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Aktuell: Indien erklärt 500 und 1000 Rupien Scheine für wertlos
Am 09.11.2016 wurden alle 500 und 1.000 Rupien Scheine vom Premierminister Modi für wertlos erklärt. Für einen gewissen Zeitraum können diese bei den Banken noch getauscht werden. Stattdessen gibt es nun neue 500 und 2.000 Rupien Scheine. Ein 1.000 Rupien Schein ist in Arbeit. Diese Aktion richtet sich gegen alle, die Schwarzgeld horten. Ein Schritt gegen Korruption und Steuerhinterziehung. Ob damit die wirklich großen Fische erwischt werden, steht momentan ausser Frage.

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Auf deine geplante Reise hat diese Umstellung keine große Auswirkung. Die neuen Scheine werden schon bald im Umlauf sein. Jedoch solltest du dir die neuen Scheine gut ansehen, damit du nicht alte Scheine angedreht bekommst. Wenn du noch alte Scheine zu Hause hast und nicht innerhalb der nächsten Wochen nach Indien reist, um sie an einer Bank zu tauschen (oder eine Niederlassung einer indischen Bank in deinem Land findest), wirst du sie verheizen können. Denn mehr wert als Papier sind sie dann nicht mehr. Stand: 11.11.2016

 

 

Wer auf Reisen geht, braucht auch Geld. Selbst als sparsamster Rucksacktourist muss man für diverse Dinge bezahlen. Das fängt bei der Unterkunft an, geht über Essen und Souvenirs, hin bis zu Trinkgeldern. Doch wie viel ist angebracht? Wie viel Geld soll man einplanen? Wie viel in bar mitnehmen? Wo kann ich mit Kreditkarte oder Bankomatkarte bezahlen? Viele Fragen vor der Reise nach Indien drehen sich ums liebe Geld.

Zu allererst muss man sich mal anschauen, wie man reist? Bist Du auf eigene Faust unterwegs und buchst möglichst alles erst vor Ort? Oder hast Du eine Reise bereits von zu Hause aus gebucht? Beides hat so seine Vorzüge: Der Rucksacktourist kann vor Ort oft (aber nicht immer) günstiger arrangieren – Unterkünfte sind häufig günstiger, wenn man vor Ort verhandelt und darauf verweist, dass ein günstiges Zimmer besser als ein leeres ist. Der Tourist, der im Vorfeld gebucht hat, muss nicht an Ort und Stelle suchen und vielleicht von ausgebuchter Herberge zu Herberge wandern, dafür muss er diesen Kostenpunkt gar nicht mehr einplanen, weil bereits bezahlt. Wer lokal arrangiert muss sich generell etwas mehr mit Gelddingen beschäftigen, denn bei gebuchten Touren ist meist alles inkludiert (bitte immer genau die Leistungen durchlesen).

Bares Geld oder Karte?

Wir würden raten auf beides zu setzen. Nimm Dir eine gute Reserve Bargeld mit, lass aber auch Deine Bankomat/Kreditkarte nicht zu Hause, denn inzwischen gibt es Geldausgabeautomaten fast überall. Achtung aber mit den Bankomatkarten: Neuerdings müssen diese bei der Hausbank für Drittstaaten – also auch Indien –  freigeschalten werden. Das Tageslimit für Behebungen beläuft sich auf 20.000 Rupien. Manche Banken erlauben pro Behebung nur 10.000 Rupien – jedoch darf man zweimal hintereinander 10.000 Rupien beheben. Aber nicht immer funktionieren die Maschinchen, deswegen ist ein bißchen Bargeld immer gut.

Rupien können im Ausland nicht gewechselt werden, dh Du must immer mit ausländischem Geld einreisen. Allerdings ist es längst nicht mehr notwendig US-Dollar einzuführen, der Euro wird überall gerne genommen. Auch Schweizer Franken sind beliebte Devisen (no, na ;-))

Traveller Cheques haben den Vorteil, dass man eine gewisse Sicherheit hat, falls man die Geldbörse verliert. Das kann also auch noch in Betracht gezogen werden.

Was Kreditkarten angeht: In den größeren Städten kann man auch mit Kreditkarte bezahlen – aber für Reisen nach Ladakh oder in andere eher provinziellere Regionen Indiens darf man die Kreditkarte auch zu Hause lassen.

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Tägliche Ausgaben? 100 -1.000-10.000? Wie viel Geld brauche ich?

Wir werden von unseren Gästen oft gefragt, wie viel Geld sie zusätzlich pro Tag miteinberechnen müssen. Bei unseren Reisen sind in größeren Städten meist nur Frühstück oder Halbpension einberechnet, sonst aber ist überall mit Vollpension gerechnet. Was also soll man da für Mahlzeiten einplanen, die nicht inkludiert sind. Eine schwierige Fragen, denn das ist sehr variabel. Isst man Fleisch oder vegetarisch? Trinkt man gern Alkohol zum Essen? Geht man gern in eine Dhaba, die auch Einheimische aufsuchen oder ein schickes Restaurant in Hauz Khas in Delhi? Wenn man lokal und simpel vegetarisch essen geht, sind auch 100 Rupien ausreichend. Wer aber lieber in Restaurants geht, die eine „hygienischere“ Zubereitung „versprechen“, dann werden die 100 Rupien zu knapp bemessen sein. Wer dann auch noch Fleisch will, wird in solchen Restaurants schon mit etwa 250 Rupien an Ausgaben rechnen müssen. Noch ein Bier dazu? Dann steigert sich die Rechnung auf 500 Rupien (Alkohol ist in Indien generell sehr teuer!). Wer es sich mal gut gehen lassen will und ein angesagtes Restaurant in Delhi oder einer anderen großen Stadt besuchen will, sollte schon mit etwa 1.000 Rupien inklusive Getränke rechnen. Dh die Bandbreite ist groß: 100-1.000 Rupien / Mahlzeit / Person. Ich denke aber, dass Du so zumindest mal ein Gefühlt dafür kriegst, was was kostet. Trinkst Du gerne auch danach noch Kaffee mit einem Stück Kuchen, schlag noch etwas drauf. An Trinkgeld solltest Du so viel geben (verhältnismäßig) wie Du es auch zu Hause gewohnt bist (dh wenn die Rechnung 370 Rupien ausmacht, gib 400 Rupien).

Souvenirs, Souvenirs

Tja, das ist die andere Sache. Und noch viel schwieriger als die Essensfrage. Denn was willst Du mit nach Hause nehmen? Einen Seidenteppich? Einen echten Pashmina-Schal? Oder nur ein paar Gebetsfahnen oder einen kleinen hölzernen Elefanten? Klar, man findet genügend billige Mitbringsel, doch auch mindestens genauso viele Luxusgegenstände, die ihr Geld (manchmal) auch wert sind. Und eines darf man nicht vergessen: Mit den meisten VerkäuferInnen sollte man handeln – da kann sich der Preis schnell halbieren oder noch günstiger werden. Doch nicht alle handeln – ladakhische Verkäufer bspw. lassen selbst bei größeren Mengen oft nicht mit sich reden und bleiben bei ihren Fixpreisen.

Das „leidliche Trinkgeldthema“

Am Frage aller Fragen das Geld betreffend ist die des Trinkgeldes: Wie viel soll man mitnehmen? Was ist angebracht? Was ist zu wenig? Was zu viel? Wir haben uns im Laufe der Jahre für Trekking-/Reisepakete als Trinkgeldempfehlung pro Gast bei ca. 4-6 Eur/Tag eingependelt. Das ist ein MiIttelwert und kann und soll natürlich variiert werden, denn schlussendlich ist die Höhe des Trinkgeldes abhängig von der Leistung des Teams. Das ist auch der Grund warum wir Trinkgeldausgaben nicht in den Reisepreis inkludieren. Wo bleibt sonst der Anreiz zu besonders guter Leistung?

Das Trinkgeld soll am Ende der Reise/des Trekkings an die Team-Mitglieder gegeben werden – nicht alles an den Guide und darauf hoffen, dass dieser das Trinkgeld fair verteilt (was er wahrscheinlich auch macht – wir wollen da nichts unterstellen). Wenn alle gleich gute Leistungen erbracht haben, dann soll das Trinkgeld entsprechend der Hierarchie im Team aufgeteilt werden – der Guide steht immer am höchsten, dann folgen im Trekkingteam der Koch, nach ihm kommen Helfer und Porter/Pferdemänner.

Beispiele für die Verteilung kannst Du Dir die auf die Frage: Wie sieht es mit Trinkgeld aus? Erwartet man welches und wie viel? in unserem FAQ ansehen.

In vielen Hotels erwarten viele Angestellte für jedes Service ein Trinkgeld. Um nicht zigmal am Tag 10-Rupien-Scheine zücken zu müssen, kann man auch freundlich darauf hinweisen, dass man am Ende des Aufenthalts Geld in der Tip-Box an der Rezeption hinterlassen wird (was auch all jenen gegenüber fairer ist, die im Hintergrund bspw. in der Küche arbeiten).

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Wie, wann & wo wechseln?

Den besten Kurs erhält man immer in Banken, ABER die Öffnungszeiten sind oft sehr ungünstig (10-16 Uhr + Mittagspause – gerade dann wenn man meistens unterwegs ist) – deshalb kommt man um Wechselstuben häufig nicht herum. Hier lohnt sich ein Vergleich, da die Kurse oft sehr unterschiedlich sind – Achtung auch vor solchen Geldwechslern, die auf den ersten Blick einen guten Kurs versprechen, dann aber noch diverse Gebühren verrechnen (da steigt man am Ende oft viel schlechter aus). Ein Tipp auf jedem Fall: Wechselt am Flughafen in Delhi nicht oder nur ganz geringe Beträge – die Wechselkurse sind furchtbar schlecht und mehrere Wechselstuben verdienen sich eine goldene Nase an am Ende draufgeschlagenen Gebühren. Dann lieber ein paar Rupien mit der Bankomat-Karte beheben.

Und wer sich Geld wechseln lässt, lasst Euch immer ein paar kleine Scheine geben – besonders wenn man vorhat längere Zeit abseits größerer Städte zu verbringen – denn 1.000-Rupien-Scheine kann ein kleiner Händler am Land bei Kauf einer Flasche Wasser nur selten wechseln.

Zu guter Letzt: 1 EUR = ca. 70 Rupien (Stand: November 2016)