Mongolei

[Titelbild von Roland Amon]

Die Mongolei

Fakten & Zahlen

  • Hauptstadt: Ulaanbaatar
  • Int. Kennzeichen: MN
  • Fläche: 1.564.116 km²
  • Einwohner: ca. 3 Mio
  • Bevölkerungsdichte: 1,9 EW pro km²
  • Amtssprache: Mongolisch
  • Fremdsprachen: Russisch, Englisch, Deutsch
  • Religion: mehrheitlich Buddhismus, daneben auch Christen, Muslime, Anhänger vorbuddhistischer Religionen und relativ viele Atheisten
  • Währung: 1 Tugrug (MNT) = 100 Mungh
  • Zeitunterschied zu MEZ: +7 h
  • Elektrischer Strom: 220 Volt/50 Hertz Wechselstrom
  • Visumpflicht: Ja (Visumpflicht per 1. Jänner 2016)
  • Reisedokumente: Reisepass

 

Die Mongolei grenzt an Russland und China.

 


 

Allgemeines

 

Ein großes, weites Land das viel und wenig hat. Wenig Menschen – mit durschnittlich weniger als 2 Menschen pro Quadratkilometern ist nach Grönland das am dünnsten besiedelste Gebiet der Erde. Von den gut 3 Millionen Einwohnern leben ca. 1,7 Millionen in Städten, 1,3 Millionen davon in der Hauptstadt Ulaanbaatar. Die Hauptstadt, die übersetzt „Roter Held“ bedeutet berherbergt damit fast die Hälfte der gesamten Bevölkerung des Landes, das fast fünfmal so groß wie Deutschland ist. Neben Ulaanbaatar Bedeutende Städte sind Erdenet mit 79.649 Einwohnern, Darchan mit 72.386 Einwohnern und Tschoibalsan mit 44.367 Einwohnern weitere bedeutende Städte.

Rund 85% der Bevölkerung sprechen die offizielle Amtssprache Khalkha Mongol, daneben gibt es noch andere mongolische und Turk-Sprachen der Minderheiten. Die Minderheiten sind vorwiegend kasachische und tungusische Volksgruppen.

Geografisch kann die Mongolei von Nord bis Süd in vier Regionen eingeteilt werden: Berge, Waldsteppe, Bergsteppe und (Halb-)Wüste.

 

Die nomadische Lebensweise ist typisch für die Mongolei. Foto: Roland Amon

Ein typisch mongolisches Leben steht in engem Konnex mit seinen Tieren. Trotz der fortschreitenden Urbanisierung lebt noch immer einer Großteil der Bevölkerung als Nomaden. Die Tradition der Steppe ist noch nicht am Sterben. Selbst in den Städten lebt die Mehrheit der Mongolen in einem Ger – einer Jurte -, dessen Tür immer nach Süden ausgerichtet ist.

Seit Jahrhunderten ist die Mongolei eng mit Tibet und dessen buddhistischer Ausrichtung verbunden. Trotz der jahrzehntelangen Verbindung mit der Sowjetunion und dem Verbot aller Religionen während der kommunistischen Phase des Landes bezeichnet sich die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung als buddhistisch. Oder gerade deswegen, denn seit 1990 gibt es ein wahres Revival des Buddhismus, Klöster und Tempel wurden renoviert und neu aufgebaut.

 

Klima und beste Reisezeit

Die Mongolei ist auch als Land des blauen Himmels bekannt. Nicht von ungefähr, denn mit durchschnittlich über 250 Sonnentagen hat man sich so einen Titel schon mal verdient. Aber es ist auch ein Land der Extreme – was die Temperaturen angeht: warme bis heiße Sommer und sehr kalte Winter, kennzeichnend für ein stark kontinentales Klima. Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt beim Gefrierpunkt. An manchen Winternächten kann man in der Mongolei bis unter -40C messen, im Sommer bis über +40C in der Wüste Gobi und selbst in der Hauptstadt bis über +30C. In manchen Regionen kann der Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht im Extremfall um die 30 Grad ausmachen. Ein Pluspunkt auf Reisen ist jedoch die sehr geringe Niederschlagsmenge, da fällt der Urlaub nicht so schnell ins Wasser.

Durchschnittliche Temperatur im Sommer: +20C (+65F)
Durchschnittliche Temperatur im Winter: -24C (-13F)
Mittlerer Jahresniederschlag: 200-220mm (80-90% der Niederschläge sind von Mai bis September)

Beste Reisezeit
Die Mongolei hat vier Jahreszeiten und diese sind sehr unterschiedlich. Der Winter beginnt im November und dauert bist Februar, der Frühling von März bis Mitte Mai, Sommer von Mitte Mai bis Ende August und der Herbst schließlich im September und Oktober.

Winter
Von November bis Februar ist es wirklich kalt. Die Mongolen nennen die extremen Wetterbedingungen mit Schneestürmen und eiskalten Winden Zud. Temperaturen bis unter -40°C. Trotzdem kann eine Reise im Winter ein Erlebnis für sich sein – denn wer erfährt schon aus erster Hand, was es heißt im Winter in einem Ger zu leben. Die Mongolen finden den Winter noch nicht mal so schlimm. Am schwersten zu ertragen sind die Monate März und April, wenn die Herde nach einem langen Winter ausgehungert und dünn ist und sie aufgrund der fehlenden Niederschläge mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen haben.

Frühling
Der Frühling kann noch sehr windig sein – unter anderem kann es noch zu unerwarteten Schneestürmen kommen – daher vergiß bei Temperaturenangaben auf Wetterseiten nie den Wind-Chill-Faktor. Mit Wind können sich 0C schnell wie -5C anfühlen. Im Norden der Mongolei – speziell in Khentii und Khovsgol – ist mit Regenfällen während dieser Zeit zu rechnen. Ansonsten ist auch der Frühling meist sonnig und Luftfeuchtigkeit bei Null.

Tashi – Gründer von Gesar Travel – in der Mongolei im Mai

Sommer
Mit dem Sommer beginnt die beste Reisezeit. Ab Mitte Mai kann es losgehen. Anfang Mai kann es noch Schneefälle – besonders im Norden – geben. Das Wetter im Juni ist meist gut und meistens auch trocken – besonders im Zentrum und den südlichen Regionen. Im Juli ist die Hauptreisezeit, nicht nur wegen des Wetters, sondern weil auch das Naadam Fest in diesen Monat fällt. (Mehr Infos zum Naadam Fest siehe weiter unten) Im August kann es im Norden und im Zentralland zu vermehrten Niederschlägen kommen. Das bringt jedoch auch Vorteile mit sich, denn mit dem Nass verwandelt sich das trockene Land, Flüsse füllen sich und die Steppe hüllt sich in fruchtbares Grün. Nachteil: Manche Straßen werden schlammig und schwer passierbar und Mücken freuen sich an der erhöhten Luftfeuchtigkeit.

Herbst
Die Herbstmonate sind schwer einzuschätzen. Im einen Moment magst du noch im T-Shirt durch die Gegend spazieren, im nächsten schon wechselt du in einen dicken Pulli und steckst die Füße in warme Stiefel. Die Farbenpracht insbesondere im Norden des Landes mit seinen Wäldern ist schön anzusehen und auch anderswo hat die stille Jahreszeit des Herbst durchaus seinen Reiz. Nur das Wetter ist etwas schwer einzuschätzen. Stell dich also auf alles ein.

Essen und Trinken

Die Mongolen sind große Teetrinker. Foto: Roland Amon

Die Mongolen lieben ihren Tee – den Suutei Tsai, Tee mit Salz und Milch. Und auch Alkohol sind sie nicht abgeneigt – am liebsten werden Airag, ein selbstgebrautes Getränk aus fermentierter Stutenmilch mit einem Alkoholgehalt von 3% und Wodka getrunken. Naturgemäß ist die Küche stark fleischlastig – ein Land mit großen Herden und nur ganz geringem Anbau lebt natürlich viel von Fleisch. Besonders Hammel- und Rindfleisch werden konsumiert, aber auch Murmeltier kommt gerne auf den Tisch. Daneben gibt es aber auch Kartoffeln, Karotten, Reis und Nudeln. Frisches Obst und Gemüse ist inzwischen ganzjährig zu beziehen.

 

Einreise und Visum

Die Ein- bzw. Ausreise ist für Ausländer entweder über den internationalen Flughafen von Ulaanbaatar oder – mit dem Zug von Russland aus kommend – in Sukhbaatar und von China aus kommend in Zamyn Uud möglich. Ein Grenzübertritt mit dem Auto ist auch an den Grenzübergängen Altanbulag/Khiagt, Tsgaan-Nuur/Tashanta, und Zamynd-Uud/Ereen möglich. Alle anderen Grenzübergänge sind nur für Staatsangehörige der Mongolei und des jeweiligen angrenzenden Landes geöffnet. Falls die Benützung dieser Grenzübergänge durch in China oder Russland wohnhafte österreichische Staatsbürger beabsichtigt ist, empfiehlt es sich, die Frage des Grenzübertritts bei der zuständigen mongolischen Vertretungsbehörde zu klären.

Seit 1. Jänner 2016 gilt auch für österreichische und deutsche Staatsbürger – für Schweizer schon zuvor – eine Visumspflicht. Für ein Touristenvisum benötigt man einen noch mindestens 6 Monate alten Pass mit mindestens zwei leeren Seiten und eine Einladung oder einen Nachweis für zumindest eine Hotelreservierung in der Mongolei. Das Antragsformular findest du hier: http://consul.mn/file/visa_application.pdf

Beantragen kann man das Visum:

 

Ab 30 Tagen Aufenthalt besteht Meldepflicht. Die Registrierung ist beim Foreign Citizens’ Bureau in Ulaanbaatar innerhalb von 7 Tagen nach Ankunft vorzunehmen. Vor Ausreise ist eine polizeiliche Abmeldung erforderlich sowie ein Ausreisevisum, das durch die Konsularabteilung im mongolischen Außenministerium ausgestellt wird. Bei Zuwiderhandlung ist mit einer Zurückweisung bei der Ausreise und einer Verwaltungsstrafe zu rechnen.

 

Gesundheit & Impfungen

Die Qualität der medizinischen Versorgung entspricht nicht dem europäischen Standard. Die Mitnahme einer Reiseapotheke, die nicht nur regelmäßig benötigte Arzneimittel, sondern auch Medikamente für typische Reiseerkrankungen beinhaltet, wird dringend empfohlen. Unsere Guides dürfen keine Medikamente verabreichen und haben nur einen Erste-Hilfe-Koffer bei sich.

Durch die Befolgung grundlegender hygienischer Regeln (Händewaschen, Vermeidung roher Nahrungsmittel) können die meisten gesundheitlichen Probleme vermieden werden. Es wird empfohlen, ausschließlich Wasser aus Flaschen oder abgekochtes Wasser zu sich zu nehmen. Obst und Gemüse sollten nur geschält und gekocht genossen werden.

Tuberkulose ist verbreitet, auch andere gefährliche Infektionskrankheiten wie Milzbrand (Anthrax), Hand- Fuß- und Mundkrankheit treten vereinzelt auf. In entfernten ländlichen Regionen sind in der Vergangenheit sogar Fälle von Pesterkrankungen gemeldet worden.

Für die Einreise in die Mongolei sind keine Impfungen vorgeschrieben. Geraten wird jedoch ein Schutz gegen Diphtherie, Tetanus, Polio und Hepatitis A und B. Bitte lassen Sie sich diesbezüglich von Ihrem Arzt oder einem Tropenmediziner beraten.

Viele Krankheiten lassen sich vermeiden, wenn man sich beim Essen und Trinken an ein paar Regeln hält. Foto: Roland Amon

Gut zu wissen

An von Ausländern stark frequentierten Orten in der Hauptstadt kann es gelegentlich zu Taschendiebstählen kommen. Die Straßen der Hauptstadt sind besonders nachts als gefährlicher einzustufen. Unlizenzierte Taxis verlangen überhöhte Preise oder lassen unterwegs Komplizen zusteigen, die dann die Fahrgäste berauben. Hier gebietet sich erhöhte Vorsicht. Ansonsten ist die Mongolei ein recht sicheres Reiseland.

Die Einfuhr der Landeswährung ist verboten, die Mitnahme von Fremdwährung ist unbegrenzt erlaubt, jedoch deklarationspflichtig. Nicht deklarierte Devisen können bei der Ausreise konfisziert werden. Es empfiehlt sich die Mitnahme von Dollar oder Euro in bar oder Reiseschecks. Kreditkarten werden nicht immer angenommen. Gegenstände für den persönlichen Bedarf können zollfrei eingeführt werden (dazu gehören auch 600 Zigaretten sowie 2 Liter Alkohol). Zoll- und Devisendeklarationen müssen bei der Ausreise wieder vorgewiesen werden.

Die Landeswährung ist frei konvertierbar. Es wird empfohlen, nur in Banken oder offiziellen Wechselstuben Geld zu tauschen. Auf dem Land ist das Umwechseln ausländischer Währungen oft nicht möglich. Vor Reisen ins Landesinnere sollte daher in Ulaanbaatar ausreichend einheimische Währung eingewechselt werden.

In Ulaanbaatar kann man an Geldautomaten mit Kreditkarten, teilweise auch mit Maestro-Karten, die Landeswährung beheben, auch in größeren Banken kann mit Kreditkarten Geld abgehoben werden. Große Hotels, Restaurants und Geschäfte, in denen Ausländer häufig verkehren (größere Supermärkte, Souvenir- und Kaschmir-Geschäfte) akzeptieren die gängigen Kreditkarten.

Die Ausfuhr der Landeswährung ist verboten, die Mitnahme von Fremdwährung ist bis zum bei der Einreise deklarierten Betrag erlaubt. Bei der Ausfuhr wird von den Behörden oft streng nach Antiquitäten, wertvollen Mineralien, Metallen und Jagdtrophäen gesucht. Jäger dürfen ihre persönlichen Jagdwaffen inklusive Munition ein- und wieder ausführen.

 

Das Naadam Fest

Pferderennen sind wichtiger Bestandteil des Naadam Fests. Auch Kinder nehmen daran teil.

Das Naadam Fest zählt zu den wichtigsten Festen in der Mongolei und gleichzeitig eine hervorragende Möglichkeit die Kultur des Landes und seine Menschen zu erleben. Der vollständige Name lautet Eriin Gurwan Naadam (эрийн гурван наадам; Die drei männlichen Spiele). Während des Naadam Fests werden die drei großen Nationalsportarten über 2 Tage lang zelebriert: Pferderennen, Ringen und Bogenschießen. Und das nicht nur in Ulaan Baatar sondern im ganzen Land. Rund um die sportlichen Aktivitäten gibt es Essen, Musik, Handwerk und ganz viel Kultur zu erleben. Hier kannst du voll und ganz mit den Mongolen in das Treiben eintauchen. Das wichtigste Naadam Fest findet an den Nationalfeiertagen 11. und 12. Juli statt, es gibt jedoch zeitlich davon unterschiedliche kleinere Naadam Feste in anderen Regionen des Landes.

 

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Alle Angaben ohne Gewähr. Weiterführende Informationen über das Land erhälst du von uns mit den Reiseunterlagen zugesandt.

Unsere Reisen in die Mongolei

Alle unsere Gruppenreisen können auch individuell zum Wunschtermin gebucht werden. Darüber hinaus maßschneidern wir auch für die Mongolei gerne an deiner ganz privaten Traumreise. Einfach ein Mail an: daniela@gesar-travel.com

Unsere Blogbeiträge zur Mongolei




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