Zu Besuch bei einer Familie in Bhutan

Von Ulrike Čokl

Originaltext auf englisch von Ulrike Čokl / Übersetzt von Daniela Luschin-Wangail
Ulli hat alles in allem mehrere Jahre in Bhutan gelebt. Sie hat dort als Ethnologin über traditionelle Praktiken der Gastfreundschaft geforscht. Daher ist sie eine Expertin für das Leben in dörflichen Strukturen in ganz Bhutan. Mit und für Gesar Travel arbeitet sie individuelle und spezielle Reiseprogramme aus, in denen ganz besondere Einblicke in die reiche Kultur Bhutans gewährt werden.

Foto: Marina Beck Photography

Das Gewicht des Verdienstes, der sich aus dem Zufriedenstellen eines Gastes ergbit, kann nicht von einem Pferd getragen werden. 
(Sprichwort aus Bhutan)

“Komm rein, komm rein!” So ruft man mich normal in ein Haus am Land in Bhutan. Je nach dem, wo ich gerade bin, bekomme ich als Willkommenstrunk einen ara (lokales alkoholisches Getränk) oder einen Tee mit ein paar Snacks. Meistens wird dann auch gleich eine Mahlzeit zubereitet, oder sie zumindest angeboten. Der Empfang, donglen, und die Art wie man mit Gästen umgeht, goemgi shongzhag, hängen davon ab welcher Typ von Gast man ist. Es gibt offizielle Besuche und Gäste von hohem Rang, als auch spontane Besuche von Nachbarn. In allen Fällen müssen die Gastgeber großzügig und mitfühlend sein. Die Etikette betreffend gibt es aber Unterschiede, je nachdem wie nah man dem Gast ist. Lamas und Beamte hohen Rangs beispielsweise werden oft zum am Weg mit dem Willkommenstrunk ara und Snacks begrüßt. Manchmal wird diese Empfangszeremonie sogar von Trompetenklängen begleitet. Man bringt sie dann direkt in den choesham (Altarraum) und heißt die hohen Gäste auf weichen Matten Platz zu nehmen.

Aber eigentlich möchte ich davon erzählen, wie du als ausländischer Gast empfangen und behandelt wirst, damit du einen Einblick in die bhutanische Gastfreundschaft bekommst.

Ara – der Willkommenstrunk. Foto: Wulff Hoerbe

Essen in einem bhutanischen Zuhause

Wenn du zu einem bhutanischen Haus am Land kommst, wird dein Guide an der Haustür nach der nangi aum (Hausfrau) rufen, oder, falls er die Familie bereits im Vorfeld kontaktiert hat, werden sie dich bereits draußen empfangen. Normalerweise bitten wir die Gastgeber unsere Gäste in der Küche zu bewirten, weil es dort viel spannender ist zu sehen, was in einer bhutanischen Familie passiert. Außerdem ist es üblicherweise der wärmste Raum im Haus, weil dort ja auch meistens am Lehm- oder Metallofen gekocht wird. In traditionellen Häusern gibt es weder Sessel noch Tische. Du sitzt also auf Teppichen oder dünnen Pölstern. Reichere Familien haben häufig eigene Räume mit Sofas und niedrigen Tischen, um ihre Gäste unterzubringen. Wir finden aber, dass es viel netter und interessanter für unsere Gäste ist in der Küche zu sitzen, wo immer etwas los ist, wo das Essen zubereitet wird und anderes passiert. Unsere Guides sind angehalten die Familienmitglieder mit Namen vorzustellen, weil das sonst in Bhutan nicht üblich ist. Sollte dein Gast vergessen dir die Familie vorzustellen, erinnere ihn ruhig daran. Beim Sitzen musst du dir keine Sorgen machen, wenn du nicht mit überkreuzten Beinen sitzen kannst. Frag deinen Guide in dem Fall in welche Richtung du die Beine ausstrecken kannst ohne jemanden zu beleidigen. Das Ausstrecken der Beine in Richtung von Menschen oder religiösen Räumen/Statuen ist nämlich verpönt. Die Bhutaner sind aber auch sehr verständnisvoll und wissen, dass es für Ausländer oft schwierig ist in der ihnen üblichen Position am Boden zu sitzen. Es ist ihnen vor allem wichtig, dass du dich wohl fühlst und Mitgefühl geht immer vor. Wann immer du nicht sicher bist, wie du dich verhalten sollst, frag deinen Guide!

Vor deiner Ankunft in einem bhutanischen Zuhause hat dein Guide bereits ein Gastgeschenk, chom, besorgt. Das ist Teil der Tradition in Bhutan und hängt von der Jahreszeit und der besuchten Region ab und kann Öl, Zucker, Salz, Kekse, Gemüse, Kerzen, Fleisch, Räucherstäbchen oder Öl für Butterlampen sein. Natürlich kannst auch du ein Geschenk aus deinem Heimatland mitbringen. Darüber freuen sich die Gastgeber besonders. Aber Achtung: Gastgeschenke dürfen nicht an der Türschwelle übergeben werden. Das würde als schlechtes Omen gesehen werden. Warte bis du sitzt und ara oder Tee bekommen hast, bevor du dein Geschenk übergibst. Meistens wird die Familie das Geschenk ungeöffnet weglegen und nicht viel Interesse zeigen, weil ein anderes Verhalten als unbescheiden gewertet werden würde. Wer auf ein Geschenk zu aufgeregt reagiert gilt als gierig. Allerdings ändern sich diese Regeln auch langsam. Wenn deine Gastgeber aber nicht auf den ersten Blick über das Geschenk glücklich scheinen, mach dir keine Gedanken. Sobald du weg bist, werden sie sich mit viel Neugierde an deinem Geschenk freuen.

Wenn das Essen serviert wird, wirst du vermutlich überrascht sein. Es wird dir eine Vielzahl an verschiedenen Gerichten und von allen sehr viel serviert. Die Gastgeber aber werden nicht mit dir essen. Das hat aber nichts damit zu tun, dass sich die Gastgeber dir unterwerfen oder sich minderwertig fühlen, wie es vielen ausländischen Gästen erscheint. Vielmehr ist es ein Bestandteil der bhutanischen Etikette und eine Vorstellung von Höflichkeit. Also fühl dich deswegen nicht schlecht oder komisch. Du kannst ja vorschlagen, dass sie am nächsten Tag mit dir gemeinsam essen, solltest du über Nacht bleiben. In Bhutan isst man mit den Händen. Also darfst du ruhig auch das Besteck weglassen und dich in bhutanischem Essverhalten versuchen.

Es ist ein wichtiger Bestandteil der bhutanischen Gastfreundschaft den Gast anzuhalten mehr zu essen. Allerdings haben inzwischen viele Homestays gemerkt, dass die meisten Ausländer nicht so viel wie Einheimische essen können, besonders wenn es um Reis und Chilli geht.  Trotzdem kann es sein, dass sie dir wiederholt anbieten deinen Teller und deine Tasse nachzufüllen. Je mehr du isst, desto glücklicher werden deine Gastgeber sein. Sie werden es aber auch verstehen, wenn du nicht so viel schaffst. Meine persönliche Empfehlung: Beim ersten Mal weniger nehmen und dafür das Nachreichen akzeptieren. Das macht die Gastgeber glücklich.  Bei den Getränken sind 1-2 Nachfüllungen ein Muss. Falls dir das zuviel ist, trink einfach nicht alles aus. Man wird dir schon nach ein wenig sippen die Tasse nachfüllen.

Nach der Beendigung der Mahlzeit haben viele den Drang aufzustehen und beim Abwasch zu helfen. Tu es nicht! Die Familie würde sich seltsam fühlen und es ist unangebracht, dass sich Gäste, nachdem sie gerade erst angekommen sind, bei der Hausarbeit einbringen. Beim Guide und Fahrer ist das etwas anderes. Sie sind der Familie üblicherweise nicht unbekannt. Wenn du ein oder zwei Nächte bei der Familie verbracht hast wird alles etwas lockerer gesehen. Nur beim ersten Essen einfach mal locker lassen!

Während man in Europa nach dem Essen meist entspannt und weiter trinkt und miteinander plaudert, ist das keine Tradition in Bhutan. In Bhutan trinkt und plaudert vor dem Essen und nach dem Essen verabschiedet man sich üblicherweise recht schnell. Aber auch das ändert sich langsam. 

Das traditionelle Abschiedsgeschenk, soera, ist meist ein Trinkgeld für die Gastfreundschaft an die Gastfamilie. Wenn du zu Besuch bist wird dein Guide das übernehmen, aber natürlich darfst du beim Verabschieden der Hausfrau auch eine Geldnote per Händedruck übergeben. Sie wird es aus Höflichkeit ablehnen und du musst darauf bestehen, dass sie es nimmt, denn so ist das „Spiel“. Im Gegenzug werden sie dir vielleicht ein kleines Abschiedsgeschenk in Form von Käse, Butter oder Früchten überreichen. 




Wo auch immer du hin reist, für jedes Land und jede Kultur gibt es Regeln und Sitten, die man kennen sollte. Zumindest rudimentär. Es ist nicht notwendig zur Einheimischen/zum Einheimischen zu werden. Aber das Bemühen um ein korrektes Verhalten ist etwas das als Selbstverständlichkeit auf Reisen gelten sollte. Fehler passieren immer und sind nicht weiter schlimm. Das wird von den gastfreundlichen Mongolen auch entschuldigt.

18 Regeln für die Mongolei

  • Überreiche Geschenke mit beiden Händen. Es wird als höflich erachtet Geschenke, Geld oder anderes mit beiden Händen zu überreichen bzw. auch entgegenzunehmen.
  • Steig immer von links auf ein Pferd
  • Steig nicht auf die Türschwelle. Überschreite diese immer  – das gilt für Klöster, Häuser und Gers (Jurten)

  • Pfeife nie in Häusern und Gers
  • Angebotene Getränke und Essen annehmen. Auch wenn du nicht hungrig oder durstig bist, nimm es an und koste zumindest.
  • Keine Milch, kein Wasser und auch keinen Müll ins Feuer werden. Das Feuer ist den Mongolen heilig.

  • Berühre niemals den Kopf eines Menschen. Auch nicht das eines Kindes. Das ist im Westen besonders gegenüber Kindern weit verbreitet, wird aber in der Mongolei nicht gerne gesehen.
  • Nie mit ausgestrecktem Zeigefinger auf jemanden und besonders auch nicht auf eine Buddhastatue oder einen Altar zeigen. Alternativ kannst du die gesamte Handfläche nutzen, um auf etwas zu zeigen.
  • Uriniere niemals in Wasser (Bäche, Flüsse, Seen). Für Mongolen ist Wasser heilig und beseelt.

  • Milch und Milchprodukte nie in Flüssse, Bäche, Seen gießen.
  • Auch wenn es für dich wichtig ist, frag Fahrer und Einheimische nicht nach Fahr- und Wegzeiten. Das soll Unglück und die Reise in Gefahr bringen. Alternativ kannst du deinen Guide fragen. Die sind mit dieser westlichen „Unart“ schon vertraut. 😉
  • Umkreise eine Stupa immer im Uhrzeigersinn.

  • Zieh die Schuhe aus, wenn du eine Jurte oder ein Haus betrittst. Das gilt auch besonders für Klöster.
  • Steige nie über die ausgestreckten Beine eines Mongolen.
  • Streck die Beine nie in Richtung von Menschen, dem Altar oder Buddhastatuen aus.

  • Verwende deine rechte Hand oder beide Hände, um Essen entgegenzunehmen.
  • Wende einem Altar oder einer Buddhastatue nie den Rücken zu.
  • Gehe nie vor einer älteren Person.

 

 




Fremde Länder, fremde Sitten. Wo auch immer du auf Reisen gehst, erkundige dich vorab über lokale Gebräuche. Damit vermeidet man unangenehme Situationen und macht sich so schnell Freunde. Auch für Kirgistan gibt es ein paar Regeln, die es wert sind sie zu kennen. Kleine Faux-Pas passieren schnell, werden aber von den gastfreundlichen Kirgisen schnell verziehen. Also mach dir nicht zu viele Gedanken.

1o Regeln für Kirgistan

1 Geschenke machen Freunde

Wenn du in ein kirgisisches Haus eingeladen wirst, ist es eine nette Geste auch ein kleines Gastgeschenk mitzubringen. Gern gesehen sind Früchte, oder Süßes aus deinem Heimatland.

2 Richtiger Umgang mit Brot

Das Brot ist das wichtigste Nahrungsmittel der Nomaden. Lege es nie verkehrt auf den Tisch, das wird nicht gerne gesehen. Brot wird bevorzugt gerissen, nicht mit dem Messer geschnitten. Es liegt meist zentral und wird unter den Essenden geteilt. Und vor allem: Wirf Brot nicht weg! Wenn es für dich nicht mehr genießbar ist, gib es zumindest Tieren. Wenn Brot weggeworfen wird, sagt man „Kesir bolot“, was soviel wie „Hungersnot kommt“.

3 Annehmen und kosten

Wenn du bei einer kirgisischen Familie zum Essen eingeladen bist, versuch von allem ein wenig zu kosten. Das zeigt, dass du ihre Gastfreundschaft zu schätzen weißt. Neben dem Brot ist die Butter besonders wichtig. Also koste sie (wenn es dir irgendwie möglich ist). Oft bietet dir ein Familienmitglied etwas von seinem Teller an. Nimm es an. Es wäre unhöflich, es abzulehnen. Besonders, wenn es von Älteren kommt, denn es ist ein Zeichen von Zuneigung.

4 Essen mit der rechten Hand

Trotzdem Besteck inzwischen weit verbreitet ist, essen noch viele Kirgisen mit der Hand. Wichtig ist es dabei nur mit der rechten Hand zu essen.

5 Leere Teller werden wieder gefüllt

Wenn du deinen Teller leer isst, wird dir dein kirgisischer Gastgeber mehr Essen geben. Wenn du also gesättigt bist und nicht mehr willst, ist es gut ein wenig am Teller zu lassen.

6 Schuhe aus!

In Kirgistan zieht man sich die Schuhe aus bevor man ein Haus betritt. Zieh sie aus, stelle sie schön nebeneinander und nicht mit der Sohle nach oben. Abergläubische Kirgisten gehen davon aus, dass diese Unart Unglück ins Haus bringt.

7 Spucke

Manchmal begrüßt dich eine ältere Frau mit einer Schüssel mit Wasser und bittet dich darum in die Schüssel zu spucken. Sie bewegt die Schüssel dann über deinem Kopf und entleert sie vor dem Haus bzw. stellt sie dort ab. Wasser hat eine reinigende Wirkung und es heißt, wenn man in das Wasser spuckt, dass damit böse Geister und seine negative Aura verjagt werden. Das macht man in Kirgistan mit Menschen, die von einer langen Reise kommen.

8 Alkohol

Die Kirgisen trinken gerne. Und viel. Das wird auch von dir als Gast erwartet. Vor allem Wodka und Kymyz (fermentierte Stutenmilch) wird eingeschenkt. Wenn du nicht trinken willst, ist es besser von Anfang an nein zu sagen und nicht nur einen Drink zu akzeptieren. Sobald du ein Glas Alkohol akzeptierst, wird es schwerer folgende abzulehnen. Von Frauen wird ein Nein leichter akzeptiert als von Männern.  Wenn du Alkohol ausschenkst, gib immer zuerst anderen, bevor du dir selbst etwas einschenkst.

9 Trinksprüche

Wenn Kirgisen zum Trinken beisammen sitzen, wird auch getoasted. Je länger ein Trinkspruch, desto angesehener ist der Aussprechende. Es zeugt von Intelligenz ausgiebige Wünsche auszusprechen. Also lass dir ruhig eine längere Rede einfallen.

10 Anbieten und insistieren

Wenn du Kirgisen Essen anbietest, werden sie meist vorerst höflich ablehnen, auch wenn sie total Lust darauf haben das Angebotene zu kosten. Wenn dem so ist, insistiere etwas. Erst dann wird man nachgeben und annehmen.



Du musst zu keinem Einheimischen werden, wenn du auf Reisen gehst, solltest dich aber vor jeder Reise ein wenig über lokale Sitten und Regeln erkundigen. Das spart dir und deinem Gegenüber unangenehme Momente. Die Menschen in Sri Lanka sind überaus freundlich und du bist als Reisender immer willkommen, wenn du dir aber auch Freunde machen willst, solltest du dir ein paar Dinge zu Herzen nehmen. 

10 Regeln für Sri Lanka

1 Keine Selfies vor Buddhastatuen

Selfies gehören für viele Reisende einfach dazu – es wird vor allen Sehenswürdigkeiten und Highlights gepost und so die Reiseerinnerungen festgehalten und im sozialen Netzwerk geteilt. ABER Achtung vor Buddhastatuen: Das Posen mit dem Rücken zu einer Buddhastatue kommt gar nicht gut an. Lieber davon Abstand halten und die Erinnerung in Gedanken fest halten.

Foto – auch Selfies – sind natürlich ok. Nur nicht vor Buddhastatuen

2 Kleide dich korrekt an Stränden

Sri Lanka hat wunderbare Strände, die für unsere Ohren nach einem Sonnenbad schreien. Nur, lass dabei etwas an. Absolute Nacktheit oder auch Oben-Ohne wird nicht gerne gesehen und kommt gar nicht gut an. Außerhalb der Strände versuch dich etwas mehr zu bedecken – idealerweise die Schultern und die Knie bedecken! Allerdings wirst du gerade in größeren Städten auch schon viele junge Sri Lankesen treffen, die da schon etwas freizügiger sind. Dort ist es nicht mehr ganz so wichtig. Versuch dich aber in ländlicheren Regionen etwas mehr an die örtlichen Gegebenheiten zu halten.

3 Korrekte Kleidung im Tempel

Im Tempel solltest du deine Schuhe ausziehen und deine Schultern und Beine bedeckt halten. In vielen buddhistischen Tempeln wäre es schön, wenn du dich darüber hinaus weiß (oder zumindest) sehr hell kleiden könntest – bspw. im Zahntempel in Kandy oder in Anuradhapura. Du wirst auch die meisten Einheimischen in ihren weißesten Kleidern sehen! Darüberhinaus wird in vielen Tempeln auch kontrolliert, ob man sich korrekt kleidet.

Wer sich in buddhistischen Tempeln weiß kleidet, kleidet sich perfekt!

4 Keine öffentllichen Zuneigungsbekundungen

Mit seinem Liebsten oder seiner Liebsten zu verreisen ist schön, aber nicht in allen Ländern wird es gern gesehen, wenn sich Paare öffentlich küssen. Zärtliche Momente besser auf die Zeit hinter der verschlossenen Hotelzimmertür verschieben! In Sri Lanka ist gelebte Homosexualität bis heute leider ein strafbarer Akt – daher sollten sich gerade gleichgeschlechtliche Paare in der Öffentlichkeit zu ihrem eigenen Besten etwas zurücknehmen, wenn es um öffentliche Zuneigungsbekundungen geht.

5 Richtig begrüßen

In Sri Lanka begrüßt man sich traditionell mit gefaltenen Händen ungefähr auf Kinnhöhe mit leicht gesenktem Kopf. Die Singhalesen grüßen sich mit dem Wort Ayubowan, die Tamilen mit dem Wort Vanakkam. Jüngere Menschen grüßen sich auch schon mit dem im Westen üblichen Handeschütteln. Frauen sind da allerdings noch etwas zurückhaltender.

6 Beine weg von Buddha

Es wird zwar nicht ganz so streng gehandhabt wie in Thailand oder anderen buddhistischen Ländern, trotzdem wäre es schön, wenn du es vermeiden könntest, deine Beine vor einer Buddhastatue auszustrecken. Wenn du vor einer Buddhastatue sitzt, dann mach das wenn möglich im Schneidersitz, oder in einer Position in der du das Ausstrecken in Richtung der Buddhastatue meidest.

7 Bleib höflich

Westliche Konzepte von Privatsphäre werden in Sri Lanka nicht besonders verstanden oder geschätzt. Daher wird man auch oft angeredet. „Wohin gehst du?“, „Woher kommst du?“, „Wie heißt du?“ wird man gern einfach so von Fremden gefragt. Das mag dich zwar ab einem gewissen Punkt nerven, versuch aber bitte höflich zu bleiben! Ein Lächeln und kurze Antworten reichen.

Die Menschen in Sri Lanka sind meist sehr freundlich und neugierig.

8 Fragen vorm Foto

Die meisten Menschen in Sri Lanka lassen sich gerne fotografieren. Aber schon aus Höflichkeit und weil man es für sich selbst ja auch nicht möchte, raten wir dir vorab ein OK (besonders bei Nahaufnahmen) zu holen. Oft reichen entsprechende Körpersprache und Mimik und ein freundliches Lächeln.

9 Rechthändig bleiben oder beide Hände nutzen

Sri Lankesen essen mit der rechten Hand (ohne Besteck), die linke gilt nicht als sauber. Du musst nicht auf Besteck verzichten (das wird fast überall angeboten), solltest aber beim Handeschütteln oder beim Übergeben von Dingen oder Geld die linke Hand aussparen. Perfekt übergibst du Geld und kleinere Objekte mit der rechten Hand während der rechte Unterarm von der linken Hand berührt wird.

10 Sich nicht den Kopf zerbrechen

Die Sri Lankesen sind überaus herzliche Gastgeber. Wenn dir mal ein Faux pas passiert, mach dir keinen Kopf, man sieht gerne darüber hinweg, wenn dieser nicht mit Absicht passiert ist.

Hast du Lust auf Sri Lanka bekommen? Weitere Infos zu Sri Lanka findest du hier: Destination Sri Lanka

Gerne arbeiten wir an deiner maßgeschneiderten Traumreise nach Sri Lanka. Ein Mail genügt.




spacer

 

Es macht sich immer gut ein paar Wörter und Phrasen in der Sprache des Reiselandes sprechen zu können. Ladakhi – die Sprache der Menschen Ladakhs – ist für viele nicht einfach zu lernen, aber man muss es auch nicht perfekt können. Einige wenige Wörter und Sätze sind durchaus zu lernen und man macht sich damit schnell Freunde und zeigt so auch viel Wertschätzung für die Kultur des Reiselandes.

 

Die 20 wichtigsten Wörter und Phrasen in Ladakh

 

abi-happy

Besonders bei Ladakhi, die kein English können, kommt man sehr gut an, wenn man ein paar Wörter Ladakhi spricht.

spacer

JULLEY  [dschu-leh]
Das Zauberwort der ladakhischen Sprache. Es ist so viel mehr als nur ein Wort auf Deutsch und man kann es für so oft einsetzen. Es bedeutet:
HALLO, TSCHÜSS, DANKE, BITTE. Ein kurzes starkes Wort, das Freundschaften bildet.


KHAMSANG-IN-A-LEY? [oder auch kurz: khamsang-ley?]
Wie geht es Dir/Ihnen? Achtung: Das Kürzel „ley“ am Ende macht jeden Satz etwas höflicher. Man kann es daher ruhig auch inflationär verwenden.


KHAMSANG-LEY!
Es geht mir gut.


DON-LEY!
Bitte iss! Besonders wenn man bei ladakhischen Familien eingeladen ist, wird man diese Aufforderung immer wieder hören. Es gehört zur Etikette seine Gäste zum Essen richtiggehend zu zwingen.

don-ley

Die gastfreundlichen Ladakhi laden gern zum Essen und Trinken ein.


MAN-LEY.
Nein, danke!


D(r)IK-LEY.
Es ist genug!


DANGS-LEY.
Ich bin satt.


O-LEY.
Ja, bitte.


TSAPIK-LEY.
Ein wenig bitte.


SHIMPO RAK-LEY!
Es schmeckt gut.

shimpo

Viele Speisen in Ladakh sind „ma shimpo“ – sehr lecker. Foto: Zubereitung von Momos.


NYERANGI-MING CHI IN-LEY?
Wie ist Dein/Ihr Name?


NGE-MING … IN-LEY.
Mein Name ist …


NYERANG KANE IN-LEY?
Von wo bist Du?


NGA Germany/Austria/Switzerland-NE IN-LEY.
Ich bin aus Deutschland/Austria/Switzerland.


KULE-KULE!
Langsam, bitte!

lam-weg

Gerade beim Trekking in großen Höhen ist es wichtig „kule-kule“ unterwegs zu sein.


NGA GO-A SUMO RAK.
Ich habe Kopfschmerzen.


NGA TODPA-A SUMO RAK.
Ich habe Bauchschmerzen.


NGA TUTU-A SUMO RAK.
Ich habe Halsschmerzen.


LAM (Ortsbezeichnung)-A KANE IN-LEY?
Wo ist der Weg nach (Ortsbezeichnung)?


(LADAKH) DEMO DUK-LEY.
(Ladakh) Es ist schön.

demo-duk

Es ist nicht schwer in Ladakh die Phrase „demo duk-ley“ zu verwenden, denn vieles ist atemberaubend schön.