Menschen durch ihren Egoismus und ihre Leidenschaften an Krankheit, Alter und Tod. Generell aber ist dieser Lebensbereich der günstigste aller sechs, da der Mensch hier Zugang zur buddhistischen Lehre hat, und so die Möglichkeit hat, aus dem Lebensrad auszutreten (=Nirvana). Der historische Buddha, der hier dargestellt wird, steht für diese Möglichkeit.

 

5. Die Welt der Götter

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Die Welt der Götter steht für Genuss und die Illusion des ewigen Glücks. Klingt doch ganz verführerisch, möchte man meinen. Doch von hier droht die Wiedergeburt in niedere Daseinsbereiche, denn man läuft in diesem Bereich nur zu leicht Gefahr dem Stolz und Leichtsinn zu verfallen. Der Bodhisattva Avalokiteshvara weist hier den Weg aus diesem Bereich, indem er die Tugend der Meditation verkündet.

 

6. Die Welt der Halbgötter oder Krieger

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Im letzten der sechs Lebensbereiche befinden wir uns in der Welt der Halbgötter und Krieger, die sich in ständigem Kampf und Streit mit den Göttern befinden. Sie streiten über den Besitz des Wunschbaumes, dessen Wurzeln sich auf der Seite der Titanen, seine Krone mit reifen Früchten sich aber auf der Seite der Götter befindet. Voller Neid kämpfen sie um den Besitz des Baumes. Es ist also die Eifersucht, die sie im Samsara, dem Kreislauf der Geburten, gefangen hält. Der Buddha, der in diesem Bereich erscheint, weist sie darauf hin.

 

Auch wenn die Welt der Menschen die erlösungsgünstigste ist, ist keine der sechs Bereiche auswegslos. Um dies zu verdeutlichen finden sich in allen sechs Welten Buddhas, die einem den Welt aus dem selbstgeschaffenem Dilemma weisen.

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Der äussere Ring der 12 Abhängigkeiten wird in einem der nächsten Beiträge erklärt.

 

Lies auch unsere beiden vorigen Beiträge zum großen Thema buddhistische Ikonografie:

Die 10 wichtigsten Mudras

Die 10 wichtigsten Buddhas & Gottheiten

 

 

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Was ist eine Mudra?

Mudras sind symbolische Handgesten, die insbesondere im Hinduismus und im Buddhismus eine große Rolle spielen. Daneben aber sind Mudras auch im indischen Tanz und Yoga wichtiger Bestandteil – im Yoga haben sie nicht nur symbolischen Charakter, sondern sollen auch auf den Körper und Geist wirken.

Gerade aber, wenn man sich für buddhistische Ikonografie interessiert, kommt man nicht umhin sich auch ein wenig mit Mudras zu beschäftigen. Denn sie helfen auch bei der Identifizierung verschiedener Buddhas, Bodhisattvas und Gottheiten (siehe dazu auch unseren Beitrag: Die 10 wichtigsten Buddhas und Gottheiten). Wir wollen euch die 10 wichtigsten Mudras im tibetischen Buddhismus vorstellen.

 

Bhumisparsa Mudra – die Erdberührunggeste

bhumisparsa


Die Bhumisparsa Mudra oder Erdberührungsgeste spielt eine wichtige Rolle in der Geschichte des historischen Buddha. Während Buddha unter dem Bodhibaum meditierte, wurde er von Mara, dem Gott der sinnlichen Begierde, durch Heimsuchungen von nackten Mädchen gestört. Doch Siddharta ließ sich nicht von seinem Weg zur Erleuchtung abhalten und berührte mit den Fingerspitzen seiner rechten Hand die Erde und sagte: „Die Erde soll meine Zeugin sein, ich lasse mich nicht verführen.“
Darstellung: Die rechte Hand berührt mit den Fingerspitzen die Erde (die Handflächen nach innen), während die Beine in Meditationshaltung verweilen.
Verweist auf den historischen Buddha Siddharta Gautama

 


 

 

Varada Mudra – die Geste der Wunschgewährung

Die Varada Mudra ist die Geste der Wunsch- oder Segensgewährung bzw. auch des Gnadenerweises. Sie steht symbolisch für das „Geschenk der Wahrheit“ (=die buddhistische Lehre) von Buddha. Die fünf Finger stehen dabei für die 5 Perfektionen: Großzügigkeit, Moral, Geduld, Fleiß, meditative Versenkung.

Darstellung: Im Gegensatz zur Bhumisparsa Mudra ist die Handfläche bei Varada nach aussen gerichtet und hängt nach unten. Meist berührt sie dabei das rechte Bein. Die Varada Mudra findet man meist gemeinsam mit Abhaya Mudra (siehe unten).

Die Varada Mudra findet man u.a. bei Darstellungen der grünen und weißen Tara.


varada

 


 

Dhyana Mudra – die Meditationsgeste

dhyana mudra


Die Dhyana Mudra symbolisiert den Zustand der tiefen Versenkung während der Meditation. Buddha hat auf diese Weise unter dem Bodhibaum meditiert.

Darstellung: Während die Beine überkreuzt sind (Meditationshaltung/Lotussitz), liegen die beiden Hände locker im Schoß – die Daumen berühren sich dabei. Die Dhyana Mudra kann jedoch auch nur mit einer Hand (meist der linken) dargestellt werden (halbes Dhyana Mudra – beim historischen Buddha in Verbindung mit Bhumisparsa Mudra).

Meist findet man diese Mudra beim historischen Buddha, meist jedoch in Kombination mit Bhumisparsa. Mit beiden Händen in Dhyana Mudra wird bspw. Amithaba dargestellt.

 


 

Abhaya Mudra – die „Fürchte Dich nicht“-Geste

Die Abhaya Mudra kann mit Ermutigungsgeste übersetzt werden. Sie symbolisiert Schutz, Frieden und den Abbau von Furcht.

Darstellung: Die rechte Hand wird mit der Handfläche nach aussen zum Betrachter hin in der Höhe der Brust angehoben. Man findet diese Geste oft in Verbindung mit Varada Mudra (siehe oben).

Zu finden bei Tara- und stehenden Buddha-Darstellungen. Der fünfte Dhyani-Buddha Amogasiddhi wird mit Abhaya Mudra dargestellt.

 


abhaya mudra

 


 

Dharmacakra Mudra – die Geste der Lehre

dharmacakra-mudra


Die buddhistische Lehre (Dharma) wird symbolisch häufig als Rad (Cakra) dargestellt. Die Dharmacakra Mudra steht damit symbolisch für die Vermittlung buddhistische Lehre und wird auch als Predigergeste übersetzt. Die Geste steht für einen der wichtigsten Momente im Leben Buddhas, als er seinen fünf Schülern im Park bei Sarnath die 4 edlen Wahrheiten und den achtfachen Pfad (die wichtigsten Säulen des Buddhismus) vermittelte.

Darstellung: Beide Händer werden vor der Brust gehalten. Die rechte Hand liegt bei leicht angewinkeltem Arm auf der Brust, die Handfläche nach außen. Die linke Hand bedeckt sie, Handfläche nach innen. Daumen und Zeigefinger beider Hände berühren sich vermitteln das „Anschnippsen“ des Rades der Lehre.

Diese Geste spielt eine wichtige Rolle bei der Darstellung des Buddha Maitreya (Buddha der Zukunft) oder auch bei Tsongkhapa (Gründer der Gelugpa-Schule), denn beide sollen das Rad der Lehre wieder zum Drehen bringen/gebracht haben, nachdem es zum Stillstand gekommen ist/kam.

 


 

Vitarka Mudra – die Geste der Diskussion

Die Vitarka Mudra ist die Geste der Diskussion und Argumentation. Wer diese Geste zeigt, wird als Lehrer charakterisiert und untermauert damit seine Lehren.

Darstellung: Der rechte Arm ist gebeugt, die Hand mit den Handflächen nach aussen erhoben. Daumen und Zeigefinger berühren sich und bilden damit das „Rad der Lehre“.

Man findet diese Geste bei Buddhadarstellung, jedoch auch bei Abbildungen/Skulpturen der Tara.


vitarka


Tarjani Mudra – die Geste der Warnung

tarjani


Nicht nur Eltern verwenden die Tarjani-Mudra 😉 – auch im Buddhismus sind sie Ausdruck der Warnung.

Darstellung: Die rechte Hand wird dabei vertikal vor der Brust gehalten und nur der Zeigefinger ist nach oben ausgestreckt, während die anderen Finger und der Daumen zur Faust werden.

Man findet diese Geste vor allem bei zornvollen Gottheiten. Achtung: in manchen Quellen wird die Tarjani Mudra mit Karana Mudra vertauscht (siehe unten).

 


 

Namaskara Mudra – die Geste des Gebets und der Begrüßung

Zwar spielt diese Mudra im tibetischen Buddhismus zwar keine sehr wichtige Rolle, trotzdem wollten wir sie hier anführen, weil sie im Alltag Indiens noch heute sehr weit verbreitet ist. Die Namaskara-Mudra ist die Geste der Begrüßung (Namaskar ist Hindi für „Guten Tag“), aber auch des Gebets und der Bewunderung.

Darstellung: Bei dieser Geste sind beide Handflächen vor der Brust gefaltet. Die Finger liegen flach aneinander und weisen nach oben.

Dieses Mudra findet man nicht bei Buddhas, sondern nur bei Mönchen, Nonnen oder Jüngern, die damit symbolisieren, dass sie jemanden verehren (bspw. Buddha).


namaskara-mudra

 


 

Karana Mudra – die Geste zur Abwehr von Dämonen

karana-mudra

Das Karana Mudra wehrt symbolisch Dämonen ab und soll Negatives in Schach halten.

Darstellung: Bei dieser Mudra wird die Hand vertikel oder horizontal ausgestreckt und die Handflächen nach vorne gedrückt. Die beiden mittleren Finger werden mit dem Daumen nach unten gedrückt. Der kleine und der Zeigefinger sind ausgestreckt.

 


 

Uttarabodhi Mudra – die Geste der höchsten Erleuchtung

Das Uttarabodhi Mudra steht für die höchste Erleuchtung und soll positive Energie und Vibrationen bringen. Wer dieses Mudra macht, soll sich auf diese Weise mit der universellen göttlichen Energie verbinden.

Darstellung: Beide Hände werden vor der Brust gefalten. Die beiden Zeigefinger werden aufgestellt und berühren sich. Die Daumen verschränken sich. Die restlichen Finger umschließen die Hand.


uttarabodhi-mudra

 

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Wer zum ersten Mal ein tibetisch-buddhistisches Kloster betritt wird von der Vielfalt der Buddhas, Bodhisattvas und Gottheiten – zornig, friedlich und vor allem bunt – überwältigt sein. Doch wer ist wer und wie unterscheidet man die einzelnen Persönlichkeiten voneinander? Meist reichen Attribute, Symbole und Farben zu erkennen vor wem man gerade steht. Wir verraten dir, wie du 10 für den tibetischen Buddhismus bedeutende Gottheiten und Buddhas erkennst.

 

(c) Roland Amon

Das Malen buddhistischer Figuren unterliegt strengen formalen Regeln. Künstlerischer Freiheit kommt kaum eine Bedeutung zu. (c) Roland Amon

 

10 Buddhas, Bodhisattvas & Gottheiten

Wir haben eine Auswahl an tibetisch-buddhistischen Persönlichkeiten getroffen, die man in fast allen tibetisch-buddhistischen Klöstern und Tempeln findet. Egal ob man in Tibet, Ladakh, Sikkim, Bhutan oder Nepal ist. Manche spielen in einer spezifischen tibetisch-buddhistischen Schule eine größere Rolle und andere wieder sind für alle Schulen gleich bedeutend. Allen gemeinsam aber ist es, dass sie verhältnismäßig leicht zu identifizieren sind.

 

1. Buddha Shakyamuni – der historische Buddha

shakyamuni

 

Wer ist das? Buddha Shakyamuni ist der historische Buddha, der ca. 600 vor Christi Geburt gelebt hat und als Religionsbegründer des Buddhismus gilt.

Wie erkenne ich ihn? Buddha Shakyamuni wird meist wenig geschmückt und spärlich bekleidet dargestellt. Typisch sind das blaue Haar und die Erleuchtungserhöhung. Er sitzt im Meditationshaltung (Dhyanasana) und hält in der linken Hand eine Almosenschale. Die rechte Hand berührt die Erde (Erdanrufungsgeste oder Bhumisparsa = Buddha hat die Erde als Zeugin seines unaufhaltsamen Wegs zur Erleuchtung angerufen). Seine zwei Lieblingsschüler flankieren ihn gerne zu seiner rechten und linken Seite.

 

2. Buddha Maitreya – der Buddha der Zukunft

Maitreya

Wer ist das? Buddha Maitreya ist der Buddha der Zukunft. Im Buddhismus geht man von 5 irdischen Buddhas aus, die jeweils einem der 5 Zeitalter (Kala) zugeordnet sind. Buddha Shakyamuni ist der irdische Buddha des vierten und jetzigen Zeitalters. Buddha Maitreya ist der letzte irdische Buddha im 5. Kala. Als kommender Weltenlehrer soll er die Menschheit wieder zurück zum Buddhismus führen.

Wie erkenne ich ihn? Maitreya hebt sich schon durch seine Sitzhaltung ab – er sitzt in „europäischer Sitzhaltung“ mit den Füßen am Boden. Eine Position aus der man sich schnell erhebt – ein Zeichen dafür, dass er demnächst kommt. Es gibt aber auch Interpretationen, denen zufolge er aufgrund der Sitzhaltung aus dem Westen kommen soll. Manchmal aber wird er auch stehend dargestellt. Darüberhinaus trägt er eine Krone und ist von Blumen umrankt. Die ihm zugeordnete Mudra (Fingergeste) ist das Dharmacakra – die Geste, die für das Rad-der-Lehre-andrehen steht (der Buddhismus wird symbolisch als Rad dargestellt).

 

 3. Avalokiteshvara – Bodhisattva des Mitgefühls

Avalokiteshvara

Wer ist das? Avalokiteshavara (tib.: Chenrezig) ist der Bodhisattva des Mitgefühls und der Schutzpatron Tibets. Bodhisattvas sind erleuchtete Wesen, die aus Mitgefühl gegenüber den Lebewesen nicht ins Nirvana eingehen und ihnen auf ihrem Erlösungsweg helfen. Der Dalai Lama gilt als Manifestation des Avalokithesvara.

Wie erkenne ich ihn? Es gibt 108 (heilige Zahl im tibetischen Buddhismus) verschiedene Erscheinungsformen des Avalokiteshvara. Eine der häufigsten Darstellungsweisen ist jedoch die obige mit 11 Köpfen und 1.000 Armen. Auf den Handflächen der 1.000 Arme erkennt man das Auge des Mitgefühls. Sein wichtigstes Erkennungsmerkmal ist Buddha Amithaba in seiner Krone oder in der 11-köpfigen Darstellung als letztes Gesicht auf der Spitze des Hauptes.

 

4. Manjushri – Boddhisattva der Weisheit

Manjushri

Wer ist das? Manjushri ist der Bodhisattva der Weisheit und Literatur. Er ist damit insbesondere für die Gelehrten und Studenten von großer Bedeutung und wird von ihnen mit Bitte um Erkenntniskraft und Gedächtnis angerufen.

Wie erkennt man ihn? Der Bodhisattva ist sehr leicht am Schwert zu erkennen. Das Schwert ist ein Symbol der Weisheit mit dem das Band der Ignoranz und Unwissenheit durchschnitten wird. Ein weiteres wichtiges Symbol ist das Buch, das auf einer Lotusblüte ruht.

 

5. Mahakala – der Schützer

mahakala

Wer ist das? Mahakala gehört zu den Dharmapalas oder Religonsschützern. Das sind insbesondere alttibetische Geister, Dämonen und Gottheiten, die von Padmasambhava (siehe unten) zum Buddhismus bekehrt worden sind. Man erkennt sie meist an der zornvollen Darstellung. Mahakala ist auf die hinduistische Gottheit Shiva zurückzuführen.

Wie erkennt man ihn? Da es 75 verschiedene Erscheinungsformen von Mahakala gibt, ist das nicht immer leicht. Er steht jedoch meist aufrecht vor einem. In der vorderen linken Hand trägt er eine Schädelschale und in der rechten das Vajra-Hackmesser, mit dem alle negativen, materialistischen Haltungen zerstückelt werden sollen. In den beiden hinteren Händen trägt er einen Dreispitz und einen Stachelstock. Er trägt ein Tigerfell und steht auf zwei ausgestreckten Emanationen seiner selbst und trägt einen Gürtel aus Köpfen. Mahakala hat drei Augen und trägt eine 5-Schädel-Krone, die für die Transformierung der Geistesgifte Haß, Gier, Stolz, Neid und Ignoranz steht. Die grausigen Attribute stehen für die unermüdliche Entschlossenheit, selbst das Schreckliche zu erlösen.

 

6. Tara – weibliche Gottheit

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Grüne Tara

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Weiße Tara

Wer ist das? Tara (tibet.: Dolma) ist ein weiblicher Bodhisattva. Es gibt von ihr fünf Formen: grün, weiß, blau, rot, gelb. Sie gilt als große Schützerin und bewahrt die Menschen vor den acht großen Lebensgefahren: Stolz, Verblendung, Zorn, Eifersucht, falsche Ansichten, Geiz, Begierde und Zweifel.

Wie erkennt man sie? Die Taras unterscheiden sich vorrangig durch ihre unterschiedliche Fußhaltung. Die weiße Tara sitzt in Meditationshaltung, bei der grünen Tara ruht der rechte Fuß auf einer kleinen Lotusblüte. Bei der weißen Tara findet sich das Auge des Mitgefühls auf der Stirn, den Hand- und Fußinnenflächen. Als weiteres Symbol findet man bei ihrer Darstellung den vollerblühten weißen Lotus (Symbol für den Tag) oder den blauen geschlossenen Lotus (Symbol für die Nacht). Die rechte Hand zeigt nach unten die Geste der Wunschgewährung, die linke nach oben die der Schutzgewährung.

 

7. Padamsambhava – Guru Rinpoche

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Wer ist das? Padmasambhava (der Lotusgeborene) oder auch Guru Rinpoche genannt ist der historisch faßbare Begründer des tibetischen Buddhismus. Er gilt als Gründer der ältesten Schule des tibetischen Buddhismus, der Nyingma-Schule, ist aber ungeachtet dieser Tatsache für alle Schulen von großer Bedeutung.

Wie erkennt man ihn? Es gibt acht verschiedene Erscheinungsformen, die häufigste Darstellungsform aber ist recht einfach zu erkennen: Er wird sitzend mit einem speziellen Hut mit hochgeschlagenen Ohrklappen und einer Feder an der Spitze dargestellt. Wie kaum jemand in der tibetischen Ikonographie wird Guru Rinpoche mit einem Bart dargestellt. In der linken Hand hält er eine blutgefüllte Schädelschale und in der rechten den Donnerkeil (Vajra). In der linken Armbeuge hält er den magischen Stab, meistens mit flammender Dreizackspitze. 

8. Palden Lhamo – wilde Schützerin

paldenlhamo

Wer ist das? Palden Lhamo ist eine alttibetische weibliche Schutzgottheit. Sie ist die einzige weibliche Gottheit der 8 Dharmapalas. Sie wird insbesondere von den Gelugpas (Gelbmützen) verehrt und gilt als Schutzpatronin Lhasas und des Dalai Lama. Sie ist die zornvolle Manifestation der Tara.

Wie erkennt man sie? Palden Lhamo reitet auf einem Maultier durch ein Meer aus Blut. Sie wird schwarz-blau, mit hängenden Brüsten, flammenden Augenbrauen und Schnurrbart (nicht gerade weiblich 😉 ) dargestellt. In ihrer Hand trägt sie die Schädelschale ihres Kindes, das einer inzestuösen Verbindung entsprungen ist. Um ihren Körper ist eine Schnur aus 15 abgetrennten Köpfen geschlungen. An ihrem Nabel befindet sich eine Sonnenscheibe.

 

9. Tsongkhapa – Religionsgründer

tsongkhapa

Wer ist das? Auch Tsongkhapa ist eine historisch belegte Person. Er ist der Gründer der letzten, der vier Hauptschulen des tibetischen Buddhismus: der Gelugpa.

Wie erkennt man ihn? Tsongkhapa ist sehr einfach zu erkennen – er trägt die den Gelugpa vorbehaltenen gelbe Mütze, die Hände in der Dharmacakra-Mudra (Geste des Rad-der-Lehre-Andrehens), zu seiner rechten und linken Seite jeweils in einem Lotus finden sich das Schwert (als Symbol der Weisheit) und das Buch.

10. Vajrapani – Bodhisattva der Macht

vajrapan

Wer ist das? Vajrapani ist der Bodhisattva der Macht und wird gerne mit Avalokiteshvara (Mitgefühl) und Manjushri (Weisheit) dargestellt.

Wie erkennt man ihn? Vajrapani wird meist als Dharmapala in seiner zornvollen Manifestation dargestellt. Er trägt ein Tigerfell und in der linken Hand eine Fangschlinge, mit der er die Widersacher des Buddhismus einfängt und fesselt. In der rechten Hand trägt er den Dorje und auf seinem Kopf eine Krone. Seine Gestalt ist von Flammen umrankt.

 

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