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Literatur & Karten

Immer wieder fragen uns unsere Gäste zu Literatur/Kartenmaterial zu ihrer Reise nach Sikkim & Darjeeling. Um das Ganze etwas einfacher zu machen, haben wir einfach eine Liste zusammengestellt, die sicherlich nicht lückenlos, aber durchaus nützlich ist. Aber ganz ehrlich gesagt, ist es echt etwas dünn gesät, was die Auswahl angeht. Wer also mal einen guten Führer zu Sikkim & Darjeeling schreiben möchte, sollte dies möglichst bald tun.

 

Allzu gute Karten für Sikkim & Darjeeling gibt es nicht. Was aber ganz gut zu brauchen ist, haben wir hier angeführt:

Sikkim 1 : 135 000 / India Northeast 1 : 1 500 000 (International Travel Maps)

Die allgemeine Himalaya-Karte aus dem Hause Nelles


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Auch was Reiseführer angeht, so ist der Markt nicht gerade gesättigt mit gutem Material. Hier trotzdem eine Übersicht:

Allgemeiner Reiseführer für den Norden Indiens von Nelles

Allgemeiner Reiseführer für den Norden Indiens aus der Serie Stefan Loose


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Reisebericht über Trekking in Sikkim & Darjeeling


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Belletristik: Damit man sich der Reise auch literarisch annähert 😉

Etwas schmalziger Liebesroman, aber wer so was mag, wird Die Rose von Darjeeling mögen

Für die einen kitschiger Schmöker, für die anderen eine fantastische Reise durch Indien: Der Himmel über Darjeeling


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Eine Weltreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln, mit dabei natürlich auch der Toytrain in Darjeeling: Nächster Halt: Darjeeling-Hauptbahnhof.

Auf englisch nur, aber dafür wirklich spannend. Gyalo Thondup ist der Bruder des Dalai Lama und erzählt seine Geschichte, die auch mit Kalimpong verbunden ist: The Noodle Maker of Kalimpong: The Untold Story of My Struggle for Tibet


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Allgemeine Literatur, zur Reise passend, weil in Zusammenhang mit dem Himalaya stehend:

 

Palast der Winde ist ein Klassiker und erzählt die Liebesgeschichte eines Briten mit einer indischen Prinzessin und spielt in den Tälern des Himalaya.

Ein etwas anderer Liebesroman, der gleichzeitig auch viel über den tibetischen Buddhismus erzählt: Die Lieder ihrer Hände.


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Die Reisen der Alexandra David Neel, die sie auch durch Sikkim gebracht haben:


 

Diese Reise nach Sikkim & Darjeeling könnte dich interessieren

Sikkim & Darjeeling: Wandern, Tee und Kultur

(c) Tashi WangailKulturreise im ehemaligen Königreich Sikkim und der Hauptstadt des Tees mit schönen Tageswanderungen; Schöne Unterkunfte und die schönsten Klöster desLandes; ab 4 TN
Termin: 21. Oktober-03. November 2017
Preis: 1.290 EUR (inklusive Inlandsflüge)

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Erst vor Kurzem haben wir einen Blog-Beitrag darüber geschrieben, dass wir es nicht gerne an die große Glocke hängen, wenn wir Gutes tun: Wir tun Gutes, reden aber nicht viel darüber. Jetzt tun wir es doch, und zwar aus gutem Grund.

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Gerade Mädchen aus ärmlichen, ländlichen Regionen sind Ziele der Menschenhändler. Foto: Nana Ziesche

Der Menschenhandel zählt zu den größten Problemen Indiens

Nirgendwo auf der Welt werden mehr Menschen gehandelt als Indien. Rund 80% aller gehandelten Menschen sind Frauen und Kinder, die schlussendlich sexuell ausgebeutet werden. Man schätzt, dass sich heute 1,2 Millionen Kinder in indischen Bordellen verkaufen müssen.

Diese Fakten waren uns schon lange bewusst, doch ist dieses Thema so monströs und beängstigend, dass man dazu neigt ohnmächtig zuzusehen. Was will man auch tun? Superheromäßig den Umhang umschnallen und ins nächste Bordell fliegen und die betroffenen Frauen und Kinder retten? Wir sind keine Superhelden und leider auch nicht sehr mutig. Immerhin zählen der Menschenhandel und das Rotlichtmilieu zu den gefährlichsten kriminellen Szenen Indiens. Es ist lukrativ, das Geschäft mit den ausgebeuteten Seelen und um diesen Reichtum zu bewahren, wird man schnell gewaltätig. Es bedarf eines immensen Know-Hows und auch Mutes sich in die dunklen Gassen der Rotlichtbezirke vorzuwagen und den SexsklavInnen wieder Licht in ihre düstere Hölle zu bringen. Also haben wir recherchiert und versucht, rauszufinden, wie wir trotzdem helfen können. Und sind fündig geworden.

 

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Betrogen, gefoltert und vergewaltigt

bedDie Menschenhändler sind sehr kreativ, wenn es darum geht Frauen und Kinder an Bordelle zu verkaufen. Sie werden unter Drogen gesetzt und einfach gekidnappt, es wird ihnen ehrliche Arbeit versprochen, man gaukelt Frauen und Mädchen Liebe vor und heiratet sie gar. Doch die Endstation ist immer die selbe: verkauft an ZuhälterInnen (gerade in Indien sind sehr viele Frauen – sogenannte Madams – in diesem Geschäft) wird sukzessive daran gearbeitet ihren Willen zu brechen. Man sperrt die Opfer in Dunkelkammern oder gar Boxen ohne jegliches Licht, lässt sie hungern, foltert und vergewaltigt sie solange, bis sie gewillt sind „freiwillig“ ihren Körper tagtäglich mehrfach zu verkaufen. Und manche unter ihnen sind noch im Volksschulalter, denn der Preis einer Jungfrau ist hoch, sehr hoch.

Im Zuge unserer Recherchen sind wir auf mehrere Organisationen gestoßen, die es sich zum Ziel gemacht haben, zum einen Prävention im Bezug auf den Menschenhandel zu betreiben, zum anderen auch betroffene Frauen und Kinder zu befreien. Eine aber hat uns besonders inspiriert.

 

 

 Rangu Souriya, der Engel aus Darjeeling

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Zufällig sind wir auf das Engagement der Sozialarbeiterin Rangu Souriya gestoßen, die bislang mehrere Tausend Frauen und Kinder vor dem Menschenhandel bewahrt und solche befreit hat, die bereits in den Fängen des Rotlichtmilieus gefangen waren. Mit der von ihr gegründeten Organisation hat sie das notwendige Know-How und auch den Mut diese Aufgabe auf sich zu nehmen. Bereits mehrfach wurde sie bedroht, doch Rangu Souriya gibt nicht auf.

Man versucht, die so geretteten Frauen und Kinder zurück zu ihren Familien und ihre Dörfer zu bringen, doch häufig scheitert das an den strengen Moralvorstellungen der Dorfgesellschaften. Wenn dann die betroffenen Opfer auch noch mit dem HI-Virus infiziert sind – leider sind das sehr viele – ist eine Re-Integration sehr schwer. Somit steht Rangu Souriya vor dem Problem nicht zu wissen, wo sie die Frauen und Kinder ädequat unterbringen soll.

Und damit war unsere Idee entstanden.

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Weil wir nicht länger einfach nur zusehen wollten, haben wir kurzerhand die White Umbrella Foundation ins Leben gerufen, deren erstes Ziel es ist, Rangu Souriya zu unterstützen.

Wir wollen ihr dabei helfen, die rund 21.500 EUR aufzutreiben, die es kostet, ein Schutzzentrum in Siliguri, Westbengal, für die Opfer zu bauen und auch den ersten Betrieb sichert. Langfristig sollen die Frauen und Kinder auch die Möglichkeit haben, dort zu lernen und arbeiten.

Spontan haben wir selbst knapp 1.500 EUR überwiesen und zeitgleich einen Aufruf über Social Media gestartet.

 

 

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Hilf uns zu helfen, um sexuell ausgebeuteten Frauen und Kindern eine Perspektive zu geben.

Wie kannst du helfen?

  1. Verbinde dich mit der White Umbrella Foundation über Facebook und Twitter
  2. Hilf uns mehr Leute zu erreichen, indem du Beiträge teilst und darüber redest (gerne kannst du auch diesen Beitrag teilen)
  3. Spende, wenn es dir finanziell möglich ist

Unser Spendenkonto

Spendenkonto: White Umbrella
IBAN: AT382032032504917655
BIC: ASPKAT2LXXX

 

 

Unser Versprechen an dich

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Wir machen das rein ehrenamtlich, jeder Cent, der auf dem oben genannten Konto landet, wird auch ausschließlich für das Projekt verwendet. Auf den Social Media-Seiten der White Umbrella Foundation werden wir auch Kontoauszüge und Zahlungsbelege für größtmögliche Transparenz veröffentlichen. Derzeit arbeiten wir an einer Homepage für die Initiative und werden natürlich auch dort laufend Infos und Belege veröffentlichen.

 

 

Falls dich das Thema interessiert, können wir dir die folgende Kurz-Doku empfehlen:

 

 

 

 

 

 




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8586 Meter ragt er in die Höhe: Der Khanchendzonga. Der dritthöchste Berg der Welt. Der höchste Berg von Sikkim und auch Indien. Der zweithöchste Berg Nepals (weil er zum Teil schon auf der nepalesischen Seite liegt). Und mit vielen verschiedenen Schreibweisen: Khanchendzonga mit oder ohne „h“, Khangchendzonga mit oder ohne „h“, Kanchenjunga, in deutsch auch mit „ö“ und unter Bergsteigern als Kantsch bekannt. Doch der Berg ist mehr als nur hoch und unterschiedlich geschrieben. 

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Der mächtige Khanchendzonga

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Khanchendzonga heisst übersetzt soviel wie „die 5 Schätze Gottes“ – denn mit seinen 5 Gipfeln repräsentiert der gewaltige Riese des Himalayas mehr als nur einen bloßen Berg. Die Einwohner Sikkims sehen in ihm mehr und glauben, dass in den fünf Gipfeln fünf Schätze versteckt sind: Gold, Silber, Juwelen, Getreide und die heiligen Bücher. Die Sikkimesen glauben wie die meisten Himalayavölker an Schutzgottheiten, die unter anderem auch auf den Bergen wohnen. dZonga ist die bedeutendste Schutzgottheit Sikkims und eben diese hat seinen Thron auf dem Khanchendzonga, von wo aus er über Sikkim und seine Menschen schaut und diese zu schützen versucht. Andere schwören wiederum, dass der dZonga in Wirklichkeit ein Yeti sei und gerade in der Region um den Khanchendzonga habe man mehrere Hinweise auf die Existenz dieser Schneemenschen gefunden.

Expeditionen auf den heiligen Berg und Trekking

Der Khanchendzonga wurde zum ersten Mal am 25. Mai 1955 von Joe Brown und George Band – beiden Teil einer britischen Expedition – bestiegen. Sie hielten kurz vor dem tatsächlichen Gipfel, gemäß dem Wunsch des damaligen Chogyal (König von Sikkim), weil dieser die Ehre des Berges und des Schutzgottes dZonga nicht verletzt sehen wollte. Seitdem folgt man dieser Weisung und der Stop kurz vor dem Gipfel gehört inzwischen zur Tradition. Der Berg kann derzeit auch nur von nepalesischer Seite aus bestiegen werden,die Inder lassen bislang keine Expeditionen zu.

Sikkim (c) Roland Amon

(c) Roland Amon

Trotzdem aber kann man zumindest bis an den Fuß und ins Basislager des mächtigen Bergriesen trekken. Da gibt es verschiedene Zugangsmöglichkeiten:

  • Bakhim – Dzongri – Thangshing – Samuteng – Goechala
  • Thangsing – Lam Pokhari – Kasturi Orar – Lapdong – Tashiding
  • Yuksom – Tshoka – Dzongri
  • Dzongri Basislager – Rathong – Khangerteng
  • Lucanes Jakchen – Yabuk – Rest camp – Green lake
  • Lachen – Thangsu – Muguthang – Thay La – Khyoksa La – Rest Camp – Green Lake

Doch auch wer den mächtigen Berg ohne Trekking bewundern will, kommt auf seine Kosten, denn der Khanchendzonga ist von von mehreren Plätzen aus wunderschön zu sehen: Darjeeling, Pelling, Sandakhphu, Rinchenpong … Also auch nicht so gehfreudige FotografInnen kommen hier auf ihre Kosten.

Unser Tipp
Wer eine gute Bergsicht genießen will, sollte unbedingt im Herbst/Winter anreisen. Im Frühling ist die Sicht nicht so gut.

Schau Dir auch unsere Tour Sikkim in Wanderschuhen an – der Khanchendzonga steht hier im Mittelpunkt des Interesses.

 

Diese Reise könnte dich interessieren

Sikkim & Dzongri-Trek: Im Schatten des Bergriesen
Dzongri-Trek zum Goeche La; eindrucksvolles Trekking im Schatten des Khanchendzonga; max. 10 TN

Termin: 11.-27. November 2016
Preis: 1.930 EUR