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Wir wollen jetzt mal ganz ehrlich sein: Es gibt wirklich gute Gründe nicht mit uns nach Ladakh zu reisen. Das wollen wir hier ein für allemal klarstellen. Nicht, dass es im Nachhinein heisst, du hättest nicht gewusst, worauf du dich da einlässt. Überleg dir also gut, ob du uns kontaktieren willst und dich zu einer Reise überreden lässt. Das könnte fatale Folgen haben.
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1. Missachtung jeglicher Anonymität

Wenn du mit uns reist, werden wir leider furchtbar persönlich. Wir reden dich mit deinem Namen an. Wir haben zwar eine interne Buchungsnummer für deine Reise – die ist aber nur für unsere Partner (Hotels, Gästehäuser, Transportunternehmen etc.) – wir selbst wissen die gar nicht auswendig, denn bei uns bist du nur unter deinem Namen bekannt. Wir können schon verstehen, wie nervig das ist, wenn wir dich bei der Begrüßung am Fughafen oder im Hotel schon kennen.

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Das sind die beiden Kletten: Daniela & Tashi. Mehr als 90% aller Ladakh-Reisenden heissen sie persönlich willkommen!

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2. Kein Respekt

Spätestens bei der Ankunft in Ladakh verzichten wir auf die „Sie“-Anrede. Wir sind da nämlich wirklich bodenständig und halten es mit der österreichischen Regel: „Über 1.000 Höhenmeter sind wir per Du“. Das führt dann oft zu einer furchtbar unangenehmen familiären Atmosphäre. Da fährst du extra weit weg und fühlst dich wieder wie zu Hause!

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3. Nix ist fix

Für viele extrem nervig wird auch die Flexibilität insbesondere bei den Individualreisen empfunden. Nichts ist ins Stein gemeiselt. Da wird doch tatsächlich noch vor Ort geändert, wenn sich beispielsweise spontan die Gegebenheiten aufgrund von Krankheit, Wetter oder spontanen Festen usw. ändern.

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Stopp! Die persönliche Betreuung wird nicht von jedermann gut geheißen.

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4. Im Krankheitsfall schwer abzuwimmeln

Wie der Schatten sind auch die Leute von Gesar Travel nur schwer abzuwimmeln. Sie kümmern sich um dich und sind da leider auch oft überbesorgt. Wenn es dir nicht gut geht, schaffen sie es nicht dich einfach in Ruhe zu lassen, halten Händchen bei Arztbesuchen, bringen dir zu essen und trinken, und versorgen dich mit den verschriebenen Medikamenten. Und wenn es wirklich unausweichlich ist, mischen sie sich auch noch bei Versicherungsangelegenheiten und beim Rücktransport nach Hause ein.

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5. Die Fahrer sind lahme Enten

Die Fahrer bei Gesar Travel sind absolute Hutfahrer, hupen vor jeder uneinsehbaren Kurve und machen auf sich aufmerksam, fahren im Schritttempo über holprige Stellen, nur damit du dir nicht weh tust. Total lahm, kein Abenteuerfaktor. Null Thrill.

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Trotz der geilen Straßen null Nervenkitzel

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6. Die Köche sind wahre Mäster

Da freust du dich endlich darauf ein paar Kilo zu verlieren und täglich nur Daal und Reis zu essen und dann servieren dir die Gesar Travel- Köche auf den Trekkingtouren doch tatsächlich vollwertige Menüs, die sättigen und wieder Kraft schenken. Leider schmecken sie auch noch und du langst deswegen auch gerne einmal zu viel zu.

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Von wegen Diät-Küche

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7.  Die Guides sind doofe Besserwisser

Wir wissen, es macht viel Spass sich vor einer Reise einzulesen und sich vorab zu informieren. Da ist es dann wirklich frustrierend, dass unsere Guides trotzdem noch alles etwas besser wissen und ihre Kenntnisse auch noch angeberisch zum Besten geben.

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Wenn du gewusst hättest, dass dein Guide ein echter Besserwisser ist, hättest du dir das Geld für den Reiseführer sparen können.

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8. Diese ewig lästigen Weltverbesserer

Es ist wirklich nervig, wenn unser Team streberhaft auf den Campingplätzen nicht nur den eigenen Müll, sondern auch den anderer Trekkingteams wieder einsackelt und mit nach Leh bringt.

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9. Immer diese Nähe zu den Einheimischen

Ja, zugegeben, es war uns schon immer ein Anliegen, dass möglichst viele, die bei uns oder mit uns arbeiten auch wirklich aus Ladakh sind. Und darüberhinaus war es uns immer sehr wichtig, dass unsere Gäste auch möglichst viel Kontakt zu Einheimischen haben. Das hat natürlich auch seine Konsequenzen: Einladungen in Privathäuser oder Nomadenzelte, Tee trinken (iiiih, auch noch den ekligen Buttertee), Fotos machen (die Speicherkarten sind ohnedies immer zu schnell voll) und das überhaupt schlimmste: Freundschaften, die man heutzutage dann auch noch per Facebook pflegen muss. Total anstrengend!

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Der Gipfel der Frechheit überhaupt: Wenn man sich mit Einheimischen auf den Feldern abrackern muss

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10. Ladakh ist es gar nicht wert besucht zu werden

Zu guter letzt: Klick dich durch die Bilder. Wenn du dann noch immer nach Ladakh kommen willst (und das auch noch mit uns), dann tut es uns wirklich leid! Dir ist nicht mehr zu helfen. (Alle Bilder von Roland Amon)




spacerViele Bergsteiger wollen einmal hoch hinaus. Nachdem die Alpen über eine gewisse Höhe nicht hinauskommen, bieten sich da natürlich die Berge des Himalaya an. Als idealer Einstiegsberg gilt hier der Stok Kangri mit 6.154m, der auch von technisch weniger versierten gut erreicht werden kann. Trotzdem sollte man ihn nicht unterschätzen …

 

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Der Stok Kangri ist technisch zwar einfach, aber die Höhe macht einem zu schaffen.

 

Facts über den Stok Kangri

Schwierigkeit: technisch zählt er eher zu den einfacheren Gipfeln – dennoch ein 6000er ist schon allein aufgrund seiner Höhe eine Herausforderung für den Körper und darf daher nicht unterschätzt werden. Eine gute Höhenanpassung im Vorfeld ist unumgänglich.

Kenntnisse zur Besteigung: Trittsicherheit, Kenntnisse im Umgang mit Steigeisen und Pickel, Schwindelfreiheit. Im durchweg steilen Gelände muss man einen ausgesetzten Grad übersetzen und klettert teilweise über loses Gestein. Für die letzten 100 m unter dem Gipfel ist besondere Vorsicht geboten, da ein steiler Eisaufschwung durchquert werden muss.

Höhe: 6.154m (die offizielle Höhe, wobei es auch viele Quellen gibt, die ihn ab 6.120m auszeichnen; aber anz ehrlich: auf Google Earth kommt man nicht mal auf 6.120m, sondern nur 6.060m 😉 )

Lage: Ladakh, Industal, Teil der Stok-Kette, leicht von Leh aus zu erreichen

Dauer einer Besteigung: Meist in 3-4 Tagen (abhängig von Kondition und Akklimatisierung). Er lässt sich sehr gut mit Trekkingtouren unterschiedlicher Länge im Hemis Nationalpark verbinden, was der Höhenanpassung zuträglich ist.

Beste Besteiungszeit: Juni-Ende September (immer abhänig von Witterung)

Achtung Permit: Für den Stok Kangri hast Du ein gültiges Permit der Indian Mountaineering Foundation vorzuweisen. Das bekommst Du jedoch einfach in Leh oder inzwischen sogar auch im Basislager. Kosten derzeit: ca. 30 EUR/Person.

 

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Route Besteigung Stok Kangri (6.154m) ab Basislager

 

Ablauf Besteigung in 4 Tagen

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Tag 1: Stok-Smankarmo

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Höhenprofil (anklicken für vergrößerte Ansicht)

Fahrt von Leh ins gut 15km entfernte Stok (Fahrtdauer ca. 30 min). Stok ist gleichzeitig auch Sitz der Königsfamilie von Ladakh (die de facto aber keine Macht mehr hat). Es bietet sich an diesem Palast einen kurzen Besuch abzustatten. Am Ende des Dorfes befindet sich der Ausgangspunkt der Tour. Entlang eines Gletscherbaches wandert man gemächlich bergauf. Nach einer Weile heißt es einen kleinen, jedoch steilen Pass zu überwinden. Es geht vorbei an beeindruckenden Felsformationen durch das Stok-Tal. Es geht wieder bergab zum Bach, dem wir bis zum Nachtlager Smankarmo folgen. Smankarmo dient den Menschen von Stok als Sommerweide.  Die maximale Steiung an diesem Tag beträgt ca. 40 %, durchschittlich sind es aber nur etwas über 10 %. Distanz: ca. 9 km. Gehzeit: ca. 4-5 Stunden. Höhe des Camps: knapp unter 4.400m. Höhendifferenz: +900/-125m.

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Auf dem Weg zum Stok Kangri. Foto: Josef Reifenauer

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Der Weg nach Smankarmo führt über einen kleinen Pass. Foto: Josef Reifenauer

Tag 2: Smankarmo-Basislager

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Höhenprofil (anklicken für vergrößerte Ansicht)

Der heutige Tag ist kurz. Wir verlassen den Zeltplatz und sagen „Julley“ zu den Hirten der Alm von Stok. Es geht bergauf zum Hochtal, vorbei an weiteren Steinhütten der Hirten von Stok. Der Weg wird steiler, doch nach gut 3 Stunden haben wir das Basislager knapp unter 5.000m erreicht. Wir sehen auf den Gletscher des Golep Kangri, des kleineren Bruders des Stok Kangri, der sich ebenfalls über Besteigungen freut. Ebenso kann man hinab ins Industal und seinen grünen Oasen sehen. Zur besseren Höhenanpassung für den kommenden Tag empfiehlt sich ein weiterer Höhenanstieg und Abstieg vor der kurzen Nachtruhe. Max. Steigung: 44 %, durchschnittlich jedoch  18%. Gehzeit: ca. 3 Stunden. Höhendifferenz: +623m/-23,3m. Schlafhöhe: 4.970m

 

Tag 3: Besteigung des Stok Kangri

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Höhenprofil (anklicken für vergrößerte Ansicht)

Die Nacht ist kurz, denn wir brechen zur Besteigung bereits in den Nachtstunden – meist um ca. 2 Uhr morgens auf. Bei klarem Himmel und gutem Mond ist auch ohne Kopflampe der Weg gut zu sehen. Es geht auch gleich zu Beginn etwas steil los. Man quert einen Pass und steigt über Geröllfelder stetig an bis man zum Advanced Basecamp (ABC auf 5.300m) kommt. Danach ist ein flacher Gletscher zu queren. Meist wird hier kein Seil benötigt, da es kaum Spalten gibt, allerdings kann es notwendig sein, nun auf Steigeisen zu gehen. Schließlich erreichen wir den langen Gipfelhang. Wir steigen steil auf, bis auf etwa 5.700m und zweigen in Richtung Gipfelgrat ab. Wir folgen dem Grat über mehrere kurze Steilstufen und erreichen nun den Stok Kangri auf 6.154m (oder darunter 😉 ). Der Anstieg wird gegebenenfalls mit Seil und Steigeisen gegangen. Bei guter Sicht eröffnet sich vom Gipfel ein Rundumblick auf die Berge der Stok-, Ladakh- und Zanskarkette und auch Gipfel des Karakorum im Norden. Nach einer Rast geht es über den selben Weg wieder zurück ins Basislager. Gehzeit: 10-12 Stunden. Max. Steigung: 84%, durchschnittlich 23,5%. Höhendifferenz: +1.130m/-55m.

 

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Sonnenaufgang auf dem Weg zum Stok Kangri

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Die Rundumsicht auf die umliegenden Berge vom Stok Kangri aus, entschädigt für die Strapazen des Aufstiegs.

 

Tag 4: Retour nach Stok

Über den selben Weg wie bergauf geht es nun wieder bergab und nach der Rückkunft in Leh kann der Erfolg (bei einer Flasche Godfather oder Kingfisher?) gefeiert werden.

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Ein letzter Blick auf den Stok Kangri bevor es wieder zurück nach Leh geht.

 

Ein paar unserer Expeditionen

Da ist natürlich mehr möglich. Das ist nur eine kleine Auswahl. Wenn du einen anderen Gipfel im Visier hast, schreib uns einfach: daniela@gesar-travel.com oder tashi@gesar-travel.com

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Sechstausender-Doppelpack
Expedition: Zwei 6000er
Manche kriegen nie genug – nur ein 6000er? Da wirst du erst richtig warm? Wenn es dir genau so ergeht, dann ist das DIE Expedition für dich. Bei dieser Reise besteigst du gleich zwei 6.000er in der Mentok-Kette.

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(c) Barbara Esser

Stok Kangri in 2 Wochen
Expedition auf einen 6000er
Diese Tour bereitet in nur kurzer Zeit mit aufbauenden Wanderungen und einer kurzen Trekkingtour im Vorfeld ideal auf die Besteigung des Stok Kangri vor.

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(c) Markus Brixle

Der Himmel der Nomaden
Trekking & Expedition im Changthang
Diese Tour bringt dich hoch hinaus: Die 9-tägige Trekkingtour führt über das tibetische Hochplateau. Und dann geht es auch noch auf einen 6.000er.

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Zanskar für Himmelstürmer
Anspruchsvolles Trekking und Expedition
Die Trekkingtour vom Kiupa La via Dibling nach Kanji ist nichts für Trekkinganfänger. Fordernde Wasserdurchquerungen und lange Etappen durch menschenleere Gegenden. Die Besteigung des 6.030m hohen Tsomothang macht die Tour für Bergfreaks ideal.

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Radfahren in Ladakh ist etwas, das sich immer größerer Beliebtheit erfreut. Das sieht man auch am jährlich anwachsenden Fahrradverleih-Sektor in Leh. Wo aber fährt man besonders gut mit dem Rad und worauf sollte man achten, wenn man vor hat Ladakh mit dem Drahtesel zu entdecken?

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Ladakh auf dem Rad zu erkunden, ist eine spannende Sache. (Alle Fotos auf dieser Seite von Steffi Langer)

 

Radfahren in Ladakh: Wo fährt man am besten?

Es gibt viele tolle Routen, die einen als Radfahrer fordern. Was momentan viele sehr gerne machen, ist sich mit dem Rad auf den Khardong La (Pass nach Nubra mit 5.360m) hochbringen zu lassen und die gut 40km zurück nach Leh auf 3.500m zu radeln. Ein Service, das heute viele Fahrradverleiher in Leh anbieten. Etwas, das auch wirklich Spaß macht, ABER zwei Dinge gilt es zu beachten.

  1. Man fährt von 3.500m fast 2.000 Höhenmeter bergauf. Da kann es einem schon mal nicht ganz so gut gehen. Beim Bergabfahren auf der Straße sollte man jedoch hoch konzentriert fahren, da die Straßen teils sehr stark ausgesetzt und auch geröllig sind. Ein kleiner Fehler kann fatale Folgen haben. Eine Radfahrt dieser Art sollte man daher nur machen, wenn man schon etwas akklimatisiert ist.
  2. Man ist nicht allein unterwegs – entlang dieser Straße fahren viele Lastwägen und Jeeps. Die Fahrer sind inzwischen zwar die radfahrenden Verkehrsteilnehmer gewohnt, trotzdem aber muss man vorsichtig sein, denn als Radfahrer kann man gegen einen Lastwagen wenig ausrichten. (Als zusätzlichen Tipp: Nimm Dir ein Halstuch mit, das Du gegebenenfalls als Mund/Nasenschutz nehmen kannst, denn ein Lastwagen auf dieser Höhe lässt ziemliche Rauchschwaden ab.)

Viele fahren auch entlang der Highways Richtung/nach Manali oder Srinagar. Die Straßenverhältnisse sind hier meistens recht gut (wenn man mal von den Straßen vor/nach dem Rothang La und Zoji La absieht), ABER es ist auch entsprechend viel Verkehr (während der Sommermonate). Auch zum Pangong-See über den Chang La kann viel Verkehr sein. Das muss man dann in Kauf nehmen.

Abseits dieser Straßen aber, ist verhältnismäßig wenig Verkehr und man kann wirklich toll fahren. Bspw. nach Zanskar über den Pensi La oder nach oder von Nubra über den Wari La. Im Changthang – die Hochebene Ladakhs – gibt es viele kaum genutzte Jeeppisten und wenig befahrene Straßen. Da kann man sich als Radfahrer richtig austoben.

Für die Mountainbiker ist es auch möglich entlang vieler Trekkingrouten zu fahren.

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Soll ich mir ein Rad leihen oder von zu Hause mitnehmen?

 

Rad leihen oder mitnehmen? Was muss ich beachten?

Wie schon erwähnt gibt es inzwischen viele Fahrradverleiher, ABER so gut wie alle Fahrräder sind verhältnismäßig schwer und nicht jeder Verleiher hat eine gleich gute Qualität oder gleich gut gewartete Räder. Es ist hier sehr wichtig, sich gut umzusehen und in jedem Fall Probe zu fahren. Bremsblöcke checken!

Auch die Preise variieren je nach Anbieter – durchschnittlich muss man mit ca. 10-30 EUR / Tag rechnen – abhängig davon wie gut das Rad ist. Immer auch daran denken, dass man sich unterwegs mal einen Platten holen kann, dh hier auch nach Material zum Reparieren fragen.

Es gibt zwar keine Helmpflicht in Ladakh, einen zu tragen, würden wir aber in jedem Fall empfehlen. Den Radhelm kann man auch leichter als sein Fahrrad von zu Hause mitnehmen, denn es ist nicht immer einfach einen passenden zu finden.

Wer jedoch längere Radtouren plant bzw. ein guter Radfahrer ist, sollte in jedem Fall in Erwägung ziehen, sein eigenes Fahrrad mit nach Ladakh zu nehmen. Die Kosten dazu variieren je nach Fluglinie, im Jahr 2015 hat der Transport von Europa nach Delhi mit Lufthansa 100 EUR gekostet. Dazu kommen dann noch ein paar Euro für den Transport von Delhi nach Leh für das Übergepäck, die aber nicht mehr groß ins Gewicht fallen.

Deine Radtour durch Ladakh
Lust auf Radfahren in Ladakh bekommen? Wir helfen Dir gerne bei der Planung und organisieren Dir auch gerne ein Backup-Auto, das Dein Gepäck, Equipment und gegebenenfalls auch Koch und Essen transportiert, damit Du auch dorthin radeln kannst, wo keine festen Unterkünfte zur Verfügung stehen. Kontakt!

Radfahren in Ladakh + Trekking + Bergsteigen?
Für Multiaktive haben wir heuer eine spezielle Tour am Programm – erst gehts mit dem Rad nach Nubra, dann zu Fuß über den Lasermo La (5.400m) wieder raus ins Industal und wer dann noch immer nicht müde ist, kann auch noch einen 6.000er besteigen >> Infos zur Tour

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Urlaub heisst auch gut essen und trinken, sich Zeit nehmen, zwischendurch einen Kaffee mit Kuchen genießen. Leh im Sommer hat viele Restaurants und Cafés, man trifft Menschen aus aller Herren Länder und kann in vielen auch wirklich gut essen. Wir raten daher dringend davon ab nur im Hotel zu essen.

Bevor wir euch unsere Auswahl an guten Restaurants und Cafés verraten, vorab noch ein paar generelle Infos.
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Ladakhisches Essen in Restaurants?

Man findet ja fast alles in den Restaurants in Leh: indisches, thailändisches, chinesisches, tibetisches, mexikanisches, nepalesisches und kontinentales Essen. Aber wer auf der Suche nach einem authentisch ladakhischen Essen ist, muss schon wirklich gut suchen. Dort wo Skyu oder Chhu Tagi auf der Menükarte steht, kommt nur selten das auf den Tisch, was man auch in einem ladakhischen Haushalt serviert bekommen würde. Das hat zum einen damit zutun, dass die meisten Köche aus Nepal oder anderen Teilen Indiens kommen und gar nicht wissen, wie man ladakhisch kocht. Daher empfehlen wir einfach im Gästehaus (nicht im Hotel – dort ist das Problem ähnlich gelagert wie in den Restaurants) zu essen oder sich nach einer Möglichkeit umzusehen, bei einer Familie zu Hause essen.
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Achtung! Worauf du am Anfang Rücksicht nehmen solltest

Die Regel „Wash it, peel it, cook it or forget it!“ ist bekannt – also (zumindest am Anfang) auf ungewaschenes, ungeschältes und ungekochtes Essen verzichten. Darüber hinaus empfehlen wir für Ladakh: Achtung bei Milchprodukten, insbesondere Käse! Durch die vielen Stromausfälle in Leh, kommt es immer wieder zu Unterbrechungen der Kühlketten. Besonders beim Yakkäse ist zu Vorsicht geraten – denn, der kommt – bis auf einige Ausnahmen – meist aus Nepal und wird von dort meist ungekühlt nach Leh gebracht. Bis er dort angekommen ist, ist er oft nicht mehr genießbar. Auch das beliebte Mango-Lassi ist gerade am Beginn der Reise für den europäischen Magen nicht so zuträglich. Für die Fleischesser: Hier verhält sich die Sache ähnlich – Fleisch wird kaum gekühlt und ist damit auch gerne Auslöser lästiger Durchfallerkrankungen. Wer länger in Leh ist, gewöhnt sich schnell.
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German Bakery so gar nicht deutsch

Es gibt zig German Bakeries, auch englische und französische, doch was dort verkauft wird, ist einfach nur nepalesisch. Nicht, dass das Gebäck, die Kuchen und Kekse dort nicht genießbar wären! Nein, sie sind nur nicht das, was sie vorgeben zu sein, also nicht enttäuscht sein. (Für mich als Süßspeisen- und Backwarenverwöhnte Österreicherin kommen die angepriesenen Leckereien nie und nimmer an das Original heran 😉 )
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Unsere Top 10 Lieblingsrestaurants und Cafés

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1. Penguin Bar & Restaurant

Unser absoluter Liebling für Mittag- und Abendessen. Im typischen Nepali-Style mit Plastikstühlen und -tischen und gewöhnungsbedürftiger Deko, aber dafür ein wirklich ruhiger Platz inmitten der lauten Stadt. Unter Schatten spendenden Aprikosen- und Äpfelbäumen kann man hier bei der wirklich super-netten Staff zwischen tibetischer, indischer und kontinentaler Küche wählen. Unser Tipp: Momos, Smoothies, Schnitzel (für die Mägen der Kinder, die nach Gewohntem schreien 😉 )
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2. Bon Appetit

Bon Appetit

Das „Schicki-Micki-Restaurant“ von Leh

Das definitiv schickste Restaurant, das Leh gesehen hat. Hier gibt es Stühle und Tische aus Holz! Und in schönem Design. Der Ausblick ist hervorragend und ruhig ist es auch. Das Lokal ist versteckt gelegen, hat einen schöne Terrasse und einen genialen Innenbereich. Das Essen zählt zu Ladakhs Haute Cuisine, hat aber wenig mit lokaler ladakhischer und indischer Küche zu tun. Hier wird gerne etwas experimentiert – kontinental mit einem Hauch von Asien. Achtung: Die Preise sind etwas höher und die Portionen auch verhältnismäßig klein. Eher etwas für Leute, die schon länger in Leh sind und sich etwas Besonderes gönnen wollen.
Unser Tipp: Pizza, Pasta, den leckeren Auberginenturm, Huhn in Cashewkruste
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3. Chopsticks

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Thai-Essen in Leh

Auch eines der schöneren Restaurants ohne Plastikbestuhlung, meist saubere Toilette. Wie es der Name bereits verrät, gibt es hier vorwiegend Essen, das man mit Stäbchen essen kann. Folgedessen ist auch insbesondere das Thaiessen zu empfehlen. Wir raten von den ladakhischen Gerichten auf dem Speiseplan ab – die halten nicht, was sie versprechen.
Unser Tipp: Thailändische Nudelgerichte, Pommes (wirklich lecker)
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4. Tibetan Kitchen

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Tingmo im Tibetan Kitchen

Eines der besten Restaurants in Leh, wenn es um tibetische Küche geht. Sehr beliebt, abends ist es oft schwierig einen Tisch zu bekommen, daher werden Reservierungen empfohlen. Der Style des Restaurants kommt nicht an die Küche ran – die ist auch hier „nepalesisch-plastisch“.
Unser Tipp: Momo, Tingmo, Thukpa – alles tibetische!
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5. Neha Snacks

Direkt am Main Basar gelegen ein kleines Restaurant für jene, die die authentisch indische Küche suchen. Damit nichts für jene, die auf europäische Milde stehen, denn Chilli ist Bestandteil so gut wie aller Speisen.
Unser Tipp: Thali
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6. Tashi’s Tea Place

Unser Geheimtipp, denn in Tashis Restaurant verirrt man sich kaum zufällig. Unauffällig, noch nicht mal mit einem richtigen Namen versehen, bietet der Raum gerade mal Platz für vier Tische (aus Holz ;-)) Tashi, die tibetische Chefin des Hauses, ist ausgesprochen freundlich und serviert das Essen, das ihr Mann im Raum dahinter kocht. Die Küche ist simple, vegetarisch und günstig. Die Auswahl ist nicht groß, dafür das Essen immer frisch und wirklich lecker.
Unser Tipp: Kawa-Tee und gebratener Reis
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7. Open Hand

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Hier gibt es richtig leckeren Kaffee!

Für die, die auf der Suche nach richtigem Kaffee sind. Das Open Hand ist recht modern und verkauft auch fair produzierte Waren aus Ladakh und anderen Teilen Indiens. Es wird vor allem von jüngeren Travellern gerne besucht. Wir empfehlen es eher als Kaffeehaus, denn als Restaurant.
Unser Tipp: Kaffee, Frühstück
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8. Wonderland

Das wohl beliebteste Restaurant in Chanspa mit Rooftop-Terrasse: große Auswahl an Essen, von tibetisch bis indisch, chinesisch und kontinental. Besonders das Frühstück ist hier zu empfehlen. Auch der Kaffee dazu mundet.
Unser Tipp: Frühstück
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9. Yama Coffee House

Ein sehr gemütliches und nett eingerichtetes kleines Kaffeehaus im Ortsteil Chanspa. Es eignet sich hervorragend zum Kaffeeschlürfen und Kuchen essen, während man die Passanten beobachtet.
Unser Tipp: Kaffee und Kuchen
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10. Ladakh Fine Foods

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Frühstücksempfehlung von Ivonne Röthig

Unser letzter Tipp ist ein Insidertipp von Ivonne Röthig, die vier Jahre in Leh gelebt hat und es damit sehr, sehr gut kennt: Eines der ganz wenigen Restaurants, die auch Ladakhi Food servieren. Auch in Chanspa gelegen, bietet das kleine Restaurant ein hervorragendes Frühstück inklusive Kapern (die in Ladakh wachsen, aber von den Ladakhi kaum genutzt werden) und eine hausgemachte Aprikosenmarmelade.

Die meisten, der hier genannten Restaurants findest du auch auf unserer selbstgezeichneten Karte von Leh.

Für weitere Tipps bezüglich Restaurants und Cafés kannst du selbstverständlich auch unter Tripadvisor nachsehen. Kleiner Tipp: Immer schauen, von wem die Bewertungen sind – häufig sind die Vorlieben je nach Herkunft sehr unterschiedlich – ein Restaurant, das bei indischen Gästen sehr gut ankommt, muss nicht unbedingt den Geschmack der WestlerInnen treffen.

Mahlzeit!




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Fremde Länder, fremde Sitten. Umso wichtiger ist es, sich vorab über die ortsüblichen Regeln zu erkundigen. Nur wer die Sitten eines Gastlandes auch beachtet wird mit Einheimischen gut Kontakte knüpfen können und vielleicht Freundschaften fürs Leben mit nach Hause nehmen.

Von Daniela Luschin-Wangail

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10 Dinge, die man in Ladakh nicht machen sollte

Eins vorab. Ladakh ist kein kompliziertes Reiseland und faux-pas werden schnell vergeben. Meist wird über sie hinweg gesehen. Trotzdem ist es einfach ein schönes Zeichen sich zu bemühen und im Sinne eines generellen besseren Miteinanders ist es zu empfehlen sich vor Reisen über lokale Regeln zu informieren.

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1. Tische sind Tische und keine Sitzbänke

Die ladakhischen Tische (choktse) verführen darauf zu sitzen, wird doch in Ladakh auf dem Boden gesessen und die Tische dafür sind meist noch niedriger als unsere Stühle. Gerade Menschen, die Schwierigkeiten mit den Knien haben, setzen sich daher gerne auf die Tischchen und begehen damit aber – meist unwissend – einen ziemlichen faux-pas. Auf den Tischen darf nicht gesessen werden. Wer gelenksbedingt nicht am Boden sitzen kann, sollte sich daher bei den Gastgebern erkundigen, ob sie nicht eine andere Sitzmöglichkeit haben (oft ist irgendwo ein „westlicher“ Stuhl zu finden).

Und noch etwas: Es wird als sehr unhöflich betrachtet, wenn man über die kleinen ladakhischen Tische zum Sitzplatz steigt. Bitte unterlassen!

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Die kleinen Tische laden zum Sitzen ein. Aber dafür sind sie nicht gedacht. Foto: Roland Amon.

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2. Hierarchien beachten

Gerade im Kloster ist zu beachten, dass man sich nicht auf die Plätze (und Tische – siehe oben!) der Mönche setzt. Laien haben der örtlichen Hierarchie entsprechend immer niedriger (bzw. anderswo) als die Mönche zu sitzen. Ausnahme: Wenn einem ein Mönch einen Platz anbietet (gerne machen das Mönche bei Pujas).

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3. Nicht über Beine steigen

Man steigt nicht über Tische, aber auch nicht über (ausgestreckte) Beine, um irgendwohin zu gelangen. Korrekt ist es, immer hinter einer Person an den gewünschten Platz zu kommen.

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4. Beine richtig ausstrecken

Die meisten Ladakhi sitzen im Schneidersitz, da erübrigt sich das Problem von alleine. Wir „Westler“ tun sich oft in dieser Position schwer und müssen die Beine ausstrecken. In dem Fall bitte darauf achten, die Beine nicht in Richtung einer Person und schon gar nicht in Richtung einer Buddhastatue auszustrecken.

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Seine Beine in Richtung einer Buddha-Statue auszustrecken wird nicht gern gesehen. Foto: Roland Amon

 

5. Nicht über Bücher steigen

Man sollte nie über Bücher (am Boden) steigen, ganz besonders nicht, wenn es sich um religiöse Schriften handelt!

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6. Dein Löffel in Deinen Teller

Die Ladakhi sind, was das Essen angeht, sehr darauf bedacht, dass das Besteck mit dem eine Person ihr Essen isst, nicht in Berührung mit dem Essen anderer kommt. Dh das bei uns übliche „Darf ich mal von Dir kosten?“ geht in Ladakh gar nicht. Auch gibt es extra Besteck, um Essen aus den auszuteilenden Schüsseln auf seinen Teller zu geben. Mach das nie mit dem Besteck, dass Du schon im Mund hattest! Wer für andere kocht, kostet auch nie mit dem Kochlöffel, sondern nimmt mit dem Kochlöffel einen Teil des Essens in eine extra Schüssel und kostet davon mit einem separaten Löffel! Wenn Dir Tsampa (geröstetet Gerstenmehl) aus einer Schüssel angeboten wird, bitte nimm es nicht mit dem abgeschleckten Zeigefinger auf oder mit dem Löffel in der Schale, um es zu kosten. Nimm den Löffel, gib das Tsampa auf Deine Handfläche und iss es von ihr. Oder: Sehr Geübte werfen Tsampa mit dem Löffel so in den Mund, dass nichts vom Besteck mit ihnen in Berührung kommt. Wer Ladakhi beobachtet, sieht auch, dass sie, wenn sie aus der selben Flasche trinken, nie die Flaschenöffnung in den Mund nehmen. Ein Ladakhi wird daher auch nie aus der Wasserflasche eines Touristen trinken, wenn er bereits daraus getrunken hat.

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Achte darauf, dass dein Mund nicht mit dem Essen der Allgemeinheit oder anderer in Berührung kommt. Foto: Martina Scherer/Simon Kraus

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7. Kleide Dich korrekt

Das gilt besonders bei Besuchen ins Kloster. Auch wenn kaum ein Mönch mal etwas sagen würde, aber das Tragen von kurzen Hosen und Trägerleibchen ist wirklich nicht angebracht. Generell wäre es schön, wenn man in Ladakh seine Schultern bedeckt lassen würde und Frauen nicht tief-dekolletiert durch die Gegend laufen. Kurze Hosen sind ausserhalb des Klosters inzwischen ok – nur sollten sie zumindest Knielänge haben.

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8. Bück Dich bei Eingängen

Beim Betreten von Räumen sollte man darauf achten sich seinen Kopf nicht zu stoßen. Was bei den oft sehr niedrigen Räumen gerade in Klöstern gar nicht so einfach ist. Es wird jedoch als schlechtes Omen angesehen, wenn jemand beim Betreten eines Raumes sich seinen Kopf anstößt. Deswegen sieht man sehr häufig bei Eingängen zu Klösterräumen den Hinweis „Mind your head“ – was aber weniger mit einer allgemeinen Sorge um das Wohl der Besucher zu tun hat.

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9. Küssen verboten

Öffentliche Zuneigungsbekunden sind in Ladakh nicht gerne gesehen. Wenn Pärchen nach Ladakh reisen, sollten sie sich in der Privatsphäre ihres Hotelzimmers küssen. Ladakhische Paare halten selbst Händchen nicht öffentlich. Wenn man seinem Partner mal eine Strähne aus dem Gesicht streicht, wird das schon als zärtliche Geste gesehen, ist aber noch erlaubt. (Privates am Rande: Selbst wenn ich meinen Mann nach mehrwöchiger Trennung am Flughafen in Leh treffe, gibt es kein Küsschen – maximal eine Umarmung. Das mit den Umarmungen zwischen ausländischen Gästen und Ladakhi ist auch eher neu und wird von vielen Ladakhi noch immer mit ziemlicher Zurückhaltung und Scheu gemacht). Ein Händeschütteln tut es auch!

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10. Beim Pinkeln von Wasser fernhalten

Die Ladakhi glauben an lhu (Schlangengeister), die im Wasser leben. Ins oder neben ein Wasser zu pinkeln – was manche Männer nur zu gerne machen –  wird als Verunreinigung gesehen, die mit Wunden und Krankheiten des Pinkelnden und der Menschen in seiner Umgebung bestraft wird. Auch wenn Du nicht an so etwas glauben magst, sei so nett und achte den lokalen Glauben. Im Übrigen trinken viele Menschen direkt von den Bächen, schon allein deswegen wäre es von Vorteil sich an diese Regel  zu halten.

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Pangong-See – auch ein Wasser in das man nicht pinkeln sollte!




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Aktuell: Indien erklärt 500 und 1000 Rupien Scheine für wertlos
Am 09.11.2016 wurden alle 500 und 1.000 Rupien Scheine vom Premierminister Modi für wertlos erklärt. Für einen gewissen Zeitraum können diese bei den Banken noch getauscht werden. Stattdessen gibt es nun neue 500 und 2.000 Rupien Scheine. Ein 1.000 Rupien Schein ist in Arbeit. Diese Aktion richtet sich gegen alle, die Schwarzgeld horten. Ein Schritt gegen Korruption und Steuerhinterziehung. Ob damit die wirklich großen Fische erwischt werden, steht momentan ausser Frage.

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Auf deine geplante Reise hat diese Umstellung keine große Auswirkung. Die neuen Scheine werden schon bald im Umlauf sein. Jedoch solltest du dir die neuen Scheine gut ansehen, damit du nicht alte Scheine angedreht bekommst. Wenn du noch alte Scheine zu Hause hast und nicht innerhalb der nächsten Wochen nach Indien reist, um sie an einer Bank zu tauschen (oder eine Niederlassung einer indischen Bank in deinem Land findest), wirst du sie verheizen können. Denn mehr wert als Papier sind sie dann nicht mehr. Stand: 11.11.2016

 

 

Wer auf Reisen geht, braucht auch Geld. Selbst als sparsamster Rucksacktourist muss man für diverse Dinge bezahlen. Das fängt bei der Unterkunft an, geht über Essen und Souvenirs, hin bis zu Trinkgeldern. Doch wie viel ist angebracht? Wie viel Geld soll man einplanen? Wie viel in bar mitnehmen? Wo kann ich mit Kreditkarte oder Bankomatkarte bezahlen? Viele Fragen vor der Reise nach Indien drehen sich ums liebe Geld.

Zu allererst muss man sich mal anschauen, wie man reist? Bist Du auf eigene Faust unterwegs und buchst möglichst alles erst vor Ort? Oder hast Du eine Reise bereits von zu Hause aus gebucht? Beides hat so seine Vorzüge: Der Rucksacktourist kann vor Ort oft (aber nicht immer) günstiger arrangieren – Unterkünfte sind häufig günstiger, wenn man vor Ort verhandelt und darauf verweist, dass ein günstiges Zimmer besser als ein leeres ist. Der Tourist, der im Vorfeld gebucht hat, muss nicht an Ort und Stelle suchen und vielleicht von ausgebuchter Herberge zu Herberge wandern, dafür muss er diesen Kostenpunkt gar nicht mehr einplanen, weil bereits bezahlt. Wer lokal arrangiert muss sich generell etwas mehr mit Gelddingen beschäftigen, denn bei gebuchten Touren ist meist alles inkludiert (bitte immer genau die Leistungen durchlesen).

Bares Geld oder Karte?

Wir würden raten auf beides zu setzen. Nimm Dir eine gute Reserve Bargeld mit, lass aber auch Deine Bankomat/Kreditkarte nicht zu Hause, denn inzwischen gibt es Geldausgabeautomaten fast überall. Achtung aber mit den Bankomatkarten: Neuerdings müssen diese bei der Hausbank für Drittstaaten – also auch Indien –  freigeschalten werden. Das Tageslimit für Behebungen beläuft sich auf 20.000 Rupien. Manche Banken erlauben pro Behebung nur 10.000 Rupien – jedoch darf man zweimal hintereinander 10.000 Rupien beheben. Aber nicht immer funktionieren die Maschinchen, deswegen ist ein bißchen Bargeld immer gut.

Rupien können im Ausland nicht gewechselt werden, dh Du must immer mit ausländischem Geld einreisen. Allerdings ist es längst nicht mehr notwendig US-Dollar einzuführen, der Euro wird überall gerne genommen. Auch Schweizer Franken sind beliebte Devisen (no, na ;-))

Traveller Cheques haben den Vorteil, dass man eine gewisse Sicherheit hat, falls man die Geldbörse verliert. Das kann also auch noch in Betracht gezogen werden.

Was Kreditkarten angeht: In den größeren Städten kann man auch mit Kreditkarte bezahlen – aber für Reisen nach Ladakh oder in andere eher provinziellere Regionen Indiens darf man die Kreditkarte auch zu Hause lassen.

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Tägliche Ausgaben? 100 -1.000-10.000? Wie viel Geld brauche ich?

Wir werden von unseren Gästen oft gefragt, wie viel Geld sie zusätzlich pro Tag miteinberechnen müssen. Bei unseren Reisen sind in größeren Städten meist nur Frühstück oder Halbpension einberechnet, sonst aber ist überall mit Vollpension gerechnet. Was also soll man da für Mahlzeiten einplanen, die nicht inkludiert sind. Eine schwierige Fragen, denn das ist sehr variabel. Isst man Fleisch oder vegetarisch? Trinkt man gern Alkohol zum Essen? Geht man gern in eine Dhaba, die auch Einheimische aufsuchen oder ein schickes Restaurant in Hauz Khas in Delhi? Wenn man lokal und simpel vegetarisch essen geht, sind auch 100 Rupien ausreichend. Wer aber lieber in Restaurants geht, die eine „hygienischere“ Zubereitung „versprechen“, dann werden die 100 Rupien zu knapp bemessen sein. Wer dann auch noch Fleisch will, wird in solchen Restaurants schon mit etwa 250 Rupien an Ausgaben rechnen müssen. Noch ein Bier dazu? Dann steigert sich die Rechnung auf 500 Rupien (Alkohol ist in Indien generell sehr teuer!). Wer es sich mal gut gehen lassen will und ein angesagtes Restaurant in Delhi oder einer anderen großen Stadt besuchen will, sollte schon mit etwa 1.000 Rupien inklusive Getränke rechnen. Dh die Bandbreite ist groß: 100-1.000 Rupien / Mahlzeit / Person. Ich denke aber, dass Du so zumindest mal ein Gefühlt dafür kriegst, was was kostet. Trinkst Du gerne auch danach noch Kaffee mit einem Stück Kuchen, schlag noch etwas drauf. An Trinkgeld solltest Du so viel geben (verhältnismäßig) wie Du es auch zu Hause gewohnt bist (dh wenn die Rechnung 370 Rupien ausmacht, gib 400 Rupien).

Souvenirs, Souvenirs

Tja, das ist die andere Sache. Und noch viel schwieriger als die Essensfrage. Denn was willst Du mit nach Hause nehmen? Einen Seidenteppich? Einen echten Pashmina-Schal? Oder nur ein paar Gebetsfahnen oder einen kleinen hölzernen Elefanten? Klar, man findet genügend billige Mitbringsel, doch auch mindestens genauso viele Luxusgegenstände, die ihr Geld (manchmal) auch wert sind. Und eines darf man nicht vergessen: Mit den meisten VerkäuferInnen sollte man handeln – da kann sich der Preis schnell halbieren oder noch günstiger werden. Doch nicht alle handeln – ladakhische Verkäufer bspw. lassen selbst bei größeren Mengen oft nicht mit sich reden und bleiben bei ihren Fixpreisen.

Das „leidliche Trinkgeldthema“

Am Frage aller Fragen das Geld betreffend ist die des Trinkgeldes: Wie viel soll man mitnehmen? Was ist angebracht? Was ist zu wenig? Was zu viel? Wir haben uns im Laufe der Jahre für Trekking-/Reisepakete als Trinkgeldempfehlung pro Gast bei ca. 4-6 Eur/Tag eingependelt. Das ist ein MiIttelwert und kann und soll natürlich variiert werden, denn schlussendlich ist die Höhe des Trinkgeldes abhängig von der Leistung des Teams. Das ist auch der Grund warum wir Trinkgeldausgaben nicht in den Reisepreis inkludieren. Wo bleibt sonst der Anreiz zu besonders guter Leistung?

Das Trinkgeld soll am Ende der Reise/des Trekkings an die Team-Mitglieder gegeben werden – nicht alles an den Guide und darauf hoffen, dass dieser das Trinkgeld fair verteilt (was er wahrscheinlich auch macht – wir wollen da nichts unterstellen). Wenn alle gleich gute Leistungen erbracht haben, dann soll das Trinkgeld entsprechend der Hierarchie im Team aufgeteilt werden – der Guide steht immer am höchsten, dann folgen im Trekkingteam der Koch, nach ihm kommen Helfer und Porter/Pferdemänner.

Beispiele für die Verteilung kannst Du Dir die auf die Frage: Wie sieht es mit Trinkgeld aus? Erwartet man welches und wie viel? in unserem FAQ ansehen.

In vielen Hotels erwarten viele Angestellte für jedes Service ein Trinkgeld. Um nicht zigmal am Tag 10-Rupien-Scheine zücken zu müssen, kann man auch freundlich darauf hinweisen, dass man am Ende des Aufenthalts Geld in der Tip-Box an der Rezeption hinterlassen wird (was auch all jenen gegenüber fairer ist, die im Hintergrund bspw. in der Küche arbeiten).

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Wie, wann & wo wechseln?

Den besten Kurs erhält man immer in Banken, ABER die Öffnungszeiten sind oft sehr ungünstig (10-16 Uhr + Mittagspause – gerade dann wenn man meistens unterwegs ist) – deshalb kommt man um Wechselstuben häufig nicht herum. Hier lohnt sich ein Vergleich, da die Kurse oft sehr unterschiedlich sind – Achtung auch vor solchen Geldwechslern, die auf den ersten Blick einen guten Kurs versprechen, dann aber noch diverse Gebühren verrechnen (da steigt man am Ende oft viel schlechter aus). Ein Tipp auf jedem Fall: Wechselt am Flughafen in Delhi nicht oder nur ganz geringe Beträge – die Wechselkurse sind furchtbar schlecht und mehrere Wechselstuben verdienen sich eine goldene Nase an am Ende draufgeschlagenen Gebühren. Dann lieber ein paar Rupien mit der Bankomat-Karte beheben.

Und wer sich Geld wechseln lässt, lasst Euch immer ein paar kleine Scheine geben – besonders wenn man vorhat längere Zeit abseits größerer Städte zu verbringen – denn 1.000-Rupien-Scheine kann ein kleiner Händler am Land bei Kauf einer Flasche Wasser nur selten wechseln.

Zu guter Letzt: 1 EUR = ca. 70 Rupien (Stand: November 2016)