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Ladakh ist zwar eine Hochgebirgswüste und damit auch sehr, sehr trocken. Dennoch kann es mit ein paar wirklich schönen Seen aufwarten. Die bekanntesten sind der Pangong Tso, Tsomoriri & der Tsokar.

Eines haben die drei Seen Ladakhs schon gemeinsam: Ihr Name enthält das Wörtchen Tso. Tso ist Ladakhi und heißt einfach „See“. Doch auch darüberhinaus verbindet sie so einiges.

  • Sie sind alle drei wunderschön
  • Sie liegen hoch – auf über 4.000m
  • Sie liegen im Changthang – den Hochlandsteppen des tibetischen Plateaus, die sich bis nach Ladakh reinziehen

 

Pangong Tso: Der Superstar der ladakhischen Seen Ladakhs

Pangong-See

Pangong-See

Der Pangong-See ist der am meisten besuchte See Ladakhs. Er liegt jedoch nur zu einem Drittel auf indischem Staatsgebiet, der restliche Teil des extrem langgezogenen Sees liegt auf der tibetischen Seite und gehört damit zu China. Weil sich die zwei Nationen auch nicht gerade lieb haben, sind auf beiden Seiten viele Soldaten stationiert, die sich misstrauisch begutachten. Man munkelt, dass die Chinesen immer wieder mit U-Booten auf indisches Staatsgebiet vordringen. Aufgrund der Grenznähe ist es Ausländern auch nicht erlaubt sich völlig frei zu bewegen. Derzeit ist es nur möglich bis zur Ortschaft Merak zu fahren.

Der Pangong Tso ist erst seit wenigen Jahren so beliebt. Grund dafür ist der Film „3 Idiots“ aus der Filmfabrik Bollywood, der teilweise in Ladakh und auch am Pangong-See spielt. Seitdem pilgern jedes Jahr Tausende indische Touristen zum Hochgebirgssee und schießen Selfies und Fotos in Posen ihres Filmheroes Amir Khan.

Der See ist an seiner breitesten Stelle nur 8 km breit, jedoch 134 km lang. Eine kleine Reise entlang des Ufers lohnt sich über Google Earth (in der Praxis ist das leider noch nicht erlaubt).

 

 

Tsokar: Weißer See für Wildlife-Fans

Am Tsokar (c) Roland Amon

Am Tsokar (c) Roland Amon

Der Tsokar – übersetzt der „weiße See“ – liegt weiter südlich und noch ein gutes Stück von der chinesischen Grenze entfernt. Er liegt auf über 4.500m und ist stark salzhaltig. Salzkrusten bilden sich an den Ufern des meist türkis schimmernden Sees und geben dem See wohl seinen Namen. Trotz der Schwankungen in der Wassertiefe und des Salzgehalts ist der See ein Paradies für Tiere. Insbesondere für Vögel – hier prominent voran Schwarzhalskraniche, von denen einige den See als ideales Sommerlager und Brutplatz entdeckt haben. Desweiteren finden sich hier Haubentaucher, Braunkopfmöwen, Streifen- und Rostgänse, Fluss-Seeschwalben, verschiedene Regenpfeiferarten und tibetische Steppenhühner. Doch auch Säugetieren bietet der Tsokar und die angrenzenden More Plains idealen Lebensraum. Man findet: Kiang (Wildesel), den Tibetischen Wolf, Tibetgazellen und Füchse, Murmeltiere und Pikas (Pfeifhasen).

Fahrt ab Leh: ca.4 Stunden (eine Nächtigung wird daher nahegelegt) über den 5.400m hohen Taglang La (La = Pass)
Nächtigungsmöglichkeiten: Es gibt die Möglichkeit im „Deluxe“ Camp am Nord-Ufer in Pangunagu zu nächtigen. Alternativ bietet sich auch Thukje mit Homestays an. Ansonsten gibt es nur noch die Möglichkeit selbst zu campieren – aber Achtung: Trinkwasser ist um den See rar und somit bieten sich nicht viele Möglichkeiten an. Das Campieren am benachbarten Startsabuk Tso ist nicht erlaubt.

 

Tsomoriri: Blaue Perle im Südosten

Am Tsomoriri (c) Markus Brixle

Am Tsomoriri (c) Markus Brixle

Der Tsomoriri liegt im Südosten Ladakhs – ebenfalls im Changthang – und kann auch sehr gut vom Flugzeug aus gesehen werden. Er liegt auf über 4.500m und umfasst ca. 120 qkm, ist 27km lang und 8km breit. Nicht nur durch seine meist tiefblaue Farbe, sondern auch durch die weiß-behuteten 6.000er, die den See im Osten und Westen flankieren, ist der See eine wahre Schönheit.

Wie für den Pangong-See braucht man auch für den Tsomoriri eine Innerline Permit.

Fahrt ab Leh: ca. 6-7 Stunden (eine Nächtigung wird daher nahegelegt) über das Indus-Tal
Nächtigungsmöglichkeiten: Es gibt die Möglichkeit in „Deluxe“ Camps, im eigenem Zelt oder Homestays in Korzok zu nächtigen. Allerdings ist Korzok keine sehr schöne Ansiedlung. Aufgrund des Wassermangels ist es jedoch nicht so leicht möglich anderweitig zu nächtigen (außer man trekkt – da ist besonders das Südufer in Kiangdam eine wunderschöne Möglichkeit).

Tipp: Der Tsomoriri lässt sich sehr gut mit dem Tsokar verbinden. Gleichzeitig fällt die An- und Rückreise nicht auf die selbe Strecke.

Weitere Seen

Es gibt viele weitere, jedoch wesentlich kleinere Seen in Ladakh. Gerne informieren wir Sie über kleinere und unbekanntere Alternativen: daniela@gesar-travel.com oder tashi@gesar-travel.com