Georgien

Georgien

Fakten & Zahlen

  • Hauptstadt: Tbilisi (im deutschen Sprachraum als Tiflis bekannt)
  • Fläche: knapp 57.200 km² (exkl. Abchasien und Südossetien, die Georgien für sich beansprucht)
  • Einwohner: ca. 3,7 Mio (exkl. Abchasien und Südossetien)
  • Bevölkerungsdichte: 65,2 EW pro km²
  • Amtssprachen: Georgisch
  • Fremdsprachen: Englisch, Russisch
  • Religion: 84% georgisch-orthodoxe Christen, 10% Muslime, restliche andere christliche Gruppen und Juden
  • Währung: 1 Lari (GEL) = 100 Tetri
  • Zeitunterschied zu MEZ: +3 h
  • Elektrischer Strom: 220 Volt/50 Hertz Wechselstrom
  • Visumpflicht: Nein, bei einer Aufenthaltsdauer bis zu einem Jahr (für EU-Bürger)
  • Reisedokumente: Reisepass


Allgemeines

Georgien ist ein Land an der Schnittstelle zwischen Europa und Asien. Es ist auch nicht eindeutig Asien oder Europa zuzurechnen, kulturell geschichtlich verbindet es viel mit Europa, geografisch gelten das Uralgebirge von Nord nach Süd und der Kaukasus von Ost nach West als Grenze der beiden Kontinente und somit liegt Georgien geografisch gesehen in Asien. Es grenzt im Norden an Russland, im Süden an die Türkei und Armenien und im Osten an Aserbaidschan. Die Landesteile Abchasien und Südossetien sind abtrünnig und werden nur von Russland und einigen weiteren Staaten als souverän anerkannt. Georgien war bis zum Zerfall der Sowjetrepublik Teil der selbigen. Stalin kommt aus Georgien.

Fast 90 Prozent des Landes sind mit Gebirge bzw. Vorgebirge bedeckt, im Norden vom Großen Kaukasus, im Süden vom Kleinen Kaukasus und Armenischen Hochlandes. Dazwischen liegen im Westen die Kolchische Tiefebene, im Osten die Transkaukasische Senke. Der Westen und der Osten werden durch das Lichi-Gebirge getrennt.

Der Schchara ist mit 5.201 Metern der höchste Berg des Landes und ist Teil des Großen Kaukasus. Der längste Fluss ist der Kura (georgisch Mtkwari), der auch durch Tbilisi fließt. Neben Tbilisi (Tiflis) sind Batumi, Kutaisi, Rustawi, Sochumi und Gori die größten Städte des Landes.

Uschba, ein Doppelgipfel im Großen Kaukasus, in der georgischen Region Swanetien. Foto: Zurab Tsertsvadze


Klima und beste Reisezeit

Georgien ist zwar klein, hat aber gleich drei Klimazonen: an der Schwarzmeerküste und in der Kolchis-Ebene ein subtropisches, ein kontinentales östlich des Lichigebirges und alpines Klima in den Gebirgsregionen. Der Westen hat dank des Meereseinflusses milde Winter mit und lange, warme Sommer mit einer hohen Luftfeuchtigkeit und Jahresniederschlägen zwischen 1.200mm bis zu 2.000m. Je weiter man nach Osten geht, desto geringer werden hier die Niederschläge. Der Osten ist generell trockener und die Temperaturen sind im Durschnitt um 4 Grad kälter. Die Winter sind üblicherweise nicht sehr schneearm, die Temperaturen können aber bis unter 0 Grad gehen, während es im Sommer bis über 30 Grad heiß werden kann. Die meisten Regen fallen zwischen April und Oktober, der August hingegen ist trockener. In den Gebirgsregionen nehmen die Temperaturen mit zunehmender Höhe ab und es bleibt auch im Sommer recht kühl. Viele Gipfel sind ganzjährig mit Schnee bedeckt.

Aufgrund der verschiedenen Klimazonen kann man Georgien ganz gut ganzjährig bereisen. Der Winter ist für WintersportfreundInnen eine gute Reisezeit, für alle anderen empfiehlt sich eine Reisezeit zwischen Mitte Mai und Ende Oktober. Ab Mitte Oktober bis Mitte Mai sind Bergregionen wegen Schneefall oft nicht mehr zugänglich, dafür ist diese Reisezeit für die Gebiete Niederkartlien, Samzche-Dschawachetien und Kachetien sehr angenehm. Wer im Sommer verreist sollte sich auf die Hochgebirgsregionen Swanetien, Chewsuretien und Tuschetien konzentrieren, die vor Juni oft schwer zugänglich sind.

Im Vashlovani Nationalpark in Khachetien kann es im Sommer sehr heiß werden. Im Frühling und Herbst hingegen ist es sehr angenehm.


Essen und Trinken

Die georgische Küche ist sehr abwechslungsreich mit vielen frischen Zutaten. Mann isst gerne Fleisch, Auberginen, Walnüssen, Granatäpfel, in Lehmöfen gebackene Brote, Käse und würzt mit frischen Kräuter wie Koriander und Pfefferminze. Zum Wein genießt man gerne Wein, da Georgien auch ein Anbaugebiet für hervorragende Weine ist. Siehe auch den Blogbeitrag: https://www.gesar-travel.com/georgien-dawit-garedscha-der-wein-kachetiens/


Einreise und Visum

Angehörige der EU Staaten benötigen kein Visum, wenn sie nach Georgien einreisen und sich dort maximal 1 Jahr aufhalten. Angehörige folgender Staaten benötigen ebenfalls kein Visum, wenn sie nach Georgien einreisen und sich dort maximal 1 Jahr aufhalten: Vereinigte Staaten, Kanada, Japan, Schweiz, Lichtenstein, Norwegen, Israel, der Heilige Stuhl (Vatikan), Andorra, San Marino, Island, Vereinigte Arabische Emirate, Kuwait, Südkorea, Katar, das Königreich Bahrain, Oman, das Sultanat Brunei, Singapur, Australien, Monaco, Neuseeland, die Bahamas, Barbados, Antigua und Barbuda, Trinidad und Tobago, Seychellen, Botsuana, Kroatien, Chile, St. Kitts und Nevis, Argentinien, Malaysia, Mexiko, Uruguay, Mauritius, Panama, Costa Rica, Südafrika, Brasilien, Thailand, Belize, Saudi-Arabien, Armenien, Aserbaidschan, Belarus, Kirgisische Republik, Moldau, Tadschikistan, Türkei, Ukraine, Usbekistan. (Änderungen vorbehalten)

Wer mit Kindern nach Georgien reist, sollte beachten, dass Kindereinträge im Reisepass eines Elternteils nicht mehr gültig sind. Jedes Kind benötigt ein eigenes Ausweisdokument.


 

Das Kloster Dawit Garedscha


Gesundheit und Impfungen

Die Lage in den Krankenhäusern, vor allem außerhalb der Hauptstadt, entspricht oft nicht dem europäischen Standard, ist aber für die Grundversorgung ausreichend. In entlegenen Gebieten kann bei Krankheit oder Unfall nicht mit einer raschen und effizienten medizinischen Betreuung gerechnet werden. Apotheken europäischen Standards finden sich inzwischen in jeder Stadt. Es empfiehlt sich dennoch, eine persönliche Reiseapotheke mit wichtigen Medikamenten (Kopfschmerzen, Durchfall, Grippe, Blasenpflaster) selbst mitzubringen.

Was Impfungen angeht, so gibt es für Georgien keine vorgeschriebenen. Trotzdem empfehlen wir Impfungen gegen Tetanus, Polio, Diphterie und Hepatitis A+B.

Die Trinkwasserqualität in Georgien ist gut, dennoch kann es sein, dass sensible Mägen ein Problem damit haben, daher empfiehlt es sich sicherheitshalber nur abgefülltes oder abgekochtes Wasser zu trinken.

Der Zusammenfluss der beiden Flüsse Mtkwari und Aragvi


Wenn du gerne nach Georgien möchtest, kontaktiere uns für deinen ganz individuellen Reiseplan: daniela@gesar-travel.com

Gut zu wissen

  • Die Ausfuhr von Geldsummen ab 30.000 GEL muss bei der Ausreise deklariert werden. Das Reisegepäck muss vollständig wiederausgeführt werden. Die Ausfuhr von Edelmetallen und Pelzen ist nicht gestattet, Teppiche, handelsübliche Antiquitäten und Kunstgegenstände dürfen nur mit einer Genehmigung des Kulturministeriums ausgeführt werden, die mit Hilfe der Verkäufer meist in kurzer Zeit erhältlich ist. Es wird angeraten, sich vor Geschäftsabschluss über mögliche Ausfuhrbeschränkungen zu informieren.
  • Fotografieren ist in Georgien fast überall erlaubt. Nur in Kirchen ist es meist verboten. Wenn man vorhat Menschen zu fotografieren, unbedingt voher ihre Einwilligung holen. Filme, Speicherkarten und Akkus sollten Sie unbedingt von Zuhause mitbringen, da Qualität und Preise in Georgien sehr variieren können.
  • Kleidervorschriften: Für die Besichtigungen der Kirchen sollten die Damen ein Tuch bereithalten, und einen längeren Rock (in strengen Klöstern erforderlich), die Herren lange Hosen (bis übers Knie) und ein T-Shirt, das bis über die Schulter reicht. Ansonsten kann man in Georgien auch das tragen, was man zu Hause gewöhnt ist.

Die Gergeti-Dreifaltigkeitskirche in Stepandsminda