Wenn man an den Iran denkt, verbindet man damit häufig verschleierte Frauen und ein Frauenbild, das dem der Männer nicht gleichgestellt ist. Als europäische Frau, die in den Iran reisen will, sollte man sich im Vorfeld mit ein paar Dingen auseinandersetzen. Wir sind dir dabei gerne behiflich.

Wie sicher ist der Iran für Frauen?

 

Generell gilt der Iran als ein recht sicheres Reiseland, und viele Frauen reisen ohne Probleme sogar alleine durch den Iran. Die meisten alleinreisenden Frauen berichten davon, dass der Iran für sie eines der sichersten Reiseländer überhaupt empfunden wurde.

Als westliche Frau muss man damit rechnen, dass man in der Öffentlichkeit angestarrt wird. Meist hat dieses Anstarren aber mit Interesse und Neugier zu tun. Wir raten dir dazu, das Starren zu Ignorieren und ihm vor allem nicht zu viel Aufmerksamkeit zu schenken.

In den iranischen Großstädten gibt es eigene Touristenpolizeistationen, an die du dich wenden kannst, wenn du Hilfe oder Informationen benötigst.

In größeren Städten ist man den Anblick von allein oder in Gruppen reisenden Frauen schon eher gewohnt und man wird von Einheimischen und Familien freundlich begrüßt. Trotzdem sollte man sich an ein paar Regeln halten.

 

Nicht alle Frauen im Iran verhüllen sich so stark.

Wie du dich kleiden solltest

Gemäß den vorherrschenden islamischen Regeln müssen Frauen alle Körperteile (und Haare) mit Ausnahme von Gesicht und Händen bedecken. Religiöse Frauen im Iran tragen meist einen Tschador, ein schwarzes Gewand, das den Körper von Kopf bis Fuß bedeckt ist. Die meisten Frauen aber ziehen es vor, eine Art Mantel, den Manteau, zu tragen, der lang, kurz, eng, locker und in verschiedenen Farben sein kann (allerdings nicht zu kurz oder zu eng). In jedem Fall darf der Manteau nicht kürzer als 10cm über dem Knie sein. Der dazu über den Kopf kann auch bunt sein. Tatsächlich hat die Kleidung von Frauen im Iran eine große Vielfalt an Form und Farbe. Viele Frauen ziehen es vor schwarz zu tragen, weil es formeller ist, besonders bei der Arbeit.

Ausländische Frauen müssen ihr Haar mit einem Schal oder einem Tuch abdecken und sollten lange und lose Blusen mit langen Ärmeln tragen. Hosen und Röcke müssen den Körper bis zu den Knöcheln bedecken. Moderne iranische Mädchen ziehen es vor Jeans zu tragen. Sowohl Sandalan, Stiefel als auch andere Schuhe sind ok.

Kein Körperkontakt mit Männern

Mann und Frau schütteln bei der Begrüßung nicht die Hände, man begrüßt sich nur wörtlich. Im Bus sitzt die Frau neben einer Frau, dem Ehemann oder eben allein. In den U-Bahnen gibt es eigene Frauenabteile, in die man jedoch als Frau nicht zwingend muss. Jeglicher Körperkontakt zwischen Mann und Frau ist in der Öffentlichkeit verboten und sollte man auch als Ausländerin nicht machen.

 




Zu Besuch bei einer Familie in Bhutan

Von Ulrike Čokl

Originaltext auf englisch von Ulrike Čokl / Übersetzt von Daniela Luschin-Wangail
Ulli hat alles in allem mehrere Jahre in Bhutan gelebt. Sie hat dort als Ethnologin über traditionelle Praktiken der Gastfreundschaft geforscht. Daher ist sie eine Expertin für das Leben in dörflichen Strukturen in ganz Bhutan. Mit und für Gesar Travel arbeitet sie individuelle und spezielle Reiseprogramme aus, in denen ganz besondere Einblicke in die reiche Kultur Bhutans gewährt werden.

Foto: Marina Beck Photography

Das Gewicht des Verdienstes, der sich aus dem Zufriedenstellen eines Gastes ergbit, kann nicht von einem Pferd getragen werden. 
(Sprichwort aus Bhutan)

“Komm rein, komm rein!” So ruft man mich normal in ein Haus am Land in Bhutan. Je nach dem, wo ich gerade bin, bekomme ich als Willkommenstrunk einen ara (lokales alkoholisches Getränk) oder einen Tee mit ein paar Snacks. Meistens wird dann auch gleich eine Mahlzeit zubereitet, oder sie zumindest angeboten. Der Empfang, donglen, und die Art wie man mit Gästen umgeht, goemgi shongzhag, hängen davon ab welcher Typ von Gast man ist. Es gibt offizielle Besuche und Gäste von hohem Rang, als auch spontane Besuche von Nachbarn. In allen Fällen müssen die Gastgeber großzügig und mitfühlend sein. Die Etikette betreffend gibt es aber Unterschiede, je nachdem wie nah man dem Gast ist. Lamas und Beamte hohen Rangs beispielsweise werden oft zum am Weg mit dem Willkommenstrunk ara und Snacks begrüßt. Manchmal wird diese Empfangszeremonie sogar von Trompetenklängen begleitet. Man bringt sie dann direkt in den choesham (Altarraum) und heißt die hohen Gäste auf weichen Matten Platz zu nehmen.

Aber eigentlich möchte ich davon erzählen, wie du als ausländischer Gast empfangen und behandelt wirst, damit du einen Einblick in die bhutanische Gastfreundschaft bekommst.

Ara – der Willkommenstrunk. Foto: Wulff Hoerbe

Essen in einem bhutanischen Zuhause

Wenn du zu einem bhutanischen Haus am Land kommst, wird dein Guide an der Haustür nach der nangi aum (Hausfrau) rufen, oder, falls er die Familie bereits im Vorfeld kontaktiert hat, werden sie dich bereits draußen empfangen. Normalerweise bitten wir die Gastgeber unsere Gäste in der Küche zu bewirten, weil es dort viel spannender ist zu sehen, was in einer bhutanischen Familie passiert. Außerdem ist es üblicherweise der wärmste Raum im Haus, weil dort ja auch meistens am Lehm- oder Metallofen gekocht wird. In traditionellen Häusern gibt es weder Sessel noch Tische. Du sitzt also auf Teppichen oder dünnen Pölstern. Reichere Familien haben häufig eigene Räume mit Sofas und niedrigen Tischen, um ihre Gäste unterzubringen. Wir finden aber, dass es viel netter und interessanter für unsere Gäste ist in der Küche zu sitzen, wo immer etwas los ist, wo das Essen zubereitet wird und anderes passiert. Unsere Guides sind angehalten die Familienmitglieder mit Namen vorzustellen, weil das sonst in Bhutan nicht üblich ist. Sollte dein Gast vergessen dir die Familie vorzustellen, erinnere ihn ruhig daran. Beim Sitzen musst du dir keine Sorgen machen, wenn du nicht mit überkreuzten Beinen sitzen kannst. Frag deinen Guide in dem Fall in welche Richtung du die Beine ausstrecken kannst ohne jemanden zu beleidigen. Das Ausstrecken der Beine in Richtung von Menschen oder religiösen Räumen/Statuen ist nämlich verpönt. Die Bhutaner sind aber auch sehr verständnisvoll und wissen, dass es für Ausländer oft schwierig ist in der ihnen üblichen Position am Boden zu sitzen. Es ist ihnen vor allem wichtig, dass du dich wohl fühlst und Mitgefühl geht immer vor. Wann immer du nicht sicher bist, wie du dich verhalten sollst, frag deinen Guide!

Vor deiner Ankunft in einem bhutanischen Zuhause hat dein Guide bereits ein Gastgeschenk, chom, besorgt. Das ist Teil der Tradition in Bhutan und hängt von der Jahreszeit und der besuchten Region ab und kann Öl, Zucker, Salz, Kekse, Gemüse, Kerzen, Fleisch, Räucherstäbchen oder Öl für Butterlampen sein. Natürlich kannst auch du ein Geschenk aus deinem Heimatland mitbringen. Darüber freuen sich die Gastgeber besonders. Aber Achtung: Gastgeschenke dürfen nicht an der Türschwelle übergeben werden. Das würde als schlechtes Omen gesehen werden. Warte bis du sitzt und ara oder Tee bekommen hast, bevor du dein Geschenk übergibst. Meistens wird die Familie das Geschenk ungeöffnet weglegen und nicht viel Interesse zeigen, weil ein anderes Verhalten als unbescheiden gewertet werden würde. Wer auf ein Geschenk zu aufgeregt reagiert gilt als gierig. Allerdings ändern sich diese Regeln auch langsam. Wenn deine Gastgeber aber nicht auf den ersten Blick über das Geschenk glücklich scheinen, mach dir keine Gedanken. Sobald du weg bist, werden sie sich mit viel Neugierde an deinem Geschenk freuen.

Wenn das Essen serviert wird, wirst du vermutlich überrascht sein. Es wird dir eine Vielzahl an verschiedenen Gerichten und von allen sehr viel serviert. Die Gastgeber aber werden nicht mit dir essen. Das hat aber nichts damit zu tun, dass sich die Gastgeber dir unterwerfen oder sich minderwertig fühlen, wie es vielen ausländischen Gästen erscheint. Vielmehr ist es ein Bestandteil der bhutanischen Etikette und eine Vorstellung von Höflichkeit. Also fühl dich deswegen nicht schlecht oder komisch. Du kannst ja vorschlagen, dass sie am nächsten Tag mit dir gemeinsam essen, solltest du über Nacht bleiben. In Bhutan isst man mit den Händen. Also darfst du ruhig auch das Besteck weglassen und dich in bhutanischem Essverhalten versuchen.

Es ist ein wichtiger Bestandteil der bhutanischen Gastfreundschaft den Gast anzuhalten mehr zu essen. Allerdings haben inzwischen viele Homestays gemerkt, dass die meisten Ausländer nicht so viel wie Einheimische essen können, besonders wenn es um Reis und Chilli geht.  Trotzdem kann es sein, dass sie dir wiederholt anbieten deinen Teller und deine Tasse nachzufüllen. Je mehr du isst, desto glücklicher werden deine Gastgeber sein. Sie werden es aber auch verstehen, wenn du nicht so viel schaffst. Meine persönliche Empfehlung: Beim ersten Mal weniger nehmen und dafür das Nachreichen akzeptieren. Das macht die Gastgeber glücklich.  Bei den Getränken sind 1-2 Nachfüllungen ein Muss. Falls dir das zuviel ist, trink einfach nicht alles aus. Man wird dir schon nach ein wenig sippen die Tasse nachfüllen.

Nach der Beendigung der Mahlzeit haben viele den Drang aufzustehen und beim Abwasch zu helfen. Tu es nicht! Die Familie würde sich seltsam fühlen und es ist unangebracht, dass sich Gäste, nachdem sie gerade erst angekommen sind, bei der Hausarbeit einbringen. Beim Guide und Fahrer ist das etwas anderes. Sie sind der Familie üblicherweise nicht unbekannt. Wenn du ein oder zwei Nächte bei der Familie verbracht hast wird alles etwas lockerer gesehen. Nur beim ersten Essen einfach mal locker lassen!

Während man in Europa nach dem Essen meist entspannt und weiter trinkt und miteinander plaudert, ist das keine Tradition in Bhutan. In Bhutan trinkt und plaudert vor dem Essen und nach dem Essen verabschiedet man sich üblicherweise recht schnell. Aber auch das ändert sich langsam. 

Das traditionelle Abschiedsgeschenk, soera, ist meist ein Trinkgeld für die Gastfreundschaft an die Gastfamilie. Wenn du zu Besuch bist wird dein Guide das übernehmen, aber natürlich darfst du beim Verabschieden der Hausfrau auch eine Geldnote per Händedruck übergeben. Sie wird es aus Höflichkeit ablehnen und du musst darauf bestehen, dass sie es nimmt, denn so ist das „Spiel“. Im Gegenzug werden sie dir vielleicht ein kleines Abschiedsgeschenk in Form von Käse, Butter oder Früchten überreichen. 




Wo auch immer du hin reist, für jedes Land und jede Kultur gibt es Regeln und Sitten, die man kennen sollte. Zumindest rudimentär. Es ist nicht notwendig zur Einheimischen/zum Einheimischen zu werden. Aber das Bemühen um ein korrektes Verhalten ist etwas das als Selbstverständlichkeit auf Reisen gelten sollte. Fehler passieren immer und sind nicht weiter schlimm. Das wird von den gastfreundlichen Mongolen auch entschuldigt.

18 Regeln für die Mongolei

  • Überreiche Geschenke mit beiden Händen. Es wird als höflich erachtet Geschenke, Geld oder anderes mit beiden Händen zu überreichen bzw. auch entgegenzunehmen.
  • Steig immer von links auf ein Pferd
  • Steig nicht auf die Türschwelle. Überschreite diese immer  – das gilt für Klöster, Häuser und Gers (Jurten)

  • Pfeife nie in Häusern und Gers
  • Angebotene Getränke und Essen annehmen. Auch wenn du nicht hungrig oder durstig bist, nimm es an und koste zumindest.
  • Keine Milch, kein Wasser und auch keinen Müll ins Feuer werden. Das Feuer ist den Mongolen heilig.

  • Berühre niemals den Kopf eines Menschen. Auch nicht das eines Kindes. Das ist im Westen besonders gegenüber Kindern weit verbreitet, wird aber in der Mongolei nicht gerne gesehen.
  • Nie mit ausgestrecktem Zeigefinger auf jemanden und besonders auch nicht auf eine Buddhastatue oder einen Altar zeigen. Alternativ kannst du die gesamte Handfläche nutzen, um auf etwas zu zeigen.
  • Uriniere niemals in Wasser (Bäche, Flüsse, Seen). Für Mongolen ist Wasser heilig und beseelt.

  • Milch und Milchprodukte nie in Flüssse, Bäche, Seen gießen.
  • Auch wenn es für dich wichtig ist, frag Fahrer und Einheimische nicht nach Fahr- und Wegzeiten. Das soll Unglück und die Reise in Gefahr bringen. Alternativ kannst du deinen Guide fragen. Die sind mit dieser westlichen „Unart“ schon vertraut. 😉
  • Umkreise eine Stupa immer im Uhrzeigersinn.

  • Zieh die Schuhe aus, wenn du eine Jurte oder ein Haus betrittst. Das gilt auch besonders für Klöster.
  • Steige nie über die ausgestreckten Beine eines Mongolen.
  • Streck die Beine nie in Richtung von Menschen, dem Altar oder Buddhastatuen aus.

  • Verwende deine rechte Hand oder beide Hände, um Essen entgegenzunehmen.
  • Wende einem Altar oder einer Buddhastatue nie den Rücken zu.
  • Gehe nie vor einer älteren Person.

 

 




Fremde Länder, fremde Sitten. Wo auch immer du auf Reisen gehst, erkundige dich vorab über lokale Gebräuche. Damit vermeidet man unangenehme Situationen und macht sich so schnell Freunde. Auch für Kirgistan gibt es ein paar Regeln, die es wert sind sie zu kennen. Kleine Faux-Pas passieren schnell, werden aber von den gastfreundlichen Kirgisen schnell verziehen. Also mach dir nicht zu viele Gedanken.

1o Regeln für Kirgistan

1 Geschenke machen Freunde

Wenn du in ein kirgisisches Haus eingeladen wirst, ist es eine nette Geste auch ein kleines Gastgeschenk mitzubringen. Gern gesehen sind Früchte, oder Süßes aus deinem Heimatland.

2 Richtiger Umgang mit Brot

Das Brot ist das wichtigste Nahrungsmittel der Nomaden. Lege es nie verkehrt auf den Tisch, das wird nicht gerne gesehen. Brot wird bevorzugt gerissen, nicht mit dem Messer geschnitten. Es liegt meist zentral und wird unter den Essenden geteilt. Und vor allem: Wirf Brot nicht weg! Wenn es für dich nicht mehr genießbar ist, gib es zumindest Tieren. Wenn Brot weggeworfen wird, sagt man „Kesir bolot“, was soviel wie „Hungersnot kommt“.

3 Annehmen und kosten

Wenn du bei einer kirgisischen Familie zum Essen eingeladen bist, versuch von allem ein wenig zu kosten. Das zeigt, dass du ihre Gastfreundschaft zu schätzen weißt. Neben dem Brot ist die Butter besonders wichtig. Also koste sie (wenn es dir irgendwie möglich ist). Oft bietet dir ein Familienmitglied etwas von seinem Teller an. Nimm es an. Es wäre unhöflich, es abzulehnen. Besonders, wenn es von Älteren kommt, denn es ist ein Zeichen von Zuneigung.

4 Essen mit der rechten Hand

Trotzdem Besteck inzwischen weit verbreitet ist, essen noch viele Kirgisen mit der Hand. Wichtig ist es dabei nur mit der rechten Hand zu essen.

5 Leere Teller werden wieder gefüllt

Wenn du deinen Teller leer isst, wird dir dein kirgisischer Gastgeber mehr Essen geben. Wenn du also gesättigt bist und nicht mehr willst, ist es gut ein wenig am Teller zu lassen.

6 Schuhe aus!

In Kirgistan zieht man sich die Schuhe aus bevor man ein Haus betritt. Zieh sie aus, stelle sie schön nebeneinander und nicht mit der Sohle nach oben. Abergläubische Kirgisten gehen davon aus, dass diese Unart Unglück ins Haus bringt.

7 Spucke

Manchmal begrüßt dich eine ältere Frau mit einer Schüssel mit Wasser und bittet dich darum in die Schüssel zu spucken. Sie bewegt die Schüssel dann über deinem Kopf und entleert sie vor dem Haus bzw. stellt sie dort ab. Wasser hat eine reinigende Wirkung und es heißt, wenn man in das Wasser spuckt, dass damit böse Geister und seine negative Aura verjagt werden. Das macht man in Kirgistan mit Menschen, die von einer langen Reise kommen.

8 Alkohol

Die Kirgisen trinken gerne. Und viel. Das wird auch von dir als Gast erwartet. Vor allem Wodka und Kymyz (fermentierte Stutenmilch) wird eingeschenkt. Wenn du nicht trinken willst, ist es besser von Anfang an nein zu sagen und nicht nur einen Drink zu akzeptieren. Sobald du ein Glas Alkohol akzeptierst, wird es schwerer folgende abzulehnen. Von Frauen wird ein Nein leichter akzeptiert als von Männern.  Wenn du Alkohol ausschenkst, gib immer zuerst anderen, bevor du dir selbst etwas einschenkst.

9 Trinksprüche

Wenn Kirgisen zum Trinken beisammen sitzen, wird auch getoasted. Je länger ein Trinkspruch, desto angesehener ist der Aussprechende. Es zeugt von Intelligenz ausgiebige Wünsche auszusprechen. Also lass dir ruhig eine längere Rede einfallen.

10 Anbieten und insistieren

Wenn du Kirgisen Essen anbietest, werden sie meist vorerst höflich ablehnen, auch wenn sie total Lust darauf haben das Angebotene zu kosten. Wenn dem so ist, insistiere etwas. Erst dann wird man nachgeben und annehmen.



Du musst zu keinem Einheimischen werden, wenn du auf Reisen gehst, solltest dich aber vor jeder Reise ein wenig über lokale Sitten und Regeln erkundigen. Das spart dir und deinem Gegenüber unangenehme Momente. Die Menschen in Sri Lanka sind überaus freundlich und du bist als Reisender immer willkommen, wenn du dir aber auch Freunde machen willst, solltest du dir ein paar Dinge zu Herzen nehmen. 

10 Regeln für Sri Lanka

1 Keine Selfies vor Buddhastatuen

Selfies gehören für viele Reisende einfach dazu – es wird vor allen Sehenswürdigkeiten und Highlights gepost und so die Reiseerinnerungen festgehalten und im sozialen Netzwerk geteilt. ABER Achtung vor Buddhastatuen: Das Posen mit dem Rücken zu einer Buddhastatue kommt gar nicht gut an. Lieber davon Abstand halten und die Erinnerung in Gedanken fest halten.

Foto – auch Selfies – sind natürlich ok. Nur nicht vor Buddhastatuen

2 Kleide dich korrekt an Stränden

Sri Lanka hat wunderbare Strände, die für unsere Ohren nach einem Sonnenbad schreien. Nur, lass dabei etwas an. Absolute Nacktheit oder auch Oben-Ohne wird nicht gerne gesehen und kommt gar nicht gut an. Außerhalb der Strände versuch dich etwas mehr zu bedecken – idealerweise die Schultern und die Knie bedecken! Allerdings wirst du gerade in größeren Städten auch schon viele junge Sri Lankesen treffen, die da schon etwas freizügiger sind. Dort ist es nicht mehr ganz so wichtig. Versuch dich aber in ländlicheren Regionen etwas mehr an die örtlichen Gegebenheiten zu halten.

3 Korrekte Kleidung im Tempel

Im Tempel solltest du deine Schuhe ausziehen und deine Schultern und Beine bedeckt halten. In vielen buddhistischen Tempeln wäre es schön, wenn du dich darüber hinaus weiß (oder zumindest) sehr hell kleiden könntest – bspw. im Zahntempel in Kandy oder in Anuradhapura. Du wirst auch die meisten Einheimischen in ihren weißesten Kleidern sehen! Darüberhinaus wird in vielen Tempeln auch kontrolliert, ob man sich korrekt kleidet.

Wer sich in buddhistischen Tempeln weiß kleidet, kleidet sich perfekt!

4 Keine öffentllichen Zuneigungsbekundungen

Mit seinem Liebsten oder seiner Liebsten zu verreisen ist schön, aber nicht in allen Ländern wird es gern gesehen, wenn sich Paare öffentlich küssen. Zärtliche Momente besser auf die Zeit hinter der verschlossenen Hotelzimmertür verschieben! In Sri Lanka ist gelebte Homosexualität bis heute leider ein strafbarer Akt – daher sollten sich gerade gleichgeschlechtliche Paare in der Öffentlichkeit zu ihrem eigenen Besten etwas zurücknehmen, wenn es um öffentliche Zuneigungsbekundungen geht.

5 Richtig begrüßen

In Sri Lanka begrüßt man sich traditionell mit gefaltenen Händen ungefähr auf Kinnhöhe mit leicht gesenktem Kopf. Die Singhalesen grüßen sich mit dem Wort Ayubowan, die Tamilen mit dem Wort Vanakkam. Jüngere Menschen grüßen sich auch schon mit dem im Westen üblichen Handeschütteln. Frauen sind da allerdings noch etwas zurückhaltender.

6 Beine weg von Buddha

Es wird zwar nicht ganz so streng gehandhabt wie in Thailand oder anderen buddhistischen Ländern, trotzdem wäre es schön, wenn du es vermeiden könntest, deine Beine vor einer Buddhastatue auszustrecken. Wenn du vor einer Buddhastatue sitzt, dann mach das wenn möglich im Schneidersitz, oder in einer Position in der du das Ausstrecken in Richtung der Buddhastatue meidest.

7 Bleib höflich

Westliche Konzepte von Privatsphäre werden in Sri Lanka nicht besonders verstanden oder geschätzt. Daher wird man auch oft angeredet. „Wohin gehst du?“, „Woher kommst du?“, „Wie heißt du?“ wird man gern einfach so von Fremden gefragt. Das mag dich zwar ab einem gewissen Punkt nerven, versuch aber bitte höflich zu bleiben! Ein Lächeln und kurze Antworten reichen.

Die Menschen in Sri Lanka sind meist sehr freundlich und neugierig.

8 Fragen vorm Foto

Die meisten Menschen in Sri Lanka lassen sich gerne fotografieren. Aber schon aus Höflichkeit und weil man es für sich selbst ja auch nicht möchte, raten wir dir vorab ein OK (besonders bei Nahaufnahmen) zu holen. Oft reichen entsprechende Körpersprache und Mimik und ein freundliches Lächeln.

9 Rechthändig bleiben oder beide Hände nutzen

Sri Lankesen essen mit der rechten Hand (ohne Besteck), die linke gilt nicht als sauber. Du musst nicht auf Besteck verzichten (das wird fast überall angeboten), solltest aber beim Handeschütteln oder beim Übergeben von Dingen oder Geld die linke Hand aussparen. Perfekt übergibst du Geld und kleinere Objekte mit der rechten Hand während der rechte Unterarm von der linken Hand berührt wird.

10 Sich nicht den Kopf zerbrechen

Die Sri Lankesen sind überaus herzliche Gastgeber. Wenn dir mal ein Faux pas passiert, mach dir keinen Kopf, man sieht gerne darüber hinweg, wenn dieser nicht mit Absicht passiert ist.

Hast du Lust auf Sri Lanka bekommen? Weitere Infos zu Sri Lanka findest du hier: Destination Sri Lanka

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Fremde Länder, fremde Sitten. Umso wichtiger ist es, sich vorab über die ortsüblichen Regeln zu erkundigen. Nur wer die Sitten eines Gastlandes auch beachtet wird mit Einheimischen gut Kontakte knüpfen können und vielleicht Freundschaften fürs Leben mit nach Hause nehmen.

Von Daniela Luschin-Wangail

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10 Dinge, die man in Ladakh nicht machen sollte

Eins vorab. Ladakh ist kein kompliziertes Reiseland und faux-pas werden schnell vergeben. Meist wird über sie hinweg gesehen. Trotzdem ist es einfach ein schönes Zeichen sich zu bemühen und im Sinne eines generellen besseren Miteinanders ist es zu empfehlen sich vor Reisen über lokale Regeln zu informieren.

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1. Tische sind Tische und keine Sitzbänke

Die ladakhischen Tische (choktse) verführen darauf zu sitzen, wird doch in Ladakh auf dem Boden gesessen und die Tische dafür sind meist noch niedriger als unsere Stühle. Gerade Menschen, die Schwierigkeiten mit den Knien haben, setzen sich daher gerne auf die Tischchen und begehen damit aber – meist unwissend – einen ziemlichen faux-pas. Auf den Tischen darf nicht gesessen werden. Wer gelenksbedingt nicht am Boden sitzen kann, sollte sich daher bei den Gastgebern erkundigen, ob sie nicht eine andere Sitzmöglichkeit haben (oft ist irgendwo ein „westlicher“ Stuhl zu finden).

Und noch etwas: Es wird als sehr unhöflich betrachtet, wenn man über die kleinen ladakhischen Tische zum Sitzplatz steigt. Bitte unterlassen!

(c) Roland Amon

Die kleinen Tische laden zum Sitzen ein. Aber dafür sind sie nicht gedacht. Foto: Roland Amon.

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2. Hierarchien beachten

Gerade im Kloster ist zu beachten, dass man sich nicht auf die Plätze (und Tische – siehe oben!) der Mönche setzt. Laien haben der örtlichen Hierarchie entsprechend immer niedriger (bzw. anderswo) als die Mönche zu sitzen. Ausnahme: Wenn einem ein Mönch einen Platz anbietet (gerne machen das Mönche bei Pujas).

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3. Nicht über Beine steigen

Man steigt nicht über Tische, aber auch nicht über (ausgestreckte) Beine, um irgendwohin zu gelangen. Korrekt ist es, immer hinter einer Person an den gewünschten Platz zu kommen.

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4. Beine richtig ausstrecken

Die meisten Ladakhi sitzen im Schneidersitz, da erübrigt sich das Problem von alleine. Wir „Westler“ tun sich oft in dieser Position schwer und müssen die Beine ausstrecken. In dem Fall bitte darauf achten, die Beine nicht in Richtung einer Person und schon gar nicht in Richtung einer Buddhastatue auszustrecken.

Maitreya-Statue (c) Roland Amon

Seine Beine in Richtung einer Buddha-Statue auszustrecken wird nicht gern gesehen. Foto: Roland Amon

 

5. Nicht über Bücher steigen

Man sollte nie über Bücher (am Boden) steigen, ganz besonders nicht, wenn es sich um religiöse Schriften handelt!

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6. Dein Löffel in Deinen Teller

Die Ladakhi sind, was das Essen angeht, sehr darauf bedacht, dass das Besteck mit dem eine Person ihr Essen isst, nicht in Berührung mit dem Essen anderer kommt. Dh das bei uns übliche „Darf ich mal von Dir kosten?“ geht in Ladakh gar nicht. Auch gibt es extra Besteck, um Essen aus den auszuteilenden Schüsseln auf seinen Teller zu geben. Mach das nie mit dem Besteck, dass Du schon im Mund hattest! Wer für andere kocht, kostet auch nie mit dem Kochlöffel, sondern nimmt mit dem Kochlöffel einen Teil des Essens in eine extra Schüssel und kostet davon mit einem separaten Löffel! Wenn Dir Tsampa (geröstetet Gerstenmehl) aus einer Schüssel angeboten wird, bitte nimm es nicht mit dem abgeschleckten Zeigefinger auf oder mit dem Löffel in der Schale, um es zu kosten. Nimm den Löffel, gib das Tsampa auf Deine Handfläche und iss es von ihr. Oder: Sehr Geübte werfen Tsampa mit dem Löffel so in den Mund, dass nichts vom Besteck mit ihnen in Berührung kommt. Wer Ladakhi beobachtet, sieht auch, dass sie, wenn sie aus der selben Flasche trinken, nie die Flaschenöffnung in den Mund nehmen. Ein Ladakhi wird daher auch nie aus der Wasserflasche eines Touristen trinken, wenn er bereits daraus getrunken hat.

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Achte darauf, dass dein Mund nicht mit dem Essen der Allgemeinheit oder anderer in Berührung kommt. Foto: Martina Scherer/Simon Kraus

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7. Kleide Dich korrekt

Das gilt besonders bei Besuchen ins Kloster. Auch wenn kaum ein Mönch mal etwas sagen würde, aber das Tragen von kurzen Hosen und Trägerleibchen ist wirklich nicht angebracht. Generell wäre es schön, wenn man in Ladakh seine Schultern bedeckt lassen würde und Frauen nicht tief-dekolletiert durch die Gegend laufen. Kurze Hosen sind ausserhalb des Klosters inzwischen ok – nur sollten sie zumindest Knielänge haben.

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8. Bück Dich bei Eingängen

Beim Betreten von Räumen sollte man darauf achten sich seinen Kopf nicht zu stoßen. Was bei den oft sehr niedrigen Räumen gerade in Klöstern gar nicht so einfach ist. Es wird jedoch als schlechtes Omen angesehen, wenn jemand beim Betreten eines Raumes sich seinen Kopf anstößt. Deswegen sieht man sehr häufig bei Eingängen zu Klösterräumen den Hinweis „Mind your head“ – was aber weniger mit einer allgemeinen Sorge um das Wohl der Besucher zu tun hat.

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9. Küssen verboten

Öffentliche Zuneigungsbekunden sind in Ladakh nicht gerne gesehen. Wenn Pärchen nach Ladakh reisen, sollten sie sich in der Privatsphäre ihres Hotelzimmers küssen. Ladakhische Paare halten selbst Händchen nicht öffentlich. Wenn man seinem Partner mal eine Strähne aus dem Gesicht streicht, wird das schon als zärtliche Geste gesehen, ist aber noch erlaubt. (Privates am Rande: Selbst wenn ich meinen Mann nach mehrwöchiger Trennung am Flughafen in Leh treffe, gibt es kein Küsschen – maximal eine Umarmung. Das mit den Umarmungen zwischen ausländischen Gästen und Ladakhi ist auch eher neu und wird von vielen Ladakhi noch immer mit ziemlicher Zurückhaltung und Scheu gemacht). Ein Händeschütteln tut es auch!

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10. Beim Pinkeln von Wasser fernhalten

Die Ladakhi glauben an lhu (Schlangengeister), die im Wasser leben. Ins oder neben ein Wasser zu pinkeln – was manche Männer nur zu gerne machen –  wird als Verunreinigung gesehen, die mit Wunden und Krankheiten des Pinkelnden und der Menschen in seiner Umgebung bestraft wird. Auch wenn Du nicht an so etwas glauben magst, sei so nett und achte den lokalen Glauben. Im Übrigen trinken viele Menschen direkt von den Bächen, schon allein deswegen wäre es von Vorteil sich an diese Regel  zu halten.

Pangong

Pangong-See – auch ein Wasser in das man nicht pinkeln sollte!