Voller Stolz dürfen wir unsere beiden Promo-Videos von Patrick Haderer präsentieren, die zeigen wie eine Trekkingtour bei uns abläuft.

So geht Trekking in Ladakh

 

Wer nach Ladakh kommt landet erst mal auf 3.500m. Das sind keine Peanuts, da muss sich der Körper erst dran gewöhnen, wenn er aus niedrigen Höhen kommt. Nicht umsonst legen wir in unseren Programm viel Wert auf Langsamkeit am Beginn der Reise. Ankommen, Füße hoch und durchatmen. Die Anreise ist meistens anstrengend und ermüdend, die Höhe setzt einem zu, meist muss man auch erst den Stress von zu Hause wegpacken. Am ersten Tag wird daher meist gar nichts gemacht, am zweiten beginnen wir dann langsam, lernen Leh kennen, schauen, beobachten, spazieren, bummeln, entdecken. Es gibt viel zu sehen, in der bunt-chaotischen Hauptstadt Ladakhs. Es folgt ein Tag mit kulturellen Highlights, mit Besuchen in den schönsten buddhistischen Klöstern, wir lauschen den buddhistischen Gesängen der Mönche, den außergewöhnlichen Tönen tibetischer Musikinstrumente, tauchen ein in die mystisch-tibetisch-buddhistische Götterwelt und wandern auch ein wenig. Der Körper ist nun angekommen, er bewegt sich leichter; noch immer atmen wir schwerer als wir es von zu Hause gewohnt sind, aber wir gehen, es geht. Wir gewöhnen uns an die Langsamkeit dieses Ortes im Himalaya und lernen sie zu schätzen.

So kann dieses Ankommen aussehen:

 

Doch es kommt der Tag an dem es los geht. Ab in die Berge, raus in die Freiheit, in das Glück, in die Stille. Dort wo wir eins werden mit der Natur, die Essenz unseres Seins finden dürfen. Die Einfachheit, die Langsamkeit entdecken. Im Gehen, der einfachsten Fortbewegung, werden wir eins. Wir lassen die Komplexität des Alltags hinter uns, der Kopf wird frei. Du atmest, gehst, lässt den Gedanken freien Lauf. Nicht immer easy, einen Pass zu erklimmen ist anstrengend, fordert, strengt an, lässt uns ans Aufgeben denken, uns mit uns hadern, warum man sich das antut und nicht stattdessen im Liegestuhl an der Adria liegt. Aber dann stehst du da oben, zwischen den bunten Gebetsfahnen und überblickst die Weite des tibetischen Hochplateaus und erkennst, dass es die Mühen wert war. An seine Grenzen gehen, sich aus seiner Komfortzone bewegen, lässt uns neue Welten, neue Seiten an uns erkennen. Die sind es wert. Absolut. Und bleiben. Für immer.

Und so kann dieses Weltenentdecken im Gehen aussehen:

 

Lust bekommen?

Möchtest du mehr über diese Tour erfahren? Patrick Haderer und seine Freunde haben an unserer beliebten Trekkingreise „Klassischer Tsomoriri-Trek“ teilgenommen.

Die eindrucksvolle Trekkingtour führt über die tibetische Hochebene, vorbei am Salzsee Tsokar, durch traditionelle Sommerlager der Nomaden zum tiefblau schimmernden Tsomoriri See.

Hohe Pässe, weite Ebenen und atemberaubende Gebirgspanoramen bestimmen den Charakter. Wir begegnen Wildeseln, den seltenen Schwarzhalskranichen und riesigen Yak- und Schafherden. Das Gehen unter dem endlos erscheinenden Horizont wirkt wie Balsam für stressgeplagte Seelen.

>>Hier gehts zur Reise>>




Am 18. Juli 2018 habe ich meinen ersten 6.000er bestiegen. Er war schon seit längerer Zeit auf meiner To-Do-Liste und trotzdem habe ich mich immer wieder gedrückt, weil mir bewusst war, dass es kein Zuckerschlecken werden würde. Heuer aber bin ich über meinen Schatten gesprungen und habe es geschafft. Hier mein persönlicher Erfahrungsbericht.

 

Den inneren Schweinehund besiegen

oder

Mein erster 6.000er

von Daniela Luschin-Wangail

 

Das erste Lager in Rachung Karu auf 4.900m. Der morgige Pass – Kyamamuri La – im Hintergrund.

 

Warum tu ich mir das eigentlich an? Wieso mich quälen? Wem muss ich was beweisen? Warum den schwierigen Weg nehmen, wenn es auch einfacher geht? Fragen wie diese kreisten am Vorabend der geplanten Besteigung des Dome Peak (6.050m) im Changthang, Ladakh, in meinem Kopf herum. Ich gab mir die Antwort. Du musst nicht! Du musst niemandem etwas beweisen! Du kannst auch den einfachen Weg gehen. Und trotzdem tat ich es.

Wir sind umgeben von Schafen, Ziegen, Yaks und ihren Besitzern, den tibetischen Nomaden.

Ich bin keine Bergsteigerin, keine extreme Sportlerin. Ich laufe regelmäßig, ich gehe gerne, aber viel zu wenig wandern, weil mir die Zeit dazu einfach zu oft fehlt, ein wenig radfahren, ein wenig schwimmen. Mehr mache ich nicht. Meine Kondition ist gut. Das liegt auch an meinem Sturschädel, denn wenn ich mir einbilde etwas zu schaffen, dann krieg ich das meistens auch hin. Der 6.000er steht bereits seit einer Weile auf meinem Plan. Den ersten Roman hab ich erledigt, der zweite ist in Arbeit. Jetzt galt es mir was Neues zu beweisen. Ich bin ruhelos und das Leben ist kurz. Manchmal bin ich mir selbst zu anstrengend. Angmo, unsere Bergführerin, hat sich bereit erklärt mich zu begleiten. In Frauenbegleitung fühle ich mich gleich um einiges wohler, da hab ich das Gefühl mich weniger beweisen zu müssen (wenngleich das sowieso lächerlich ist).

Also machten wir uns auf den Weg. Zuviel Zeit außerhalb von Leh konnte ich arbeitsbedingt nicht verbringen, also mussten wir es knapp anlegen. Über den 5.400m hohen Taglang La ging es von Leh aus mit dem Auto zum Salzsee Tsokar und von dort weiter über Nuruchan über eine kaum befahrene Jeep-Piste nach Rachung Karu auf einer Höhe von 4.900m. Erstes Nachtlager im Zelt. Umgeben von tibetischen Nomaden mit ihren Schaf-, Yak- und Ziegenherden. Ein Traum. Ich liebe die nomadische Lebensweise seit jeher, bewundere die Leichtigkeit mit der sie ihr strapaziöses Dasein in den kargsten Winkeln dieser Erde meistern. Das Blöken, Grunzen, Bellen ihrer Tiere und das Rauschen des Gletscherbaches wiegen mich schnell in den Schlaf. Ohne Kopfschmerzen oder andere höhenbedingte Symptome geht die Nacht vorüber.

Kaffee und Yaks zum Aufstehen. Was will man mehr?

Um sechs Uhr bringt uns Stanzin, unser Koch, Kaffee und Tee zum Zelt. Schöner kann man nicht geweckt werden. Diesen Luxus, hier draußen in luftiger Höhe, genieße ich. Dann frühstücken – der Körper braucht für die heute anstehende Wanderung nach Gyama, in unser Basislager, etwas Energie. Zelt abbauen (das bleibt unseren Gästen erspart, die können gleich nach dem Frühstück losgehen), Rucksack mit Wasser und etwas Wegzehrung befüllen und los geht es. Direkt vom Zeltlager geht es bergauf. Der Kyamamuri La mit 5.410m muss gequert werden. Trotzdem ich schon eine Woche in Ladakh bin, merke ich die Höhe, sie zehrt am Niederungen gewöhnten europäischen Körper. Nach wenigen Schritten bleibt die Puste weg. Einatmen, ausatmen, langsame Schritten, dazwischen Verschnaufpausen, den Puls wieder normalisieren. Für 500 Höhenmeter braucht man hier seine Zeit, wenn man noch nicht akklimatisiert ist. Ich beneide die Hirten, die beschwingt mit ihren Herden die Hügel bergauf huschen als wäre es ein Zuckerschlecken. Aber irgendwann schaffe auch ich es, bin oben, bei den Gebetsfahnen, die das Ziel flatterend und bunt markieren. Das erste Ziel nur. Denn ein zweiter Pass steht heute noch am Plan. Doch erst eine Weile über die Hochebene von Gyama Barma wandern. Das geht flott, voller Energie, ich liebe das Gehen über weite Strecken, das tibetische Hochplateau kommt mir da sehr entgegen. Der Anstieg auf den Kartse La fällt schon leichter, wenngleich es noch immer kein nomadengleiches Hochlaufen ist. Wieder runter und Ankunft am Ziel, am rund 5.100m Schlafplatz für diese Nacht, in Gyama.

Der erste Pass auf unserer Route – der Kyamamuri La – hat mir einiges abverlangt

Ich hab es gut gemeistert, der Pferdemann nickt wohlwollend und meint, ich wäre ja flott unterwegs gewesen und das obwohl er mich gestern  noch „Abi“ (Großmutter) genannt hat. Wir Europäer sehen für die Einheimischen viel älter aus als wir sind. Mit meinen 41 Jahren fühle ich mich noch nicht als Abi, aber auch nicht mehr als Nomo (junges Mädchen). Ein Ache (große Schwester) oder zumindest Ane (Tante) hätte ich angebrachter gefunden. Ich streichle mein verletztes Ego.

Unser morgiges Ziel liegt uns nun zu Füßen. Sieht ja wie ein Hügel aus, denk ich mir, in Österreich wär das ein gemütlicher Sonntagsausflug. Aber ich weiß, dass es gut 1.000 Höhenmeter Aufstieg sind und in Anbetracht der Tatsache, dass die beiden Pässe heute doch recht anstrengend für mich waren, beginne ich zu zweifeln. Auch plagt mich ein penetrantes Klopfen in den Schläfen. Die Höhe macht sich nun deutlich bemerkbar. Wenn ich morgen noch immer Kopfschmerzen habe, lassen wir das mit der Besteigung, meine ich zu Angmo, und bin insgeheim ein klein wenig froh, so einen kleinen Ausweg zu haben mir die Gipfelbezwingung doch zu ersparen.

Abendstimmung in Gyama, 5.100m

Den verbleibenden Nachmittag verbringen wir mit dem Einsammeln von Müll, den andere hinterlassen haben. Noch immer hat es sich nicht rumgesprochen, dass Müll, der nicht kompostierbar ist, wieder mit zurück genommen werden soll. Dann ein paar Runden lokaler Kartenspiele mit Angmo und Stanzin und das letzte Abendmahl – leckere Momo und Chowmein. Der Bauch ist gefüllt, der Kopf weniger pochend, die Sonne verschwunden. Ab ins Zelt, rein in den Schlafsack und auf frische Energien hoffen, die einem während des Schlafs geschenkt werden. Der Wecker hätte um 5 Uhr geläutet, doch ich war schon gegen 4 Uhr wach und lauschte dem eifrigen Werken von Stanzin, der um diese Uhrzeit bereits den Kerosinkocher angeworfen hat, um uns ein Frühstück und ein Lunchpaket zu bereiten. Das Zelt aussen ist leicht angefroren, die Temperaturen damit am Gefrierpunkt, doch die Sonne lacht bereits über die Berge und streitet mit den Wolken um die Vorherrschaft. Das Wetter scheint perfekt. Der blöde Hügel, der über 6.000m hoch sein soll, grinst mich schelmisch an. Ich wage es. Und wenn ich nur 500m schaffe, dann lass ich es eben und wir gehen über die normale Trekkingroute nach Korzok Phu, dem Abholungspunkt für heute.

Nach dem Frühstück geht es los. Bergauf. Ich bin noch müde, meine Füße brauchen immer etwas, um wach zu werden. Wir gehen 20 Schritte und holen Luft, dann 30, dann 40, dann 50. Wir bleiben bei den 50 Schritt-Abständen bis ich etwas in Schwung gekommen bin und machen mit 70 Schritten weiter. Ich blicke während des Gehens nicht bergauf, das demotiviert und frustriert mich. Noch immer soviel vor mir. Nach einer Weile und rund 500 Höhenmetern beschließe ich, dass es kein Zurück mehr gibt. Ich bin eine effiziente Logistikern. Jetzt umzudrehen wäre mehr anstrengend als weiter zu gehen. Kommt nicht in Frage. Ich finde mein Tempo – ein schneckengleiches – und brauche kaum noch Pausen. Meditationsgleiches Gehen und Atmen, stetig und beruhigend. Wenn wir halten schauen wir nach oben. Da oben scheint er zu sein, der Gipfel, der Höhepunkt. Nur noch ein wenig. Und wir gehen wieder, kommen dort an und müssen erkennen, dass es doch noch weitergeht, der Höhepunkt nochmal höher liegt. Das Spiel wiederholt sich. Es frustriert ein wenig, doch ich gebe nicht auf. Er muss da wo sein, allzu weit kann es nicht mehr sein. Die Geröllfelder mehren sich, sie machen den Aufstieg nicht leichter. Schnee bleibt uns wegen des milden Winters auf unserer Route erspart, der versteckt sich auf der anderen Seite des Berges. Und tatsächlich nach etwas mehr als drei Stunden Aufstieg sind wir oben angekommen. Ein unspektakuläres Oben, das nicht spitz und ausgesetzt, nein, vielmehr weit und flach und so gar nicht abenteuerklischeehaft gipfelmäßig ist. Wurscht! Ich bin am höchsten Punkt meines Lebens und der Ausblick hat sich gewaschen, ein 6.000er nach dem anderen, Gletscher, und ein göttergleiches Hinabblicken auf die Welt darunter. Ich fühle mich wie im siebten Himmel! Wir grinsen, schlagen ein und sind dankbar. Foto-Klick-Foto-Klick! Der Triumph muss festgehalten werden. Angmo besteht darauf hier nicht zu lange zu bleiben, sondern etwas hinabzusteigen, um ein wenig zu essen. Der Abstieg wird noch einiges an Zeit in Anspruch nehmen.

Eine kleine Pause auf ca. 5.700m

Gesagt, getan. Wir futtern Nüsse, Rosinen, Eier und trinken unter einem kleinen windgeschützten Felsvorsprung gut 50m unterhalb des Gipfels. Ich fühle mich noch immer engelsgleich und grinse vor mich hin. Angmo und ich einigen sich darauf eine vermeintliche Abkürzung zu nehmen. Sie kennt die Route zwar nicht, aber ich bin risikofreudig und möchte in jedem Fall einen weiteren Aufstieg vermeiden. 1.000 Höhenmeter bergauf reichen. Wir sind uns einig.

Wir beschließen die Berghänge schräg bergab zu queren, um schließlich nach Korzok Phu zu kommen. Doch die Hänge sind extrem geröllig, wir queren über Stunden Steinfelder, die immer wieder ins Rutschen kommen und das Gehen erfordert extreme Konzentration. Dagegen war der Aufstieg richtiggehend leicht, scherze ich mit Angmo. Ich merke erste Blasen an den Füßen, aber wir sehen das Ziel und den tiefblauen Tsomoriri-See vor uns, bleibe also hoffnungsvoll. Die Strecke zieht sich, wir sind beide müde. Am Ende eines Bachbettes machen wir noch einmal Pause und essen etwas, riesige Ziegenherden beobachten uns blökend und scheinen uns auszulachen. Ja, wir wissen es, wir hätten den normalen Weg gehen sollen. Danke vielmals fürs uns ins Lächerliche ziehen.

Der Weg zum Tsomoriri scheint so nah … doch der Abstieg ist mühsam.

Nach rund acht Stunden Gehzeit haben wir es geschafft. Ankunft in Korzok Phu und ziemlich zeitgleich kommt auch unser Taxi an und bringt uns retour nach Leh (nachdem wir in Korzok noch eine glutamathältige Maggie-Suppe mit einer Cola gierig zu uns genommen haben). Abenteuer erledigt. Ich habe Appetit bekommen und weiß jetzt, wie ich meinen inneren Schweinehund besiegen kann und dass ich nicht zuletzt auf einem 6000er war. Ein wenig spinne ich über eine Expeditionsreise für Frauen in den kommenden Jahren, die ich vielleicht, vielleicht gemeinsam mit Angmo führen werden. 😉

 




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Radfahren in Ladakh ist etwas, das sich immer größerer Beliebtheit erfreut. Das sieht man auch am jährlich anwachsenden Fahrradverleih-Sektor in Leh. Wo aber fährt man besonders gut mit dem Rad und worauf sollte man achten, wenn man vor hat Ladakh mit dem Drahtesel zu entdecken?

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Ladakh auf dem Rad zu erkunden, ist eine spannende Sache. (Alle Fotos auf dieser Seite von Steffi Langer)

 

Radfahren in Ladakh: Wo fährt man am besten?

Es gibt viele tolle Routen, die einen als Radfahrer fordern. Was momentan viele sehr gerne machen, ist sich mit dem Rad auf den Khardong La (Pass nach Nubra mit 5.360m) hochbringen zu lassen und die gut 40km zurück nach Leh auf 3.500m zu radeln. Ein Service, das heute viele Fahrradverleiher in Leh anbieten. Etwas, das auch wirklich Spaß macht, ABER zwei Dinge gilt es zu beachten.

  1. Man fährt von 3.500m fast 2.000 Höhenmeter bergauf. Da kann es einem schon mal nicht ganz so gut gehen. Beim Bergabfahren auf der Straße sollte man jedoch hoch konzentriert fahren, da die Straßen teils sehr stark ausgesetzt und auch geröllig sind. Ein kleiner Fehler kann fatale Folgen haben. Eine Radfahrt dieser Art sollte man daher nur machen, wenn man schon etwas akklimatisiert ist.
  2. Man ist nicht allein unterwegs – entlang dieser Straße fahren viele Lastwägen und Jeeps. Die Fahrer sind inzwischen zwar die radfahrenden Verkehrsteilnehmer gewohnt, trotzdem aber muss man vorsichtig sein, denn als Radfahrer kann man gegen einen Lastwagen wenig ausrichten. (Als zusätzlichen Tipp: Nimm Dir ein Halstuch mit, das Du gegebenenfalls als Mund/Nasenschutz nehmen kannst, denn ein Lastwagen auf dieser Höhe lässt ziemliche Rauchschwaden ab.)

Viele fahren auch entlang der Highways Richtung/nach Manali oder Srinagar. Die Straßenverhältnisse sind hier meistens recht gut (wenn man mal von den Straßen vor/nach dem Rothang La und Zoji La absieht), ABER es ist auch entsprechend viel Verkehr (während der Sommermonate). Auch zum Pangong-See über den Chang La kann viel Verkehr sein. Das muss man dann in Kauf nehmen.

Abseits dieser Straßen aber, ist verhältnismäßig wenig Verkehr und man kann wirklich toll fahren. Bspw. nach Zanskar über den Pensi La oder nach oder von Nubra über den Wari La. Im Changthang – die Hochebene Ladakhs – gibt es viele kaum genutzte Jeeppisten und wenig befahrene Straßen. Da kann man sich als Radfahrer richtig austoben.

Für die Mountainbiker ist es auch möglich entlang vieler Trekkingrouten zu fahren.

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Soll ich mir ein Rad leihen oder von zu Hause mitnehmen?

 

Rad leihen oder mitnehmen? Was muss ich beachten?

Wie schon erwähnt gibt es inzwischen viele Fahrradverleiher, ABER so gut wie alle Fahrräder sind verhältnismäßig schwer und nicht jeder Verleiher hat eine gleich gute Qualität oder gleich gut gewartete Räder. Es ist hier sehr wichtig, sich gut umzusehen und in jedem Fall Probe zu fahren. Bremsblöcke checken!

Auch die Preise variieren je nach Anbieter – durchschnittlich muss man mit ca. 10-30 EUR / Tag rechnen – abhängig davon wie gut das Rad ist. Immer auch daran denken, dass man sich unterwegs mal einen Platten holen kann, dh hier auch nach Material zum Reparieren fragen.

Es gibt zwar keine Helmpflicht in Ladakh, einen zu tragen, würden wir aber in jedem Fall empfehlen. Den Radhelm kann man auch leichter als sein Fahrrad von zu Hause mitnehmen, denn es ist nicht immer einfach einen passenden zu finden.

Wer jedoch längere Radtouren plant bzw. ein guter Radfahrer ist, sollte in jedem Fall in Erwägung ziehen, sein eigenes Fahrrad mit nach Ladakh zu nehmen. Die Kosten dazu variieren je nach Fluglinie, im Jahr 2015 hat der Transport von Europa nach Delhi mit Lufthansa 100 EUR gekostet. Dazu kommen dann noch ein paar Euro für den Transport von Delhi nach Leh für das Übergepäck, die aber nicht mehr groß ins Gewicht fallen.

Deine Radtour durch Ladakh
Lust auf Radfahren in Ladakh bekommen? Wir helfen Dir gerne bei der Planung und organisieren Dir auch gerne ein Backup-Auto, das Dein Gepäck, Equipment und gegebenenfalls auch Koch und Essen transportiert, damit Du auch dorthin radeln kannst, wo keine festen Unterkünfte zur Verfügung stehen. Kontakt!

Radfahren in Ladakh + Trekking + Bergsteigen?
Für Multiaktive haben wir heuer eine spezielle Tour am Programm – erst gehts mit dem Rad nach Nubra, dann zu Fuß über den Lasermo La (5.400m) wieder raus ins Industal und wer dann noch immer nicht müde ist, kann auch noch einen 6.000er besteigen >> Infos zur Tour

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Du planst eine Reise und möchtest Trekking in Ladakh oder Zanskar übernehmen? Und hast jetzt die Qual der Wahl? Wohin genau soll es gehen? Welcher Trek ist für dich und deine Kondition geeignet? Du willst dich nicht über-, aber auch nicht unterfordern? Wir helfen dir ein bißchen bei der Entscheidungsfindung.

Welcher Trek für dich am Ende wirklich der Passendste ist, hängt von vielen Faktoren ab. Zwei aber sind essentiell und du solltest dir unbedingt zwei Fragen stellen:

 

Frage Nr 1: Wie fit bin ich?

Eigentlich die Frage aller Fragen, denn ohne sich selbst richtig einzuschätzen, wird man sich bei der Wahl schwer tun. Jemand, der zu Hause kaum Sport betreibt, wird auch in Ladakh kaum eine lange – und keine zu fordernde – Trekkingtour schaffen. Da empfehlen wir eher Tageswanderungen oder kürzere Treks (siehe weiter unten).

Wer aber zu Hause schon sehr aktiv ist und gerne jede freie Minute am Berg verbringt, wird auch trotz der Höhe in Ladakh sehr weit kommen.

Wir fragen unsere Kunden im Vorfeld meist wie viele Stunden Gehzeit (ohne Pausen) sie sich pro Tag zutrauen. Entsprechend lässt sich die Trekkingtour leichter planen.

 

Frage Nr. 2: Auf was lege ich beim Trekking wert?

Auch diese Frage ist nicht unwichtig. Welcher Trekkingtyp bist du? Magst du es, wenn du unterwegs vielen Menschen begegnest mit denen du dich austauschen kannst? Oder bist du gerne für dich und mit deiner Gruppe eher isoliert, willst – wenn möglich – nur Einheimischen begegnen? Welche Landschaften ziehen dich an – weite Ebenen mit endlos erscheinendem Horizont oder Täler und Pässe mit Dörfern?

Ladakh

Magst du es, wenn du oft tagelang niemandem begegnest? (c) Barbara Esser

Wenn du dir das mal überlegt hast, fällt es dir leichter, dir aus den folgenden Treks den für dich Passenden rauszupicken. Wir haben hier einfach zehn Treks rausgesucht und sie näher beschrieben.

 

Trekking in Ladakh & Zanskar

#1 Sham Trek: Der sogenannte Babytrek

sham trek
Der Shamtrek ist einer der Treks, der auch von weniger fitten Personen gemacht werden kann. Voraussetzung: man muss trotz allem imstande sein 3-4 Stunden zu gehen. Der Trek heisst aufgrund seiner „geringen“ Höhe – kein Pass ist über 4.000m – Babytrek und tatsächlich sind ihn auch schon sehr viele Kinder gegangen, die den Trek auch deswegen sehr genossen, weil man von Dorf zu Dorf wandert und in den Dörfern bei den Bauernfamilien viel erleben kann. Der Trek wird nur noch selten als Trek mit Zelt und Trekkingteam gegangen, da es inzwischen recht gute Homestays gibt, die auch nicht sehr viel kosten. Ein Guide ist nicht unbedingt notwendig, man trifft unterwegs immer wieder Menschen, die man nach dem Weg fragen kann, sollte man mal nicht sicher sein. Ein Guide bringt hier vor allem etwas als Mittler zu den Einheimischen oder wenn man gerne jemanden um sich hat, den man viel über Land und Leute fragen kann – und wenn vorhat auch unübliche Abstecher zu machen.

Übrigens führt von Likir bis Hemis Shukpachan eine Straße. Trotzdem ist das Gehen auf der Straße nicht notwendig, da es abseits der Straße den Wanderpfad gibt. Außerdem fahren nur wenige Autos entlang der Straße.

Das Anheuern von Reit-/Packtieren ist – aufgrund der Straße – schon etwas schwieriger geworden. Trotzdem empfiehlt es sich insbesondere, wenn man mit Kindern unterwegs ist, ein Pony oder einen Esel mitzuführen.

Route: Likir – Yangthang – Hemis Shukpachan – Tingmosgang – Khaltse (die letzte Etappe nach Khaltse wird gerne ausgelassen) / 4 Tage

Gehzeiten: max. 5 Stunden pro Etappe (die kürzeste ist Yangthang bis Hemis Shukpachan mit nur ca. 2-3 Stunden)

Frequenz: stark frequentiert

Landschaft: schöne Dörfer, nicht allzu steile Pässe

Zeit: ganzjährig möglich

Geeignet für: Anfänger, Kinder, Personen mit weniger Kondition, als Akklimatisierungstour


 

#2 Markha Trek: Der Klassiker

markha trek

Der Markha-Trek im Hemis Nationalpark zählt zu den bekanntesten Trekkingrouten Ladakhs. Zum einen ist er durch seine Nähe zu Leh günstiger in der Durchführung, zum anderen ist er aufgrund seiner vielfältigen Landschaft sehr attraktiv. Auch er ist inzwischen als Homestay-Trek durchführbar – allerdings sind nicht alle Homestays so toll und er ist daher auch eher für Leute geeignet, die keinen allzu großen Wert auf Hygiene legen und auch ok mit simplem Essen sind.

Eigentlich ist eine Straße von Chilling nach Markha geplant, doch aufgrund einer Naturkatastrophe ist die bereits errichtete Brücke über den Zanskar zerstört worden, und der Straßenbau somit wohl für eine lange Zeit wieder in Ferne gerückt.

Die klassische Route beginnt in Spituk, doch aufgrund der Straße beginnt man sie nun üblicherweise in Spituk. Der Trek endete früher in Martsellang oder Hemis, inzwischen – wieder aufgrund der Straße – wird das Ende eher in Shang Sumdo empfohlen. In dieser Version führt der Trek über zwei Pässe – Ganda La (fast 5.000m) – und Kongmaru La (über 5.000m) – die Anstiege auf diese Pässe erfordern natürlich eine entsprechende Kondition. Für völlige Anfänger ist die Tour somit eher nicht geeignet. Eine mittlere Kondition wäre von Vorteil. Die Tour wurde von uns auch schon für (wanderfreudige) Kinder (mit Reitpferd) durchgeführt.

Route: Zhingchen – Yurutse oder Basecamp Ganda La – Skiu – Markha – Thachungtse – Nimaling – Shang Sumdo / 6-7 Tage

(Hier gibt es Abweichungen – man kann die Sache auch langsamer/schneller angehen – auch ist der Einstieg ab Chilling möglich, bzw. der Start in Stok. Alternativ kann der Trek nach Chuskyurmo auch via Matho La bis nach Stok fortgeführt werden.)

Gehzeiten: max. 8 Stunden pro Etappe / mittlere Gehzeit pro Tagesetappe: 5-6 Stunden

Frequenz: stärker frequentiert (in der Hochsaison)

Landschaft: schöne Dörfer, abwechslungsreiche Berglandschaft, Hochplateau Nimaling, Hirten & Almen, viele Bachdurchquerungen im Markha-Tal

Zeit: Mai-Oktober/November (je nach Schneelage evtl. auch schon im April durchführbar)

Geeignet für: Personen mit mittlerer Kondition, als Akklimatisierungstour bspw. für die Besteigung von Bergen in der Nimaling-Region bzw. des Stok Kangri am Ende


 

#3 Nubra Trek: Von Hundar nach Phyang über den Lasermo La

Der Trek von Hundar nach Phyang ist der beliebteste der Trekkingtouren in Nubra, allerdings weniger frequentiert als der Markha-Trek. Die Tour führt über den Lasermo La, der – nicht so wie auf der Karte angeführt – 5.400m hoch ist. In einschlägiger Literatur oder auch von einigen Agenturen wird der Trek ab Phyang empfohlen, wovon wir eher abraten, da sie akklimatisierungstechnisch ab Hundar viel eher Sinn macht, weil hier eher ein langsames Vorantasten auf Passhöhe passiert. Ab Phyang muss man den Pass zu schnell queren und läuft somit Gefahr die Tour höhenbedingt abbrechen zu müssen.

Route: Hundar – Wachan – Tingsta – Sniu Sumdo Pullu – Tanglasgo – Basislager – Phyang Phu – Phyang / 6-7 Tage

Gehzeiten: max. 7 Stunden pro Etappe / mittlere Gehzeit pro Tagesetappe: ca. 5 Stunden

Frequenz: durchschnittlich frequentiert

Landschaft: Hirtenansiedlungen, teilweise geröllig, Almenlandschaften, Pass ganzjährig mit Schnee, schroffe Berge

Zeit: frühestens Mitte Juli, oft erst im August, da der Pass viel Schnee hat und je nach Schneelage erst spät gequert werden kann, bis Anfang Oktober

Geeignet für: Personen mit mittlerer-guter Kondition (Achtung: die Schlafhöhe im Basislager auf knapp 5.000m wird von manchen als anstrengend empfunden)


nubratrek


 

#4 Lamayuru nach Chilling

lamayuru-chilling

Dieser kurze Trek zählt auch zu den beliebteren, ist sehr abwechslungsreich – Täler, Pässe und Dörfer mit kleinen Klöstern am Weg – und kann auch gut mit dem Markha-Valley und weiteren Routen verbunden werden.

Klassisch startet er in Lamayuru und der erste Abschnitt über den Prinkiti La (3.725m) ist ein guter Einstieg für die nächsten Trekkingtage. Doch dann ist die Etappe bis Hinju entlang der Straße leider unumgänglich – es sei denn man beginnt überhaupt erst in Hinju.

Chilling, am Ende der Tour, ist auch als Dorf sehr spannend, da dort die besten Metallhandwerker Ladakhs leben und man von dort am Zanskar-Fluss bis zum Zusammenfluss mit dem Indus raften kann.

Route: Lamayuru – Wanla – Hinju/Basislager Konzki La – Sumdo Phu – Lanak – Chilling / 5 Tage

Gehzeiten: max. 7 Stunden pro Etappe / mittlere Gehzeit pro Tagesetappe: ca. 5-6 Stunden

Frequenz: durchschnittlich-stärker frequentiert

Landschaft: Dörfer, Hirtenansiedlungen, Almenlandschaften, 1 kleiner Pass, 2 Pässe knapp unter 5.000er Marke

Zeit: Mai/Juni-Oktober/November (witterungsabhängig)

Geeignet für: Personen mit mittlerer Kondition


 

#5 Tsokar zum Tsomoriri

tsokar-tsomoriri

Diese Tour hebt sich von den anderen bisher besprochenen Trekkingtouren nicht nur landschaftlich, sondern auch aufgrund der Höhe ab. Sie befindet sich im Changthang, der Fortsetzung des tibetischen Plateaus, auf ladakhischem Boden und ist die Heimat tibetisch-ladakhischer Nomaden.

Wer hier trekken will, darf zwar in einer unglaublich schönen Landschaft mit sanft anmutenden Bergen (die aber dennoch die 6.000er-Marke überschreiten) wandern, muss aber auch die große Höhe in Kauf nehmen. Eine gute Akklimatisierung im Vorfeld schon notwendig. Schon alleine, weil man da auf mindestens 4.500m Höhe unterwegs ist, muss man auch fit sein, denn Wandern in so großer Höhe ist körperlich fordernder. Auch bleibt einem eine Schlafhöhe auf über 5.000m nicht erspart, da es über eine lange Etappe einfach nicht mehr niedriger geht. Trotzdem ist der Trek in vielerlei Hinsicht sehr bereichernd.

Die Region bietet sich im Übrigen perfekt für Bergbesteigungen an – insbesondere in der Region Gyama.

Der Trek endet am Tsomoriri-See, der zwischen schneebedeckten Gipfeln eingebettet ist und in einem tiefen Blau vor einem liegt.

Dieser Trek kann nur mit Zeltübernachtungen gegangen werden. Auch muss man mit niedrigeren Nachttemperaturen auch im Sommer rechnen. Er kann sehr gut mit anderen Treks verbunden werden.

Route: Tsokar – Nuruchan – Rachung Karu – Gyama Barma – Gyama – Korzok / 5-6 Tage

Gehzeiten: max. 7 Stunden pro Etappe / mittlere Gehzeit pro Tagesetappe: ca. 5 Stunden

Frequenz: weniger-durchschnittlich frequentiert

Landschaft: Seen, Hochplateau, Nomaden mit Yak-, Schaf-, Ziegenherden, „sanfte“ Berge

Zeit: Juni-Oktober (witterungsabhängig)

Geeignet für: Personen mit guter Kondition, Akklimatisierungstrek für Expeditionen


 

#6 Rumtse zum Tsokar

rumtse-tsokar

Wird sehr gerne dem Trek vom Tsokar zum Tsomoriri vorangestellt. Er beginnt im schönen Dorf Rumtse unterhalb des Taglang-Passes, führt allerdings relativ schnell auf eine durchschnittliche Gehhöhe von mehr als 4.500m. Dh auch hier ist eine gute Akklimatisierung im Vorfeld notwendig. Man begegnet auch hier unterwegs Nomaden mit ihren Schaf-, Ziegen und Yakherden, und wandert auf dem tibetischen Hochplateau.

Route: Rumtse – Kyamar – Tisaling – Tsokar / 3 Tage

Gehzeiten: max. 7 Stunden pro Etappe / mittlere Gehzeit pro Tagesetappe: ca. 5-6 Stunden

Frequenz: weniger-durchschnittlich frequentiert

Landschaft: Seen, Hochplateau, Nomaden mit Yak-, Schaf-, Ziegenherden, „sanfte“ Berge

Zeit: Juni-Oktober (witterungsabhängig)

Geeignet für: Personen mit guter Kondition, gut zu verbinden mit Trek #5


 

#7 Tsomoriri nach Pang

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Wenig begangener, sehr reizvoller Trek, der am Tsomoriri beginnt und seinem Westufer folgt. Graduelle Steigung, allerdings beginnt auch hier die Tour auf über 4.500m und unterschreitet diese Marke nie. Es bietet sich hier ebenfalls die Möglichkeit zur Besteigung von Bergen in der Mentok Kette.

Nomandenansiedlungen und Begegnungen mit der Tierwelt des Changthang machen die Tour zu einem schönen Erlebnis.

Klassische Route: Korzok – Kiangdam – Latho Gongma –  Zozogong – Taktsago – Numa / 6 Tage

Gehzeiten: max. 7 Stunden pro Etappe / mittlere Gehzeit pro Tagesetappe: ca. 5-6 Stunden

Frequenz: weniger frequentiert

Landschaft: Seen, Hochplateau, Nomaden mit Yak-, Schaf-, Ziegenherden, „sanfte“ Berge

Zeit: Juni-Oktober (witterungsabhängig)

Geeignet für: Personen mit guter Kondition, gut zu verbinden mit Trek #5


 

#8 Little Zanskar-Trek

Dieser Trek ist inzwischen aufgrund des Straßenbaus extrem verkürzt. Hat er noch vor Jahren in Lamayuru begonnen, kann er inzwischen bis Kiupa La mit dem Auto absolviert werden. Trotzdem machen wir ihn meist ab Photoksar, mit Teiletappen im Auto/Teiletappen zu Fuß. Ab Kiupa La geht es ohnedies nicht anders weiter und man trekkt durch schöne Dörfer mit vielen Aufs und Abs, was das Fordernde dieses Treks ist.

Leider lange An- und Rückfahrten, was den Trek auch etwas teurer macht.

Route: Photoksar (mit Auto und zu Fuß abwechselnd bis nach) Kiupa La – Skiumpatta – Lingshed – Basis Hanumal La – Snertse – Hanamur – Pidmo – Pishu / 7 Tage

Gehzeiten: max. 7-8 Stunden pro Etappe / mittlere Gehzeit pro Tagesetappe: ca. 5-6 Stunden

Frequenz: durchschnittlich frequentiert

Landschaft: Täler, viele Pässe und dadurch viele Aufs und Abs, schöne Dörfer und Weiler, schroffe Bergwelt

Zeit: Juni-Oktober (witterungsabhängig)

Geeignet für: Personen mit guter Kondition


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#9 Lingshed-Dibling-Kanji Trek

kanji-dibling-lingshed

Ein Trek für Taffe und Bergfexe. Diese Tour ist besonders wegen der hohen Pässe und der teils schweren Wasserquerungen nur von Personen mit besserer Kondition zu bewältigen. Darüber hinaus kommt erschwerend hinzu, dass große Teile etwas abgelegener sind und man dadurch auch ein wenig mehr risikobereit sein muß.

Belohnt wird man dafür mit abgeschiedenen Dörfern, wie Dibling, das wirklich zu den Dörfern gehört, in denen die Uhr scheinbar stillgestanden ist. Einsame Routen, auf denen man oft niemandem (außer vielleicht dem zanskarischen Braunbär) begegnet.

Route: Kiupa La – Skiumpatta – Lingshed – Basis des Barmi La – Lingshed Sumdo – Dibling – Basislager des Pikdong La – Basis des Kanji La – Kanji (alternative Route via Skyerse La und Marpo La) / 8 Tage

Gehzeiten: max. 7-8 Stunden pro Etappe / mittlere Gehzeit pro Tagesetappe: ca. 5-6 Stunden

Frequenz: wenig frequentiert

Landschaft: Täler, hohe Pässe, abgelegene Ortschaften, schroffe Bergwelt, einsame Gegenden

Zeit: (Juli ist möglich, aber wegen des Wassers sehr gefährlich) August-Oktober (witterungsabhängig)

Geeignet für: Personen mit sehr guter Kondition


 

#10 Zangla-Shade-Sangtha-Trek: Zanskar & Changthang

Zangla-shade-sangtha

Der taffste in unserer Auswahl – hier kommt viel zusammen: extreme Abgelegenheit, zwischen Shade und Sangtha trifft man nur noch auf Hirten (und etwaige andere abenteuerlustige Trekker), viele Wasserdurchquerungen, viele Pässe. Eine tolle Kombination aus Zanskar und der Hochebene des Changthangs, aber gewiss nichts mehr für Leute, die viel Wert auf Sicherheit legen. Hier gehört schon eine gewisse Portion Abenteuerlust mit dazu.

Route: Zangla – Zangla Sumdo – Konglumtse – Shade Doksa – Shade – Basislager des Nyalokuntse La – Hormoche – Satak – Tsokmetsik – Taktsago – Zhabuk – Sangtha  / 12 Tage

Gehzeiten: max. 8-9 Stunden pro Etappe / mittlere Gehzeit pro Tagesetappe: ca. 6 Stunden

Frequenz: wenig frequentiert

Landschaft: Täler, hohe Pässe, sehr abgelegene Ortschaften, unbewohnte Regionen über weite Strecke, Verbindung mit dem tibetischen Hochplateau

Zeit: aufgrund des hohen Wasserstands im Sommer frühestens erst ab Mitte August möglich

Geeignet für: Personen mit sehr guter Kondition



Daneben gibt es natürlich viele andere Trekkingtouren, die hier den Rahmen aber vollkommen sprengen würden.

Lust auf Trekking?
Wenn du auf eine dieser Touren Lust bekommen hast, melde dich. Wir führen alle diese Touren (und ganz viele andere) durch!

Anmerkungen
1. Die Gehzeiten beziehen sich auf die von durchschnittlichen, wenig akklimatisierten Touristen. Einheimische gehen die Etappen natürlich wesentlich flotter. Auch sehr gut trainierte und sportliche Personen werden die Zeiten unterbieten können. Es sind immer nur ca.-Angaben.
2. Alle Trekkingtouren in Ladakh und Zanskar sind Treks in Höhen über 3.000m. Dh man muss sich auch entsprechend auf die Höhe vorbereiten. Lies dazu unsere Tips zur Höhenanpassung und auch unseren Blog-Beitrag zum Thema.
3. Das Kartenmaterial stammt aus der Karte „Trekking in Ladakh“ von Sonam Tsetan und Henk Thoma.